Langfristiger Content Marketing Erfolg braucht ein kompetentes Team. Doch wie setzt sich ein solches Team optimaler Weise zusammen und wo ist es im Unternehmen sinnvoll angesiedelt? Schließlich lebt Content Marketing vom Austausch mit anderen Abteilungen und kann nur dann nachhaltig funktionieren, wenn Schnittstellen geschaffen und auch genutzt werden. Noch fallen die Content Marketing Budgets in Deutschland eher gering aus, doch ein Blick in die USA prognostiziert einen klaren Aufwärtstrend.

Das Entwicklungspotential von Content Marketing als Kommunikationsstrategie ist hoch und der langfristig steigende Return-On-Investment macht die Marketing-Strategie zusätzlich lukrativ.
Experten-Roundup - Wie man ein kompetentes Content Marketing Team aufbaut
Für den ersten Teil unserer Interviewserie haben wir Experten und Vorreiter aus der Branche zu ihren Meinungen und Erfahrungen mit der Implementierung von Content Marketing im Unternehmen befragt.

Heute geht es im zweiten Teil unseres Experten-Roundups darum, wie ein kompetentes Content Marketing Team aufgestellt sein sollte:

3. Welche Kenntnisse sind im Content Marketing Team unabdingbar? Setzt Ihr auf Spezialisierung oder breitgefächertes Know-How?

Laurens Mauquoi
[etweet]Content Marketing ist eine Mischung aus Kreativität und Vertrieb.[/etweet]Du brauchst zuerst einmal gute Ideen. Es werden täglich unzählige Infografiken produziert. Um da noch erfolgreich zu sein, muss deine Idee richtig originell sein.

Zusätzlich ist die beste Idee nicht gut genug, wenn niemand sie zu sehen bekommt. Aus diesem Grund bedarf es eines gut funktionierenden Vertriebskanals. Das können auch gute Beziehungen zu Influencern in deiner Branche sein.

Klaus Eck
Man braucht eigentlich sehr, sehr viele unterschiedliche Kenntnisse. Es geht einmal darum, Content zu kreieren. Es geht aber auch darum, Content zu kuratieren. Dann muss ich darüber hinaus in der Lage sein, eine Content Analyse durchzuführen und ein Content Controlling. Das heißt, ich muss wissen, was in der Vergangenheit funktioniert hat und da geht es nicht nur um Web Controlling und Shares, sondern es geht darum, wie der einzelne Inhalt auf meine Marke eingezahlt hat. Welches Ziel wurde damit verfolgt? Und inwiefern funktioniert das generell? [etweet]Content Controlling dient dazu, das Content Marketing zu optimieren[/etweet] und alle Inhalte auf den Prüfstand zu stellen. Jederzeit und immer wieder. Das heißt, ich muss immer schauen, ob etwas funktioniert hat oder nicht und dann meine Inhalte dementsprechend optimieren. Das heißt nicht, dass ich bei jedem Relaunch alle Inhalte austauschen muss, sondern auch, dass ich sie unter Umständen eben in besserer Form wieder nutzen kann.

Spezialisierung ist wichtig, aber das Team insgesamt sollte schon breit aufgestellt sein mit unterschiedlichen Fertigkeiten. Denn ich brauche neben Content Analyse und Controlling natürlich auch Community Management Fähigkeiten und Erfahrung im Umgang mit Paid Media. Ich brauche also eigentlich die Disziplinen, die es sonst auch gibt – nämlich Marketing, PR, Vertrieb, Werbung und Kundenservice – in anderer Form auch in diesem Content Team. Die Bereiche müssen irgendwie repräsentiert werden, denn diese verschiedenen Fähigkeiten benötige ich, um meine Inhalte zum Fliegen zu bringen.

Sofia Tsaka
In meinen Augen ist es bei einer so jungen „Disziplin“ unangemessen, von einer Spezialisierung zu sprechen. Ich würde davon ausgehen, dass in den meisten Unternehmen aktuell ein breitgefächertes Know-How besteht, das sich langsam zu einer Spezialisierung entwickelt. Für erfolgreiches Content Marketing sind alle Teilbereiche des Online Marketings sowie journalistische und redaktionelle Kenntnisse erforderlich. Unser Content Marketing-Team besteht aus SEO-, Technik-, Design-, Produkt-, PR- Spezialisten sowie Redakteuren.

 

Daniel Krahn
[etweet]Die Mitglieder unserer Teams kommen aus vielen Nationen[/etweet]; jeder bringt eigene Stärken mit ein. Wir haben etliche Leute mit Uni-Abschluss, aber auch Praktiker und altgediente Journalisten. Wichtig war und ist uns, dass die Leute zu uns passen – das ist hier echt eine kleine Familie. Viele von uns reisen auch in ihrer Freizeit sehr gerne.City-Trips am langen Wochenende oder Backpacking in Südostasien, das ist weniger die Ausnahme als die Regel.

 

René Gast
[etweet]Content Marketing ist für mich eine META-Disziplin[/etweet]: Der Content steht im Zentrum, weshalb das Team aus allen contentaffinen Fachkräften zusammengesetzt werden kann und das aus Fachbereichen wie SEO, Social Media, PR, Journalismus und – nicht zu vergessen – Conversion Optimierung.

 

Ivana Baric-Gaspar
Mein Content Marketing Team bin ich selbst 😉 Wenn man Content Marketing alleine durchziehen will, braucht man ein sehr breites Wissen und Verständnis – und den ständigen Drang, sich weiterzubilden.Wenn ich ein idealtypisches Team zusammenstellen sollte, dann wären da mehrere ExpertInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen vertreten. Konzepter bzw. Stratege, Texter, SEOler, Social-Media-Experte, Projektmanager – und je nach Branche eventuell auch einige mehr, wie etwa RechtsexpertInnen, TechnikerInnen oder PädagogInnen. [etweet]Gerade diesen Input, der von außerhalb der Online-Blase kommt, erachte ich als sehr wichtig.[/etweet]

 

Nicolai Kuban
Aus meiner Sicht gibt es drei große Säulen im [etweet]Content Marketing: Strategie (inkl. Recherche + Analyse), Content Erstellung & Content Vermarktung.[/etweet] Abhängig davon, wie groß das Team ist, sollte auch die Spezialisierung stattfinden. In kleineren Teams ist durchaus ein Allrounder sinnvoll, da auch Teile des Content Marketings, je nach Strategie, ausgelagert werden können – wenn jemand da ist, der es steuern kann.

4. Sollte das Content Marketing Team im besten Fall aus verschiedenen Abteilungen gestellt werden oder eine eigene Abteilung bilden? Welche Vor- und Nachteile siehst Du?

Laurens Mauquoi
[etweet]Meiner Meinung nach sollte das gesamte Content Marketing in einer Abteilung untergebracht sein.[/etweet] Erfolg und Misserfolg entscheiden sich oft nur innerhalb kürzester Zeit. Eine schnelle Abstimmung ist deshalb unabdingbar, wenn man sich behaupten will.

Klaus Eck
Ich bin kein großer Freund davon, jetzt plötzlich neben PR > Online PR oder neben Journalismus > Online Journalismus zu implementieren. Also noch etwas Zusätzliches im Unternehmen zu implementieren, wenn es schon die Fertigkeiten gibt. Idealerweise gibt es in jeder Abteilung auch schon Menschen, die dafür Verantwortung übernehmen können und die im Prinzip in einem Projekt-Team für Content verantwortlich sind.

[etweet]Ich glaube, dass es in vielen Unternehmen nicht realistisch ist, noch extra Leute einzustellen[/etweet] und zu sagen: „Jetzt haben wir endlich mal ein Content Marketing Team.“ Es ist eher so, dass die verschiedenen Abteilungen Personen abstellen und dass die Personen sich dann regelmäßig zusammensetzen, um die Content Strategie und das Content Marketing voranzutreiben.

Sofia Tsaka
Bei dieser Frage kommt es definitiv auf das Unternehmen an. Wenn ein Unternehmen sehr groß ist und ein hohes Maß an Informationen an relevante Zielgruppen weiterzugeben hat, dann könnte es unter Umständen Sinn machen, eine eigene Abteilung zu bilden.Im Allgemeinen bin ich jedoch der Meinung, dass das Content Marketing innerhalb der Marketing- und Kommunikationsabteilung am besten aufgehoben ist. [etweet]Content Marketing ist Teil des Marketings sowie eine zusätzliche Form der Kommunikation[/etweet] und muss in Abstimmung mit allen anderen Marketing-Aktivitäten umgesetzt werden.

 

Daniel Marx
Bei uns arbeiten alle in perfekter Harmonie zusammen. [etweet]Das Deal-Geschäft machen die einen, das Reisemagazin macht eine andere Truppe.[/etweet]Dann haben wir noch die Reise-Freaks im Reisebüro 2.0, die auf die Suche nach individuellen Reise-Schnäppchen für unsere Leser gehen. Die Social Media- und Marketing-Kollegen koordinieren die Aktivitäten ebenso wie die Teamleiter der einzelnen Projekte. Je nach Unternehmen kann es also sinnvoll sein, diese Tätigkeiten auf mehrere Schultern zu verteilen oder bei einem kleineren Personenkreis zentral zu bündeln.

 

René Gast
[etweet]Content Marketing ist als META-Disziplin idealerweise auch interdisziplinär.[/etweet] „Fachidioten“, die in den verschiedenen Abteilungen vor sich hin werkeln, sind ganz sicher hinderlich. Blicke über den eigenen fachlichen Tellerrand sind unabdingbar. Daher kann eine eigene Abteilung und dementsprechend eine enge Zusammenarbeit von Vorteil sein.Grundsätzlich kann aber beides funktionieren, wichtig sind die Zusammenarbeit und ein gut organisierter Austausch innerhalb des Content Marketing-Teams.

Ivana Baric-Gaspar
Ich persönlich würde es bevorzugen, engagierte Fachkräfte aus unterschiedlichen Abteilungen regelmäßig zusammenkommen zu lassen. [etweet]Wie bereits erwähnt, finde ich das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Blickwinkel wichtig[/etweet] und gerade das kann ein gutes Content-Marketing-Team effizient voranbringen.

Dennoch ist es in solchen Konstellationen wichtig, einen durchgriffsstarken Team-Lead zu haben – sonst verlaufen viele gute Ansätze im Sand oder gehen im „normalen Arbeitsalltag“ unter. Ebenso sind ein wirklich gut organisiertes Projektmanagement sowie offene und regelmäßige Kommunikation von entscheidender Bedeutung.

 

Nicolai Kuban
[etweet]Ich denke, dass es ein dezidiertes Content Marketing Team geben sollte[/etweet], das die oben genannten drei Säulen abdecken und managen kann. Input aus anderen Bereichen ist in jedem Fall sinnvoll, so können der Kundensupport, der Vertrieb, die Produktentwicklung und auch Geschäftsführung sinnvolle Ideen liefern, die das Team dann aufgreifen und umsetzen kann.

5. Wo liegen die wichtigsten Schnittstellen Eures Content Marketing Teams im Unternehmen? Wie stellt Ihr den regelmäßigen Wissenstransfer dort sicher?

Laurens Mauquoi
[etweet]Die wichtigste Schnittstelle für uns ist die mit der Grafik-Abteilung.[/etweet] Ohne deren Einsatz und kreativen Ansporn wären wir echt aufgeschmissen. Ich sehe diese nicht als reinen Dienstleister, sondern als Mit-Ideengeber und Weiterentwickler. In dieser Hinsicht ein Dankeschön an Jane und Ruben!

 

Klaus Eck
Wir sind ja jetzt nicht so groß mit 15 Leuten. Das heißt, es ist bei uns relativ einfach. [etweet]Es gibt eben Verantwortlichkeiten, die jedes Content Team haben sollte.[/etweet] Content Analyse und Content Controlling ist eine davon. Community Management und all die anderen Sachen gibt’s bei uns auch.Ich brauche eben grundsätzlich Personen, die für bestimmte Dinge verantwortlich sind und die kann ich im Großen wie im Kleinen auch entsprechend aufbauen.

 

Sofia Tsaka
[etweet]Innerhalb des Marketings finden täglich Abstimmungsmeetings statt[/etweet], so dass ein ständiger Wissensaustausch gewährleistet ist. Andere wichtige Schnittstellen im Unternehmen sind zum Produktteam und zur Redaktion. Hier werden ebenfalls regelmäßige Abstimmungsrunden abgehalten.

 

Daniel Krahn
Es ist schon eine enorme Verantwortung, die wir als Arbeitgeber jetzt für unser Team haben. Und obwohl es so viele sind, sehen wir jedes Gesicht mindestens einmal die Woche im Meeting. [etweet]Nicht zu viele Besprechungen, dann aber ergebnisoffen und mit flacher Hierarchie[/etweet] – das ist uns wichtig. Zudem tauschen sich bei uns alle im Team über Skype regelmäßig aus und es gibt eine zentrale Knowledge Database mit Fakten zu Destinationen und Anbietern.

 

Daniel Marx
Und weil die Recherche-Ergebnisse des Teams ja auch in Veröffentlichungen auf den Präsenzen enden, ist das Projekt selbst auch eine umfangreiche Datenbank. Die interne Suche auf Urlaubsguru.de und den anderen Projekten erleichtert hier vieles.

 

René Gast
[etweet]Wo die wichtigsten Schnittstellen sind, hängt von den Zielen ab.[/etweet] Uns ging es in diesem Jahr um Reputation, um Austausch mit guten Leuten im Content Marketing-Umfeld. Daher haben wir z.B. den SEO-Aspekt (noch) ein wenig vernachlässigt. Ansonsten würde ich keine Hierarchie vorgeben wollen, da jede Zusammenarbeit zwischen Mono-Disziplinen seinen Anteil haben kann. Ich halte es für falsch, per se eine Gewichtung vorzunehmen.

 

Ivana Baric-Gaspar
Bei mir ist es, wie gesagt, sehr simpel – in größeren Teams sind ausgewählte Projekt-Tools sehr hilfreich, aber nur wenn wirklich alle Teammitglieder effektiv damit umgehen können und wollen. Die zentrale Schnittstelle ist jedoch immer der/die Content-Marketing-Team-LeiterIn. [etweet]Jedes Team ist immer nur so gut, wie sein Lead.[/etweet]

 

Nicolai Kuban
[etweet]Wir sehen Content Marketing als Unternehmens- und Marketingkommunikation an[/etweet] – die wichtigsten Schnittstellen sind für uns Produkt, Geschäftsführung sowie Vertrieb und Kundensupport. Wissenstransfer ist immer eine Herausforderung; natürlich gibt es Meetings, dennoch muss auch Vieles informell stattfinden.

6. Wie viel Budget sollte man für Content Marketing kalkulieren (absolut oder in %)? Was ist der höchste Kostenpunkt und ab wann lohnt es sich finanziell?

Klaus Eck
Wenn ich mir anschaue, wie viel Geld heute für eine Webseite ausgegeben wird – gerade im großen Konzern -, dann ist das nicht selten eine Million Euro und wenn ich sehe, dass dieses Geld überwiegend für Technologie ausgegeben wird, während ganz, ganz wenig Geld – vielleicht nur 30.000€ – für Content ausgegeben wird, dann würd ich sagen, es geht heute nicht mehr darum, möglichst viel Geld für die Maschinerie auszugeben – für die Content Maschine –, sondern es geht heute darum, mehr Geld in die Hand zu nehmen, um qualitativ hochwertigen Content aufzubauen und den auch zum Laufen zu bringen. Dafür brauch ich entsprechend qualifiziertes Personal und das heißt, ich muss im Prinzip meine herkömmlichen Budgets einfach neu verteilen oder überlegen, was mir wirklich wichtig ist.Ich glaube nicht, dass die herkömmliche Webseite – bei den meisten Unternehmen nach wie vor das Zentrum von allem – immer noch so wichtig ist. Es geht heute wirklich darum, die Botschaften, die Inhalte, die ich habe, die ich produziere, zum Fliegen zu bringen und dahin zu bringen, wo letztendlich meine Stakeholder zu finden sind. [etweet]Es geht nicht nur darum, neue Budgets zu erhalten, sondern vorhandene Media-Budgets umzuschichten[/etweet], weil die klassische Werbung in vielen Bereichen gar nicht mehr funktioniert. Da sollte man einfach überprüfen, was in der Vergangenheit funktioniert hat und ob ich das weiterhin brauche oder ob ich die Budgets nicht dahingehend umshiften kann, dass sie auch fürs Content Marketing nutzbar sind – was oft besser funktioniert als Werbung.

 

Sofia Tsaka
Wie bei allen Marketingmaßnahmen, ist auch im Content Marketing ein attraktives Preis/Leistungsverhältnis ausschlaggebend. Für die Berechnung der Effizienz sollte man das eingesetzte Budget ins Verhältnis zur Reichweite setzen, um zu sehen, wie viele Personen der jeweiligen Zielgruppen man mit der entsprechenden Maßnahme erreichen kann und wie letztendlich dann der ROI ist, abgestimmt auf die übergeordneten, strategischen Ziele. Da dies je nach Unternehmen und Kampagnenziel ganz unterschiedlich ausfallen kann, bitte ich um Verständnis, dass ich hier keine konkreten Budgetgrößen oder Prozentzahlen angeben kann.

 

Daniel Marx
Dazu können wir keine Angaben machen, weil der Bereich Content Marketing mit unserem Kernprodukt viel zu nah verwoben ist.Wären wir ein Hersteller von Schrauben und Muttern, sähe das anders aus.

Wenn es allein um die Werbeleistung geht, dann kann man schon sagen, dass wir pro Jahr einen sechsstelligen Betrag für die Bewerbung unserer Inhalte in die Hand nehmen.

 

René Gast
Beginnen wir bei der (seriösen) Suchmaschinenoptimierung: Dabei werden alleine schnell Beträge im fünfstelligen Bereich notwendig. Auch die Content Erstellung, die bloß ein Teil des Content Marketings ist, ist aufwändig: Einen wirklich guten Text schreibt man in aller Regel nicht in zwei oder drei Stunden – nicht, wenn er einen Mehrwert bieten und Reichweite erzeugen soll. Kurz: Content Marketing setzt auf Qualität, und Qualität kostet.Aber: Gehen wir einmal weg von den großen Content Marketing-Strategien, kann man auch mit viel Kreativität und kleinen Budgets einiges erreichen – zumindest mehr, als ohne Content Marketing. Ein Beispiel: Viele Unternehmen publizieren zwar durchaus hochwertige Inhalte, vergessen aber vollkommen die Distribution dieser Inhalte. Tatsächlich kann ich mit nur einem guten Texte mehrere Zyklen anstoßen und wesentlich mehr Reichweite erzielen. [etweet]Oft werden die guten Inhalte schlicht und ergreifend einfach liegen gelassen.[/etweet]

 

Ivana Baric-Gaspar
Das ist schwer zu sagen, da es immer auf die Ziele im Marketing und im Unternehmen überhaupt ankommt. [etweet]Grundsätzlich kann man auch mit wenig Budget einiges anstellen[/etweet], wenn ein gutes Konzept dahinterliegt. Wenn man aber Content Marketing nun wirklich ernst nimmt und seinen Wert versteht, dann sollte man schon ein Drittel des gesamten Marketing-Budgets dafür zur Verfügung stellen. Die Effekte wird man vielleicht nicht sofort messen können, aber Content Marketing ist nun mal kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf hin zum Erfolg.

 

Nicolai Kuban
Das ist pauschal schwierig zu beantworten. Letztlich geht es um das Ziel, das erreicht werden soll. Persönlich rechne ich es gerne auf einen Preis pro Lead/Kunden um, der über diesen Kanal generiert wird – daran können dann auch die Budgets ausgerichtet und gesteuert werden. [etweet]Die Budgetierung des Content Marketings ist jedoch nicht gerade einfach[/etweet], da es eine Investition mit Vorlauf ist, die sich aber später durchaus bezahlt macht.

7. Welche Content Marketing Aktivitäten werden bei Euch ausgelagert und warum?

Laurens Mauquoi
Wir versuchen, soweit es geht, vieles intern umzusetzen. So hat man auch die Kontrolle darüber, wie das Endergebnis ausschaut.Wenn es um besonders komplexe Angelegenheiten geht, lohnt es sich manchmal, auf Externe zurückzugreifen. Das gilt besonders für Technikdienstleister.

 

Klaus Eck
[etweet]Häufig wird sicherlich die Creation – also die Produktion von Inhalten – ausgelagert[/etweet], weil es eben nicht die Personen im Unternehmen gibt, die das können. Das Management von Social Media Tools wird nach wie vor auch oft ausgelagert und die Konzeption und Entwicklung einer Strategie und auch Content Marketing Strategie wird oft auch nicht mehr alleine gemacht. Denn diese Kompetenzen der Redaktion – wie Redaktionsabläufe funktionieren, welche Technologie dafür sinnvoll einzusetzen ist – diese Kompetenzen gibt es nur in ganz großen Unternehmen.

 

Sofia Tsaka
[etweet]In bestimmten Fällen lagern wir die Content-Erstellung und das Seeding aus[/etweet], wenn Ressourcen innerhalb unseres Unternehmens fehlen.

 

Daniel Krahn
Uns ist sehr wichtig, möglichst alles innerhalb des Hauses zu lösen – von der Kerntätigkeit bis hin zu allen anderen Arbeiten, wie etwa die Buchhaltung oder die IT. [etweet]Wir halten nichts vom Outsourcing und machen fast alles selbst.[/etweet]

 

René Gast
[etweet]Je nach gesteckten Zielen entscheiden wir, welchen Partner wir im Content Marketing berücksichtigen[/etweet]. Wenn z.B. die Suchmaschinenoptimierung ein wichtiges Ziel ist, nehmen wir hier einen Partner hinzu. Das kann aber auch in allen anderen Bereichen der Fall sein. Wer über den Tellerrand blicken will, sollte immer auch den Austausch und die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern suchen.

 

Ivana Baric-Gaspar
Ich selbst lagere nichts aus, aber ich sehe, dass ein großer Teil der Content-Erstellung selbst ausgelagert wird. Durch diese Auslagerungen generiere ich wiederum einen Großteil meines Unternehmensumsatzes.

 

Nicolai Kuban
Größere Grafikarbeiten – da gibt es für uns gute Freelancer.

8. Welche Rolle spielen Tools im Content Marketing? Wie viele verschiedene Tools benutzt Ihr und wofür?

Laurens Mauquoi
Content Marketing ist Teil von Online Marketing und da ist ein gutes Zahlenverständnis ohne Frage eine Grundvoraussetzung. Aus diesem Grund sollte man alle Kampagnen dauerhaft messen und ständig hinterfragen. Nur so werden man selbst und das Team besser.Wir nutzen zahlreiche Tools, darunter u.a. contentbird und Ahrefs.

 

Klaus Eck
Mit Tools kann ich meine Probleme als solche nicht kompensieren, die sind allenfalls Hilfsmittel. Man sollte sich erstmal überlegen: Mit welchen Inhalten möchte ich welche Ziele erreichen? Will ich letztendlich meine Marke sichtbarer machen? Möchte ich mein Image positiver machen? Möchte ich Kunden/Leads generieren? All das muss ich bei jedem Content-Stück, das ich erstelle, wissen und da muss ich auch wissen, auf welchen Kanälen meine Kunden überhaupt unterwegs sind. Ob ich die leichter über Text, Video oder Bild erreiche und dann muss ich mich dementsprechend daran ausrichten und auch dementsprechend meine Strategie entwickeln.Wir nutzen verschiedene Tools, auch um damit erfolgreich zu sein. [etweet]Wir arbeiten zum Beispiel mit Hootsuite und Buffer, um zeitversetzt Inhalte zu distribuieren.[/etweet] Viele Inhalte veröffentlichen wir aber auch direkt über die Social Media Kanäle.

 

Sofia Tsaka
[etweet]Tools spielen vor allem eine wichtige Rolle bei der Recherche und beim Seeding.[/etweet] Je nach Bedarf werden gewisse Tools als Unterstützung herangezogen. Wir nutzen um die fünf Tools bei unseren Content Marketing Projekten.

 

Daniel Marx
[etweet]Bei der Analyse von Kampagnen spielen diverse Tools eine Rolle[/etweet], wie etwa Sistrix und OnPage – alle unsere Seiten laufen auf WordPress, wenn dieses CMS ebenfalls in die Kategorie Tools fällt.

 

René Gast
Tools spielen eine sehr große Rolle: Zum einen gibt es spezialisierte Tools, z.B. für die Suchmaschinenoptimierung. Im Content Marketing geht es insbesondere darum, die Strategie mit einem Team aus unterschiedlichen Fachrichtungen umzusetzen, und um die Optimierung der Abläufe. [etweet]Kollaborationstools wie z.B. Trello sind unverzichtbar.[/etweet]Erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch das Content Management System, weil Content Management einen wichtigen, zu selten diskutierten Aspekt im Content Marketing darstellt. Allein die Themen-Cluster lassen sich für ein Unternehmen ideal über ein gutes Content Management abbilden.

 

Ivana Baric-Gaspar
Tools sind eine tolle Sache, wenn man weiß, wofür und wie man sie einsetzen soll. Alleine für sich und ohne Plan sind sie allerdings wertlos. [etweet]Sehr praktisch, auch im kleinen Rahmen, sind Anwendungen für die Planung des Editorial-Kalenders[/etweet], Swipe-Files und Content-Distribution/Sharing-Tools. Ich nutze dafür Trello und Buffer.

 

Nicolai Kuban
[etweet]Software spielt für mich immer dann eine Rolle, wenn sie das Leben der Teams erleichtert[/etweet] und die Steuerung und Optimierung transparenter wird. Persönlich bin ich ein Fan davon, möglichst schlank aufgestellt zu sein und nicht zu viele unterschiedliche Systeme zu verwenden – es ist unglaublich, wie viele Marketing- und Content-Marketing-Tools es mittlerweile gibt. Daher setzen wir auf ein schon recht viel kombinierendes Content Marketing Workflow Tool (wie contentbird), E-Mail-Marketing-Tools (z.B. Vero), ein CRM System (Salesforce) und Webanalytics (Google Analytics).

9. Fungieren Mitarbeiter in Eurem Unternehmen als Markenbotschafter? Wie werden sie dazu motiviert?

Laurens Mauquoi
Smava ist ein schnell wachsendes Unternehmen mit einem Klasse-Produkt. Aus diesem Grund fällt es uns nicht schwer, die Mitarbeiter zu wahren Markenbotschaftern auszubilden.Das hat u.a. auch mit den einmaligen Ausbildungschancen und der persönlichen Weiterentwicklung zu tun. Wenn [etweet]Mitarbeiter sehen, dass sie hier gut ausgebildet werden und ihr Marktwert steigt[/etweet], reden sie automatisch über die offenen Positionen bei uns. Einerseits habe ich ein separates Budget für Mitarbeiterentwicklung. Dadurch können meine Team-Mitglieder sich ständig neues Wissen aneignen und mehrere Events im Jahr besuchen.

Gleichzeitig habe ich ein Trainee-Programm entwickelt, in dem ambitionierte junge Menschen sehr schnell auf den Berufseinstieg als Festangestellte vorbereitet werden. Dieses Programm gibt es in der Form nur bei ganz wenigen Firmen in Deutschland.

Da fällt mir ein: Wir suchen noch einen Trainee und einen Content Marketing Manager zur Festanstellung. (Bewerbung gerne an meinen Content Marketing Master: anton.marintsev@smava.de)

 

Klaus Eck
Man macht Mitarbeiter zu Markenbotschaftern, indem man ihnen eine Relevanz dabei gibt und deutlich macht, welche Vorteile sie haben. [etweet]Ein Markenbotschafter muss eben auch eine Wertschätzung von ganz oben in der Hierarchie erfahren[/etweet], dann macht er das auch gerne und es muss auch das bewertet werden, was man in diesem Bereich tut. Das heißt, wenn ich in diese Transparenz, in diese Öffentlichkeit hineingehe, dann muss ich natürlich auch intern Reaktionen erfahren – positiver Natur.Markenbotschafter gewinne ich dann, wenn ich den Menschen die Angst vor dieser digitalen Öffentlichkeit nehme und ihnen einfach zeige, was sie davon auch persönlich haben. Das Wichtigste hierbei ist natürlich die persönliche Wertschätzung bis hin vielleicht sogar auch zu einer gehaltsbezogenen Komponente. Oder einfach, dass ich von vornherein jemanden einstelle, der auch Lust auf sowas hat. Ich kann niemanden in diese Öffentlichkeit zwingen, der das nicht möchte. Und ich muss darüber hinaus natürlich kommunikativ sein und auch Schwerpunkte haben, die zu der Rolle passen.

 

Sofia Tsaka
Mitarbeiter als Markenbotschafter einzusetzen, ist bei uns aktuell kein Bestandteil der Unternehmensstrategie.

 

Daniel Krahn
Klar – jeder Mitarbeiter ist stolz, beim Urlaubsguru Vollgas geben zu können. Das beweisen auch viele Fotos unserer Teammitglieder, die ja trotz der Arbeit auch alle irgendwann mal im Urlaub sind. Fast alle veröffentlichen dann auf Instagram und Facebook Guru-Grüße, indem sie Urlaubsguru.de in den Sand schreiben, den Guru auf dem T-Shirt tragen oder auf sonst eine kreative Weise ihre Verbundenheit ausdrücken.Die enge Verbindung zu unserem Team ist aber auch uns wichtig. Hier soll sich jeder wohlfühlen. Das war am Anfang so, als man mit zwei, drei Mann nach der Arbeit noch einmal in der Kneipe etwas trinken gehen wollte und das ist auch heute noch so. Deshalb haben wir einen [etweet]Feelgood Manager angestellt, der sich um die Zufriedenheit aller Kollegen kümmert.[/etweet] Wir gehen schon davon aus, dass viele Mitarbeiter stolz darauf sind, an der Erfolgsgeschichte von Urlaubsguru.de direkt beteiligt zu sein. Der eine steht dabei mehr in der Öffentlichkeit als der andere. Wir hören aber immer wieder, dass Freunde und Freundesfreunde sich für den Arbeitgeber unserer Leute interessieren.

„Ach, du arbeitest beim Urlaubsguru? Wie cool!“ – das sind schon Sätze, die vielen Leuten gesagt werden.

 

René Gast
Bereits in sozialen Netzwerken sieht man ja, dass ein „Nobody“ plötzlich zum Star einer ganze Szene werden kann, und den Etablierten den Rang abläuft. Schon deshalb kann ich nur empfehlen: [etweet]Egal, ob festes Team-Mitglied oder Praktikant – jeder sollte seine Meinung zu 100% gewürdigt wissen[/etweet] und sie uneingeschränkt kundtun dürfen. Diese Wertschätzung kommt wieder zurück. Der Grundstein für „Markenbotschafter“ ist somit gelegt.

 

Nicolai Kuban
Klar, das sollte jedes Team versuchen und das drückt die Begeisterung der Mitarbeiter aus. Damit das nachhaltig funktioniert, muss es meines Erachtens nach aber eher eine intrinsische Motivation geben. Wir incentivieren niemanden, ein Markenbotschafter zu sein.

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