1. Begriffsbestimmung

Ein Content Management System ist ein Redaktions- beziehungsweise Inhaltsverwaltungssystem, mit dem sich Text-, Bild- und Multimediainhalte verwalten lassen. Dabei steht „Content“ für die Informationsinhalte und „Management“ bezeichnet die Verwaltung dieser Inhalte.

2. Merkmale webbasierter Content Management Systeme (CMS)

2.1 Strenge Isolierung von Inhalt und Layout

In einem Content Management System werden die Inhalte und Formatvorlagen getrennt gespeichert. Eine aufgerufene Website wird dynamisch hervor gebracht, indem in ein Template die unterschiedlichen Inhalte geladen und angeordnet werden.

2.2 Komponenten-Management

Grundsätzlich bestehen Content Management Systeme aus drei Hauptkomponenten: einer Eingabe-, Verwaltungs- und Publikationskomponente. Über die Eingabekomponente werden die Inhalte von redaktionellen Mitarbeitern erstellt. Die Verwaltungskomponente übernimmt die Informationen von der Eingabekomponente und stellt sicher, dass die Einheiten nur einmal gespeichert werden. Die Publikationskomponente ist für die manuelle und automatische Selektion der benötigten Informationseinheiten für eine bestimmte Publikation und deren mediengerechte Aufbereitung zuständig.
Im Bereich der Datenhaltung kommen beim Content Management System unterschiedliche Technologien zum Einsatz: von der dateiorientierten, indexsequenziellen und relationalen Datenhaltung bis hin zu objektorientierten Datenbanken.

2.3 Workflow-Management

Die Workflow-Komponente in einem Content Management System ist für die Koordination und Synchronisation der Aufgaben der einzelnen Arbeitsgruppen verantwortlich. Sie muss im Wesentlichen die folgenden Aufgaben erfüllen:

  • Definition und Verwaltung der Rollen,
  • Synchronisation der Arbeitsabläufe,
  • Benachrichtigungs- und Freigabe-Mechanismen. Die von den Redakteuren zusammengesetzten Artikel prüft der Chefredakteur, redigiert diese bei Bedarf und gibt sie für die Online-Publikation frei. Die auf der Website online veröffentlichten Artikel werden nach einer bestimmten Zeit archiviert.

3. Kennzeichen von Content Management Systemen

  • Inhalte werden beschafft und erstellt,
  • Inhalte werden präsentiert und publiziert,
  • Inhalte werden aufbereitet und aktualisiert,
  • Inhalte werden gemanagt und organisiert,
  • Inhalte werden verteilt und integriert,
  • Inhalte werden verarbeitet,
  • Inhalte werden wiederverwendet.

Ferner verfügen webbasierte Content Management Systeme über Funktionen zur Personalisierung von Online-Inhalten, Qualitätssicherung und Content-Syndication.
Die webbasierten Content Management Systeme unterstützen die Wiederverwendbarkeit von Content. Bei Content Management Systemen ist die Wiederverwendbarkeit von Inhalten auf der Ebene der Content-Komponenten realisierbar. Eine Content-Komponente kann in unterschiedlichen Artikeln benutzt werden, die von einer großen Besucheranzahl der Website gelesen werden.

4. Vorteile eines Content Management Systems

  • Trennung der Bestandteile: zentrale Durchführung von Änderungen.
  • Durch Einsetzung auf einem Server: keine weitere Software nötig.
  • Editieren über Webbrowser, jeder kann den Umgang mit der Software lernen.
  • Keine Programmierkenntnisse erforderlich.
  • Mehrere Personen können gleichzeitig arbeiten.
  • Inhalte werden in einer Datenbank gespeichert.
  • Zeitgesteuerte Veröffentlichung und Archivierung möglich.
  • Einheitliches Erscheinungsbild (Corporate Design).

5. TYPO3

  • TYPO3 ist ein Open Source CMS: kostenlos,
  • besitzt alle aufgezählten Vorteile eines CMS,
  • bietet vorgefertigte Funktionen und Module und eine Erweiterungsschnittstelle,
  • weltweite Entwicklergemeinde, führende Unternehmen setzen es ein.

6. Vorteile von TYPO3

  • Objekte, Seiten und Inhalte sind als Baum hierarchisch organisiert,
  • Benutzer kommen schnell durch,
  • Organisationsstrukturen lassen sich gut abbilden,
  • Erweiterungen lassen sich programmieren und einbinden, Verknüpfung möglich,
  • Redundanzen werden vermieden.