Was in den 90er-Jahren noch Informatikern vorbehalten war, ist heute mit nur wenigen Klicks möglich: bloggen. In Rekordzeit schießen immer neue Blogprojekte aus dem Boden, reiht sich „Blog-für-Tierfutter.de“ an „Wie-angel-ich-richtig.com“.

Doch abseits dieser privat geführten Textecken probieren sich verstärkt auch Unternehmen im Bloggen. Kein Wunder, bedenkt man, dass sich bereits 51 % der User von Content-Marketing, so der Fachbegriff für trafficorientiertes Blogging, beeinflussen lassen.

Reichweite erhöhen – doch wie?

Trotz Tutorials und Schulungen wissen viele Unternehmen noch immer nicht, worauf es beim Verfassen und Veröffentlichen wirklich ankommt. Um beides in Zukunft besser zu machen, zeigen wir dir im heutigen Beitrag, wie du die Reichweite deiner Inhalte nachhaltig steigern kannst. Beschreite einfach einen unser vier Pfade.

Warum liest mich denn keiner? – Unsere Top 4-Maßnahmen für mehr Leser

Reichweite erhöhen Top 4: Optimiere deinen Content

Professionelle Content-Produzenten wissen es schon lange: Content ist König. Eine auf den ersten Blick einfache Feststellung mit einer klaren Botschaft. Nur wenn ein Beitrag informativ und unterhaltsam gestaltet ist, wird er gelesen und geteilt.

Übrigens, falls dir mal die Ideen ausgehen, hilft dir unser kostenloses Blog Post Type Template.

Blog Post Templates

Was aber zeichnet guten Content außer dem Informationsgehalt und der kreativen Wortwahl aus? Formal gibt es einige Stolpersteine.

1.) Die Überschrift…
… besteht aus maximal 7 Wörtern (53-57 Zeichen).

2.) Der Leadtext…
… regt zum Lesen an und besteht aus maximal 2-3 Sätzen.

3.) Der Text selbst…
… verfügt über eine klare Gliederung durch Zwischenüberschriften.

4.) Die Keywords…
… sind auf die Zielgruppe abgestimmt und sorgfältig recherchiert.

Reichweite erhöhen Top 3: Schreibe einen Gastartikel

Unter einem Gastartikel wird ein Beitrag für den Blog eines themenrelevanten Bloggers verstanden. Der Verfasser wendet sich direkt an Blogs, die sich mit seinem Themengebiet beschäftigen und stellt eine Anfrage. Das Problem: nicht jeder Blogger erklärt sich dazu bereit, Beiträge zu veröffentlichen.

Umso wichtiger ist es daher, infrage kommende Blogs gezielt zu suchen und Blogger nicht zuzuspamen. Sollte der angefragte Texter nicht auf eine Anfrage reagieren, reicht es in der Regel, ihm nach zwei Wochen noch einmal eine Nachricht zu schicken. Wenn er dann immer noch nicht antwortet, ist er wohl nicht an einer Zusammenarbeit interessiert.

Darüber hinaus ist es strategisch sinnvoll, dem Blogger entsprechende Gegenwerte anzubieten. Wer technisch begabt ist und SEO-Erfahrung mitbringt, kann u.a. Fehler auf der Website melden. Wer hingegen Dienstleistungen anbietet, kann mit Ermäßigungen (Gutschein-Prinzip) punkten.

Reichweite erhöhen Top 2: Reagiere auf andere Beiträge

CMS-Anbieter wie WordPress eröffnen dir mit der Pingback-Funktion gänzlich neue Möglichkeiten bei der Verbreitung deines Contents. Ein Pingback weist den Verfasser eines Beitrags darauf hin, dass sein Text in einem anderen Beitrag verlinkt wurde. Dieser kann dann entscheiden, ob er sich zum Beitrag äußert.

Um auf diesem Weg neue Kontakte zu knüpfen, ist es empfehlenswert, im eigenen Artikel auf einen anderen Artikel zu reagieren. Zum Beispiel indem man ein Video zum Inhalt des Beitrags dreht, oder eine praktische Infografik erstellt, die alle Fakten übersichtlich zusammenfasst.

Die Strategie dahinter ist denkbar einfach: Beiträge können sich untereinander ergänzen. Erstellt ein Blogger z.B. ein Beitrag zum Skifahren und den verschiedenen Techniken, kannst du in einer Infografik sämtliches Equipment aufführen und dem Verfasser des Beitrags einen Grund dazu geben, deinen Beitrag weiterzuverbreiten.

Reichweite erhöhen Top 1: Social Media Kanäle sinnvoll nutzen

Unabhängig davon, ob es sich bei deiner Zielgruppe um B2B- oder B2C-Kunden handelt, ist die effektive Nutzung von Social Media Kanälen eine Wissenschaft für sich.

B2B-Netzwerke

Netzwerke wie Google+, Linkedin und Xing bieten die idealen Voraussetzungen für B2B-Anliegen. Vielfach werden diese Kanäle jedoch sträflich vernachlässigt. Für die meisten bleiben Xing und Co. bessere Adressbücher. Dabei lässt sich gerade Xing prima für die eigene Content-Strategie einspannen.

So lassen sich in Gruppen, je nach Gruppenregeln, eigene Beiträge posten. Achte hier jedoch unbedingt auf Unique Content und vermeide in jedem Fall Werbung. Mit dem 2015 gestarteten Update des Xing-Neuigkeitenstreams können zudem Links zu Beiträgen und weitere Informationen mit anderen Mitgliedern geteilt werden.

HINWEIS: Beiträge auf B2B-Plattformen zeichnen sich durch eine gewisse Förmlichkeit aus. Branchenabhängig solltest du diese in jedem Fall wahren.

B2C-Netzwerke

Für den Business to Customer Bereich eignen sich vorrangig Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram. Die beiden letztgenannten Netzwerke haben dabei den Vorteil, dass sie den User visuell ansprechen. Infografiken und Bilder aller Art lassen sich so besonders leicht an die anvisierte Zielgruppe herantragen.

Facebook und Google+ eignen sich am besten für Bewegtbilder. Diese dienen besonders gut Firmenereignissen, audiovisueller Vermittlung von Informationen sowie der Unterhaltung der Zielgruppe. Letzteres funktioniert besonders gut, wenn man die entsprechenden Produkte vertreibt: getdigital, der Experte für Geek- und Nerd-Klamotten, macht es vor:

Tipps für Twitter und Facebook

Auch der Umgang mit Twitter will gelernt sein. In maximal 140 Zeichen muss das Anliegen auf den Punkt genau formuliert werden. Eine Herausforderung, der sich viele User demonstrativ verweigern, wenn sie stets nur die Überschrift des Beitrags selbst oder eine der Unterüberschriften verwenden.

Stattdessen sollten sich Twitter-Postings in ihrer Ansprache voneinander unterscheiden. Das beste Beispiel hierfür liefert der Mode-Blog Styleranking, der mit der Aussage „Diese 13 Modeblogger haben es geschafft!“ eine einfache, dafür aber sehr wirkungsvolle Headline entwirft.

Weiterführend kann es sich lohnen, die Userschaft nach Feedback zu fragen, um dieser das Gefühl zu geben, dass sie etwas verändern und mitreden kann. Zitate bekannter Persönlichkeiten und Hashtags zu bestimmten Suchbegriffen zählen ebenfalls zur Kunst des Zwitscherns.

Beim weißen F gelten keine maximalen Zeichenstandards. Allerdings gilt auch hier: je weniger Zeichen desto besser. Versuche, dich in deinen Ansprachen auf kreative Art und Weise zu Wort zu melden und vermeide romanartige Passagen und endlos lange Schachtelsätze. Die User werden es dir danken.

Die ewige Frage: Gibt es den perfekten Posting-Zeitpunkt?

Bevor ein Beitrag gepostet wird, solltest du dir bewusst machen, dass es den perfekten Zeitpunkt nicht gibt. Wenn man die Frage anders stellt, lässt sie sich jedoch relativ leicht beantworten: Wann sind die meisten User online?

Bei den nun folgenden Zahlen handelt es sich lediglich um ungefähre Werte. Demnach ist es ratsam Artikel auf Twitter, Linkedin und Xing vor und nach der Arbeit (7-10 Uhr u. 16-19 Uhr) zu veröffentlichen. Facebook, Pinterest und Instagram weisen vor allem an Wochenenden und Feiertagen eine hohe Nutzerquote auf, da sie in erster Linie zu freizeitlichen Zwecken genutzt werden.

Da das Finden eines geeigneten Posting-Zeitpunkts nicht immer einfach ist, findet ihr unter folgendem Link einen ausführlichen Beitrag zum optimalen Zeitfenster. Inklusive einer anschaulichen Infografik!

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