Sitzt du auch häufiger vor einer weißen Seite und fragst dich, wie daraus jemals ein perfekter Blogartikel werden soll? Diese Blockade kenne ich zu gut. Über die Jahre habe ich über 200 Blogartikel geschrieben und meinen Schreibprozess zu einem Template gemacht, dass ich mit dir teilen möchte.

In 10 Schritten führe ich dich durch den kompletten Prozess von einem leeren Dokument zum perfekten Aufbau eines Blogartikels, der hohes SEO Potenzial bietet. Am Ende hast du ein Template, mit dem du schnell hochwertigen Content für deine Leser schaffen kannst, der dazu auch noch perfekt für semantisches SEO ist.

Klingt interessant? Dann lass uns direkt mal einsteigen.

Schritt 1: Ein Thema für deinen Blogartikel wählen

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wie du an die Wahl deines nächsten Themas rangehen kannst.

Viele Blogger und Website Betreiber machen die Wahl des richtigen Themas im ersten Schritt an den möglichen Keywords fest. Das bedeutet, dass sie sich zunächst ein Haupt-Keyword für ihren Artikel suchen und je nach Suchvolumen und Keyword-Schwierigkeit ein Thema in Angriff nehmen.

Am Ende des Tages haben sie einen Blogpost geschrieben, dem sämtliches Herzblut fehlt. Weil sie sich eigentlich für dieses Thema nicht interessieren und es nur gewählt haben, weil es ein höheres Suchvolumen bietet.

Nebenbei geht dieser Ansatz häufig am wichtigsten Faktor deiner Website vorbei: deinen Besuchern.

Richtig guter Content ist in erster Linie immer leserfokussiert und im nächsten Schritt erst keywordoptimiert. Das bedeutet, dass du ein Thema auswählst, dass dich und deine Leser interessiert. Ein Thema, dass perfekt zu deinem Blog, deiner Content Strategie und deinen Geschäftszielen passt.

Schreibst du mit eigenen Interesse zu einem Thema merken das deine Leser schnell am Inhalt. Er wird hochwertiger und lesbarer.

Schritt 2: Erstelle dir ein externes Dokument für die Struktur deines Blogartikels

Natürlich kannst du deinen Blogartikel auch direkt in WordPress oder im CMS deiner Wahl schreiben. Viele Blogger bevorzugen diese Methode, weil sie dann gleich in einem Plugin wie Yoast SEO in Echtzeit-Feedback erhalten.

Habe ich auch viele Jahre gemacht und immer gespannt auf die grünen Punkte im Yoast Ampelsystem gestarrt.

Mittlerweile bin ich, wie viele hauptberufliche Blogger, auf Google Docs umgestiegen.

Das hat gleich mehrere Vorteile:

  • Du kannst deinen fertigen Artikel schnell teilen und von einer anderen Person gegenlesen lassen.
  • Du kannst gemeinsam mit einem anderen Autor an dem Artikel arbeiten.
  • Recherche-Ergebnisse und Geistesblitze lassen sich auch schnell mal von unterwegs auf dem Smartphone in deinen potenziellen Blogpost einfügen.
  • Mit Hilfe der integrierten Diktierfunktion in den Google Docs kannst du (mit etwas Übung) deine Artikel von Sprache in Text umwandeln lassen. Damit schreibst du gefühlt 10x schneller, als du tippen würdest.
  • Dein Blogartikel lässt sich schnell strukturieren. Ohne viel Mühe kannst du ganze Absätze verschieben.
  • Wenn du externe Keywordtools wie SEMrush oder Surfer SEO einsetzt, können diese über Addons direkt in Google Docs integriert werden und dich beim Schreiben unterstützen.

Schritt 3: Unterthemen für den Aufbau deines Blogartikels recherchieren

Mit einer komplett weißen Seite anzufangen ist ziemlich hart. Kenne ich selbst nur zu gut.

Wesentlich besser ist es, wenn du deinen Blogartikel vorher in Unterthemen gliederst, die du nur noch abarbeiten musst. Du erstellst dir damit ein Framework mit klarer Struktur, dass Zeit spart und dir das Bloggen wesentlich erleichtert.

Der beste Weg, Unterthemen für deinen Post zu recherchieren ist, die häufigsten Fragen und Suchen zum Thema zu erkennen. Damit weißt du im Voraus, welche Antworten du geben musst und was die zukünftigen Leser deines Blogartikels am meisten interessiert.  Am Ende kannst du ihnen eine vollumfängliche Nutzererfahrung bieten.

Es gibt ein paar kostenlose Onlinetools, die dir viel Arbeit abnehmen. Zwei Tools, die ich regelmäßig und für jeden Blogartikel nutze sind AlsoAsked und AnswerThePublic.

AnswerThePublic listet dir hauptsächlich die Keywords und Suchanfragen auf, die du unter dem Titel „Ähnliche Suchanfragen“ auch unterhalb der Suchergebnisse bei Google findest. Alsoasked.com geht noch einen einen Schritt weiter. Seit einigen Jahren findest du innerhalb der Suchergebnisse eine „Ähnliche Fragen“ Box. In dieser Box listet Google alle Fragen sortiert nach Relevanz auf, die Nutzer zu diesem Thema gestellt haben.

Tipp:

Wir Content Marketer erstellen gewohnheitsgemäß große Mengen an frischen Inhalten. Deshalb macht es oft Sinn, die Pipeline so schmal wie möglich zu halten und nicht 20 verschiedene Tools auf 20 verschiedenen Plattformen zu nutzen. Der Artikel, den du gerade liest, wurde beispielsweise direkt über Contentbird verfasst. Mögliche Fragen oder Unterthemen kannst du so komfortabel über das integrierte W-Fragen Tool von Contentbird ermitteln und in deinen Blogartikel einfügen.

Du solltest jetzt über einen groben Aufbau deines neuen Artikels verfügen, der dir das eigentliche Schreiben wesentlich einfacher macht. Vergleiche mal eine komplett leere Seite mit diesem Screenshot, den ich dir in diesem Schritt vom Artikel gemacht habe, den ich hier gerade schreibe:

Schritt 4: Das Hauptkeyword auswählen

Jetzt geht es um den Kern deiner Bemühungen: Das Hauptkeyword für das du mit deinem Blogartikel in der Suchmaschine ranken möchtest. Der integrierte Keyword Hunter von Contentbird bietet dir dabei übersichtlich alle wichtigen Informationen zu einem so genannten Seed-Keyword und lässt dich sogar die Keywords entdecken, für die deine Wettbewerber ranken.

Ich kann dir in diesem Artikel leider keine komplette Anleitung zum Thema geben, aber zum Einstieg in die Keyword-Recherche empfehle ich dir Dominik Bergers Artikel hier im Contentbird Blog. Möchtest du noch ausführlicher auf das Thema eingehen, empfehle ich dir das kostenlose Webinar zum Contentbird Keyword Hunter von James Reynolds.

Aber ein paar hilfreiche Tipps aus meiner Erfahrung gebe ich dir gerne mit auf den Weg. Das hilft dir die Fehler zu vermeiden, die nahezu alle Einsteiger und sogar manch fortgeschrittene Blogger machen.

Verlass dich nicht auf den Google Keyword Planner

Wenn es um kostenlose Keyword-Recherche geht, wird sehr häufig empfohlen, dass du dafür den Google AdWords Keyword Planner nutzt.

Klingt auch plausibel, weil die Daten direkt von Google kommen. Der Haken ist allerdings, dass der Keyword Planner dir nicht das tatsächliche Suchvolumen von Suchanfragen in der Suchmaschine anzeigt. Er zeigt dir Datensätze mit Bezug auf die Platzierung von Werbeanzeigen an, die für den Aufbau deines Blogartikels kaum sinnvoll sind.

Das sind zweierlei Paar Schuhe, die dich schnell auf die falsche Fährte führen, wenn es um deine Keyword-Recherche für deinen Blog geht.

Die Keyword Schwierigkeit ist nicht der wichtigste Faktor

Viele Content Schreiber richten sich bei der Auswahl des richtigen Keywords nach der Keyword Schwierigkeit. Sie versuchen über verschiedene Tools zu erkennen, wie schwierig es sein wird, für ein bestimmtes Keyword zu ranken.

Dabei wird das Backlinkprofil der kompletten Domain genommen und geschaut, wie stark die anderen Domains in den Suchergebnissen sind.

Und genau da liegt der entscheidende Fehler, mit dem du unglaublich viel Potenzial verschenken wirst.

Wichtig ist nicht nur die Stärke der gesamten Domain, sondern die Stärke der einzelnen Unterseite, die für das Keyword rankt. Diese bestimmt sich natürlich auch ein wenig über die allgemeine Domain-Stärke, später aber auch über die interne Verlinkung deines neuen Blogartikels und eingehende externe Links, die direkt auf den neuen Artikel führen.

Tools wie ahrefs zeigen dir relativ gut an, wie stark die Seite deiner Wettbewerber zum Keyword ist. Zusätzlich kannst du dir anzeigen lassen, wie stark deine frischen und damit schwächeren Seiten sind. 

Auf dem ahrefs Screenshot siehst du unter UR das Rating der einzelnen URL. Wenn du weißt, dass ein frischer Blogartikel bei deiner Domainstärke eine UR von beispielsweise 15 hat, kannst du das Thema in Angriff nehmen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass du mit optimiertem Content für das Keyword ranken kannst, ist ziemlich hoch.

Schritt 5: Synonyme und relevante Begriffe für die Struktur deines Blogartikels auswählen

Früher haben SEOs ihren Content ausschließlich an einem einzigen Keyword festgemacht. Dieses wurde dann in alle wichtigen Bereiche des Inhalts eingefügt und schon konnte der Artikel ranken.

Diese Zeiten sind aber schon lange vorbei. Bei der Keyword-Optimierung geht es längst nicht mehr um ein einzelnes Keyword, sondern um ganze Themen und sogenannte Keyword-Buckets.

Keyword-Buckets sind viele verschiedene Keywords, die zu einem Hauptkeyword passen und für die du alle ranken kannst, wenn du es richtig anstellst. So kann ein einzelner, sehr gut geschriebener Artikel locker für rund 800 Keywords und Keyword-Kombinationen ranken.

Der Trick dahinter ist, dass du zwar ein Hauptkeyword für deinen Artikel nutzt, dieses aber an möglichst vielen Stellen durch Synonyme ersetzt.

So wird aus dem Keyword „Blogartikel schreiben“ zum Beispiel das zusätzliche Keyword „Blogpost schreiben“.

Eine Möglichkeit, ähnliche Begriffe zu finden ist deine Logik. Du weißt schon: Die SEO-Allzweckwaffe, die die meisten Menschen nicht einsetzen, weil sie zu viele aufwändige Tools nutzen.

Häufig fallen einem schon Synonyme ein, die das Hauptkeyword ebenfalls perfekt beschreiben. Eine andere Möglichkeit sind Tools wie OpenThesaurus oder das Chrome Addon von Keywords Everywhere.

Nutzt du diese Tools, solltest du innerhalb von wenigen Minuten über eine ganze Menge von weiteren relevanten Begriffen für dein Thema verfügen. Notiere dir diese Begriffe ebenfalls in deinem Google Doc.

Wie du sie später verwendest, erkläre ich dir gleich weiter unten.

Schritt 6: Tags und Entitäten erkennen und einfügen

Relevanz ist das große Thema, wenn es um das Erstellen von hochwertigem Website Content geht.

In den letzten Jahren hat sich das Bewertungsverhältnis der Suchmaschine sehr stark verändert. Waren es früher eher häufige Vorkommnisse eines bestimmten Begriffs und eingehende Links, ist es jetzt die Relevanz

Googles oberstes Ziel ist es, dem Suchenden immer die relevantesten Suchergebnisse zu seiner Frage zu zeigen. Das ist der USP von Google, der sie von anderen Suchmaschinen unterscheidet.

Mit der Zeit ist Googles künstliche Intelligenz extrem gut darin geworden, diese Relevanz in einem Artikel zu erkennen und zu bewerten. Und das macht sie, indem sie das Auftauchen bestimmter, semantisch passender Begriffe im Text ermittelt.

Wir können Google nicht so ganz in die Karten schauen. Aber in manchen Situationen kann die Suchmaschine nicht anders, als uns die relevantesten Begriffe anzuzeigen.

Die Google Bildersuche für die relevantesten Begriffe nutzen

Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen, aber die Google Bildersuche zeigt unterhalb des Suchfeldes Tags an, die zum Thema passen. „Zum Thema passen“ bedeutet immer, dass Google diese Begriffe als thematisch relevant betrachtet. Eine Goldgrube für jeden Content Creator.

Nutze die Begriffe aus den Tags, die direkt auf dein Thema einzahlen. Kein Grund, wahllos alle Begriffe einzufügen.

Verwende die Google NLP API Demo

Google stellt Unternehmen eine so genannte Natural Language Processing API zur Verfügung. Damit werden Anwendungen ermöglicht, in denen natürliche Sprache von einer künstlichen Intelligenz erkannt und verarbeitet wird

Zum Glück gibt es auf der Website zur API auch eine Demo, die du nutzen kannst, um zusätzliche relevante Begriffe für deinen Content zu ermitteln.

Um die Demo für deine Zwecke nutzen zu können, gehst du Schritt für Schritt vor:

  • Öffne die Webseite, die für dein Keyword auf Platz 1 rankt.
  • Kopiere dir den Artikeltext und füge ihn in das Textfeld der NLP API Demo ein.
  • Google wirft die jetzt sogenannte Entitäten sortiert nach einem Salience Wert aus. Die Entitäten (Keywords) mit dem höchsten Salience Wert versuchst du sinnvoll in deinen Content zu integrieren.
  • Wiederhole die Prozedur für die Plätze 2 und 3 in den Suchergebnissen.

Schritt 7: Überschriften formulieren

Überschriften sind das eigentliche Salz in der Suppe deines Blogartikels. Sie sind das erste, was der Besucher von deinem Artikel sieht. Triggert ihn die Überschrift nicht, ist sie auch das letzte, was er von deinem Artikel gesehen hat. Er springt ab.

Deshalb ist es so wichtig, in das Formulieren von Überschriften besonders viel Arbeit zu stecken. Best practice ist es, wenn du 5 bis 10 Überschriften in deinem Dokument formulierst und später die Überschrift auswählst, die deiner Meinung nach am besten performen wird

Best Practices für Headlines die zünden sind:

  • Stelle Zahlen ganz an den Anfang deines Artikels, wenn er ein Listicle, eine Aufzählung von Dingen ist.
  • Nutze Impact Wörter weit vorne in deiner Headline. Also starke Wörter die einen tatsächlichen Vorteil für den Leser bedeuten. Solche Begriffe wären beispielsweise „schnelle“, „einfache“, „geheime“, „simple“, „wichtigste“.
  • Sei mutig und schreib längere Headlines. Klingt vielleicht komisch, weil dir alle Marketing-Spezialisten das Gegenteil sagen. Fakt ist aber, dass dir eine längere Headline mehr Möglichkeiten für dein SEO bietet und dazu den Leser besser in den Artikel ziehen kann. Mehr dazu weiter unten, wenn ich mit dir über Title-Tags rede.

Du musst in diesem Schritt noch keinen deiner Titel-Entwürfe auswählen. Das machst du ganz zum Schluss, wenn dein Artikel fertig ist und du sicher sein kannst, zu welcher Überschrift dein Content am besten passt.

Schritt 8: Deinen Artikel schreiben

Jetzt geht’s ans eigentliche Schreiben des Artikels. Wenn du alle Schritte bis hier hin mitgemacht hast, hast du ein komplettes Template vor dir, dass dir alle Zwischenüberschriften und relevanten Keywords aufzeigt

Das Beste ist: Mit diesem Template bist du jetzt schon wesentlich weiter, als die meisten deiner Wettbewerber. Weil du dein Template automatisch so aufgebaut hast, dass dein Blogartikel hochgradig thematisch und semantisch relevant ist. Genau so wie Google es liebt

Ein paar Tipps zum Schreiben habe ich aber noch für dich:

Lass die Einleitung erstmal weg

Ich weiß. Jeder Blogartikel braucht natürlich auch eine Einleitung. Die Einleitung schreiben wir später, nachdem wir den eigentlichen Artikel geschrieben haben

Das Intro ist ein extrem wichtiger Faktor, wenn es darum geht, deine Leser in den Artikel zu ziehen. Das weiß jeder Blogger und verwendet dementsprechend viel Zeit darauf, die Einleitung zu schreiben.

Macht Sinn, hält dich in diesem frühen Stadium aber sehr stark davon ab, den eigentlichen Artikel schnell auf die Beine zu stellen.

Einfach drauf los schreiben

Schreib einfach drauf los. Der größte Fehler, den gerade Einsteiger häufig machen, ist das Korrigieren und Umformulieren von Absätzen, während sie den ersten Draft schreiben. Das bringt dich jedes Mal nur unnötig aus dem Flow und verhindert, dass du deinen Artikel schnell und zusammenhängend schreiben kannst

Gewöhn dir an, den Artikel erstmal runterzuschreiben. Sieh ihn als ersten Entwurf und kümmere dich weder um Rechtschreibfehler, noch um eine stilistisch wertvolle Formulierung. Wichtig ist in dieser Phase, dass der Content, den du im Kopf hast, genau so geschrieben wird, wie ihn dich dein Bauchgefühl schreiben lässt.

Im finalen Überarbeiten kannst du noch immer Fehler korrigieren und einzelne Abschnitt schöner umformulieren.

Für diesen Artikel habe ich z. B. die inetgrierte Textanalyse von Contentbird genutzt, die mir extrem weitergeholfen hat.

Textanalyse Contentbiird

Sehr übersichtlich zeigt dir das Tool an, wie du deinen Artikel effizienter und wesentlich lesbarer überarbeiten kannst. Damit erkennst du schnell Verbesserungspotenzial, dass direkt im Editor umsetzbar ist.

Arbeite mit Hooks

Ein Website Besucher ist genauso schnell weg, wie er gekommen ist. Außer, du schaffst es, ihn auf deinem Artikel zu halten.

Dein Ziel sollte immer sein, die so genannte Dwell Time, also die Aufenthaltszeit auf deiner Seite so weit wie möglich zu erhöhen.

Ein gutes Mittel dafür sind sogenannte Hooks in deinem Content. Also Ankündigungen und Versprechungen, die du weit oben im Artikel machst und weiter unten einhältst.

Ein Beispiel für einen solchen Hook findest du direkt hier in diesem Artikel. Weiter oben in Schritt 4 habe ich angekündigt, dir unten im Artikel mehr Infos zum Einbau von Synonymen zu geben.

Schritt 9: Einleitung schreiben

Nachdem du deinen Artikel als ersten Entwurf fertiggestellt hast, machen wir uns jetzt an die Einleitung.

Es gibt nur ein paar Dinge, die du für eine richtig gute Einleitung beachten musst. Arbeitest du sie alle ab, bist du mit deinem Artikelintro schon ziemlich weit vorne.

Hol deine Leser persönlich ab

Leser lassen sich wesentlich besser in deinen Blogpost ziehen, wenn sie persönlich angesprochen werden. Das schafft eine direkte Verbindung zwischen dir und dem Leser.

Verwende von Anfang an die persönliche Ansprache mit „Du“ oder „Sie“

Je nachdem, ob dein Blog formell oder informell aufgebaut ist, solltest du die jeweilige Ansprache möglichst plakativ in deiner Einleitung einbringen.

Beginne mit einer Frage, die das Problem des Lesers auffängt. Dein Besucher ist auf deine Seite gekommen, um die Lösung für ein ganz spezielles Problem zu finden. Deshalb hat er gegoogelt und deshalb ist er jetzt bei dir.

Wiederholst du das Problem in Form einer Frage direkt innerhalb der Einleitung, zeigt es ihm, dass er bei deinem Artikel auf genau der richtigen Seite gelandet ist und ihm geholfen wird

Ein gutes Beispiel dafür findest du in der Einleitung dieses Blogartikels. Erinnerst du dich? Direkt im ersten Satz habe ich dich gefragt, ob du das Schreiben von neuen Artikeln für deinen Blog auch extrem stressig findest.

Damit habe ich uns beide ins gleiche Boot gesetzt. Wir sind jetzt ein Team, dass im Laufe des Artikels die Lösung für unser Problem erforscht.

Der Hauptgrund, warum du überhaupt einen Blog erstellen solltest, liegt genau darin begraben: Die Probleme der Besucher auf möglichst persönliche Weise zu lösen, statt über Inhalte Produkte und Leistungen verkaufen zu wollen.

Eine wichtige Grundlage des Content Marketing, die die meisten Blogger übersehen.

Biete eine Lösung für das Problem

Der Besucher weiß jetzt, dass du dich in deinem Blogpost mit seinem konkreten Problem beschäftigst. Vermittle ihm mit einem Satz, dass du die Lösung für das Problem mit genau diesem Artikel lieferst.

Spätestens jetzt, wird er gespannt weiterlesen.

Integriere dein Hauptkeyword und mindestens ein zusätzliches Synonym

Jetzt weiß zumindest dein Besucher schon mal, dass dein Artikel gut für ihn ist. Wir müssen das nur noch der Suchmaschine klarmachen. Damit der Artikel auch gut rankt.

Best practice ist es, dass du dein Hauptkeyword ein Mal in der Einleitung unterbringst. Nicht mehr und nicht weniger häufig.

Damit unterstreichen wir für Google noch mal, dass dein Artikel zum gewählten Thema relevant ist, ohne Keyword-Stuffing zu betreiben

Zusätzlich fügst du ein bis zwei Synonyme für dein Hauptkeyword mit ein, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, gleich für einen ganze Keyword-Bucket zu ranken.

Füge einen Hook direkt unterhalb der Einleitung ein

Über Hooks haben wir weiter oben schon gesprochen. Wenn du die Aufenthaltszeit deiner Besucher stark steigern möchtest, kannst du einen solchen Hook schon direkt unterhalb der Einleitung unterbringen.

An dieser Stelle des Textes sind die Leser noch aufmerksamkeitsstark und konzentriert. Der Hook wird also eher wahrgenommen.

10. Begriffe nach WDF*IDF abdecken

Relevanz ist einer der wichtigsten Faktoren, mit denen du Blogartikel ranken lassen kannst. Die Zeiten, in denen das alles über pure Backlinkmassen funktioniert, sind zum Glück vorbei.

Eine Möglichkeit, die Relevanz deines Artikels noch weiter zu steigern, ist die so genannte WDF*IDF Analyse. Entsprechende Tools ermitteln so auf Basis des bestplatzierten Contents, welche Begriffe zu einem Thema relevant, also erwähnenswert sind. Contentbird bietet diese WDF*IDF Analyse z. B. direkt im Bearbeitungsmodus deines Blogartikels. Sehr übersichtlich wird dir direkt angezeigt, welche relevanten Begriffe du bereits genügend abgedeckt hast, welche Begriffe häufiger vorkommen sollten und welche Keywords du noch einstreuen solltest.

11. Title Tag und Meta-Description schreiben

Der Title Tag und die Meta-Description sind dass, was dein Besucher von deinem Artikel in den Google Suchergebnissen sieht

Beide Bereiche können ziemlich einfach angepasst werden. In WordPress zum Beispiel über die Einstellungen in Yoast SEO unter deinem Artikel.

Sowohl der Title Tag, als auch die Meta Description unterliegen ein paar Beschränkungen durch Google, die sich in erster Linie auf ihre Länge beziehen.

  • Maximale Zeichenanzahl Title-Tag: Unter 60 Zeichen inkl. Leerzeichen.
  • Maximale Zeichenanzahl Meta Description: Maximal 160 Zeichen inkl. Leerzeichen.

Beide Bereiche kannst du mit einem Flyer vergleichen, der Besucher zu einem Event holen soll. Je spannender und einladender sie geschrieben sind, desto mehr Besucher werden sie anziehen

Was viele Autoren gar nicht auf dem Schirm haben ist, dass der Title-Tag und die tatsächliche Überschrift des Artikels nicht zu 100% übereinstimmen müssen.

Das bedeutet, dass du dich zwar im Title-Tag kurz fassen musst, in der Überschrift deines Blogposts aber locker das Hauptkeyword und mindestens eine relevante Keyword-Variante unterbringen kannst.

Takeaway

Wenn du dieses Framework Schritt für Schritt durchgeführt hast, hast du hochgradig relevanten und für den Besucher sehr interessanten Content geschrieben. Damit hast du beide Hauptbedingungen erfüllt, die auch Google an dich stellt. Der Grundstein, um erfolgreich bloggen zu können.

Für bessere Rankings, mehr Reichweite und zufriedene Besucher, die gerne auf deine Website zurückkehren.

Wenn du Fragen zu diesem Prozess hast, lass sie einfach unten in den Kommentaren da. Ich helfe dir gerne auf dem Weg zum optimalen Blog Content weiter.

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