E-Commerce wird als elektronischer Handel oder digitale Geschäftsabwicklung übersetzt und im Alltag auch Internet- oder Onlinehandel genannt. Dazu gehören einerseits der Kauf und Verkauf im Internet und andererseits die elektronischen Prozesse des Geschäftsverkehrs wie Online-Marketing inklusive SEO und SEM.

Das musst du wissen:

  • Jeden Tag tätigen circa 50 Millionen Kunden ihre Einkäufe über E-Commerce und es wird nicht weniger: Experten erwarten, dass der E-Commerce bis im Jahr 2020 rund 20 % des gesamten deutschen Handels einnimmt.
  • Neben Kauf und Verkauf gehören unter anderem auch automatisierte E-Mails zum E-Commerce. Anstatt jede Mail individuell zu verfassen, wird bei neuen Produkten automatisch eine Mail mit den entsprechenden Informationen verschickt.
  • Strategisch kluges Marketing bietet ein Riesenpotenzial im E-Commerce. Vor allem Content Marketing ist mit SEO & SEM für kleine Shops der Schlüssel zum Erfolg.

E-Commerce: Was ist das?

E-Commerce ist die Abkürzung für Electronic Commerce und Teil des Electronic Business. Mit E-Commerce wird der gesamte Handelsverkehr über das World Wide Web oder andere Formen der Datenfernübertragung, wie beispielsweise Netzwerke von Mobilfunkanbietern, bezeichnet.

Ein großer Teil des E-Commerce sind Kauf- und Verkaufsprozesse von Artikeln und Dienstleistungen eines Unternehmens. Dazu gehört einerseits der elektronische Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und Kunde (B2C) und andererseits zwischen zwei Unternehmen (B2B). Darüber hinaus zählen aber auch andere Geschäftsprozesse, welche über eine Software digital abgewickelt werden, zum E-Commerce. Dazu gehören zum Beispiel Maßnahmen im Bereich Online-Marketing wie SEO, SEM, Newsletter, Werbung per Mail oder Display Publicity auf Social Media. Außerdem zählen verschiedene Kommunikationsmittel wie Kundenservice oder eine Software im Bereich Online-Banking zum E-Commerce. Es ist offensichtlich, dass E-Commerce ein breites Band an Möglichkeiten bietet. Da dieses Verhalten teilweise nicht mit dem Datenschutz kompatibel ist, wird der elektronische Handel in Deutschland seit Mai 2018 von einer neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geregelt.

Vor- und Nachteile von E-Commerce

E-Commerce ist ein sehr schnelles und wirksames Hilfsmittel für Händler, denn Informationen und Dienstleistungen werden fast ohne Verzögerung übermittelt. Der Kunde sucht, zahlt und bestellt online, sodass der Handel zeitsparend und effizient funktioniert. Zudem kann der Käufer direkt von Zuhause aus oder sogar unterwegs per Smartphone oder Tablet Geschäfte abschließen. E-Commerce ist einfach, praktisch und unkompliziert. Zudem können Unternehmen ihre Kunden online beraten, indem sie den potenziellen Käufer alle Informationen vorab vermitteln. Diese Online-Strategie eröffnet viele neue Perspektiven im Bereich des Informationsaustauschs und es fallen gleichzeitig wenig bis keine Transaktionskosten an. Damit verbunden sind zahlreiche Prozesse des E-Commerce rund um die Uhr verfügbar. Gibt es Probleme oder braucht ein Kunde Hilfe, so wird es  über die Online-Tools möglich, sehr schnell zu reagieren. Zudem können die Unternehmen über Deutschland hinaus expandieren und mittels Internet weltweit agieren.

Ein zentraler Nachteil von E-Commerce ist, dass dem sozialen Kontakt zwischen Kunde und Verkäufer wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird und das ganze Business ergo sehr unpersönlich abläuft. Außerdem können die nötigen Informationen je nach Produkt online nicht ausreichend vermittelt werden. Damit einhergehend werden auch nicht dieselben Reaktionen und Emotionen hervorgerufen und der Kunde kann unter Umständen weniger gut erreicht werden.

Wieso ist E-Commerce wichtig?

E-Commerce ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Heute gibt es in Deutschland ungefähr 53 Millionen digitale Käufer, was 98 % der Internetnutzer entspricht. Im Bereich der elektronischen Geschäftsprozesse gibt es enorme Möglichkeiten, sein Unternehmen gut zu präsentieren, mit Kunden in Kontakt zu treten und Geschäfte abzuschließen. Marketing-Maßnahmen wie Affiliate-Marketing, SEO, SEM, Display Werbung, Social Media oder Direct Mailings wie beispielsweise Newsletter sind erfolgversprechend und machen es möglich, passende Artikel für interessierte Kunden schnell und leicht zu präsentieren. Etablierten und traditionellen Firmen kann mit dem Verzicht auf Online-Verkaufskanäle ergo eine zusätzliche Einnahme-Quelle entgehen.

Beispiel: Amazon vs. Shopware

Ein Paradebeispiel ist der weltgrößte Onlineversandhandel Amazon. Er gilt als größter Marktplatz für unabhängige Händler und macht mit Angebotsseiten, Kaufabwicklungen und SEO bzw. SEM einen riesigen Teil des E-Commerce aus. Amazon hat aber auch eine Kehrseite: Der Konzern schaltet seine Konkurrenten und damit den Wettbewerb aus und wird immer mehr zum Monopol. Die tiefen Preise machen die Kunden zwar glücklich, aber die Verkäufer leiden. Wieso? Amazon drückt die Preise so sehr, dass Anfänger und kleinere Anbieter nicht mithalten können. Zudem droht der US-Konzern mit Sperrung, wenn sich die angeblich unabhängigen Händler nicht anpassen.

Es gibt aber Alternativen: Das Unternehmen Shopware ist eine weltweite Community aus Deutschland, die E-Commerce revolutionieren will. Das ganze System funktioniert wie ein soziales Netzwerk. Als Betreiber verknüpfst du dich mit anderen Anbietern und bietest deren Produkte gleich mit an, falls sie zu deinen Waren passen. So kann der Kunde wie bei Amazon verschiedene Artikel am gleichen Ort bestellen mit dem großen Unterschied, dass keine Gebühren oder Provisionen verlangt werden. Das Verkaufen für andere läuft solidarisch ab und hat das Ziel, einen fairen Marktplatz zu bieten, wo auch kleine Verkäufer eine Chance haben. Als Einzelkämpfer ist es sehr schwierig, gegen Monopolisten wie Amazon zu bestehen, aber als Gemeinschaft können sich die Anbieter gegenseitig stärken.