Branded Content lässt sich auf Deutsch als Inhalt mit Markenbezug widergeben. Der Begriff bezeichnet eine Vielzahl unterschiedlicher Werbemaßnahmen, deren Zielsetzung im Aufbau eines langfristigen Kundenkontaktes besteht. Die Maßnahmen im Bereich Branded Content zielen im Gegensatz zur klassischen Werbung nicht auf den einmaligen oder erstmaligen Verkauf einer Ware oder Dienstleistung, sondern auf eine Identifikation des Konsumenten mit dem Produkt oder Unternehmen ab.

Branded Content ist wesentlich älter als der Begriff per se, letztendlich fallen auch klassische Kundenmagazine in diesen Bereich. Des Weiteren gehört der rot-weiße Weihnachtstruck eines großen amerikanischen Getränkeherstellers zu den älteren Maßnahmen, die heute dem Branded Content zugerechnet werden.

Speziell im Internet kommt Branded Content in zahlreichen Variationen vor. Eine außerordentlich beliebte Methode stellt die Interaktion mit den Kunden auf sozialen Netzwerken, wie Facebook dar. Hierzu gehören vor allem Gruppen, in denen die Mitglieder sich über eine Marke austauschen. Der Werbetreibende erhöht durch die Interaktion der Mitglieder nicht nur den Grad der Bindung an sein Produkt, sondern erhält bei der Auswertung der Beiträge auch wertvolle Rückmeldungen zu eventuell notwendigen Produktverbesserungen. Die Gruppen in sozialen Netzwerken lassen sich ebenfalls dazu verwenden, neue Produktideen bereits während der Planungsphase einem breiteren Publikum vorzustellen oder auch um die Mitglieder nach eigenen Vorschlägen für neue Sorten zu fragen.

Eine weitere häufig genutzte Möglichkeit für Branded Content stellen Blogbeiträge dar. Bei diesen ist zwischen bezahlten Beiträgen auf privaten Blogs und dem eigenen Weblog des Unternehmens beziehungsweise der Marke zu unterscheiden. Ein gut geführter Blog, auf dem regelmäßig neue Beiträge erscheinen, stellt eine Weiterentwicklung der klassischen Kundenzeitschrift dar. Auch über Videos lassen sich zahlreiche Interessenten erreichen. Viele Unternehmen nutzen auf YouTube und anderen Video-Plattformen nicht nur die Möglichkeit zum Schalten bezahlter Werbung, sondern unterhalten einen eigenen Channel. Mitunter entsteht Branded Content auch indirekt als Folge guter klassischer Werbung. So zeigen mehrere Kinos regelmäßig die aktuelle Cannes-Rolle. Diese besteht aus zunächst für die Vorführung als bezahlte Reklame im Lichtspielhaus oder im Werbefernsehen gedrehten Werbefilmen, die sich durch eine hohe Qualität oder eine außergewöhnliche Kreativität auszeichnen und deshalb den Weg ins reguläre Filmprogramm gefunden haben. Ein ähnlicher Effekt besteht, wenn die Betrachter von Werbefilmen diese als ansprechend bewerten und in den sozialen Netzwerken teilen. Diese Form des Brandes Contents ist eng mit dem viralen Marketing durch von Nutzern geteilte Videos verwandt.

Branded Content gilt als Zukunft der langfristigen sowie nachhaltigen Kundenbindung. Für den Erfolg der entsprechenden Werbemaßnahmen ist in erster Linie eine emotionale Ansprache der Kunden wichtig.