Ist Content Seeding wieder nur so ein neues Buzzword? Ob Facebook, dein Corporate Blog oder Branchenportale: wenn du deine Content Distribution mit Strategie planst und auf ein großes Netzwerk an Multiplikatoren setzt, kann dein Unternehmen in relativ kurzer Zeit eine hohe Reichweite und Markenbekanntheit erreichen. Kluge Content Marketers setzen daher auf einen Mix aus Social Media Kanälen, Expertenforen und einem geschickten Netzwerk aus Multiplikatoren. Wie der Content Seeding Prozess dafür idealerweise aufgebaut ist und wie sich die Performance deiner Kampagne anschließend ohne großen Aufwand messen lässt, liest du in meinem brandneuen Blogpost zum Thema Content Seeding.

#1 Content Seeding: das Kampagnen-Ziel glasklar definieren

Ein altes Sprichwort lautet: man erntet was man sät! Daher solltest du dich schon vor der Content Erstellung fragen, welche Ergebnisse dein Unternehmen damit erzielen möchte. Mehr Follower, mehr Leads oder Online-Käufe? Eine klare Zieldefinition hilft dabei, an den richtigen Touchpoints mit Interessenten und Kunden in Kontakt zu kommen und zum passenden Zeitpunkt relevante Inhalte anzubieten.

Überlege im Vorfeld, ob du deine Marke in einer bestimmten Zielgruppe bekannter machen möchtest oder als Experte in deiner Branche wahrgenommen werden willst.

Soll eine bestimmte Conversion herbeigeführt werden, wie zum Beispiel:

  • der Download deines Whitepapers?
  • die Anmeldung zum Newsletter?
  • die virale Verbreitung deines E-Books?

Je klarer du das Ziel deiner Seeding Kampagne formulierst, desto leichter fällt anschließend das Messen und Bewerten der Performance. Ein großer Pluspunkt gegenüber klassischer Public Relations.

#2 Content Seeding Prozess: Schritt für Schritt zu neuen Kunden

  • Step 1: Zielgruppen definieren: Alle, die Inhalte selbst veröffentlichen wollen, müssen natürlich auch wissen, wer sie liest. Nachdem du das Ziel deiner neuen Seeding Kampagne festgelegt hast, solltest du die Insights deiner Zielgruppe exakt analysieren. Welche Bedürfnisse hat deine Zielgruppe und wo sucht sie nach Hilfe und Informationen? Nutzt sie eher Facebook, Twitter oder Branchenportale? Zu welchen Themen diskutieren deine potentiellen Kunden und welche eindeutigen Merkmale kannst du ihnen zuordnen? Werden Blogposts oder eher Präsentationen und Infografiken geliked? Erst jetzt ist es soweit für den nächsten Schritt.
  • Step 2: Authentischen Content erstellen: Überlege zu welchen Themen du in deiner Zielgruppe wahrgenommen werden willst und mit welchem Content Format du Aufmerksamkeit erhältst. Kann das Content Format in hochwertiger Qualität und mit Mehrwert für die Zielgruppe zur Verfügung gestellt werden? Soll der Content informieren, beraten oder eher unterhalten? Um erfolgreichen Content Seed zu generieren, solltest du die Besonderheiten der einzelnen Formate in jedem Fall berücksichtigen.
  • Step 3: Multiplikatoren recherchieren und ein eigenes Netzwerk aufbauen: Ein aktives und breit aufgestelltes Netzwerk zu Meinungsführern und Influencern ist im Content Marketing unentbehrlich. Zunächst solltest du in deinem eigenen Netzwerk nach entsprechenden Content Distributoren schauen. Der Kontakt ist meistens schnell über die Social Media Kanäle hergestellt und vielleicht ist man sich auf einer Messe oder einem Kongress schon einmal persönlich begegnet. Behalte Entwicklungen im Bereich Blogs und Social Media stets im Auge, damit dir keine einflussreichen Influencer entgehen. Das müssen auch nicht immer nur Blogger-Stars sein. Auch durch die Zusammenarbeit mit Mid-Influencern kannst du als junge Marke mit authentischem Content Vertrauen und Image fördern. Wichtig ist es, die Beziehungen innerhalb deines Netzwerks zu pflegen und regelmäßig mit den Meinungsführern zu deinen Themen in Kontakt zu bleiben. Neue Multiplikatoren kannst du sicher leichter von einer Zusammenarbeit überzeugen, wenn du Inhalte mit echtem Mehrwert und einer Problemlösung bereitstellst. Schließlich auch ein nettes Bonbon für die Follower des Influencers und somit eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.
  • Step 4 Branded Content richtig platzieren: Content ist nur für deine Zielgruppe relevant, wenn er zur richtigen Zeit im passenden Medium zur Verfügung gestellt wird. Du vertreibst professionelle Reinigungsmittel für Edelstahlflächen? Dann ist gerade der Monat März ein idealer Zeitpunkt für eine Blogparade mit dem Thema Frühjahrsputz oder eine Checkliste für die Pflege von Armaturen oder Einbauküchen. Verlinkungen von Lifestyle Blogs oder zu Plattformen wie gute-frage.net oder wer-weiss-was.de können in diesem Beispiel positiv zu einer viralen Verbreitung beitragen. Die Empfehlung von einflussreichen Bloggern und Multiplikatoren unterstreicht die Kompetenz deiner Marke und schafft Vertrauen in der Zielgruppe.

Bildnachweis: Info-Grafik zum Content-Seeding“

  • Step 5 Performance deiner Content Seeding Kampagne analysieren: Du hast es geschafft: dein Content wird von vielen Influencern geteilt und verbreitet sich viral. Jetzt heißt es, den Überblick zu behalten und das ist gar nicht so einfach wenn dein Content richtig rockt. Schließlich hilft dir ein gutes Monitoring festzustellen, ob alle Stellschrauben deiner Kampagne gepasst haben oder du beim nächsten Seeding Anpassungen vornehmen musst. Doch welche KPIs solltest du tracken, um zu erfahren wie die User mit deinen Inhalten umgehen? Eine Content Performance Pyramide liefert dir wertvolle Anhaltspunkte, um deine Seeding Kampagne professionell zu bewerten.

#3 Content Performance Pyramide: Content Erfolge eindeutig messen und bewerten

Verbreiten sich deine Ratgeberartikel, News oder Whitepaper viral und fungieren deine Follower als Multiplikatoren trägt deine Content Seeding Kampagne endlich Früchte. Genieße den Moment des Ruhms und nutze die Chance für eine ausführliche Analyse der Content Distribution. Welche Inhalte haben neue Interessenten auf deine Webseite gelenkt? Worauf hat die Zielgruppe reagiert und über welchen Content wurde diskutiert? An welchen Faktoren und Messgrößen solltest du dich dabei orientieren? Die Content-Performance-Pyramide hilft dir dabei, handfeste Metriken für deine Seeding Kampagne zu bestimmen. Sie ist in drei Cluster aufgeteilt, die aufeinander aufbauen: umsatz-, traffic- und userrelevante Faktoren. Hier findest du eine Abbildung von den suxeedo-Kollegen zum besseren Verständnis:

Content Performance Pyramide

Bildnachweis: Content Performance Pyramide von Fionn Kientzler“

An der Spitze der Pyramide stehen die fünf wichtigsten KPIs: der ROI, Leadgenerierung, converted Leads, Lead Quality, total cost per Lead und die Wiederkaufrate. In welchem Verhältnis stehen die Kosten für die Content-Erstellung zu den Conversions der potentiellen Kunden? Welche Qualität haben die erzielten Leads? Und welche führen tatsächlich zu Neukunden? Diese KPIs verschaffen dir einen Überblick über den Erfolg deines Seedings. Die anderen Indikatoren liefern Metriken für deine Content-Optimierung, wie Kommentare, Page Views oder Downloads. So kannst du anhand der trafficrelevanten Faktoren deine Besucherströme wunderbar analysieren, Grundvoraussetzung für die Erreichung deiner Umsatzziele. Wichtige Daten zum Userverhalten wie Time on Site oder die Bounce Rate bilden die Basis für das Tracken deiner Content Seeding Kampagne und sollten natürlich in jeder Marketing Abteilung stetig überwacht werden.

#4 Content Marketing Kampagnen mit Hilfe von contentbird analysieren

contentbird hilft dir dabei, deine Content Seeding Kampagne nach Abschluss anhand wichtiger Indikatoren zu bewerten. Du erhältst mit contentbird Antworten auf Fragen wie diese: Welche Inhalte erzielten ein gutes Google Ranking/ viele Social Signals und machten deine Marke online sichtbar? Tracke deine Seeding Kampagne auf Knopfdruck und behalte bis zum Abschluss zu jedem Zeitpunkt den Überblick über ihre Performance. Mehr dazu erfährst du auch in unserem Content Marketing Whitepaper.

contentbird Whitepaper

# 5 Mein Fazit:

Wer Content Seeding mit Strategie betreibt, erhöht nachhaltig das Vertrauen der Zielgruppe in die Marke. Die Erstellung von Qualitätscontent mit echtem Mehrwert und das Seeding über fachlich passende Multiplikatoren mögen zunächst sehr aufwendig erscheinen. Ein Weg, der sich aber in jeder Hinsicht lohnt. Schon bald wird deine Marke durch das Säen von relevantem Content zu einer starken Brand heranwachsen und den User vor seiner Kaufentscheidung umfassend beraten. Dabei werden etwas Mut und der Blick über den Tellerrand bei der Content Erstellung vom Publikum mit vielen Likes, Shares und steigendem Traffic belohnt. Wichtig dabei ist nur, sich bei der Zusammenarbeit mit Meinungsführern nicht zu verzetteln und die Content Seeding Kampagne nach ihrem Abschluss anhand der richtigen KPIs zu bewerten.

 

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