Wenn Google neue Updates schaltet, fängt für ihn der Spaß erst richtig an: Für unser Februar-Webinar konnten wir Senior SEO-Manager Christian Stobitzer von 1&1 IONOS gewinnen.

Am 27.02.2020, 11:00-12:00 Uhr wird er mit euch über Entitäten sprechen und euch zeigen, wie ihr euer Ranking mit einer gezielten Semantik-Optimierung deutlich verbessern könnt. Auch und gerade in Anbetracht des brandneuen BERT-Updates.

Agenda für „Ranking-Push durch Entitäten“

  • Was sind Entitäten? 
  • Wie beeinflussen Entitäten schon heute das Content Marketing? 
  • Was ist ein Knowledge Graph und warum ist er für die Entitäten-Optimierung so wichtig? 
  • Wie kann ich meine eigene Entität optimieren und die Sichtbarkeit steigern? 

Damit ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt, haben wir Christian Stobitzer für euch interviewt.

„Jeder sollte sich Gedanken darüber machen, wie man die Google-Abhängigkeit abmildern kann!“

Philipp: Hi Christian, würdest du dich unseren Lesern bitte kurz vorstellen?

Christian: Hey Philipp, gerne doch. Mein Name ist Christian Stobitzer, ich habe mein 30. Lebensjahr nun schon überschritten und arbeite derzeit als Senior SEO Manager bei IONOS.

Das Thema Suchmaschinenoptimierung fasziniert mich schon seit über 15 Jahren und trotz der langen Zeit und den unzähligen Änderungen in dieser Disziplin macht mir die Arbeit noch genauso Spaß wie am Anfang.

Philipp: Worauf kommt es deiner Erfahrung nach an?

Christian: Selber ausprobieren! Ich kann jedem nur empfehlen, sich selbst die „Hände schmutzig zu machen“ und (sofern es die Zeit zulässt) ein eigenes kleines Web-Projekt auf die Beine zu stellen. Viele Dinge kann man an Kunden- oder auch eigenen Unternehmens-Webseiten nicht sofort oder gar nicht umsetzen. Da bietet es sich an, wenn man einen eigenen kleinen „Spielplatz“ hat, auf dem man gefahrlos Dinge ausprobieren und so eigene Erfahrungen sammeln kann.

Man kann zwar heutzutage viel über SEO lesen, meiner Meinung nach ist es aber immer noch am besten, wenn man selbst Dinge ausprobiert und so bewerten kann.

„Die Bedeutung von Entitäten nimmt immer stärker zu und wird dies auch in Zukunft.“

Philipp: Mit welchen Themen beschäftigst du dich am liebsten?

Christian: Zum einen finde ich aktuell generell alle Themen spannend, bei denen es darum geht, sich von der Abhängigkeit von Google zu lösen. Suchmaschinenoptimierung war und ist noch immer: Google-Optimierung. Dabei war es ein Geben und ein Nehmen. Doch die Bestrebungen von Google, immer mehr Informationen selbst zu aggregieren und in den Suchergebnissen so darzustellen, dass der Ersteller der Inhalte in den Hintergrund rückt, ist schon besorgniserregend.

Auch wenn der Google-Exodus wahrscheinlich noch etwas auf sich warten lässt, schadet es nicht, sich schon heute Gedanken über die Zukunft zu machen und Möglichkeiten zu finden, wie man die Google-Abhängigkeit zumindest etwas abmildern, bzw. wie man sich im verändernden Suchumfeld weiterhin gut positionieren kann.

Hierher stammt auch das Interesse an Entitäten, weil ich glaube, dass deren Bedeutung für die Suche, stark zunehmen wird!

Da es aber nichts bringt, nur über die Zukunft zu sinnieren, beschäftige ich mich aktuell auch noch verstärkt damit, wie man sich mit etwas Programmierung das Leben schon heute einfacher machen kann.

Oft verlässt man sich in der Suchmaschinenoptimierung nur auf die altbekannten Tools, wie Sichtbarkeitsindizes, Backlink-Aggregatoren oder auch Crawling-Lösungen. Mit selbstprogrammierten, individuellen Programmen für den eigenen Workflow macht das Arbeiten dann aber noch mehr Spaß.

Es lohnt sich also einen Programmierer für kleinere Tasks an der Hand zu haben oder selbst (zumindest etwas) Programmieren zu können. Es muss dabei auch nicht gleich immer eine Programmiersprache, wie Python oder Java sein. Schon mit einer vergleichbar einfacher zu erlernende Skriptsprache, wie beispielsweise VBA für Excel, lässt sich schon einiges anstellen.

Philipp: Über welchen gemachten Fehler ärgerst du dich heute am meisten?

Christian: Dass ich damals, als das Thema SEO so langsam ins Rollen gekommen ist, mir keine goldene Nase verdient habe. Das Geld lag ja damals sprichwörtlich auf der Straße ;-). Nein, Spaß beiseite.

Beim Thema „Fehlern“ halte ich es wie im Film „Butterfly Effect“ eindrücklich demonstriert: Man weiß am Ende auch nicht, wie das Leben verlaufen wäre, wenn man den „Fehler“ nicht gemacht hätte. Wichtig ist glaube ich nur, dass man regelmäßig seine vergangenen Entscheidungen reflektiert und schaut, was man daraus für die Zukunft lernen kann.

Philipp: Last but not least: Was ist für dich die größte Herausforderung im Content Marketing?

Christian: Ich glaube am Ende ist es wie so häufig eine Frage des Geldes. Content Marketing kostet Geld und kann damit am Ende auch nur dauerhaft zum Erfolg führen, wenn das investierte Geld in irgendeiner Form mindestens einen gleichwertigen, oder bestenfalls höheren Gegenwert generiert.

Wie man diese „Gegenwert“ nun quantifiziert, dass ist die große Herausforderung, die sich jeder Content Marketing-Verantwortliche stellen muss.

Oft wird der Erfolg entweder gar nicht oder nur auf Basis von erzeugten Verkäufen bewertet – im schlimmsten Fall werden auch nur Last-Klick-Conversions betrachtet. Dabei kann Content Marketing so viel mehr sein. Das den entsprechenden Verantwortlichen für das Budget klar zu kommunizieren, wird weiterhin einer der größten Herausforderungen im Content Marketing sein.