Begriffserklärung

Unter WDF*IDF versteht man ein Verfahren zur Suchmaschinenoptimierung. Durch wirkungsvolle Berechnungen lassen sich mit diesem Verfahren konkrete Handlungsempfehlungen für die Platzierung von Keywords in Texten ableiten. Hierbei trifft das Verfahren ebenso Aussagen über die Art sowie die Anzahl der zu verwendenden Schlagwörter, um ein höchstmögliches Ranking in den Suchergebnissen einer Suchmaschine zu erreichen. Darunter versteht man die Platzierung des optimierten Contents in den Suchergebnissen, wenn nach den verwendeten Schlagwörtern gesucht wird.

Wie funktioniert das WDF*IDF-Verfahren?

Der Ausgangspunkt dieses Verfahrens sind klassische Methoden der Suchmaschinenoptimierung. Das WDF*IDF-Verfahren nutzt dabei insbesondere die Keyword-Density (Keyworddichte), um eine positive Wirkung zu erzielen. Die Keyworddichte beschreibt dabei die Häufigkeit, in der ein bestimmtes Schlagwort in einem Dokument enthalten ist. Sie wird in der Regel in Prozent angegeben und ergibt sich aus dem Verhältnis der Anzahl eines Schlagwortes in einem Dokument zu der Gesamtanzahl der enthaltenen Wörter. Aktuell gibt es zahlreiche unterschiedliche Auffassungen über die optimale Keyworddichte. Die meisten Experten gehen davon aus, dass eine Keyworddichte von zwei bis vier Prozent zu den besten Ergebnissen in der organischen Suche führt. In einem Text, der aus 1.000 Wörtern besteht, müsste das zu optimierende Keyword daher 20 bis 40 Mal enthalten sein.

Das WDF*IDF-Verfahren hingegen entwickelte diese Theorie weiter und betrachtet statt der reinen Keyword-Density vorrangig die Within Document Frequency (WDF). Dabei handelt es sich um einen Wert, der auf komplexe Weise aus zwei ins Verhältnis gesetzter Logarithmen besteht. Vereinfacht ausgedrückt wird hierbei nicht nur das Verhältnis betrachtet, in dem das Wort im gesamten Text vorkommt, sondern ebenfalls das Verhältnis, in welchem jedes andere Wort im gleichen Dokument vorkommt. Auf diese Weise wird eine künstliche Stauchung vorgenommen, sodass eine unendliche Erhöhung der Keyworddichte nicht länger zu einem immer besser werdenden Ergebnis führt. Mit dieser erweiterten Technik ist es möglich, ein natürliches Vorkommen von Keywords von einer künstlichen Keywordoptimierung zu unterscheiden und die absichtliche Manipulation der Suchergebnisse abzustrafen.

Bekannte Suchmaschinen wie Google oder Bing stützen sich jedoch nicht nur auf die Within Document Frequency, sondern beziehen ebenfalls die Inverse Document Frequency (IDF) in ihren Suchergebnissen mit ein. Diese bildet ebenfalls die Grundlage für das WDF*IDF-Verfahren. Mithilfe der IDF ist eine Relativierung des WDF möglich. Dabei betrachtet man nicht nur das Keyword selbst, sondern ebenfalls sämtliche anderen Keywords, die mit diesem in Verbindung stehen. Hierfür wird das relative Vorkommen von themenrelevanten Begriffe bezüglich der Gesamtanzahl der in einem Dokument enthaltenen Wörter betrachtet. Der Grundgedanke hinter dem IDF ist dabei, dem Nutzer einer Suchmaschine nicht nur Inhalte anzuzeigen, die sich einzig mit dem eingegebenen Suchbegriff beschäftigen, sondern ihn umfassend über das gesamte Themengebiet informieren. Der WDF*IDF-Wert wird hierbei errechnet, indem die WDF mit der IDF multipliziert wird. Dieser komplexe Wert bildet aktuell die Grundlage für die Funktionsweise zahlreicher Suchmaschinen im Internet.

Wofür wird es eingesetzt?

Das WDF*IDF-Verfahren wird aktuell in zahlreichen Suchmaschinen im Internet eingesetzt, um den bereitgestellten Content auf zahlreichen Websites zu analysieren und miteinander zu vergleichen. Das Ranking der angezeigten Inhalte in Abhängigkeit von einem bestimmten Suchbegriff ist maßgeblich von dessen WDF*IDF-Wert abhängig. Gleichzeitig wird dieses Verfahren ebenfalls von zahlreichen Anbietern von SEO-Software eingesetzt, um Kunden eine bessere Platzierung in den Suchmaschinen zu ermöglichen. Die Programme verwenden dabei dieses Verfahren, um geeignete Keywords zu finden, die eine große Relevanz bezüglich des zu optimierenden Keywords aufweisen. Durch die Verwendung sämtlicher relevanter Keywords in einem Dokument wird schließlich der WDF*IDF-Wert erhöht und der Content erhält ein wesentlich besseres Ranking für den optimierten Suchbegriff.

Dieses Verfahren eignet sich aber dennoch lediglich, um das Ranking eines Dokuments in den Suchmaschinen zu verbessern. Neben diesem Verfahren werden zahlreiche weitere Verfahren von Google eingesetzt, um die erstellten Inhalte zu überprüfen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass sich in den Suchergebnissen nicht nur maschinell erstellte Texte von niedriger Qualität und Lesbarkeit befinden. Im Fokus sollte aus diesem Grund selbst bei durchgeführter WDF*IDF-Analyse die Lesbarkeit des Textes für den Nutzer sowie dessen Mehrwert stehen. Auf diese Weise können Contentersteller sichergehen, dass der bereitgestellte Inhalt eine bestmögliche Platzierung in den Suchergebnissen der diversen Suchmaschinen erhält.