Es war um 1450 und es war in Mainz, als Gutenberg mit seinen beweglichen Lettern die Buchproduktion revolutionierte und somit das Zeitalter der modernen Informationsgesellschaft einleitete. Seitdem hat sich in der Medienlandschaft und speziell im Marketing einiges zugetragen. Relevante Neuheiten zeichnen sich im digitalen Marketing gerade dieses Jahr ab, denn es bahnt sich quasi eine weitere kleine Revolution an. Lasst uns die fundamentalen Phasen dieser Entwicklung gemeinsam durchlaufen.

Wichtige Fakten, die sich jeder Marketer aneignen sollte

In diesem Artikel erfährst du:

  • Welche Etappen waren in der Entwicklung des Marketings von besonderer Bedeutung?
  • Wie wurde dem Grundgedanken des Marketings in den verschiedenen Epochen Rechnung getragen?
  • Was bringt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung in Bezug auf das heutige Marketing mit sich?
  • Inwieweit kann Contentbird zur Erreichung der im Content Marketing gesetzten Ziele beitragen?

Die Geschichte des Marketings – die Highlights

In der Entwicklungsgeschichte des Marketings gibt es mehrere unterschiedliche Phasen. Seine Geburtsstunde geht auf den Beginn des Buchdruckes zurück, wobei das eigentliche Marketing erst gegen 1980 begann, sich im Sinne einer Kundenorientierung von der Werbung zu differenzieren. Bereits anno 1600 wurden die ersten Visitenkarten vergeben und 1730 erschienen erstmals Magazine, in denen später (1836) die Ära der Zeitungsanzeigen beginnen sollte. Der Einsatz des Telegrafen (1864) und der Reklametafeln (1867) war ein nächster, signifikanter Meilenstein in der Entwicklung des Marketings. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Markt noch produktionsorientiert, d.h. es gab mehr Nachfrage als Angebot, weshalb Produzenten und Händler die hergestellten Waren relativ einfach absetzen konnten. Zu dieser Zeit erfolgten weitere bahnbrechende Innovationen, als 1922 die ersten Radiowerbungen erschallten und 1941 die erste Fernsehwerbung ausgestrahlt wurde.

Knappe 13 Jahre später hatte das Fernsehen die Radiowerbung bereits übertrumpft. In den 1950er Jahren, also mitten im Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit, als die Wirtschaft boomte, mussten Hersteller und Händler zum ersten Mal Marketing gezielt einsetzen, um ihre Produkte absetzen zu können. Marketinginstrumente wie Preis, Werbung, Distributionspolitik etc… wurden zur Optimierung des Verkaufs erstmals als Stellschrauben genutzt. In diesen Jahren wurde auch das Telemarketing systematisch eingesetzt.

Obwohl 1970 bereits das E-Commerce erfunden wurde, wurde erst 1980 breitgefächerte, Computer-orientierte Werbung in Gang gesetzt. In den 80er Jahren kam auch das eigentliche Marketing im Sinne einer Kundenorientierung auf. Kurz darauf stellte IBM den Personal Computer vor und gab somit  in Kombination mit dem Internet den Startschuss für das virale Marketing. 2003/2004 hielten die Social Media ihren Einzug, woraufhin 2005 Google bereits personalisierte Suchergebnisse ermöglichte.

Schon bald konnte Amazon einen Umsatz in Milliardenhöhe verbuchen. 2010 waren 90% der E-Mails Spam und 90% aller Haushalte verfügten über ein Mobiltelefon. Junge Menschen verbringen heute durchschnittlich mehr Zeit im Internet als vor dem Fernseher, weshalb seit dem Jahr 2013 Unternehmen zunehmend im Internet für ihre Artikel werben. Doch gehen wir zu den neuesten Marketingtrends und den jüngsten Entwicklungen auf dem Markt und im Content Marketing über. Wie sieht die Jetztzeit aus?

Von den vier Ps zu den drei Cs

In den letzten Jahren hat in der Marketingwelt ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Konkret bedeutet das für Strategen: weg von der industriellen Logik, die den Konsumenten als reinen Verbraucher ansieht, hin zur gemeinschaftlichen Zusammenarbeit mit den Konsumenten.

Die sogenannten 4 Ps erfüllen die Kernaufgabe des Marketings, sprich die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes. Sie sind Marketinginstrumente, durch deren Kombination ein Unternehmen ein Produkt oder eine Dienstleistung möglichst erfolgreich auf dem Markt zu platzieren versucht.

  1. ProductDie Produktpolitik befasst sich mit der gesamten Produkt- bzw. Dienstleistungsgestaltung: von der Qualität über das Aussehen, bis hin zur Präsentation und dem Packaging
  2. PriceDie Preispolitik hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa von Angebot und Nachfrage, Konkurrenten, Herstellungskosten etc…
  3. PromotionDie Kommunikationspolitik fördert das Produktimage. Das kann durch Werbung geschehen, Vertrieb durch Verkäufer in den Verkaufsstellen oder das öffentliche Auftreten des Unternehmens, um die Wirkung des Produktes auf den Kunden zu verbessern
  4. PlaceDie Distributions- oder Vertriebspolitik überdenkt die bestmögliche Platzierung des Produktes beim Kunden. Das kann durch das Anbieten in den Verkaufsstellen geschehen oder durch Direktbestellung und Versand an den Kunden.

Die klassischen 4 Ps haben sich in den letzten Jahren allerdings zu den neuen 3 Cs des modernen Marketings weiterentwickel, bei dem die Unternehmensführung kundenorientiert handelt. Der Kunde wird erforscht und in den Mittelpunkt gestellt, deshalb spricht man auch vom Customer Relationship Marketing.

  1. Cocreate ValueDas bedeutet den Konsumenten aktiv in den Produktentwicklungsprozess einzubinden
  2. Communicate ValueDer Mehrwert des Produktes oder der Dienstleistung muss emotional kommuniziert werden
  3. Capture ValueDabei müssen Markenimage und Preis zusammenpassen, wobei der Preis eine konkrete Aussage über den Wert eines Produktes trifft

Content Marketing – der Schlüssel zum Erfolg

Während die Werbewelt früher von Tageszeitungen, Magazinen, Reklame, Radio- und Fernsehwerbung, Direktmarketing oder Messen geprägt wurde, stehen im modernen Marketing andere Faktoren, wie Eventmarketing, Erlebnismarketing oder Online Marketing im Vordergrund.

Zu Beginn des Online Marketings wurden klassische Maβnahmen wie Anzeigenschaltung o.ä. einfach dupliziert und beim neuen digitalen Medium angewendet. Zwischenzeitlich wurden für das digitale Marketing spezifische, eigens für das Internet zugeschnittene Methoden entwickelt. Zur Ansprache oder zur Erschlieβung gewünschter Zielgruppen etwa, hat das Content Marketing im Internet zwischenzeitlich eine zentrale Bedeutung eingenommen. Durch die Bereitstellung relevanter, informierender, beratender und unterhaltender Inhalte hilft diese Technik das Leistungsangebot der Unternehmen vorzustellen und Kunden anzuwerben.

Nützlicher Content hat heute einen maximalen Einfluss, denn noch nie war es so einfach, so viele Menschen in so kurzer Zeit zu erreichen. Durch den Siegeszug des mobilen Internets ermöglicht es eine grenzenlose Kommunikation und eine ständige Evaluierung. Strategien wie die SEO und Big Data Analysen optimieren das Content Marketing und erlauben eine individuelle Anpassung seiner Maβnahmen an das Produkt und an das Unternehmen. Der Sinn relevanten Contents ist immer die Erzeugung einer höheren Reichweite, bzw. die Generierung neuer Webseitenbesucher, die Stärkung der Markenbekanntheit, der Aufbau einer Community, Lead-Generierung… kurz: die Kundengewinnung und Kundenbindung, also das User Engagement.

Doch anders als althergebrachte Werbetechniken, wie Werbespots und Anzeigen geht es im Content Marketing weniger um die Beschreibung und die positive Darstellung des Produktes, sondern mehr um weiterbringende Information oder Unterhaltung rund um das Produkt. Der Kunde soll durch Texte, Bilder, Videos, Podcasts oder (Info-)Grafiken eine kognitive, aktive und emotionale Bindung zu einem Unternehmen, einer Marke oder einem Produkt aufbauen. Auf jeder Onlineebene und in allen Onlineframes (Websites, mobile Apps, Suchmaschinen, Social Media, E-books usw.) präsentieren Inhalte das Know-How und den Wert rund um das Produkt indirekt, indem sie es durch kompetente Experten beweisen und nicht nur behaupten. Ist dein Marketing ebenfalls in der Neuzeit angekommen?

2018: Neue Herausforderungen im digitalen Marketing

Das Jahr 2018 bringt für das digitale Marketing jede Menge Innovationen, weshalb Marketer nicht nur stets auf dem neuesten Stand bleiben müssen, sie sollten Ihre Marketing Strategie auch an die wachsende Komplexität gewinnbringend anpassen. Dieses Jahr muss jedes Unternehmen regelmäβig den Ist-Zustand der eigenen Fähigkeiten im Bereich des Content Marketings checken, um wettbewerbsfähig zu bleiben und sich immer am Puls der Zeit zu bewegen.

Erfolgreich wird 2018 nur der bleiben, der folgende Herausforderungen ins Visier fassen und überwinden wird:

  • Am 25. Mai 2018 tritt die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO)in Kraft

Die Einhaltung der neuen Regelungen betrifft jeden, der personenbezogene Daten verarbeitet. Bei Nichteinhaltung drohen hohe Bußgelder, weshalb jedes Unternehmen jetzt einen Compliance-Verantwortlichen braucht.

  • Alle Akteure müssen lernen mit der zunehmenden Komplexität im Marketing umzugehen; der Mangel an Digital-Kompetenz und digitalem Know-how darf keine Digital Talent Gap werden

Das heiβt im Klartext, dass du mehr denn je auf dem aktuellsten Stand bleiben und den Überblick über die neuesten Digital Marketing Themen, Trends und Technologien, die noch kommen werden, behalten musst.

  • Der Kunde bleibt entlang der gesamten Customer Journey immer zentral

Erstelle Inhalte mit wahrem Mehrwert für den User: Der Content sollte für den Einzelnen relevant, kurzlebig, personalisiert, viral und smart sein. Erzähle Geschichten! Dazu eignen sich auch Videos in Form von Live-Videos, Live-Streaming und Video-Tutorials. Deine Content-Marketing-Strategie sollte auβerdem auch eine Customer-Engagement-Strategie beinhalten.

  • Google hat einen eigenen AdBlocker für Chrome implementiert

Bestimmte Werbeformate, die Nutzer als besonders lästig empfinden, wurden von Google in seinem Chrome-Browser blockiert. Marketer sollten im Auge behalten, dass sogar der gröβte aller Werbeträger das Surfen für Nutzer so angenehm wie möglich gestalten möchte.

  • Google hat seinen Mobile Frst Index im März dieses Jahres gestartet

Zur Ermittlung des Rankings einer Seiten hat Google auf einen Mobile First-Index, also einen durch mobile Websites geprägten Index umgestellt. Dementsprechend wird Content jetzt bewertet. Die mobile Optimierung hat also absolute Priorität.

  • Die Schnelligkeit, mit der sich der Google-Algorithmus verändert

Ein weiterer wichtiger Punkt sind Googles Updates, die zunehmend undurchschaubarer und schnelllebiger werden. Der Google-Algorithmus wird immer mehr auf maschinelles Lernen zielen. Mit Zukunftsthemen wie Artificial Intelligence sollte sich deshalb jeder Marketer kontinuierlich auseinandersetzen bevor es der Wettbewerb tut.

Fazit

Das Marketing hat sich wahrscheinlich noch nie so stark verändert wie durch die Erfindung des Internets. Dabei bedeutet Digitales Marketing für das Jahr 2018 vor allem eines: behalte alle Änderungen stets im Auge und optimiere dementsprechend deine Inhalte. Baue Digital-Kompetenzen auf und schließe deine digitale Wissenslücke. Bedenke dabei, dass Contentgenerierung eine Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung der digitalen Welt ist. Überlege dir die Anschaffung einer Marketing All-in-one Lösung, um alle Marketingaktivitäten auf einen Blick zu haben und um effektiver arbeiten zu können.

Nachdem du nun gelernt hast, wie Content Marketing entstanden ist und welche Vorteile es hat, inhaltsbasiert zu werben, wird es Zeit dein Wissen auf die nächste Stufe zu bringen. Mit unserem kostenlosen Content Marketing Whitepaper meisterst du diesen Schritt gekonnt und lernst praxisorientiert, worauf es im Content Marketing wirklich ankommt.

 

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