Dass sich potenzielle Käufer mit emotionalen Themen am besten an das eigene Unternehmen binden lassen, ist eine Binsenweisheit. Jeder von uns zeigt, bewusst oder unbewusst, Emotionen. Sei es im Gespräch mit einem Vorgesetzten, beim Bowling spielen mit Freunden oder… beim Schreiben eines Blogbeitrags wie diesem.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung jedoch hat sich auch die Werbung, wie wir sie lange Zeit aus Printmedien, Radio- und Fernsehspots gewöhnt waren, verändert. Der Empfänger konsumiert Werbung nicht mehr nur, er interagiert mit ihr und fordert Mehrwerte ein. Ein beliebter Kanal hierfür sind die bekannten Social Medien Facebook und Twitter, von denen erstere mit einem zunächst kaum beachteten Experiment für Schlagzeilen sorgte.

Alles für die Emotionen – Facebook manipuliert(e) Newsfeeds

Demnach manipulierte Facebook Anfang 2013 die Newsfeeds seiner User, sodass diese mehr positive/mehr negative Nachrichten angezeigt bekamen als üblich. Das Ergebnis: Erhielt ein Nutzer vorwiegend positive Nachrichten, neigte er eher dazu, selbst etwas Positives zu posten. Erhielt er jedoch vorwiegend negative Nachrichten, veröffentlichte er selbst eher negative Inhalte. Ein eindeutiger Beweis dafür, dass uns Emotionen anstecken können und unser Verhalten stark beeinflussen.

Zukunftsforscher wie Matthias Horx bekräftigen die Ergebnisse der Studie. Emotionen wie Angst würden sich im Kontext der Social Medien wie ein Lauffeuer ausbreiten, obwohl viele Meldungen nicht einmal einer ernsthaften Faktenprüfung standhalten. Im Zeitalter der Selbstdarstellung und trump-gemachten Fakenews ist das aber unbedingt notwenig, um sich nicht zum Spielball der Massen und damit der Emotionen machen zu lassen.

Erkenntnisse für Dein Content Marketing – Candystorm gut, Shitstorm schlecht?

Doch was bedeuten diese Erkenntnisse für Dein Content Marketing? Und wie solltest Du vorgehen, um Emotionen im Marketing zu transportieren? All das erkläre ich Dir im heutigen Beitrag anhand einer Studie des Capgemini Digital Transformation Institute, welches u.a. herausfand, …

  1. dass aufgebaute Emotionen nachweislich zu einer starken Kundenbindung beitragen.
  2. dass Emotionen im Marketing eine nachhaltige Investition sind.
  3. dass Emotionen noch wichtiger für Kunden sind als Preis und Umweltfreundlichkeit.

Drei gute Gründe, die für eine emotionale Content Marketing Kampagne in Deinem Unternehmen sprechen! Anbei ein paar Inspirationsquellen zur konkreten Umsetzung.

5 % mehr Einnahmen durch humorvollen Content

„Gelingt es einem Unternehmen, Kunden mit Emotionen an sich zu binden, führt dies zu einem Umsatzplus von jährlich 5 %.“ – Capgemini Digital Transformation Institute

So weit so gut, doch welche Emotionen sind eigentlich am wirksamsten? Content-Marketing-Guru Neil Patel hat eine eindeutige Antwort paratpositive Emotionen und insbesondere Humor, der auf geschäftlicher Ebene natürlich nie ganz risikofrei eingesetzt werden kann. Umso wichtiger ist es, emotionale Ansprachen auf Basis von Daten zu planen. Ohne eindeutige Persona kein emotionales Konzept!

Um das Risiko missglückter Witze zumindest zu minimieren, bietet Dir contentbird eine praktische Personas-Funktion, mit der Du Autoren quasi steuern kannst. In Kombination mit dem News- und Video-Stream im Text-Editor weiß der Texter jederzeit, wie er seine Inhalte zu gestalten hat und was er besser vermeiden sollte. Damit stehen die Chancen gut, dass Dein Content überzeugt und gut performt.

Emotionen im Marketing – ein Garant für Loyalität

Egal, wie viele Paid-Ads Du schaltest: Wirklich treue Kunden wirst Du mit dieser Methode nicht für Dich gewinnen. Markenexperte Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch spricht in diesem Kontext von einem in uns allen gärenden Vorurteil, dass Marken eine positive Vorstellung bestimmter Produkte oder Dienstleistungen transportieren. Eine Denkweise, die dem potenziellen Käufer zur Orientierung dient und die einmal mehr belegt: Werden keine Emotionen im Käufer angesprochen, wirkt sich dies negativ auf die Kundentreue aus und damit langfristig natürlich auch auf die entgangenen Mehreinnahmen.

Bedeutet: Unabhängig davon, ob Du deine Produkte via Artikel oder Mail bewirbst, musst Du im Kopf des Kunden den Filmprojektor anwerfen, oder vereinfacht gesagt: Bilder erzeugen. Coca-Cola, der Branchenprimus unter den Content-Marketers, setzt daher bereits seit mehreren Jahren auf emotionale Werbung, was sich nicht nur im Slogan „Taste the feeling“ widerspiegelt, sondern auch in den dazugehörigen Werbespots mit einem dauergrinsenden Manuel Neuer.

Kaufen Dir Kunden Dein ehrliches Image ab, kaufen sie auch bei Dir ein

Was in der modernen Kundenkommunikation eigentlich selbstverständlich sein müsste, entpuppt sich nicht selten als leere Versprechung: Ehrlichkeit. Wenn jemand in meiner Grundschulklasse gelogen hatte, erzählte uns meine Grundschullehrerin die Geschichte von der alten Dame und der Quizshow: Eine alte Dame gewinnt eine Quizshow und hat, laut den offiziellen Regeln des Fernsehsenders, einen Wunsch frei. Anders als zunächst angenommen, entscheidet sich die Dame jedoch nicht für Geld oder eine Weltreise. …

Stattdessen fordert sie ein, dass der Sender einen Monat lang nur die Wahrheit sagen darf. Das Ende der Geschichte dürfte niemanden verwundern: Der Sender ging pleite, weil er nicht mehr lügen durfte. Weder in Shows noch in der Werbung. Ein Beispiel, das sich 1:1 auf unsere Coca-Cola-Werbung mit Manuel Neuer übertragen lässt. Denn seien wir ehrlich: Würde Manuel Neuer wirklich exzessiv Cola konsumieren, würde er wohl deutlich mehr wiegen als auf den hellen und freundlichen Bewegtbildern. Und er wäre wohl auch nicht Nationaltorwart sondern bestenfalls American-Football-Spieler.

Transparenz siegt – das McDonald’s Beispiel

Dass es in der Welt des Fast Food auch anders geht, zeigt das Beispiel der McDonalds „Unser Essen/Eure Fragen“- Kampagne, die gezielt dazu genutzt wird, den Kunden Rede und Antwort zu stehen. Das Prinzip ist dabei so einfach wie genial: Ein Kunde stellt eine Frage und bekommt sie von einem McDonalds Mitarbeiter beantwortet. Das wars. Kein Werben, kein Rausreden. Eine Strategie, die einschlägt und als Musterbeispiel für gelungenes Content Marketing herangezogen werden kann. Auch und gerade für eigene Kampagnen!

Bildnachweis: Screenshot der Mc-Donalds „Unser Essen – Deine Fragen“-Website

Die letzten Zahlen – Fazit und Ausblick

Eine Komposition aus Humor und Ehrlichkeit gepaart mit einer Quintessenz eindrucksvoller Bilder – nur drei von wahrscheinlich hunderten Bestandteilen im Marketingmix der Emotionen. Jedoch hat jeder der hier vorgestellten emotionalen Anker das Potenzial, Deine Zielgruppe zum Klicken, Liken und Teilen zu animieren.

Um noch einmal zu verdeutlichen, warum Du unbedingt auf Emotionen setzen solltest, zum Abschluss noch ein paar eindeutige Zahlen:

  • 82 % der Kunden mit einer emotionalen Bindung kaufen die Marke, der sie treu sind
  • 81 % empfehlen die entsprechende Marke Familie und Freunden
  • 81 % erklären sich dazu bereit, mehr Geld für Marken auszugeben

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