Der Begriff Linkbuilding fasst alle Maßnahmen zusammen, die der Gewinnung zusätzlicher Backlinks dienen. Ein solcher verweist von einer anderen Seite auf die jeweilige Webseite. Die ursprüngliche Funktion eines Backlinks besteht darin, den Besucher auf eine weitere interessante Seite aufmerksam zu machen. Verlinkungen kommen somit als Hinweis auf eine verwendete Quelle ebenso wie als Tipp für weiterführende Beiträge infrage. Ein Synonym für das Linkbuilding lautet Linkaufbau.

Beim Linkbuilding zu SEO-Zwecken erwirbt der Inhaber der verlinkten Seite Links. Hierzu ist die Verwendung von Bookmark-Seiten und Artikelverzeichnissen möglich, auf denen der Webmaster selbst eine Verlinkung setzen kann. Diese Methode ist jedoch für die Suchmaschinenoptimierung einer Webseite wenig effektiv, da Links von Linksammelseiten als geringwertig bewertet werden. Falls ein übermäßig großer Anteil der eingehenden Backlinks von derartigen Seiten stammt, wirkt sich dieser Sachverhalt sogar negativ auf die Sichtbarkeit einer Seite bei Suchmaschinenanfragen aus.

Eine aus SEO-Gesichtspunkten empfehlenswerte Form des Linkbuildings stellt der Einkauf von Backlinks dar. In diesem Fall ist darauf zu achten, dass die eingehenden Links überwiegend von thematisch passenden Seiten stammen. Des Weiteren ist eine möglichst hohe Linkpopularität der verlinkenden Seite vorteilhaft. Falls nahezu alle vorhandenen Links von hochwertigen und zugleich thematisch passenden Webseiten stammen, erkennen die Suchmaschinen jedoch, dass der Linkaufbau nicht auf natürliche Weise erfolgt sein kann. Eine gewisse Anzahl von Links, die von schwach eingestuften oder thematisch entfernten Seiten stammen, ist somit als Beleg für einen scheinbar organischen Linkaufbau nützlich. Zur Nachahmung einer möglichst natürlichen Linkgewinnung ist es zudem erforderlich, die eingehenden Links nicht alle innerhalb kürzester Zeit, sondern nach und nach zu erwerben.

Eine weitere Methode der Linkgewinnung stellt der Linktausch dar. Im einfachsten Fall setzen die Webmaster zweier Seiten gegenläufige Links. Diese Vorgehensweise ist für Suchmaschinen erkennbar und somit wenig erfolgreich. Die Erkennbarkeit des vereinbarten Linkaufbaus durch gegenseitige Unterstützung lässt sich wirksam verringern, indem eine größere Gruppe an Beteiligten reihenweise jeweils einen Backlink auf ein anderes Mitglied setzt. Bei einem einfachen Modell mit drei Teilnehmern verlinkt A die Seite von B, B die Webseite von C und C den Internet-Auftritt von A.

Aber nicht nur in der DACH-Region funktioniert Linkbuilding. Auch im internationalen Bereich wollen Inhalte in verschiedenen Sprachen verbreitet und gelesen werden. Bei der grundsätzlichen Vorgehensweise gibt es kaum Unterschiede im Vergleich mit dem Vorgehen in Deutschland. Allerdings gibt es einige Fallstricke, die im Vorfeld bekannt sein sollten. Zum einen gibt es sprachliche und kulturelle Barrieren. Auf der anderen Seite stehen länderspezifische Besonderheiten. So nutzt nicht jedes Land beispielsweise Google als bevorzugte Suchmaschine. Außerdem liefern im internationalen Bereich oft andere Tools die Daten für die Website-Recherche und die -Bewertung. Tiefergehende Informationen zum Thema internationales Linkbuilding liefert das WhitepaperInternationales Linkmarketing – Der Guide für Deinen globalen SEO-Erfolg“.