Beitragsbilder sind entscheidend für erfolgreiches Content Marketing. Die Verwendung von Bildern in Beiträgen trägt  dazu bei, den Beitrag nicht als karge Wortlandschaft erscheinen zu lassen, sondern dem Auge des Lesers eine passende Visualisierung des Themas zu bieten. Das Titelbild eines Beitrages kann einen großen Einfluss auf den Leser haben. Es kann passieren, dass dieser erst durch ein ansprechendes Bild animiert wird, auf euren Beitrag zu klicken. Die  thematische Visualisierung spielt eine große Rolle, um dem Betrachter einen stimmungsvollen Beitrag zu bieten. Ärgerlich ist es, wenn durch eine solche Verwendung die Rechte des Urhebers verletzt werden. Wie ihr das vermeiden könnt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

2. Fact Check: das musst du zum Urheberrecht von Bildern wissen

Bei der Verwendung von Bildern ist urheberrechtlich zu beachten, dass

  • Lizenzfreie Bilder verwendet werden
  • Die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen nicht verletzt werden
  • Die Nutzungsrechte vom Urherber eingeräumt wurden
  • Eine Nennung des ursprünglichen Urhebers stattfindet
  • Das das Eigentum an Bildern Anderer respektiert wird

3. Wer ist Eigentümer eines Fotos?

Als erstes stellt sich die Frage, wer Eigentümer eines Fotos ist. Grundsätzlich sind alle Bilder urheberrechtlich geschützt. Diese Rechte liegen regelmäßig beim Urheber eines Fotos. Sie können auch bei Agenturen liegen, die Bildrechte verkaufen oder teilweise kostenlos zur Verfügung stellen. Bei der Verwendung von fremden Bildern liegt ohne Abklärung des Nutzungsumfanges eine Urheberrechtsverletzung vor.

Ihr fragt euch, ob man ein Bild nicht leicht verändern kann, um es dann zu verwenden? Schließlich ist es dann nicht mehr dasselbe Bild, das der Urheber erstellt hat. Jedoch ist mit einem solchen vermeintlich cleveren Trick keine Umgehung des geltenden Rechts möglich. Das deutsche Urheberrechtsgesetz sieht ein generelles Veränderungsverbot vor, sodass eine Bearbeitung oder Umgestaltung des Originalbildes mit vorheriger Zustimmung des Urhebers möglich ist.

Urheberrechte erlöschen erst 70 Jahre nach Tod des Urhebers, danach dürfen die Bilder bedenkenlos verwendet werden.

Noch komplizierter sieht es aus, wenn Personen auf einem Bild abgebildet sind. Das Recht am eigenen Bild ist in Deutschland grundrechtlich geschützt und sieht vor, dass abgebildete Personen darüber bestimmen können, was mit Darstellungen der eigenen Person in der Öffentlichkeit geschieht. Dieses Bestimmungsrecht über die Verwendung der Bilder dehnt sich  nicht grenzenlos aus. Seine Schranken findet es beispielsweise, wenn die Verwendung der Kunstfreiheit oder Pressefreiheit dient. Bei Prominenten wird dieses Recht noch mehr eingeschränkt. Bilder von Prominenten können bei ausreichendem öffentlichen Interesse verwendet werden, ohne dass Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Dies ist erst der Fall, sobald die Privatsphäre oder Intimsphäre der abgebildeten Prominenten durch die Fotos berührt werden. Das Recht am eigenen Bild hat einen hohen Stellenwert, da die informationelle Selbstbestimmung des Einzelnen geschützt werden soll.

4. Mit lizenzfreien Bildern auf der sicheren Seite?

Wenn ihr eine Googlesuche nach kostenlosen oder lizenzfreien Bildern anstrengt, dann wird euch eine Flut von großen Bilddatenbanken entgegenschwemmen. Eine Bildlizenz bedeutet, dass der Urheber bestimmen darf unter welchen Bedingungen seine Bilder genutzt werden dürfen. Diese Lizenzen müssen ausgehandelt werden und das nimmt viel Zeit und Nerven in Anspruch. Oft sind diese ausgehandelten Lizenzen räumlich, zeitlich, anwendungsmäßig oder inhaltlich begrenzt. Dann müsst ihr darauf achten, diese zu verlängern oder anzupassen, da bei pflichtwidriger Verwendung erhebliche Kosten in Form einer Schadensforderung entstehen können.

Seit einiger Zeit wird auf die Lizenzfreiheit als Nutzungsverfahren zurückgegriffen. Für lizenzfreie Fotos wird eine einmalige Nutzungsgebühr vom Urheber erhoben und die Bilder im Normalfall unbegrenzt oft, zeitlich unbegrenzt, in verschiedenen Medien und  kommerziell verwendet werden dürfen. Die genauen Verwendungsbedingungen werden dann vertraglich geregelt.

Kostenlose Bilder sind ein echter Sonderfall. Einige Bilder sind im Internet gekennzeichnet, sodass sie ohne Bedingungen oder Kosten kopiert, verändert oder benutzt werden dürfen. Vor allem Private bieten ihre Bilder zur kostenlosen Verwendung an. Dies geschieht unter der Bedingung, dass ein Backlink erstellt wird, der auf die Website führt von der ihr euer Bild habt. Eine freie Bilddatenbank bietet die Möglichkeit eure eigenen Bilder Anderen zur Verfügung zu stellen.

Außerdem müsst ihr noch beachten, dass eine Urheberbenennung nötig ist. Dieser wird euch als Copyright-Vermerk bekannt sein. Wie das aussehen soll ist vom jeweiligen Vertragspartner abhängig.

5. Worst-Case: Die Abmahnung im Urheberrecht

Das Worst-Case-Szenario tritt ein, wenn ihr Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung erhaltet. Hier gilt als erstes Ruhe zu bewahren. Das Internet soll nicht zum rechtsfreien Raum für Verletzungen des geistigen Eigentums werden. Daher hat der Rechteinhaber eines Bildes die Möglichkeit, sich gegen Urheberrechtsverletzungen zur Wehr zu setzen. Denn durch eine solche Verletzung können die wirtschaftlichen Interessen des Inhabers beachtlich beeinträchtigt werden.

Als einfachstes Mittel für den Urheber erweist sich eine Abmahnung. Diese fordert zur Unterlassung und Beseitigung der Urheberrechtsverletzung auf. Durch eine solche soll ermöglicht werden, dass die Verletzung eigenständig aus der Welt geschafft wird. Damit könnt ihr ein gerichtliches Verfahren vermeiden.

In einer solchen Abmahnung wird Schadensersatz gefordert sowie das Unterschreiben einer Unterlassungserklärung. Durch eine solche Erklärung soll die Wiederholungsgefahr aus dem Weg geschafft werden. Ihr musst schriftlich erklären, ein solches Verhalten künftig zu unterlassen, da ansonsten eine Strafe droht.

Falls ihr eine solche vorformulierte Erklärung erhalten solltet, empfiehlt es, sich den Inhalt zu prüfen. Da diese vorformulierten Unterlassungserklärungen häufig weit formuliert sind und eure Haftung unnötig erweitern. Diese Unterlassungserklärung ist dann für die nächsten 30 Jahre bindend.

Ihr solltet eine solche Abmahnung immer ernst nehmen, ansonsten könnte ein einstweiliges Verfügungsverfahren eingeleitet werden. Damit würden weitere Kosten auf euch zukommen, die ihr vermeiden solltet. Ich würde empfehlen bei einer solchen Abmahnung anwaltlichen Rat einzuholen, damit ihr prüfen könnt, ob diese Forderung gegen euch berechtigt ist.

6. Fazit

Wer Bilder unterstützend für Content Marketing einsetzen will, sollte darauf achten, Bilder ohne Copyright zu verwenden oder eine entsprechende Lizenz mit dem Urheber auszuhandeln. Ihr solltet keine Bilder verwenden, von denen ihr nicht wisst, ob ihr deren Rechte für deren Verwendung habt. Stockbilder zu kaufen ist daher die einfachste Methode, wer Geld sparen möchte sollte diese Alternative nutzen. Diese Bilder sind nämlich lizenzfrei.

Falls es doch zu einer Urheberrechtsverletzung kommen sollte und eine Abmahnung ins Haus flattert, dann solltet ihr juristischen Rat einholen. Weiterhin solltet ihr nicht vorschnell eine Erklärung unterschreiben, von der ihr nicht wisst, wie weit sie eure Haftung ausdehnt.

Mit diesen Ratschlägen solltet ihr nun auf der sicheren Seite sein, die richtigen Bilder für all eure Inhalte zu finden. Wem es nun noch an Ideen für Content-Formate mangelt, dem sei mit unseren kostenlosen Blog Post Templates geholfen.

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