Der Redaktionsplan bietet eine Übersicht über die Aktivitäten einer Webseite. Der Plan bestimmt im Voraus darüber, wer wann welche Aufgaben erfüllt.

Fact-Check: Das musst du wissen!

  • Unterscheide zwischen übergeordneten Redaktionsplänen und Blogkalender.
  • Der Redaktionsplan regelt Zuständigkeiten, Veröffentlichung verschiedener Arten von Content und deren Deadlines.

Welche Formen eines Redaktionsplanes gibt es?

Dabei sind zwei Arten von Redaktionsplänen zu unterscheiden. Eine interne Übersicht bezieht sich ausschließlich auf Aktivitäten, die auf der Kernwebseite stattfinden. Ein Beispiel dafür ist der Blogkalender, der festlegt, wann welcher Artikel mit welchem Thema erscheinen soll.

Darüber hinaus existieren übergeordnete Redaktionspläne, die alle Aktivitäten im Zusammenhang mit einem Onlineprojekt zusammenfassen. Dazu gehören auch Social-Media-Aktivitäten auf Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und anderen Kanälen. Ein solcher übergeordneter Plan ermöglicht die Koordination von Online-Meldungen. Die Energien werden gebündelt, neue Produkte oder Blogartikel können zielgerichtet angekündigt, geteilt und beworben werden.

Verantwortlichkeiten regeln und Timing festlegen

Der Redaktionsplan regelt außerdem Verantwortlichkeiten. Welcher Autor schreibt einen Artikel? Welcher Redakteur überarbeitet eine Seite? Ab wann gibt der Administrator ein neues Plugin frei? In diesem Zusammenhang spielt auch der Zeitplan eine wichtige Rolle, der zum Redaktionsplan gehört. Aus diesem Grund heißt der Plan manchmal auch Redaktionskalender. Die Deadlines, die der Plan vorgibt, sollten von allen Beteiligten eingehalten werden. Das gilt auch dann, wenn z. B. nur ein Blogger an seinem eigenen Onlineprojekt arbeitet. Dieses vorgehen schafft Verbindlichkeit und verringert das Risiko, Pflichten zu verschieben und nachlässig zu arbeiten. Deadlines sollten realistisch gestaltet sein und die Kapazitäten sowie die aktuelle Last verschiedener Autoren berücksichtigen.

Der Redaktionsplan ermöglicht auch, verschiedene Inhalte optimal aufeinander abzustimmen. Regelmäßige Artikelreihen, Motto-Wochen, Mitmach- und Leseraktionen lassen sich dadurch leichter koordinieren. Wenn Autoren den Content bereits im Voraus erstellen, entsteht darüber hinaus ein Content-Puffer. Der Puffer füllt ungeplante Ausfälle (zum Beispiel durch Krankheit) oder bietet Raum für geplante Auszeiten und Urlaub.

Wie sieht ein guter Redaktionsplan aus?

Ein guter Redaktionsplan zeichnet sich durch Genauigkeit aus. Datum, Art des Contents und Verantwortlicher bilden das absolute Minimum für einen Redaktionskalender. Weitere sinnvolle Vorgaben sind:

  • Arbeitstitel (vor allem für Blogartikel)
  • geplante Wortzahl
  • ggf. verantwortlicher Korrektor
  • Veröffentlichungsort bzw. Kanal (bei mehreren Kanälen – z. B. eigener Blog, Facebook, Twitter etc.)
  • Kategorie
  • Keywords, Hashtags, Metatags etc.

Darüber hinaus sollte ein guter Redaktionsplan Platz für flexible Anpassungen bieten. Besonders wichtig ist diese Flexibilität, um auf aktuelle Ereignisse zu reagieren. Zeitlose Artikel ohne Ankündigung verschieben sich in diesem Fall nach hinten – oder füllen umgekehrt eine Lücke, die durch den Ausfall eines anderen Themas im Zeitplan entsteht.

Im Redaktionsplan ist es möglich, für den geplanten Content verschiedene Deadlines festzulegen: für die Rohfassung, mindestens eine Überarbeitung und die eigentliche Veröffentlichung. Für die einzelnen Aufgaben kommen sowohl mehrere Personen als auch eine einzige Person (Content Manager) in Frage.

Arbeiten mehrere Personen in einer Redaktion zusammen, sind zwei grundsätzlich verschiedene Ansätze möglich, nach denen der Redaktionsplan entsteht. Ein Koordinator kann die Inhalte (grob) festlegen und den geplanten Content einzelnen Autoren zuweisen – gemäß ihrer individuellen Kompetenzen. Alternativ kann der Koordinator lediglich den Plan verwalten und die Content-Schöpfer tragen ihre geplanten Inhalte selbst in den Redaktionsplan ein. In der Praxis ergibt sich oft eine Mischung aus beiden Ansätzen.