Unter Content Curation versteht man die Sichtung, Auswahl und Aufbereitung fremder Contents für die eigene Zielgruppe. Das Kuratieren von Fremdinhalten kann neben dem Erstellen eigenen Contents eine gleichwertige Säule in der Kommunikationsstrategie darstellen.

Mehrwert für die Zielgruppe

Auch mit kuratiertem Content wird für die Zielgruppe ein Mehrwert geschaffen, denn so findet sie eine zentrale Anlaufstelle, die ihr einen guten Überblick zu relevanten Inhalten zu einem bestimmten Thema verschafft. Der Kurator kommuniziert, wie gut sein Branchen- und Themen-Know-How ist. Im besten Fall versieht er kuratierten Content mit einem eigenen Kommentar, der die Relevanz des Inhaltes für die Zielgruppe zusätzlich besonders herausstellt.

Content Curation im Marketing-Mix

Content Curation ist als Teil der Kommunikationsstrategie eine auf Dauer ausgelegte Tätigkeit. Das sporadische, spontane Teilen eines zufälligen Fundstücks mit der Zielgruppe ist per definitionem noch keine Kuratierung von Inhalten. Content Curation sucht und bewertet gezielt und bereitet regelmäßig fremde Inhalte auf.

Die fünf wichtigsten Aspekte im Überblick

1. Zieldefinition

Bevor man sich für Content Curation als Teil der Kommunikationsstrategie entscheidet, sollte sich Zeit zu einer genauen Definition der Ziele genommen werden. Neben Themen wie Kompetenz können hier durchaus praktische Aspekte, wie die Entlastung des Teams bei der Redaktion eigenen Contents, eine Rolle spielen.

2. Mitbewerberlandschaft

Für die Ausrichtung der Kuratierungsaktivitäten ist auch ein Blick auf das Umfeld wichtig. Welche Mitbewerber gibt es zu einem Thema oder einer Branche – und gibt es vielleicht Aspekte, die der Wettbewerb inhaltlich vernachlässigt?

3. Quellensuche

Eine zielgruppengerechte und bewusst eingesetzte Content Curation beginnt mit der Festlegung möglicher Quellen, bei denen relevanter Content recherchiert werden kann. Fach- und Branchenmagazine, Special Interest-Seiten oder Blogs und Foren zum Thema sind gute erste Anlaufstellen für die Suche.

4. Aufbereitung

Hat man einen Inhalt ausgemacht, der die Kommunikation zur Zielgruppe wert ist, sollte man sich nicht nur auf bloßes Teilen beschränken. Das Kommentieren besonderer Aspekte des kommunizierten Contents gehört ebenso dazu.

5. Urheberrechtliche Aspekte

Es lohnt, sich mit urheberrechtlichen Fragen vertraut zu machen, um juristischen Problemen bereits im Vorfeld zu begegnen. Ob Uberheberrecht besteht oder nicht, hängt in der Regel vom Einzelfall ab. Dennoch sollte es klar sein, dass das Teilen fremder Inhalte, das Zitieren oder auch die Übernahme von Videos auf Seiten rechtlich geklärt und mit den entsprechenden Quellenangaben versehen sein sollte.

Weiterführende Informationen zum Thema Content Curation:

Für einen Überblick:
http://www.communicateandsell.de/content-produktion/der-ultimative-leitfaden-zur-content-kuratierung/

Rechtliche Aspekte:
http://www.rechtzweinull.de/archives/1849-kuratierung-und-recht-rechtliche-grenzen-fuer-newsrooms-und-content-curation-im-internet.html