Unique Content beschreibt einzigartige Inhalte, die in genau dieser Form noch nicht im Internet existieren. Im Gegensatz zum Duplicate Content führt Unique Content zur besseren Suchmaschinenoptimierung (SEO). SEO ist ein wichtiges Marketing-Instrument, um die Sichtbarkeit einer Internetseite zu erhöhen und über Suchmaschinen besser gefunden zu werden.

Unique Content ist Teil der Onpage-Optimierung, da es sich um eine Maßnahme handelt, die direkt auf der betreffenden Webseite stattfindet. Die einzigartigen Inhalte können unterschiedliche Formen annehmen: Produktbeschreibungen in einem Onlineshop gehören ebenso dazu wie Blogposts oder statische Seiten.

Auch rechtlich ist das Kopieren von Texten und Bildern oft problematisch. Fremde Inhalte dürfen nur unter sehr spezifischen Bedingungen verwendet werden – zum Beispiel nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist oder mit ausdrücklicher Erlaubnis des Rechteinhabers. Dementsprechend bietet Unique Content auch juristisch in der Regel eine größere Sicherheit.

Die Einzigartigkeit eines Texts bedeutet nicht, dass nicht auch andere Beiträge sich mit demselben Thema beschäftigen können. Vielmehr geht es bei Unique Content darum, dem Inhalt eine neue Form zu verleihen. Ein Baustein bildet dabei die eigene Wortwahl: Formulierungen sollten nicht 1:1 mit der Informationsquelle identisch sein. Doch auch beim Umformulieren ergeben sich einige Stolpersteine, wie der Rechtsanwalt Niklas Plutte auf der Plattform „Textbroker“ warnt.

Für die Beschaffung von Unique Content gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der Betreiber einer Internetseite kann alle Texte, Bilder und sonstige Inhalte selbst erstellen oder (im Falle einer Firma) einen Mitarbeiter damit beauftragen. Onlineshops, die hunderte von Warenbeschreibungen benötigen, stoßen dabei oft an ihre Kapazitätsgrenzen. Auch Blogs schaffen es nicht immer, eine hohe Publikationsfrequenz ohne externe Hilfe aufrechtzuerhalten. Eine solche externe Hilfe verkörpern Texter oder andere freie Autoren, die gegen eine entsprechende Bezahlung den Unique Content erstellen und dem Auftraggeber übergeben.

Sobald die Inhalte vorhanden sind, müssen sie in die bestehende Webseite eingebunden werden. Online-Experte Stephan Goldmann empfiehlt auf „Lousy Pennies“, den Content regelmäßig zu überprüfen. Bei diesem Check kann der Betreiber alte Artikel bei Bedarf aktualisieren, erfolgreiche Themen noch einmal aufgreifen oder die Suchmaschinenoptimierung eines Texts verbessern.