Wer Content Marketing heutzutage noch als “Buzzword” abtut und weiterhin von einem Trend spricht, der setzt vermutlich auch auf Keyword-Bashing, um sein Ranking bei Google zu verbessern.
Zum großen Glück der Konsumenten hat eine Vielzahl an Marketern den hohen Stellenwert inhaltsgetriebener Marketingmaßnahmen erkannt und investiert immer größere Beträge ins Content Marketing. Doch hört man einmal genauer hin, wird deutlich, dass viele zwar bereit sind, ihr Budget vermehrt für Content Marketing-Zwecke aufzuwenden, sich jedoch insgeheim fragen: Lohnen sich meine Investitionen überhaupt?

Nachhaltigkeit in allen Bereichen

Die einfache Antwort auf diese Frage lautet: Ja, Content Marketing lohnt sich. Denn dessen Gebrauch bringt eine Reihe entscheidender Vorteile gegenüber traditioneller Werbemaßnahmen mit sich, wobei der womöglich wichtigste Vorzug die Nachhaltigkeit des Contents ist.
Fest steht: Kunden informieren sich heutzutage nicht mehr durch Anzeigen über Produkte oder Unternehmen, sie bevorzugen das Heranziehen informativer Inhalte, die nicht selten vom Unternehmen selbst gestellt werden. Darüber hinaus haben Studien ergeben, dass das Content Marketing die Unternehmen rund 62 Prozent weniger als herkömmliches Marketing kostet, während es ungefähr 3 mal so viele Leads generiert. Dazu kommt, dass Leads, die über die organische Suche wie etwa über Suchmaschinen, Social Media oder Newsletter ihren Weg auf die Webseite finden, eine Abschlussrate von 14,6 Prozent haben, wohingegen die Abschlussrate von über Outbound Marketing generierten Leads bei lediglich 1,7 Prozent liegt.

Dies zeigt deutlich, dass Content Marketing nicht nur auf qualitative Unternehmensziele, wie die Markenbekanntheit oder Kundenbindung einzahlt, sondern auch die Umsatzsteigerung fördert. Um zu ermitteln, wieviel monetären Wert der Content schlussendlich geschaffen hat, sprich wie hoch der Content ROI ist, sollten zunächst unternehmensadäquate KPIs im Rahmen der Erstellung einer Content Marketing-Strategie bestimmt werden. Dabei können umsatzrelevante Faktoren wie etwa die Wiederkaufrate oder die Anzahl der konvertierten Leads herangezogen werden, aber auch traffic- und userrelevante Faktoren, wie beispielsweise die Anzahl der Webseitenbesucher, das Engagement oder die Bounce Rate können mithilfe bekannter Tools wie Google Analytics getrackt werden.
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Für den Fall, dass ihr trotz allem noch nicht von der Rentabilität des Content Marketings überzeugt seid, möchten wir euch zwei Beispiele vorstellen, die dank ihrer gezielt eingesetzten Content-Kampagnen nicht nur Kosten einsparen, sondern darüber hinaus auch Gewinne erzielen konnten.

Umsatzverdopplung durch Content Marketing: Coca Cola

Marketeers auf der ganzen Welt haben nicht schlecht gestaunt, als Coca Cola vor gut 5 Jahren ihre neueste Kampagne vorstellte. Das lag unter anderem an dem ambitionierten Ziel der Initiative: Umsatzverdopplung bis 2020. Doch wie möchte Coca Cola das bewerkstelligen?

Einen Hinweis darauf gibt der Titel, unter dem die Kampagne vorgestellt wurde: Content 2020. Coca Cola möchte sich von der “Creative Excellene” hin zur “Content Excellence” bewegen – d.h. anstatt mit kreativen Werbehighlights aufzuwarten (Stichwort Weihnachtstrucks), möchte Coca Cola ihre Kunden von nun an mit kreativen, redaktionellen Stories abholen.

Ein erster Schritt in diese Richtung war die Umgestaltung der Unternehmensseite in ein digitales Magazin mit dem namen “Journey”. Besucht man heutzutage coca-cola-deutschland.de, findet man neben Corporate Website-typischen Angaben zu Unternehmen, Produkten und Jobangeboten auch eine bunte Mischung an Artikeln, Videos und Bilderstrecken rund um die Themen Entertainment, Happiness, Sport und Gesellschaft.

So werden neben humorvollen Artikeln über Coca Cola-Mythen und Videos, in denen Cola-Cocktailrezepte gezeigt werden, auch Themen behandelt, die nicht unmittelbar mit dem Produkt in Verbindung stehen. Von Spotify-Playlists über Life-Hacks bis hin zu Interviews mit bekannten Sportlern ist alles dabei, was das Leser-Herz begehrt.

Und die Rechnung scheint aufzugehen: Auf Facebook liken, kommentieren und teilen bereits über 99 Millionen Fans die Beiträge des Online Magazins. Innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Relaunch der Website stieg der Traffic um zwei Drittel, während die Bounce Rate ungewöhnlich niedrig für eine Unternehmensseite ist. Die Quote derjenigen, die nach dem ersten Artikel weiterlesen, liegt laut dem Unternehmen bei mehr als 70 Prozent. Doch auch umsatztechnisch hat sich die Kampagne bereits ausgezahlt: Allein das Absatzvolumen in Nordamerika stieg in den ersten Jahren nach dem Launch um 5 Prozent. Noch ist nicht klar, ob Coca Cola sein Ziel der Umsatzverdopplung bis 2020 erreicht, doch scheinen sie auf einem guten Weg dorthin zu sein.

Nun denken einige von euch vielleicht: Ja klar, mit einem Millionenbudget und einer Reichweite à la Coca Cola, Redbull und Co. kann das ja jeder schaffen… Aber was haben wir als no-name Startup mit nicht existentem Budget für Möglichkeiten? Eine Antwort darauf liefert eine kleine Krankenkasse aus Villingen-Schwenningen, die seit 2012 die Szene aufmischt und internationale Marketing-Experten mit ihrer innovativen Content-Strategie beeindruckt.

Vom Underdog zur Best Practice: Die Schwenninger Krankenkasse

Ganze neun Microsites werden neben der eigentlichen Homepage von der Schwenninger BKK betrieben, darunter das Portal Babyharmonie.de, welches umfassende Informationen zu den Themen Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt bereitstellt. Diese Themen werden in Form verschiedenster Content-Formate wie Podcasts, Videos, Downloads und Quiz aufgearbeitet. Mithilfe solch informativer Inhalte generiert die Seite eine Vielzahl an neuen Leads, während sie darüber hinaus das Ziel verfolgt, Frühgeburten zu verhindern.

Das schafft die Schwenninger, indem sie werdende Mütter rechtzeitig über die Risikofaktoren, welche zu vorzeitigen Wehen führen können, informiert und so bestmögliche Vorsorge leistet. Nach eigenen Angaben spart die Krankenkasse so enorme Kosten, wie folgende Rechnung beweist: Rund 3.000 Geburten werden jährlich von der Schwenninger finanziert und wenn auch nur zehn Prozent der im Schnitt neun Prozent an Frühgeburten verhindert werden können, so beläuft sich das rechnerische Einsparpotenzial auf eine viertel Million Euro.

Neben der hohen Kostenersparnis sorgt das Ratgeber-Portal gemeinsam mit den anderen Seiten der Krankenkasse kontinuierlich für neue Leads aus ganz verschiedenen Zielgruppen. So richtet sich Babyharmonie.de beispielsweise vorrangig an werdende Eltern, während die Seite Ab-in-die-ausbildung.de vor allem jüngere Leser anspricht, die sich über Ausbildungsmöglichkeiten informieren möchten. Jedes der Portale wendet sich an eine ausgewählte Zielgruppe und wurde auf Grundlage spezifischer Buyer Personas konzipiert. Mehr zum Thema Buyer Personas und wie ihr eure eigenen erstellt, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

Neben der Content-Produktion konzentriert sich die Schwenninger vor allem auf SEO-Maßnahmen und verzichtet interessanterweise fast gänzlich auf Social Media-Aktivitäten. Insgesamt generiert die Krankenkasse damit monatlich Webseitenbesucher im fünfstelligen Bereich. Jene Besucher werden durch clever platzierte Buttons und Anmeldeformulare nicht selten zu Mitgliedern der Krankenkasse, welche durch den contentreichen Internetauftritt des Gesundheitsanbieters bereits ein umfassendes Vertrauen in eben diesen gefasst haben. So wurde die kleine im Baden-Württembergischen Villingen-Schwenningen angesiedelte Krankenkasse zu einer der Top 20 Gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands.

Fazit: Budgetstark ist nicht gleich contentstark

Obige Beispiele beweisen: Kreativer Content ist in Zeiten von Adblockern und Überangebot das ultimative Mittel zur Leadgenerierung, welche sich schlussendlich in einer Steigerung des Umsatzes ausdrückt. Selbstredend sind die anfänglichen Hürden budget- und reichweitstarker Unternehmen niedriger als die manch anderer kleiner Unternehmen. Doch Beispiele wie die Schwenninger Krankenkasse oder River Pools & Spas zeigen, dass es bei erfolgreichem Content Marketing weniger auf das Budget, als auf folgende Faktoren ankommt:

  • Eine ausgearbeitete Content Marketing Strategie inklusive definierter Zielgruppe und Marketingziele sowie
  • qualitativ hochwertiger Content,
  • der in erster Linie einen Mehrwert für den Verbraucher darstellt.

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Kennt ihr auch Beispiele für besonders gelungenes Content Marketing? Wir lassen uns immer gerne inspirieren! Wer noch mehr Knaller-Beispiele erfolgreichen Contents will, darf mit Spannung den Folgebeitrag #2 erwarten. Euer Feedack würden wir auf jeden Fall einarbeiten!

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