Säen von Inhalten

Content Seeding bedeutet wörtlich „das Säen von Inhalten“. Die Technik geht allerdings oftmals über die reine Streuung oder die Verteilung von Inhalten hinaus: Beim Seeding geht es nicht nur darum, Content zu verbreiten, sondern vielmehr darum, eine virale Verbreitung der Inhalte auszulösen. Die gesäten Inhalte sollen ein automatisches Wachstum der Reichweite erzielen, so dass neue Kontakte für das Unternehmen entstehen. Ein Unternehmen kann seine User mit seinem Content über klassische Werbemittel erreichen. Hier spricht man von aktivem Seeding. Auf Social Media-Plattformen tragen die User aktiv zur Erhöhung des Traffics bei. Sie teilen Inhalte, leiten sie an Dritte weiter und lösen so eine Streuung der Inhalte aus. Content Seeding kann als Reichweiten-Strategie-Element eines erfolgreichen Content-Marketing bezeichnet werden.

Darüber hinaus kann ein Unternehmen von den Usern gefunden werden. Hier spricht man von passivem Seeding. Idealerweise empfehlen die User den Content weiter und setzen somit das Seeding erfolgreich fort. Dies gelingt allerdings nur, wenn die Botschaft eines Unternehmens bei der Zielgruppe treffsicher ankommt und dadurch ein Weitergabe-Impuls ausgelöst wird.

Zum Verbreiten der Inhalte animieren

Wichtig ist, die eigenen Inhalte mit einer klaren Handlungsaufforderung auszustatten oder Links zum Weiterleiten oder Social Media-Buttons in der Nähe des Contents zu platzieren, damit die Kunden auf komfortable Weise zum Verbreiten der Inhalte animiert werden. Wenn die Inhalte bei der Zielgruppe optimal ankommen, einen Unterhaltungswert oder einen eindeutigen Nutzen bieten, können Unternehmen auf einen Seeding-Effekt hoffen.

Tipps für erfolgreiches Content-Seeding

Um einen erfolgreichen Seeding-Effekt zu erreichen sollten folgende drei Dinge auf jeden Fall beachtet werden:

  • Wichtig ist, authentische und attraktive Content-Ideen mit einem großen Nutzwert für die eigene Zielgruppe zu entwickeln.
  • Die Inhalte sollten in zielgruppenaffinen Umfeldern platziert werden.
  • User sollten zum Weiterleiten des Contents animiert werden. Inhalte sollten zudem inhaltlich und technisch ohne Probleme teilbar sein.

Rechtliche Aspekte

Zu beachten ist, dass ein Unternehmen für seinen Content keinen Urheberrechtsschutz in Anspruch nimmt. Ein entsprechender Hinweis auf der eigenen Webseite ist hilfreich. So sollte der User animiert werden, Inhalte im Netz zu verbreiten. Zudem sollten Unternehmen den Schutz von Urheberrechten ihrer User beachten. Wenn fremde Inhalte ohne Einwilligung des Rechteinhabers auf der eigenen Webseite eingebunden werden, kann es kritisch und teuer werden.