Begriffe wie „Bachelorarbeit Ghostwriter erwischt“, „Ghostwriter erwischt“ oder „Bachelorarbeit Ghostwriter“ kommen im Google Keyword Planer auf ein erstaunlich hohes Suchvolumen. Kein Wunder, dass der Ghostwriting-Markt zu boomen scheint: Die Suchergebnisse spucken nicht nur zahlreiche Erfahrungsberichte mit den Auftragsschreibern aus, sondern auch jede Menge professionelle Agenturen, die sich auf das Verfassen von Hausarbeiten und Co. spezialisiert haben. 

Doch keine Angst: Heute möchten wir euch nicht dazu verleiten, euch im Studium mit illegalen Mitteln durchzuschlagen, sondern euch von Erfahrungen mit Ghostwriting im Bereich Content Marketing erzählen. In welchen Fällen lohnt sich ein geheimer Schreiberling, wo finde ich den passenden Autor und welche Voraussetzungen braucht es, um einen qualitativ hochwertigen Text zu erhalten? Das alles verraten wir euch im neuen Blogpost.

1. Fact Check: Das musst du über Ghostwriting wissen

  • Ghostwriter sind Autoren, die im Namen anderer Personen Artikel verfassen und selbst nicht als Urheber genannt werden.
  • Sie wechseln je nach Medium den Schreibstil und sind besonders vielfältig einsetzbar.
  • Die Arbeit mit Ghostwritern ist eine gute Lösung, um regelmäßig hochwertigen Content zu produzieren.
  • Nur eine langfristige Zusammenarbeit zahlt sich aus, weil für optimale Ergebnisse eine genaue Einarbeitung nötig ist
  • Auf Online-Plattformen findet man Ghostwriter zu unterschiedlichen Themengebieten.

2. Wann lohnt sich ein Ghostwriter? 

Content Marketing ist einer der besten Wege, um ein Unternehmen oder eine Marke online langfristig bekannt zu machen. Neben einer professionellen Webseite, optimierten Landing Pages und regelmäßig bespielten Social Media Kanälen zählen auch Blogs zu vielversprechenenden Content Marketing Maßnahmen. Mit hochwertigen Inhalten holen sie neue, sowie wiederkehrende Leser und damit potenzielle Kunden auf die Seite. 

Dieses Ziel zu erreichen, bedeutet eine Menge Arbeit. Schließlich kehren Besucher nur dann auf den Blog zurück, wenn dort auch regelmäßig neue Inhalte publiziert werden. Während auf manchen Blogs viele verschiedene Redakteure veröffentlichen, gibt es auf anderen nur einen einzigen Autor. Vor allem in der Travel- und Modebranche aber auch bei Beratern sind Webseiten oft an eine einzelne Person gebunden. Diese meist über Jahre erarbeitete Reputation kann nach außen nur selten sinnvoll in einen Redaktionsbetrieb überführt werden – trotz steigendem Aufwand. Ein gutes Beispiel hierfür ist Neil Patel mit Quicksprout. Auftragsschreiber sind in diesem Fall die ideale Lösung, weil sie im Namen anderer Personen Artikel verfassen und selbst nicht als Urheber genannt werden – so die kurze Ghostwriter Definition. Pro und Contra dieser Möglichkeit zeigen wir euch im Überblick:

.tg {border-collapse:collapse;border-spacing:0;border-color:#999;}
.tg td{font-family:Arial, sans-serif;font-size:14px;padding:10px 5px;border-style:solid;border-width:1px;overflow:hidden;word-break:normal;border-color:#999;color:#444;background-color:#F7FDFA;}
.tg th{font-family:Arial, sans-serif;font-size:14px;font-weight:normal;padding:10px 5px;border-style:solid;border-width:1px;overflow:hidden;word-break:normal;border-color:#999;color:#fff;background-color:#26ADE4;}
.tg .tg-yw4l{vertical-align:top}

Pro: Contra:
Einen hochwertigen Text zu schreiben, kostet Zeit. Lässt du dich von einem Ghostwriter mit Artikeln unterstützen, kannst du dich besser auf andere wichtige Aufgaben fokussieren. Es kann eine Weile dauern, bis du den passenden Auftragsschreiber für dein Unternehmen gefunden hast.
Du bekommst regelmäßigen Content für deinen Blog und die Social Media Kanäle. Ghostwriting lohnt sich in der Regel nur bei langfristigen Projekten, weil ein einmaliger Text nicht den Aufwand für ein ausführliches Briefing rechtfertigt.
Auftragsschreiber sind ein hilfreiches Backup, wenn ein Teammitglied krank wird oder temporär an anderen Projekten arbeitet. Je nach Vertrag kann der Ghostwriter kurzfristig abspringen und du musst schnell für Ersatz sorgen.
Sie arbeiten in der Regel als Freelancer auf Auftragsbasis, wodurch deine Kosten geringer sind. Die Kommunikation ist langwieriger als mit Inhouse-Mitarbeitern.
Du kannst (erste) Erfahrungen im Management von Mitarbeitern sammeln. Es bedarf einer langfristigen Content-Planung, um den Ghostwriter effektiv einarbeiten zu können.

3. Den passenden Ghostwriter finden

Hast du einen langfristigen Content Plan erstellt und dich dafür entschieden, erste Ghostwriter Erfahrungen zu sammeln, solltest du einige Dinge beachten. Zwar finden sich auf Google jede Menge Angebote von Agenturen oder potenziellen Autoren, es bedarf jedoch einer gründlichen Recherche, um den passenden Ghostwriter zu finden. Wo fängt man also an?  

Voraussetzungen

Zunächst sind vor allem die Erfahrungen des Ghostwriters wichtig. In welchen Bereichen kennt er sich aus? Bringt er Vorkenntnisse zu deiner Nische mit? Wenn nicht, ist das zwar kein Ausschlusskriterium, die Einarbeitung wird jedoch deutlich länger dauern als mit einem Experten auf dem Gebiet. Doch nicht nur der inhaltliche Background des Ghostwriters ist wichtig, auch die Art seiner Publikationen ist interessant. Für welche Leserschaft hat er bisher geschrieben, in welchen Medien hat er veröffentlicht? Kennt er sich bereits mit Blogging aus oder hat er mehr Erfahrung mit klassischen Onlinemagazinen?

Anhand von Arbeitsproben findest du das heraus und erfährst außerdem viel über den Schreibstil des Autors. Ist dieser eher informell oder unterhaltsam – oder bestenfalls beides gleichzeitig? Viele Ghostwriter können ihre Art zu Schreiben je nach Medium wechseln und sind besonders vielfältig einsetzbar.

Auch Vorkenntnisse mit Content-Management-Systemen oder im Bereich Suchmaschinenoptimierung sind von Vorteil und erleichtern dir die Vorarbeit.

Kosten Ghostwriter

Das Honorar eines Ghostwriters hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei deiner Suche solltest du Kriterien des Auftragnehmers und -Gebers mit einbeziehen. Auf der Seite des Autors bedeutet das, welche Erfahrung und Expertise er mitbringt. Als Auftraggeber muss man wissen, welchen Anspruch die Texte haben sollen. Wie lang sollen sie werden, wieviel Recherche ist notwendig, welche Leistungen sollen neben der Textproduktion erbracht werden? All diese Punkte fließen in die Ghostwriter Preise ein.

Ghostwriter werden pro Wort bzw. pro Artikel oder mit einem Stunden- bzw. Tagessatz bezahlt. Die Leistungserbringung für den entsprechenden Preis sollte im Voraus genau festgelegt werden. Während manche Autoren nur Recherche und Textproduktion abrechnen, beziehen andere auch Leistungen wie E-Mailkorrespondenzen, Korrekturen oder andere Aufgaben mit ein. Generell sollten sich die Preise so verhalten, dass sich der Artikel durch den gewonnenen Traffic über die Zeit profitabel gestalten lässt. Diese Zahl muss jeder für sich individuell finden. Dumpingpreise im einstelligen Centbereich versprechen jedoch in der Regel wenig Qualität. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass Ghostwriter sich den Verlust des Textes für das Portfolio zusätzlich vergüten lassen.

Plattformen

Auf diesen Portalen kannst du professionelle Ghostwriter finden: 

  • Upwork: Mit über 9 Millionen Nutzern die größte Jobplattform für Freelancer. Neben einem ausführlichen Profil findet ihr dort geleistete Arbeitsstunden und Kundenbewertungen. 
  • Twago: Eine deutsche Freelancer-Plattform mit rund 60.000 Textern an Bord. Projekte können über ein Treuhandkonto abgerechnet werden.
  • Freelance.de: Ein Freelance-Portal aus München mit über 100.000 Freiberuflern. Bei dieser Plattform gibt es keine Vermittlungsprovision.
  • dasauge: Diese deutsche Plattform richtet sich speziell an Freelancer aus dem Kreativbereich.  
  • Linkedin/Xing: In den Netzwerken kannst du nach Textern suchen, die perfekt zu deinem Unternehmen passen.   
  • Facebook-Gruppen: In Gruppen wie Texter-Jobs oder 1A-Texter tummeln sich jede Menge Autoren aus unterschiedlichen Bereichen.

 

4. Das richtige Briefing für deinen Ghostwriter

Last but not least kommen wir zum Briefing für deinen Ghostwriter. Dieser Punkt ist besonders wichtig, denn je ausführlicher du den Autor auf seine Aufgaben vorbereitest, desto besser und schneller sind sie erledigt. Wenn du selbst einen Artikel schreibst, weißt du natürlich genau, worauf es ankommt. Manche Dinge erscheinen einem so selbstverständlich, dass du sie vielleicht gar nicht erwähnenswert findest. Gerade dann, wenn ein anderer Autor Texte in deinem Namen schreibt, sind jedoch viele Details für ein genaues Briefing essenziell.   

Thema:
Ganz oben steht natürlich das Thema des Beitrags. Das kann lediglich der Titel des Artikels sein, aber auch eine kurze Übersicht mit den wichtigsten Infos, die darin vorkommen sollen. Falls du Inspiration für neue Artikel brauchst, findest du jede Menge Ideen in unserem kostenlosen Blog Post Type Template

Blog Post Templates

Rahmenbedingungen:

Wie lang soll der Text sein? Müssen Bilder oder Grafiken mitgeliefert werden? Gibt es eine Deadline? All das sind wichtige Anweisungen, die eingehalten werden müssen.

Struktur:

Erstelle eine grobe Gliederung für den Artikel und gib an, wie viele Wörter die einzelnen Absätze haben sollen. Stelle klar, wie der Text formatiert sein soll, zum Beispiel mit Unterüberschriften, Aufzählungen oder Tabellen.

Leserschaft:
An wen richtet sich der Artikel? Welche Vorkenntnisse haben deine Leser? Wodurch fühlen sie sich angesprochen? Und wie redest du sie an? Je mehr der Autor über die Personas weiß, desto mehr kann er auf ihre Ansprüche eingehen.

Tonalität:

Jeder Autor hat seinen eigenen Schreibstil. Beim Ghostwriting ist es jedoch erforderlich, dass der Texter die Tonalität des Auftraggebers übernimmt. Finde also heraus, was dir selbst beim Schreiben wichtig ist. Bist du der sachliche oder der blumige Typ? Schreibst du eher förmlich oder locker? Dieser Punkt ist wichtig, damit die Texte auf den Leser einheitlich wirken.

Absicht:

Mit welchem Ziel wird der Beitrag verfasst? Soll er die Reichweite steigern, ein bestimmtes Produkt vorstellen oder ein aktuelles Thema beleuchten? Mit diesen Informationen findet der Ghostwriter immer den richtigen Ansatz für seinen Text.

Optimierung:

Um die Sichtbarkeit des Artikels in Suchmaschinen zu steigern, muss er auf die passenden Keywords optimiert sein. Der Autor braucht also eine Keyword-Analyse, um die wichtigsten Begriffe im Artikel unterzubringen. Auch interne Verlinkungen zu anderen Blogartikeln oder ausgehende Links mit weiterführenden Informationen tragen zur Optimierung bei. All diese Maßnahmen gehören ebenfalls ins Briefing.

Fazit:

Wie du siehst, bedeutet die Beschäftigung eines Ghostwriters nicht, dass du dich künftig gemütlich zurücklehnen kannst. Auch du musst deinen Teil dazu beitragen, damit die Zusammenarbeit funktioniert. Langfristige Beziehungen zu Autoren zahlen sich jedoch zweifellos aus und verschaffen dir mehr Flexibilität und Zeit für andere Aufgaben. 

Was ist mit dir: Hast du schon mal darüber nachgedacht, mit einem Ghostwriter zu arbeiten oder hast du sogar selbst als Auftragstexter geschrieben? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.