Für so ziemlich jedes Unternehmen und jeden Selbstständigen ist Online Marketing heute unverzichtbar. Klassische Marketingkanäle hinken den digitalen hinterher, Website, Newsletter und Social Media stürmen voran.

Um all das bedienen zu können, sind Inhalte nötig. Content. Viel davon. Bilder, Videos, Grafiken und vor allem Texte müssen erstellt werden, die das Publikum, die Zielgruppe, hinter’m Ofen hervorlocken. Und suchmaschinenoptimiert sollen sie auch noch sein, klar. Auch Google will gefüttert werden. Da fragt man sich doch unweigerlich:

„Soll (und kann!) ich das alles selbst produzieren?“

„Oder wäre das Content schreiben lassen nicht besser?“

Gute Frage. Und hier kommt die gute Antwort darauf!

Inhalte selbst erstellen

Wer seinen Content für die unterschiedlichen Kanäle selbst erstellen will, braucht entweder eine Menge Talent und noch mehr Zeit, um SEO-Texte zu verfassen, hochqualitative Fotokampagnen zu verwirklichen und erstklassige Produktvideos zu drehen. Oder er hat jemanden in der Firma, der sich mit all dem auskennt.

Das können entweder interne Mitarbeiter sein oder eine Inhouse-Agentur, die auf Content Marketing spezialisiert ist. Die Vorteile dieser Vorgehensweise liegen auf der Hand:

  • Die Kommunikationswege sind kurz, auch abteilungsübergreifende Strategien können schnell aufeinander abgestimmt werden. Nicht selten genügt ein einfacher „Küchenzuruf“, um Neuerungen zu kommunizieren.

  • Entscheidungen können auf dem „kleinen Dienstweg“ getroffen werden, Freigaben für Kampagnen und/oder Texte sind relativ schnell erteilt.

  • Die Mitarbeiter/innen sind meist hoch motiviert und empfinden eine starke Corporate Identity, wenn sie sich mit den Strategien der externen Kommunikation – also der Content-Erstellung – beschäftigen dürfen und diese dann auch verantworten..

  • Innerhalb des Unternehmens kennen die Mitarbeiter/innen die Produkte und haben sich schon mit Lösungswegen für Probleme auseinandergesetzt.

  • Aus dem Unternehmen heraus kommen oft neue Ideen und kreative Wege zustande, die oft im Verborgenen bleiben, weil sich niemand in den einzelnen Abteilung dafür zuständig fühlt.

Natürlich ist auch bei Inhouse-Lösungen nicht alles Gold, was glänzt. Es gibt auch Nachteile, wenn der Content intern erstellt wird. Zum Beispiel:

  • Auch wenn sich eine Inhouse-Agentur um die Content-Erstellung kümmert, ist vielfältige Planung und Abstimmung nötig.

  • Die Kosten für spezialisiertes Personal und Arbeitsbereiche (Fortbildung, Büro, Mobiliar, Computer, Telefon …) sind sehr hoch.

  • Auch langjährige Mitarbeiter/innen verfügen in der Regel nicht über das nötige Know- how im Online- und Content-Marketingbereich.

Interessant: Laut HubSpot sagen 61% der Marketingfachleute, dass SEO-Optimierung und organisches Wachstum die wichtigste Inbound-Marketing-Priorität hat.

Content Marketing zählt zu den wichtigsten Marketing-Kanälen im Marketing-Mix

Content schreiben lassen

Für viele Unternehmen ist es jedoch wesentlich sinnvoller, die Content-Erstellung entweder komplett oder zumindest in großen Teilen externen Dienstleistern anzuvertrauen. Vom Content schreiben lassen über Fotoshootings bis hin zum Dreh eines Imagefilms oder Produktvideos können spezialisierte Content-Agenturen einen echten Gewinn bringen:

  • Interne Ressourcen werden eingespart, denn es müssen weder Mitarbeiter/innen freigestellt oder extra geschult werden, noch sind separate Arbeitsräume inklusive Inventar nötig.

  • Agenturen reagieren flexibel, wenn zum Beispiel mal weniger Content benötigt wird oder es zu Spitzen in der Contentproduktion kommt. Auch in punkto Arbeitszeiten sind externe Dienstleister so organisiert, dass sie sich an deine Bedürfnisse anpassen können. Das hat den Vorteil, dass anfallende Aufgaben zeitgerecht erledigt werden.

  • Die Zeit- und Aufwandsprozesse einer Content Marketing Agentur sind optimiert. Kommt es mal zu dem Fall, dass ein spezielles Wissen nötig ist, hat die Content Agentur eher einen Experten parat als das Unternehmen selbst.

  • Externe Dienstleister verfügen über interdisziplinäre Spezialist/innen für Text, Webdesign, Grafik, Bild, Video und Kampagnenauswertung beziehungsweise Kampagnenanalyse. Sie wissen, was den Content für die Website eines Unternehmens oder den Social Media Kanal erfolgreich macht. Dazu orientieren sie sich an ihrer Erfahrung und einem zuvor aufgestellten Themenplan, der alle relevanten Inhalte enthält. Die Recherche suchintensiver Keywords und die passende Zielgruppenanalyse sorgen dafür, dass der Content sowohl die Nutzer als auch die Suchmaschinen begeistert.

  • In aller Regel sind in Agenturen auch SEO-Experten für den gesamten Content am Werk. Willst du zum Beispiel deinen Content schreiben lassen, kannst du auf eine Top- Qualität bauen. Die Text-Beiträge sind zielgruppengerecht, informativ und unterhaltsam verfasst und bereits Suchmaschinen optimiert, sodass sie exakt auf deine Website oder deine Blog passen.

  • Aktuelle Marketing Trends werden beobachtet und berücksichtigt.

  • Die Kosten für eine Content-Agentur sind geringer als für Inhouse-Lösungen, wodurch das Budget effektiver eingesetzt wird.

Auch das Outsourcing der Content-Erstellung hat Nachteile. Die größten sind:

  • Externe Mitarbeiter/innen müssen erst einmal in die spezielle Unternehmenskultur eingearbeitet werden und sich damit identifizieren können.

  • Eine gewisse Einarbeitungszeit ist sich in jede einzelne Thematik erforderlich, das kann unter Umständen Zeit kosten.

Interessant: Mediapost hat ermittelt, dass nicht mal 30% der kleinen Unternehmen Website Analytics oder Call-Tracking nutzen.

Inhouse oder Outsourcing? Kommt drauf an …

Bevor die Frage „Content schreiben lassen oder alles selbst produzieren“ final beantwortet werden kann, solltest du als Unternehmer/in erst mal checken, welche Strategie du mit der Content-Produktion eigentlich verfolgen willst.

Das heißt, dass du dir über die Ziele deiner Online Marketing Kampagnen im Klaren sein solltest. Willst du beispielsweise mehr Traffic auf deine Website bringen oder mehr Interaktionen im Social Media Bereich erreichen? Geht es dir darum, qualifizierte Leads zu generieren oder ist das Ziel, Kunden in dein stationäres Geschäft zu holen? Vielleicht sind auch Social Media Ads angebracht, mit denen du mehr Verkäufe erreichen willst.

Wenn die Ziele klar definiert sind, kannst du überlegen, wie sinnvoll eine externe Content- Agentur ist – oder ob du diese Ziele auch mit den personellen Ressourcen intern erreichen kannst.

Kläre dazu folgende Punkte ab:

  1. Was benötigst du, um die Ziele zu erreichen?
    Eine neue Website vielleicht oder einen Social Media Account, einen Produktfilm oder hochwertige Werbefotos? Aussagekräftige und suchmaschinenoptimierte Texte?

  2. Wer kann dir das, was du brauchst, liefern?
    Ein Webdesigner oder ein SEO-Experte, ein Content-Texter oder ein Fotograf?

  3. Worauf kannst du bereits zurückgreifen?
    Hast du vielleicht schon Mitarbeiter/innen, die sich damit auskennen, Top-Texte zu verfassen oder einen Social Media Kanal regelmäßig mit guten Inhalten zu „füttern“?

  4. Lohnt es sich, dafür einen Spezialisten einzustellen, der sich im Content Marketing auskennt und in der Firma mit nichts anderem beschäftigt ist?

  5. Wie oft willst du frischen Content veröffentlichen?
    Social Media Kanäle brauchen nahezu täglich neue Beiträge, der Blog auf deiner Website sollte mindestens einmal in der Woche ein neues Thema behandeln.

  1. Wie hoch ist dein Budget, das du für deine Online Marketing Arbeiten zur Verfügung hast?

Diese sechs Punkte geben dir schon mal einen Eindruck davon, ob es sich lohnt, die Inhalte inhouse produzieren zu lassen oder ob das Content schreiben lassen von externen Fachleuten sinnvoller wäre.

Interessant: Erfolgreiche B2B-Marketer investieren 39% ihres Marketingbudgets für Content Marketing (Content Marketing Institute).

Tipp: Manchmal lohnt es sich, einen externen Dienstleister zu Schulungszwecken heranzuziehen. In einem Workshop oder Inhouse-Seminar kann er deinen Mitarbeiter/innen viel von dem beibringen, was für ein effektives Content Marketing nötig ist.

Nach all dem, was du jetzt erfahren hast, möchtest du deine SEO Texte selbst schreiben? Dann empfehlen wir dir diesen Beitrag, in dem du erfährst, wie du dabei vorgehen kannst und worauf es ankommt: Eigene SEO-Texte schreiben – die besten Tipps

Fazit

Alle Inhalte für das Online Marketing selbst erstellen oder den Content schreiben lassen ist eine Frage der Ressourcen und des Budgets. Gerade wenn es darum geht, mit den Content-Kampagnen mehr Umsatz, Leads oder Traffic zu generieren, ist es sinnvoller, Profis an die Sache zu lassen.

Die können entweder als eigene Abteilung im Haus integriert oder als externe Dienstleister engagiert werden. Für Unternehmen mit einem eher kleinen bis mittleren Budget ist das Outsourcing oft die bessere Wahl.

Kommentare (4)

Inbound-Marketing-Priorität zu setzen, ist ein immer stärker werdender Trend, der sich sehr häufig positiver auszeichnet als im Vergleich zu einer „konventionelle basierender Strategie“. Basis Strategien sind kurz Lebig und halten den Nachhaltigkeits-Faktor nur gering am laufen. Wer mit dem Strom der Zeit gehen möchte, sollte Nachhaltig Content generieren. Die Erfahrung zeigt, das meist Inhouse Abteilungen zu subjektiv aus Sicht des Unternehmers / Fachkompetenten den Content aufbauen. Doch genau hier kommt das Thema Inbound Marketing zu tragen. Wie suchen die Leser / Kunden tatsächlich? diese Intention wird über mehrere sogenannten Breadpoints gelegt und gesetzt.

Gut zusammengefasst!

Einer der wichtigsten Aspekt im Content-Marketing ist heutzutage die Glaubwürdigkeit. Deshalb würde ich immer versuchen, eigene Autoren*innen zu engagieren. Und zwar nur solche, die eine Leidenschaft für das Thema entwickeln können. Von professionellen Autoren geschrieben Texte klingen nach meinem Empfinden meistens kalt und sind nicht wirklich mitreißend. Externe Dienstleister zu Schulungszwecken engagieren macht jedoch definitiv Sinn.

Hallo Eric, finde auch, dass man bei Content ein bisschen aufpassen muss. Ich bin kein großer Fan von Content schreiben lassen, weil die Autoren den Unternehmen nicht wirklich kennen und die Zielgruppe auch nicht und anhand eines Briefings wird sich das auch nicht ändern. Die Texte müssen nicht unbedingt schlecht sein, aber öfters müssen die angepasst werden, damit es zu meiner Website passt. Außerdem habe ich vor kurzem ein Artikel gelesen, wie oft Content vom Englischen übersetzt wird, oder nur umgeschrieben wird: https://www.onlinesolutionsgroup.de/blog/geliefert-wie-bestellt-uebersetzte-plagiate-anstatt-unique-content/ Seitdem habe ich mehrere interne Mitarbeiter, die für Content zuständig sind und besser Texte liefern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.