Content Management bezeichnet die Koordination aller Inhalte (Content) auf verschiedenen Plattformen wie der eigenen Webseite, einem eigenen Blog oder Social Media-Kanälen wie Facebook oder Twitter. Beim Content Management ist es wichtig, die Inhalte im Hinblick auf inhaltliche Relevanz und Timing zu publizieren und zu steuern. Zudem bezeichnet Content Management die operative Umsetzung der Social Media Strategie und das Monitoring und die Analyse der Reaktion, Interaktion und der Wirkung des Contents.

Content Pool

Zum Content Management gehört ein Content Pool. Er ist die zentrale Sammelstelle aller potenziell relevanten Inhalte. Er wird von allen Redaktionsmitgliedern befüllt und kann teamübergreifend angelegt werden. Er dient als Grundlage und Unterstützung der Redaktionsplanung und von Content Creation (Erstellung von Inhalten). Zum Content Pool gehören beispielsweise Blogartikel, Meldungen, Bilder, Facebook-Beiträge, Produktinformationen, Tweets, Videos oder Podcasts.

Content Management Guidelines

Sinnvoll ist die Erstellung von Content Management Guidelines. Sie sind Grundlagen und Richtlinien der Publikationsabläufe und -prozesse. Sie beschreiben die Zuständigkeiten und Aufgabenverteilung und legen die Priorität der Netzwerke und Kanäle fest. Zudem definieren sie Ansprechpartner und nennen Kontaktdaten. Sie regeln Arbeitsabläufe für den Normalfall und in Ausnahmesituationen. Content Management Guidelines bieten Orientierung und stellen sicher, dass alle relevanten Netzwerke passend genutzt werden. Sie dienen als Grundlage für Kollegen, als Urlaubsvertretung und für das gesamte Team. Zudem erleichtern sie die Abstimmung und Kommunikation.

Themenplan

Für das Content Management ist ein Themenplan elementar. Im Themenplan werden Themenschwerpunkte festgelegt. Die Schwerpunkte sind meist die Kernthemen des Unternehmens oder der Kunden, Leser oder Partner. Im Themenplan spielen Termine wie Messen, Produktlaunches, Jahresberichte oder ähnliches ebenfalls eine Rolle. Auch Feiertage oder Jahreszeiten können wichtig sein. Ein Themenplan sollte ganzjährig und quartalsweise angelegt werden. Bei der Themenplanung spielen Erfahrungen des Unternehmens – auch aus dem Printbereich – eine wichtige Rolle. Auch Aktionen der Konkurrenz sollten berücksichtigt werden.

Redaktionsplan: Umsetzung des Themenplans

Der Redaktionsplan setzt den Themenplan in Artikel, Beiträge und Tweets um. Er sollte mindestens zwei Wochen, besser ein bis drei Monate abdecken. Er ist für alle Redaktionsmitglieder einsehbar und kann aufgrund aktueller Themen geändert werden. Zentrales Element ist immer das Thema. Erst dann folgt die Auswahl der Formate und Kanäle. Ein Redaktionsplan enthält das Veröffentlichungsdatum, das Abgabedatum, die Zuständigkeiten für Text-, Bild- und Medienmaterial und die Netzwerke für die Veröffentlichung und Verteilung der Inhalte mit den entsprechenden Zeitpunkten.

Monitoring

Wichtig ist auch das Monitoring, d.h. die fortlaufende Analyse und Beobachtung der verschiedenen Netzwerke. Relevante Daten werden dabei nicht nur erfasst, sondern auch systematisch ausgewertet. In einer Redaktionssitzung werden die Daten besprochen und Schlussfolgerungen gezogen. Erkenntnisse werden für die Verbesserung der Themenplanung und Inhalte genutzt. Bei Bedarf wird auch ein Reporting erstellt.

Praxistipps zum Content Management

Beim Content Management ist es wichtig, Beiträge immer kanalspezifisch aufzubereiten und zu formulieren. Ein Call to Action (CTA) erhöht die Chancen auf Aktivität. Zudem fördern Fragen die Interaktion. Sinnvoll ist es, Texte offline vorzuformulieren und die Formatierung erst im Netzwerk vorzunehmen. Zudem sollte eine Hashtag-Übersicht angelegt werden und die Auswahl der Hashtags zuvor strategisch getroffen werden.