Matthias Knobloch von 1&1 staunte wohl selbst über diese Zahlen: gerade einmal 60 % der deutschen Kleinunternehmer verfügen über eine Internetpräsenz, schrieb er vor kurzem in einem Blog-Artikel für das Online-Magazin acquisa. 60 %, von denen nur knapp 10 % ihre Website regelmäßig aktualisieren, oder anders gesagt: mit Content bespielen.

Dass so viele Kleinunternehmer kein Interesse an Online-Marketing haben, hängt auch mit den vorwiegend offline genutzten Kommunikationskanälen zusammen. Laut Knobloch würden 77 % der Kunden noch immer über klassische Weiterempfehlungen geworben. Eine Entwicklung, die sich mit den zunehmend jünger werdenden Kunden umkehren dürfte.

Warum Content Marketing? – Drei Gründe für das digitale Umdenken

Viele kleine bis mittelständische Unternehmer fragen sich zurecht „Warum Content Marketing?“. Würde es nicht bereits ausreichen, einige Werbeanzeigen via Google AdWords zu schalten? Genügt es nicht, seine Website in Foren und Artikelverzeichnissen zu hinterlegen? Und sind Links nicht das einzige wirklich relevante Ranking-Kriterium von Google?

Um all diese Fragen zu beantworten und dir eine klare Positionierung in Zukunft zu erleichtern, präsentieren wir im heutigen Beitrag 3 Gründe für das Content Marketing im Kleinen. Inklusive ausführlich recherchierter Zahlen und treffenden Zitaten von Aristoteles. Hiernach wirst auch du Content Marketing lieben.

Nr. 1 – Content Marketing rentiert sich für (wirklich) jedes Unternehmen

Ein paar harte Content Marketing Facts gleich zu Beginn: 70 % der angeklickten Links von Usern sind organisch, Content Marketing kostet 62 % weniger als traditionelles Marketing und generiert zudem bis zu 3 mal so viele Leads. Als wäre das nicht genug, ist Content Marketing im hohen Maße zukunftsbewusst, da durch die veröffentlichten Texte, Infografiken und Videos langfristig Vertrauen aufgebaut wird. In diesem Punkt sei dir noch einmal unser Content Marketing Whitepaper ans Herz gelegt.

contentbird Whitepaper

Doch warum sollte ich anstelle von AdWords auf Content Marketing vertrauen?

Zunächst einmal solltest du niemals vollständig auf etwas verzichten. Gerade für temporäre Kampagnen eignet sich AdWords gut und sorgt darüber hinaus für schnelle Erfolge. Plant dein Unternehmen beispielsweise ein Großereignis und ist daran interessiert, über einen vorübergehenden Zeitraum möglichst viele Personen als Besucher zu gewinnen, führt kein Weg an AdWords vorbei.

Möchtest du dein Unternehmen jedoch dauerhaft als Experten positionieren und das Vertrauen potenzieller Kunden in deine Marke stärken, solltest du eine Content Marketing Kamapagne bevorzugen. Um erfolgreich zu sein, benötigst du jedoch eine gründlich recherchierte Content-Marketing-Strategie.


  • Was kostet mich ein Texter?

    Einen Online Redakteur zu beschäftigen, kostet ungefähr 1200 bis 1400 € (pro Monat). In dieser Zeit kann ein freier Texter bis zu 4 qualitativ hochwertige Beiträge erstellen. Als Alternative für einen Freelancer/festen Angestellten bietet sich die Plattform Textbroker an, die du dazu nutzen kannst, Texter zu beauftragen. Allerdings solltest du dir immer die Frage stellen, ob ein externer, anonymer Texter dazu in der Lage ist, deine Unternehmensbotschaft angemessen und vor allem strategieorientiert zu vermitteln.

  • Nr. 2 – Guter Content geht viral, keywordüberfüllte Textblöcke nicht

    Richtig durchgeführt können SEO-Kampagnen (Linkaufbau via Artikelverzeichnisse, eigene/ externe Blogs und Foren) auch heute noch eine starke Wirkung entfalten… jedoch sind Links längst nicht mehr der unangefochtene Rankingpusher. Viel mehr hat sich Google zu einem denkenden Organismus entwickelt.

    Bereits seit 2015 verfügt Google über eine dazu lernende K.I., die sich streng am User orientiert. Wie verhalten sich die Nutzer auf deiner Seite? Bleiben sie nur für wenige Sekunden bei dir, oder klicken sie sich munter von Link zu Link? All diese Informationen wertet Google in Echtzeit aus. Bedeutet: an gutem Content führt aus zweierlei Gründen kein Weg vorbei. Zum einen weil er das Nutzerverhalten beeinflusst, zum anderen…

    … weil er viral gehen kann

    Wenn wir den Begriff viral hören, fühlen wir uns sofort an Youtube-Klassiker wie den „Numa Numa Guy“ erinnert. Das Video wurde bis heute insgesamt 700.000.000 Mal angeklickt. Content, der zweifellos keinen Bildungsauftrag erfüllt, dafür aber eine noch junge Plattform langsam groß werden ließ.

    Doch was macht das Video von Gary Brolsma so besonders? Warum konnte ausgerechnet er so viele Menschen erreichen? Was auf den ersten Blick wie der Glücksgriff eines Musikenthusiasten wirkt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als ein Musterbeispiel für die drei Grundbausteine viralen Contents. Ja, du hörst richtig: es gibt eine Anleitung für viralen Content.


    • So erstellst du viralen Content

      Das Viralitätskonzept geht auf Aristoteles zurück. Wenn du viralen Content erstellen willst, solltest du demnach folgende Kritierien berücksichtigen:

      1.) Ethos
      Je nach Zielgruppe und Branche muss dein Content die so genannten ethischen Reize ansprechen. Damit sind z.B. kulturelle Aspekte gemeint, für die deine Zielgruppe einsteht. Demnach wirst du einen Europäer eher mit christlichen Metaphern faszinieren können als einen nahöstlichen Content-Konsumenten.

      2.) Pathos
      Gefühle bestimmen unser Handeln und bestimmen deshalb auch darüber, ob wir Content positiv oder negativ bewerten. Stimmt dein Content die User traurig? Bringt er sie zum Lachen? Oder regt er zum Nachdenken an? Versuche an die Gefühle deiner User zu appellieren. So erreichst du deine User in kürzester Zeit auf einer völlig anderen Ebene.

      3.) Logos
      Um sich Schritt für Schritt einen Expertenstatus zu erarbeiten, muss dein Content logisch aufgebaut sein. Versuche dich niemals an einem Thema, dass du selber nicht voll und ganz verstanden/verinnerlicht hast. Halbwahrheiten und lange Absätze voller inhaltsleerer Zeilen werden dich nicht voranbringen.

      Brolsmas Video erfüllt das zweite Kriterium wohl am deutlichsten. Allerdings gilt das auch für die Punkte 1 und 3. Bedient sich der Playback-König einerseits einem internationalen Unterhaltungswerkzeug, dem Gesang (Ethos), tut er gleichzeitig etwas, was er offensichtlich extrem gut kann: die Leute mit wenig Aufwand unterhalten (Logos).

    • Nr. 3 – Content Marketing bindet deine Kunden

      Produktvergleiche zwischen Samsung und Apple sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Vor gut zwei Jahren verglich die Computer Bild das Samsung Galaxy S6 mit dem Apple iPhone 6 und kam zu dem Ergebnis, dass Samsung durch ein schärferes Display und schnelleres WLAN überlegen sei. Dennoch verharrt Apple bis heute auf Platz 2 im internationalen Geschäft. Ein Umstand, der auch den zahlreichen Stammkunden zu verdanken ist.

      Das hier zu beobachtende Phänomen nennt sich Markentreue. Um diese aufzubauen, benötigst du, kaum überraschend, guten Content. Inhalte, die deine User fesseln, sie zur Interaktion anregen und sie nicht zuletzt dazu bewegen, dein Produkt zu testen, oder es im besten Fall direkt zu kaufen. Eine gute Datenbasis zur Messbarmachung von Markentreue liefern sich wiederholende Umfragen.


      • Diese Fragen solltest du deinen Kunden regelmäßig stellen

        Mit diesen 5 Fragen holst du eine Vielzahl an Informationen aus deinem Kunden heraus. Integriere sie doch einfach in deine nächste Kundenumfrage!

        1. Werden Sie uns weiterempfehlen?
        2. Haben Sie Vertrauen in unsere Marke?
        3. Haben Sie schon von unserer Marke gehört?
        4. Wie schätzen Sie unsere Produkte qualitativ ein?
        5. Wie wertvoll ist unser Produkt für Sie?

      • Warum kompakt: Deswegen solltest du auch als Kleinunternehmer auf Content Marketing setzen!

        Unabhängig davon, ob du als Kleinunternehmer selbst gestrickte Socken verkaufst, oder als Chef einer mittelständischen Brauerei regionale Biersorten vertreibst: Content Marketing hilft dir dabei, eine echte Marke zu werden und dein Ranking bei Google nachhaltig zu verbessern. Warum? Darum:

        1.) Content Marketing ist im Vergleich mit Pay-per-Click-Kampagnen langfristig günstiger.

        2.) Content Marketing hat ein hohes Potenzial, virale Inhalte mit enormer Reichweite zu generieren.

        3.) Content Marketing hilft dir dabei einen Kundenstamm aufzubauen, der deinem Unternehmen gegenüber loyal ist.

        Schreibe einen Kommentar

        Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.