Wer als Neuling in der SEO Branche anfängt, wird von der unglaublichen Anzahl an Rankingfaktoren und Möglichkeiten zur Optimierung überwältigt. Google kennt knapp 200 Rankingfaktoren und es gibt praktisch ebenso viele Stellschrauben einer Webseite, an denen man drehen kann. Für Einsteiger kann das auf den ersten Blick extrem verwirrend wirken (zumindest mir erging es so).

Dabei kann man schon sehr viel erreichen, wenn man paar wenige Kernpunkte der OnPage Optimierung beachtet. Ich habe 8 Punkte ausgewählt mit denen man, im Vergleich zum Aufwand, einen recht hohen Rankingertrag erzielen kann. Bestimmt kann man den einen oder anderen Punkt hinzufügen, oder im Detail den Einfluss auf das Ranking diskutieren – Vorschläge dazu werden gerne in den Kommentaren angenommen.

Für jede Onpage-Optimierung unverzichtbar: Diese 8 Basic-Tipps sollte man in jedem Fall umsetzen!

  • Keyword im Titel

Leider wird dieser Punkt vor allem von Anfängern immer wieder vergessen – das Keyword muss in den Titel-Tag rein, am besten am Anfang des Titels. Wer es nicht glaubt: Gebt euer Keyword in die Google-Suche ein und schaut wo das Keyword im Titel der Top 10 steht. Dann geht ihr auf die zweite, dritte und vierte Seite der Suchergebnisse, und schaut wo dort das Keyword im Titel steht. Ab Seite zwei, wird das Keyword nur selten oder überhaupt nicht am Anfang des Titels stehen.

  • URLs, Bilder und Dateinamen sprechend?

Eine „sprechende“ URL ist eine die man „aussprechen“ kann. Also „www.beispiel.de/hundefutter“ statt „www.beispiel.de/XYZ%&Futter2“: In den meisten CMS kann man die URLs seiner Unterseiten anpassen – und diese Funktionen sollte man nutzen. Am besten für alle URLs. Als Faustregel gilt: Je länger die URL, desto schlechter. Versucht auch keine unnötigen Sonderzeichen in die URL zu packen. Eine „sprechende“ URL wird nicht nur vom Nutzer leichter gemerkt. Auch Google kann mit einer sinnvollen URL mehr anfangen. Das gilt auch für Dateien, Bilder oder Downloadmaterial – der Dateiname sollte immer „sprechend“ sein.

  • Bilder

Bilder machen eine Seite schöner, laden zum lesen ein und der Nutzer behält den Inhalt der Seite länger im Gedächtnis. Im Grunde geht es nicht darum möglichst viele oder „aufregende“ Bilder auf die Seite zu bringen – es reicht wenn die Einleitung oder Teaser mit einem Bild vom Hauptteil getrennt sind. Wichtig ist hier: Vergesst den Alt-Tag nicht. Es bietet sich an, in den Tag das wichtigste Keyword für das Bild einzufügen.

  • Gliederungen

Mit einem gegliedertem Content, fällt es dem Nutzer leicht, den Inhalt einer Webseite gedanklich zu erfassen. Leser sind abgeschreckt, wenn Sie merken dass sie einen langen Text vor sich haben, ohne eine „Karte“ des Textes zu bekommen. Wird auf einer Seite mehr als ein paar Abschnitte stehen und wird ein Thema umfassender behandelt, empfiehlt es sich eine Gliederung in der ein oder anderen Form einzubauen. Ob eine Zusammenfassung am Anfang des Artikels oder eine tl&dr (Abkürzung für „Too long, didn`t read“) ist, bleibt Geschmackssache und muss sich an der Art des Contents orientieren. Aber auch Zwischenüberschriften und Absätze wirken Wunder für das Leseerlebnis.

  • H-Überschriften

Sogenannte H-Überschriften, sollen, analog zu Punkt 4, den Inhalt einer Webseite für Suchmaschinen besser lesbar machen. Eine „h2“ Überschrift, ist logisch einer „h1“ untergeordnet. Dreht sich eine Webseite um Pflanzen, sollte die erste Überschrift mit „h1“, eine untergeordnete Überschrift, bspw. „Bäume“, mit „h2“ ausgezeichnet werden. „H3“ wären dann Nadelbäume, etc. H-Überschriften sind Pflicht. Die meisten CMS bieten einfache Lösungen an oder implementieren in einer Überschrift direkt entsprechende H-Überschriften. Trotzdem findet man immer wieder Webseiten, die vollständig auf auf H-Überschriften verzichten. Wer SEO selber machen will, kann bei H-Überschriften wohl am einfachsten anfangen.

Wenn man H-Überschriften sagt, muss man auch schema.org erwähnen: Eine Auszeichnung der Webseite nach diesem System wird zwar hin und wieder kritisch betrachtet, Fakt ist aber: es hilft dem Ranking. Mehr zu schema.org: Strukturierte Daten für Websites, Online-Shops und Blogs.

  • Interne Verlinkung

Das Thema „interne Verlinkung“ kann man fast beliebig weit ausbreiten. Am Ende läuft es auf folgendes Konzept hinaus: Verlinke wichtige Seiten von möglichst vielen thematisch passenden Unterseiten aus dem Content heraus. Spare mit Verlinkungen auf weniger wichtige Seiten.

Um herauszufinden welche Seiten einen hohen Traffic bekommen, die also wichtig, aber schwach verlinkt sind, empfehle ich folgenden Blogbeitrag: Google Analytics und Screaming Frog für bessere interne Verlinkungen

  • Keywords

Die Keywordrecherche ist wohl der Kern-Disziplin jeder anständigen Suchmaschinenoptimierung. Ohne auf jedes Detail einzugehen: Ein Abgleich des Suchvolumens der einzelnen Keywords ist auf jeden Fall empfehlenswert. Einfach nur auf die stärksten Keywords zu gehen ist aber nicht immer sinnvoll – wer einen Online-Shop für Schuhe hat, wird nicht gleich für „Schuhe“ ranken. Aber für eine spezielle Marke oder LongTails schon. Von daher sollte man sich an konkreten Mitbewerbern orientieren und auf diejenigen Keywords optimieren, mit denen man sein Unternehmensziel erreichen kann.

Backlinks sind noch immer das Rückgrad jeden Rankings. Vielleicht werden Sie in Zukunft vermutlich weniger wichtig werden. Fakt ist aber noch immer, dass gute, vor allem viele gute, Backlinks das Ranking erheblich steigern können – vom zusätzlichen Traffic ganz zu schweigen. Grundsätzlich bekommt fast jede Domain automatisch Backlinks. Diese sind oftmals wertlos, da sie von Webdiensten die den Alexa-Wert der Seite berechnen stammen. Auf diese Backlinks muss man nicht schauen, sollte sie aber im Auge behalten. Gute Backlinks sollte man natürlich im Auge behalten: Wieso wird man verlinkt? Ist das Thema interessant und kann weitergesponnen werden? Vielleicht ergibt sich eine Kooperation mit dem Webmaster? Und vor allem: Wieso wurde gerade diese und nicht jene URL verlinkt? Regelmäßig seine Backlinks zu Überprüfen ist also Pflicht – gute Chancen werden erkannt, mögliche Risiken für negatives SEO vermieden.

Fazit

Hat man die Basics, geht man an die SEO-Optimierung für Fortgeschrittene. Das kann je nach Branche bedeuten: Content und, Social Media Marketing, Nutzer-, Mitbewerber– und Webanalysen, A/B Tests. Diese Maßnahmen haben aber nur dann einen Effekt, wenn die technischen Grundlagen der OnPage-Optimierung sauber erledigt sind, von Suchmaschinen gelesen und vom Nutzer verstanden werden. Viel Spaß bei der Optimierung!

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