Facebook. Dramatisch ausgedrückt beginnt der blaue Riese am Himmelszelt der Social Media Kanäle sich zu einem weißen Zwerg zu entwickeln – im übertragenen Sinne natürlich. Facebook wird vermutlich seine blaue Farbe behalten und auch nicht ganz so schnell an Bedeutung verlieren, wie viele Experten derzeit meinen. Dennoch ist die Frage nicht ganz unbegründet, ob man noch bei Facebook Reichweite erhöhen sollte.

1. Fact Check: Facebook Reichweite erhöhen

Der heutige Artikel dreht sich rund ums Thema Facebook Reichweite erhöhen, die Konsequenzen die sich aus Facebooks Datenskandal ergeben haben und was seine zukünftigen Pläne sind. Das erwartet dich also:

  • Facebook in Zahlen und Fakten
  • Was bedeutet das für meine Online Marketing Strategie?
  • Symbiose ist das Stichwort
  • Vor- und Nachteile der Nutzung von Facebook
  • Häufige Fragen

2. Facebook in Zahlen und Fakten

Nahezu 1,5 Milliarden täglich aktive Nutzer besiedeln den blauen Planeten unter den Social Media Kanälen. Wenn man alle Nutzer, ob aktiv oder nicht, mit einbezieht und auch diejenigen der Facebook zugehörigen Plattformen wie Instagram und Whatsapp, beläuft sich diese wahnsinnig große Zahl sogar auf 2,5 Milliarden Nutzer. Eine unfassbar große Zahl, mit der auch unfassbar große Macht und Verantwortung einhergeht. Dennoch befindet sich der Social Media Gigant auf absteigendem Ast – das sieht suxeedo.de übrigens ähnlich. Dass Zuckerberg, der Gründer von Facebook, sich einmal vor dem US-Kongress wegen eines weltweiten Datenskandals in Zusammenarbeit mit Cambridge Analytica behaupten müsse, hätte er zu Beginn seiner Karriere vermutlich nicht erwartet. Im Frühjahr 2018 hat es das milliardenschwere Unternehmen geschafft, das mühselig aufgebaute Vertrauen zu seinen Nutzern binnen Tagen zu zerstören. Doch was bedeutet das für Geschäftspersonen und Firmen, die Facebook professionell nutzen? Ist Facebook nun ein verlorener Stern am Abendhimmel oder könnte es doch noch eine Supernova geben?

2.a. Was bedeutet das für meine Online Marketing Strategie?

Dass Facebook längst nicht mehr alleiniger Herrscher im Bereich Social Media ist, ist längst bekannt. Somit rückt der Fokus zunehmend weg von offensichtlich sozialen Netzwerken, zu sogenannten Karrierenetzwerken. Die üblichen Verdächtigen sind in diesem Segment LinkedIn (agiert international) und Xing (fokussiert auf den deutschsprachigen Raum). Doch auch andere Plattformen erlangen zunehmend an Aufmerksamkeit, wie beispielsweise Instagram, YouTube, Twitter und Pinterest. Jede dieser Plattformen bietet unterschiedliche Angebotscharaktere. Das bedeutet, dass LinkedIn aufgrund seiner technischen sowie design-basierten Gegebenheiten andere Wünsche und Forderungen des Nutzers erfüllt als z. B. Instagram.

Konkret bedeutet das für Dich, dass Du Deine Online Marketing Strategie an diese verschiedenen Gegebenheiten anpassen musst. Denselben Inhalt in gleicher Art und Weise auf allen Plattformen zu präsentieren, bringt keinen Erfolg. Facebook aufgrund seiner neuesten Entwicklungen nun zu verteufeln wäre jedoch ebenso unangebracht wie die anderen Plattformen als irrelevant zu betrachten. Nach wie vor gilt Facebook als reichweitenstärkstes Instrument und sollte, obgleich seiner schlechten Kritiken in letzter Zeit, nicht vernachlässigt werden. Doch dabei gibt es einiges zu beachten:

3. Symbiose ist das Stichwort

Wie die Grafik des Deutschen Instituts für Marketing zeigt, ist Facebook nach wie vor das reichweitenstärkste Instrument des Social Media Marketings. Was jedoch auch erkennbar ist, ist die zunehmende Relevanz von LinkedIn. Das zeigt, dass sich die Machtverhältnisse, wenn man es so nennen will, verschieben. Das einstige Monopol Facebook wird abgelöst von verschiedenen anderen sozialen Plattformen. Das bedeutet für Dich, dass auch Deine Social Media Strategie nicht gänzlich auf Facebook fokussieren sollte, aber auf verschiedene (und vor allem auch neue) soziale Plattformen. Beim Kartenspiel setzt man schließlich auch nicht alles auf eine Karte.

Social Media Marketing Studie 2018

Bildquelle: Deutsches Institut für Marketing. Social Media Marketing 2018.

Bekannt ist jedoch auch: Die Konkurrenz schläft nie. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Facebook gerade viel dafür tut, aktuell und modern zu bleiben. Das zeigt sich in seinen neuesten technischen Entwicklungen. Facebook hat beispielsweise Oculus, einen Virtual-Reality Brillenentwickler, kürzlich aufgekauft und steuert so nun aktiv die neuesten Tendenzen im VR-Bereich. Des Weiteren hat Facebook anklingen lassen, eine eigene Kryptowährung auf den Markt zu bringen. Diese Veränderungen legen nahe, dass Facebook sich eventuell weg von dem ausschließlich sozialen Medium, hin zu einem umfassenden Technologiekonzern entwickeln möchte. Bei all den Daten und Informationen, die das Unternehmen über seine User sammelt, ist dies nicht verwunderlich.

4. Vor- und Nachteile der Nutzung von Facebook

Sollte man nun dennoch die Facebook Reichweite erhöhen? Diese Frage ist nicht ganz eindeutig und abschließend zu beantworten. Ich denke, dass jedes Unternehmen oder jede Geschäftsperson das von seinen eigenen Umständen und Gegebenheiten abhängig machen muss. Hier noch einmal die Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile Nachteile
Nach wie vor reichweitenstärkstes Instrument Unter Usern ein sterbender Riese
Facebook baut den Marketing Bereich für B2C Kanäle ähnlich wie Google aus (Webinare, eigene Tools etc.) Es gibt mittlerweile Plattformen, die zunehmend relevanter werden und Facebook evtl. überholen könnten
Facebook ist im weiteren Sinne auch für Google Rankings wichtig Einmaliger Content und gute Backlinks sind nach wie vor das Nonplusultra für Google Rankings

Wie Du siehst, halten sich die Vor- und Nachteile die Facebook Reichweite zu erhöhen die Waage. Dennoch sollte man dem Vorreiter der Social Plattformen nicht gänzlich den Rücken kehren, da es spannend bleibt, was sich Marc Zuckerberg und Co. für die Zukunft ausdenken.

Übrigens, ob Social Media Marketing überhaupt eine Content Marketing Strategie ist und welche weiteren Kanäle wann besser geeignet sind erfährst du in unserer Digital Content Marketing Academy.

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5. Häufige Fragen

Natürlich ist das Thema, Facebook Reichweite erhöhen, komplex und bleibt zukünftig diskutabel. Hier noch ein paar zusätzliche Fragen, die Dir womöglich auf der Zunge brennen.

  • Wird LinkedIn Facebook irgendwann ablösen?
    Aufgrund der derzeitigen Entwicklungen mag dies momentan nahe liegen, wird jedoch meiner Meinung nach nicht der Fall sein. Das liegt daran, dass Facebook und LinkedIn grundlegend unterschiedliche Funktionen für ihre Nutzer bieten. Wie auch im echten Leben, mögen die Leute es, Berufliches und Privates zu trennen. Deshalb wird LinkedIn Facebook nicht gänzlich ersetzen können.
  • Was kann ich tun, um meine Fans auf Facebook zu halten?
    Wie bereits erwähnt, ist Facebook längst nicht mehr so attraktiv für seine User wie vor fünf Jahren. Deshalb ist es wichtig, die bestehende Reichweite zumindest zu behalten, wenn nicht gar zu erhöhen. Gehen Deine Follower zurück, solltest Du zunächst deine Views und Shares überprüfen. Haben diese sich nicht signifikant verändert, liegt es wohl eher am Produkt oder der Marke selbst als an Facebook. Sind jedoch die Zahlen massiv gesunken, so liegt es an der zunehmenden Einschränkung der organischen Reichweite seitens Facebook. In diesem Fall solltest Du in Erwägung zählen, in bezahlte Werbung zu investieren oder deine Content Strategie probeweise zu wechseln.
  • Ich habe noch keinen professionellen Facebook Account. Lohnt es sich, jetzt noch einen anzulegen?
    Meiner Meinung nach ja. Denn nach wie vor sind Social Signals im indirekten Sinne wichtig für Google Rankings. Außerdem ist es einfacher, Posts und Inhalte crossmedial zu verbreiten, seitdem Facebook Instagram gekauft hat. Das bedeutet, dass Du nicht einmal einen großen Mehraufwand hast, deine sowieso publizierten Inhalte von Instagram auf Facebook zu übertragen..

War der Artikel hilfreich? Hast Du Fragen? Über Kommentare und Deine eigene Meinung zum Thema Facebooks Zukunft freuen wir uns natürlich!

 

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