Die aktuelle Studie Content-Trends 2018 von buzzsumo.com zeigt es schwarz auf weiß: das Teilen von Content und vor allem Textbeiträgen ist seit 2017 in den meisten Social-Media-Kanälen rückläufig. Wenn wundert es: Beiträge verlaufen spurlos im Sand seit Facebook mit seinem neuen Algorithmus die Marketing Welt durchgewirbelt hat. Was bleibt als Alternative? Ganz klar: LinkedIn. Denn hier wird Content mit Mehrwert noch fröhlich an Freunde oder Kollegen weiterverteilt. Ein Lichtblick für viele Marketing Manager, um ihre noch unbekannten Marken zu etablieren, oder das eigene Employer Branding zu befeuern. Wie du mit LinkedIn zu neuer Reichweiten-Höchstform aufläufst, wer was genau in der Business-Community überhaupt sehen kann und wie du erfolgreich deine eigene LinkedIn Gruppe gründest, liest du heute in meinem frisch angerichteten Blog-Post.

Content Marketing Trends 2018: LinkedIn auf Erfolgskurs

Viele Unternehmen sind sich unsicher, ob sie LinkedIn in ihre Content Marketing Strategie integrieren sollen. Oft höre ich: „Das ist nur was für Recruiter!“ oder „Das nutzt doch in Deutschland niemand so richtig!“ Die Meinung hält sich hartnäckig, dass es sich hierbei eher um ein „lebendiges Adressbuch“ handelt, in dem Mitarbeiter global agierender Unternehmen miteinander kommunizieren. Xing galt für viele Jahre als der Karrieretreiber. Doch das Blatt scheint sich zu drehen, wie die aktuellen Mitgliederzahlen zeigen. Zudem bietet LinkedIn viele nützliche Funktionen, von denen die meisten Unternehmen noch nichts wissen.

XING vs. LinkedIn

Gegründet wurde XING 2003. Früher eher bekannt als openBC (Open Business Club). Kaum zu glauben, wie lange das her ist. Natürlich verzeichnet die beliebte Business-Plattformen auch dieses ein deutliches Wachstum im Verhältnis zu 2017. Gut 3 Millionen weitere Nutzer sind in der D-A-CH-Region dazugekommen, gesamt sind es also heute stolze 13 Millionen. Aber: davon sind nur 1,2 Millionen Mitglieder wöchentlich aktiv. Xing dient eher dem Kontaktaufbau und der Pflege. Sich über neue Produkte, Trends oder Unternehmen zu informieren, sich fachlich mit anderen Experten auszutauschen, dafür nutzen viele User andere Portale, zum Beispiel LinkedIn.

LinkedIn durfte sich in den letzten beiden Jahren über einen beträchtlichen Mitgliederzuwachs in der D-A-CH Region freuen: heute sind es über 11 Millionen Nutzer, weltweit sogar über 500 Millionen. Kein Wunder, dass Microsoft auf die größte Plattform dieser Art aufmerksam wurde und das Unternehmen 2016 kaufte. In USA und Großbritannien wird LinkedIn am meisten genutzt.

Ein großes Plus sind die vielen praktischen Funktionen bei LinkedIn für ein erfolgreiches Content Marketing. Nicht nur Blogger, Freelancer und Coaches lieben LinkedIn Publishing, die Erstellung von Show Cases (Fokusseiten), das Schalten von Ads oder Content Seeding über einzelne LinkedIn Gruppen. Auch für viele B2B und B2C Unternehmen ist LinkedIn ideal, um auf die eigene Marke, den Corporate Blog oder neue Stellenangebote aufmerksam zu machen.

LinkedIn – wer kann was sehen?

Dein vollständiges Profil ist für alle eingeloggten LinkedIn Mitglieder sichtbar. Egal, ob via App oder über LinkedIn.com. Die Suche mit deinem Vor- oder Nachnamen führt ebenfalls direkt zu deinem kompletten Profil. Es sei denn, du hast die suchende Person vorher blockiert. Deine Kontaktinformationen, wie zum Beispiel die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer werden erst sichtbar, wenn ihr euch über LinkedIn InMail bereits ausgetauscht habt. Die Sichtbarkeit deiner veröffentlichten Posts oder Profilbilder kannst du in den Privatsphäre-Einstellungen individuell beschränken. Dort kannst du auch einstellen, ob dein Profil bei der normalen Google-Suche erscheint. Des Weiteren lässt sich in den Einstellungen festlegen, ob nur du deine Kontakte sehen kannst oder ob Mitglieder, mit denen du vernetzt bist, die gemeinsamen sehen dürfen.

Wie bei Facebook sind die LinkedIn Gruppen geschlossen, das bedeutet ein „ungestörter“ Raum für Gleichgesinnte. An Diskussionen kannst du dich demnach nur beteiligen oder mitlesen, wenn du der Gruppe beigetreten bist. Du möchtest wissen, wer und von welcher Firma auf deinem Profil war? Basis-Mitgliedern erhalten hier nur eine klitzekleine Einsicht. Wer LinkedIn gezielt nutzen möchte, um Kooperationen einzugehen oder neue Handelspartner zu finden, sollte sich die Premium-Mitgliedschaft gönnen. Dann bleibt kein Besucher des eigenen Profils mehr unerkannt.

Mehr Reichweite für deine LinkedIn-Beiträge durch

  • das Erstellen einer LinkedIn-Unternehmensseite, damit Mitglieder deinem Unternehmen folgen können und keine nützlichen Inhalte mehr verpassen
  • Sponsored Posts und LinkedIn Ads
  • das Nutzen der Publishing Funktion in deinem Profil
  • Liken von Posts und Kommentieren in LinkedIn Gruppen, die deinen geschäftlichen Zielen entsprechen
  • Gründung einer LinkedIn Gruppe für ein bestimmtes Thema oder für deine Branche
  • Verbinde dein LinkedIn Profil mit twitter, so werden automatisch die neusten News unter den letzten Aktivitäten veröffentlicht

Chancen der Content Distribution über LinkedIn-Gruppen

In LinkedIn tummeln sich weltweit über 2 Millionen Gruppen zu den unterschiedlichsten Business-Themen wie Content Marketing, Marketing & Communications, SEO Jobs, und viele weitere. Die größten Gruppen haben mehrere hunderttausende Gruppenmitglieder. Was dir bei Facebook vielleicht nicht mehr gelingt, funktioniert in den LinkedIn Gruppen anstandslos: das Streuen von Content in der richtigen Zielgruppe mit viralen Effekten. Bloß keine falsche Scheu, hier wartet das Publikum nahedrauf täglich mit frischem Content versorgt zu werden. Vielleicht bist du selbst schon Mitglied in einer der reichweitenstarken Gruppen Marketing Pros – Largest Marketers Group oder Digital Marketing: Social Media, Search, Mobile & more, um dich über aktuelle Trends zu informieren?

LinkedIn nutzen auch immer mehr B2C Unternehmen, um über ihre Produktinnovationen zu berichten. Zum Beispiel ist LinkedIn „Pulse“ dafür genial. Damit verwandeltest du dein Profil in ein „Corporate Blog“ und kannst ohne großen Aufwand Fachbeiträge oder Unternehmen-News einstellen.

Bereits vorhandene Blog Beiträge zum Beispiel aus deinem Firmen Blog solltest du generell je Social-Media-Kanal individualisieren, um mehr Reichweite zu erzielen!

Warum sind LinkedIn-Gruppen für dein Content Marketing interessant?

Es hat viele Vorteile in einer LinkedIn Gruppe aktiv zu werden oder selbst eine eigene zu gründen. Du knüpfst wertvolle Kontakte und kannst dich selbst als Experte in deinem Fachgebiet positionieren. Aber bitte nicht nur Eigenwerbung posten! Das ist wenig hilfreich und schreckt neue Kontakte eher ab. Reagiere häufig auf andere Posts, zitiere andere Quellen und Beiträge von Personen mit vielen Followern. Das ist glaubwürdiger für die User. Wenn du regelmäßig hochwertige Inhalte in der Gruppe streust, wirkt sich das positiv auf deine Online-Reputation aus und macht dein Unternehmen sichtbar. Als Gründer einer Gruppe hast du zudem den Vorteil, dass deine Website in der Beschreibung der Gruppe angegeben wird. Das sorgt in der audience für Aufmerksamkeit und wirkt sich ebenfalls positiv auf den Traffic deiner Website aus.

LinkedIn-Gruppe selbst gründen: ein paar Tipps für Beginners

Wie bei Facebook liegen leider auch viele Gruppen bei LinkedIn brach. Häufig wird schnell eine Gruppe ins Leben gerufen, Zeit sich zu kümmern hat jedoch dann niemand. Daher solltest du aus deinem Team jemanden bestimmen, der sich dem Ganzen motiviert annimmt und einen gesonderten Redaktionsplan für das Content Seeding in den einzelnen Gruppen entwickelt.

Darauf solltest bei der Gruppengründung in LinkedIn achten:

  • Überlege dir ein konkretes Thema, das nicht zu weit gefasst ist und der Zielgruppe unter den Nägeln brennt. Eine Mischung aus Randthema und fachkundigen Teilnehmern ist eine optimale Basis für lebhafte Gruppendiskussionen.
  • Dein Profil sollte komplett ausgefüllt sein und deine Person authentisch präsentieren, nur so können neue Mitglieder in dich als Gruppenadmin Vertrauen aufbauen
  • Um zu vermeiden, dass später komplett andere Themen in der Gruppe behandelt werden, solltest du in Form von einigen Regeln die Netiquette und den thematischen Rahmen abstecken.
  • LinkedIn bietet die Möglichkeit automatisiert Gruppenanfragen mit einer Vorlage zu beantworten. Das spart dir wertvolle Zeit!
  • Mit sponsored Posts machst du in der audience auf deine Gruppe aufmerksam.
  • Nach der Gruppengründung solltest du relevante Kontakte von dir in deine Gruppe einladen, die Gruppe sollte aber zunächst nicht zu groß werden, damit die Moderation nicht zu unübersichtlich wird.
  • Zu relevantem Content kannst du Fragen stellen und Meinungen einfordern, betreibe zu jedem Zeitpunkt aktives Community Management. Es lohnt sich!

Mein Fazit:

Für treffsicheres Content Seeding und den Ausbau von Geschäftskontakten sind LinkedIn Gruppen für kleine und große Unternehmen in 2018 unverzichtbar. Im B2B Marketing schon weit verbreitet, nutzen auch immer mehr B2C Unternehmen das Business-Netzwerk, um auf sich aufmerksam zu machen. Das eigene Wissen teilen, sich durch Gruppen als Experte positionieren und virales Content Marketing betreiben, das klappt auf LinkedIn zum Glück immer noch ganz hervorragend. Klingt also nach einem guten Plan, um endlich wieder mehr Reichweite mit nützlichem Content zu erreichen.

Ganz nebenbei: mit contentbird ist es dir ab sofort möglich, deinen Content bequem und automatisiert auch auf LinkedIn zu seeden! Probiere es doch einfach mal aus und teste contentbird hier 14 Tage kostenlos. Deine Interaktionsrate wird es dir danken.

 

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