Die fortschreitende, allumfassende Digitalisierung hat wohl kaum eine Branche so hart getroffen, wie die der Literatur. Texte und ganze Bücher sind heutzutage jederzeit kostenfrei im Netz verfügbar, was es Autoren & Co. unheimlich schwer macht, mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen.

Eine Kunst die ins Straucheln geriet..

Authorship will das ändern: Sie haben sich das ambitionierte Ziel gesetzt, die Buchindustrie mit ihrer Idee zu revolutionieren! Autoren sehen sich oft in der Schwierigkeit, Verlage zu finden, die ihr Buch veröffentlichen. Da das allein schon ein so großes Hindernis darstellt, müssen sie sich immer wieder auf Knebelverträge einlassen, um ihre Bücher überhaupt auf den Markt zu bringen.

Verleger hingegen, insbesondere aus kleinen Verlagshäusern, kämpfen mit einer weiterhin schwindenden Zahl an Buchläden. Selbst in größeren Ketten wird ihnen kaum noch ausreichend Platz in Bücherregalen eingeräumt, womit natürlich auch die Anzahl an verkauften Büchern zurückgeht. Dies alles wirkt sich gravierend auf deren Kosten für Publikationen aus und macht sie kaum mehr konkurrenzfähig.

Bücherbegeisterte sind sich heute kaum noch bewusst darüber, wie viel ihres gezahlten Buchpreises tatsächlich an den Autor geht. Bei einem durchaus gängigen Preis von 9,95 € für ein Taschenbuch bleiben laut authorship in der Regel lediglich 99 Cent für den Verfasser übrig. Den Rest behält der Verlag ein. Doch der Trend zum bewussten Konsum könnte sich auch auf die Bücherbranche auswirken, wenn man den Lesern nur die Gelegenheit dazu gäbe.


Infografik Authorship Statistik

Quelle: http://authorship.com

Der Literaturbranche scheint also genau eine Sache zu fehlen: eine Plattform, auf der sie sich austauschen und handeln können. Und genau das wollen authorship zukünftig anbieten! Autoren können hier ihr fertiges Buch hochladen und dadurch mit nur einem Mausklick Tausenden Verlagen und Übersetzern verfügbar machen. Verleger können dann in einer Auktion auf das fertige Buch bieten. Sollten sie sich in dieser gegen die Konkurrenz durchsetzten, können sie es im Anschluss publizieren und unter anderem den Lesern auf authorship verfügbar machen. Gleichzeitig schafft die Plattform Arbeit für Übersetzter. Sind diese als solche registriert, können sie sich aus einer riesigen Auswahl aus Büchern nach ihren individuellen Interessen und Neigungen Bücher aussuchen, und sie übersetzten. Das wirkt sich natürlich unheimlich auf die Qualität der Übersetzungen und somit auch auf ihre Reputation aus. Noch dazu verdienen sie einen Anteil, jedes Mal, wenn ein von ihnen übersetztes Exemplar verkauft wird.

Get your paper on the blockchain!

Autoren, Verleger, Übersetzer und Konsumenten sollen auf authorship direkt bezahlt werden und das über die Blockchain. Die dezentrale Datenbank speichert alle Aktionen zwischen Nutzern und fügt sie zu einer Kette (d.h. chain) zusammen. Weder benötigt die Technologie eine zentrale Institution wie eine Zentralbank, noch brauchen Teilnehmer ein Geschäftskonto. Es können also weltweite Transaktionen ausgeführt werde, ohne jegliche Informationen wie Kartennummer oder sogar Name und Adresse preiszugeben und das alles zu einer absolut geringen Gebühr! Entstanden ist dieses webbasierte Buchhaltungssystem durch die Cryptowährung Bitcoin, doch authorship entschied sich für die Währung Ethereum und dessen Blockchain. Sollten sie also mit ihrer Plattform Erfolg haben und den weltweiten Literaturmarkt so prägen, wie sie es sich vorgenommen haben, tragen sie einen bedeutenden Anteil zur Dezentralisierung des Internets bei!

Genau dafür plädieren Internetaffine schon seit Jahren. Natürlich ist es bequem, gewohnte Plattformen wie WhatsApp, Facebook oder auch Google zu nutzen. Immerhin sind sie verlässlich und kostenlos. Doch ganz umsonst sind auch diese Machtzentren nicht: Hier zahlt man mit den eigenen Benutzer- und Nutzungsdaten! Noch dazu gibt man Webgiganten wie Facebook die Macht darüber, zu bestimmen, was wir im Newsfeed angezeigt bekommen. Diese Einflussnahme auf Sinne und Information kann sich maßgeblich auf unsere Denkweise auswirken und bestimmt zunehmend auch politische Ansichten.

Ein einsamer Stern am Horizont

Noch steht authorship mit seiner Idee allein auf weiter Flur. Es existieren zwar Plattformen, die im Grundsatz das gleiche Ziel verfolgen, doch in ihrer Tragweite nicht ganz so weitreichend sind wie die von authorship. Die Plattform Steem beispielsweise, versteht sich als soziales Netzwerk, dass seine Benutzer für die Produktion von Content entlohnt. Somit können sich Blogger und Autoren zwar bezahlen lassen, doch diese Beträge sind so gering, dass sie kaum die aufgebrachte Zeit und Energie berücksichtigen.

Einen ambitionierten Versuch eine ähnliche Plattform bereitzustellen, startete Julia Wagner mit der deutschen Seite deintextdeinbuch.de. Sie wollte Lektoren und Agenten eine Plattform anbieten, in der sie nach Autoren und Manuskripten suchen konnten, die zu ihrem Programm passten. Leider stellte sie erst kürzlich den Betrieb der Website ein.

Authorship könnte also allein schon aus Mangel an Konkurrenz das Potenzial dazu haben, zum lang ersehnten Revolutionär im Literaturmarkt zu werden! Börsen für Texte hingegen sind nichts Neues und immer mehr Unternehmen erkennen, welchen Einfluss guter Content auf ihre Marketingkonzepte haben kann. Falls auch dich das Thema neugierig gemacht hat, kannst du hier in unserem kostenlosen Webinar lernen, wie du Schritt für Schritt deine Content Strategie entwickelst und erfolgreich umsetzt.

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