Eine Zielgruppe ist die Gesamtheit der Menschen oder Unternehmen, die für den Kauf eines bestimmten Produktes oder Dienstleistung, aufgrund soziodemografischer Kriterien infrage kommt. Die Zielgruppendefinition ist ein wichtiger Bestandteil im Zielgruppenmarketing und erleichtert die Akquise von Kunden erheblich.

Fact-Check: Das musst du wissen!

  • Akquise ist ein bedeutsamer Bestandteil des Marketings.
  • Eine Zielgruppendefinition legt Merkmale und Bedürfnisse der eigenen Kunden fest.
  • Basierend auf diesen Daten, werden Marketingmaßnahmen individuell ausgerichtet.
  • Zielgruppenmarketing hilft maßgeblich dabei, das eigene Produkt zu verkaufen.

Allgemein gesagt:

Das Konsumverhalten eines jeden Menschen spiegelt sehr deutlich seine Interessen wider. Ein Zielgruppenanalyse-Beispiel wäre, es sich bewusst zu machen, dass Planschbecken größtenteils an Kinder, hingegen Playstation-Spiele überwiegend an junge Männer verkauft werden. Diesen Umstand als Unternehmer zu erkennen, ist der essentielle Bestandteil einer sorgfältigen Marktanalyse. Das Produkt muss sich nicht nur optimal für genau diesen Kunden eignen, man sollte auch seine Sprache sprechen, um es ihm verkaufen zu können. Um diesen Zugang zu finden, hilft es herauszufinden, wer und wie alt er ist und was seine Bedürfnisse sind. Diesen Vorgang bezeichnet man als Zielgruppenanalyse.

Wie funktioniert das Ganze?

Um effektiv mit Zielgruppen arbeiten zu können, sollte man schrittweise seine eigene Zielgruppe definieren. Die erste Einteilung in Privatkunden (B2C) und Geschäftskunden bzw. Unternehmen (B2B), wird sicherlich noch leicht von der Hand gehen. Schwieriger wird es dann, sobald die Zielgruppendefinition schrittweise u.a. nach folgenden Merkmalen festlegt wird:

Merkmale Beschreibung
soziodemografisch Alter, Geschlecht, Familienstand, akademischer Grad
verhaltensorientiert Erstkunde, Bestandskunde
psychologisch leistungsorientiert, sicherheitsorientiert, innovationsfreudig
medienorientiert Print, Online, Audio, TV

Anschließend sollte noch eine Unterscheidung zwischen der offensichtlichen und der effektiven Zielgruppe vorgenommen werden. Im ersten Fall umfasst das die Gesamtmenge der Kunden, die das Produkt letztendlich konsumieren. Wie im oberen Beispiel, Kinder für Planschbecken. Die effektive Zielgruppe wären hier deren Eltern, denn ihre Entscheidung beeinflusst wesentlich die des Kindes.

Das Internet hat maßgeblich dazu beigetragen, die Akquise von Kunden durch Zielgruppenmarketing zu erleichtern. Dort lässt sich auf eine Unmenge an Datensätzen zurückgreifen, um somit mehr über die Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe zu erfahren und noch gezielter auf sie einzugehen.

Vor und Nachteile?

Natürlich ist die Zielgruppendefinition ein aufwendiger Prozess. Es bedarf einer regelmäßigen Analyse aller Daten, die über die bisherige und gewünschte Zielgruppe vorliegen. Zudem ist jede Zielgruppe überaus dynamisch. Je nach Tageszeit und Verfassung reagieren Menschen unterschiedlich auf ein und dieselbe Situation. Zielgruppenmarketing ist in diesem Fall leider nicht agil genug, um diesen Umstand bei der Akquise zu berücksichtigen.

Der Vorteil von Zielgruppenmarketing liegt jedoch ganz klar in der erheblichen Erleichterung der Akquise eines jeden Unternehmens. Sie ist der perfekte Kompromiss zwischen kostengünstiger Massenbearbeitung und individueller Kundenorientierung. Weiß man erst einmal wer der eigene Kunde ist, bringt sich leicht in Erfahrung, wo man ihn antrifft, um mit ihm in Kontakt zu treten.

Welche Zielgruppen gibt es?

Die „eine“ Zielgruppe gibt es schlicht nicht. Zielgruppen sind sehr individuell und unterscheiden sich von Produkt zu Produkt. Ein eingefleischter Apple Fan wird sich kaum für das neueste Android Phone interessieren, ein Veganer nicht für die beste Fischpfanne. Auch wenn die Zielgruppendefinition erfolgt ist, sollte man seine Zielgruppe weiterhin im Auge behalten, um neue Bedürfnisse und Trends nicht zu verpassen.

Wie und wo kann ich meine Zielgruppe finden?

Online Marketing ist der einfachste und kostengünstigste Weg, um auf die eigene Zielgruppe einzugehen. 2,2 Milliarden Menschen sind auf sozialen Netzwerken vertreten, daher ist die Wahrscheinlichkeit, dort auf die eigene Zielgruppe zu treffen, sehr hoch. Allerdings kann es je nach Zielgruppendefinition auch durchaus sinnvoll sein, Akquise über die klassischen Medien wie Print, TV und Radio zu betreiben.

Einzelnachweise

Für Gründer betont in einem Artikel, wie wichtig es ist, seine Zielgruppendefinition bereits im Businessplan festzuhalten. Das Gründerlexikon bietet eine weitere Präzision und spannende Merkmale, mit der sich eine Zielgruppendefinition noch präziser bestimmen lässt.