Es war der 6. Januar 2017. Eine eher mäßige Silversterparty lag hinter mir und der ganz normale Arbeitsalltag schien mich schneller einzuholen als gedacht. Im gewohnten Rhythmus begann ich damit, keywordgefüllte Textblöcke zu verfassen, als ich während einer kurzen Pause auf ein Quiz der Seite Buzzfeed stieß.

Der provokante Titel „Nur Klugscheißer schaffen mehr als 10 Punkte in diesem Komma-Quiz.“ forderte mich, als angehenden Deutschlehrer, sofort heraus. Nach diversen Klicks auf verschiedenfarbige Antwort-Buttons brandmarkte mich die App als echten Streber: 12 von 12 Punkten, mein Endergebnis.

Die ewige Suche nach Bestätigung

Wenn ich meine Beweggründe für das obige Quiz ehrlich reflektiere, fällt mir auf, dass ich in dieser Situation wohl schlicht nach Bestätigung suchte. Der Gedanke, ein gutes Ergebnis erzielen und dieses auch noch via Facebook teilen zu können, spornte mich extrem an. So durfte ich, lange bevor mir dieser Beitrag zugewiesen wurde, eigene Erfahrungen mit interaktivem Content machen.

Erfahrungen, die ich in den nächsten Abschnitten mit passender Fachliteratur unterstreichen möchte.

Interaktiver Content: Das sind die harten Fakten

Interaktiver Content…

  • … aktiviert den Nutzer
  • … beschäftigt den Nutzer
  • … unterhält den Nutzer
  • … informiert den Nutzer und…

… existiert in Form von Spielen, Slideshows und Umfragen.

Welche Vorteile hat interaktiver Content?

Um nur einige zu nennen:

Interaktiver Content erleichtert die Verarbeitung von Informationen

Das Prinzip „Learning by doing“ wird im Zusammenhang mit interaktiven Formen des Marketing immer wieder aufgegriffen. Nimmt der User aktiv am Erkenntnisprozess teil, verarbeitet er Informationen besser als wenn er sich mit trockenen Theorien beschäftigt. Ein gutes Beispiel hierfür sind 360°-Rundgänge in virtuellen Museen.

Interaktiver Content aktiviert deine Zielgruppe

Interaktive Content Formate bleiben niemals nur auf Lernprozesse beschränkt. Sie appellieren auch an den Ehrgeiz deiner Zielgruppe. Wie im einleitenden Beispiel bereits erwähnt, fühlte ich mich durch das Komma-Quiz herausgefordert. Überlege dir bei der Erstellung von Rätseln und Co. also immer, was deine Zielgruppe motivieren könnte.

Interaktiver Content steigert deine Verkaufszahlen

Schaffst du es mithilfe interaktiven Contents eine höhere Conversion Rate (diese setzt Website-Besucher und durchgeführte Transaktionen in Beziehung) zu erzielen, kann sich dies in mehrerlei Hinsicht positiv auf deine Verkaufszahlen auswirken. Das beste Beispiel sind Konfiguratoren wie der von Nike, mit dem sich Kunden ihren eigenen Schuh designen können. Bequem von zuhause aus und ohne jemals einen Laden betreten zu haben.

Wer das erste Mal die Website von Nike besucht, wird außerdem dazu angehalten, seine Kontaktdaten einzugeben. Die so hinzugewonnen Kontakte können dann für weitere Marketing-Maßnahmen genutzt werden (z.B. E-Mail-Marketing). Verfügen Sie in ihrem Sortiment über Produkte zum konfigurieren (Schuhe, T-Shirts usw.), lohnt es sich, einen Konfigurator hinzuzuschalten.

Interaktiver Content liefert Informationen

Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, Fragen an deine Zielgruppe heranzutragen als interaktiven Content: Umfragen, wie sie unter beinah jedem Beitrag von Bento zu finden sind, bilden die Meinung der eigenen Leser ideal ab. Im aktuellen Beitrag wird etwa die Frage aufgeworfen, ob die Aufregung über einen Mann mit Hakenkreuz-T-Shirt an einem AFD-Stand gerechtfertigt ist.

Und zu guter Letzt…

Interaktiver Content bindet deine Kunden

Mit binden ist hier nicht etwa der Zeitraum gemeint, den ein User während er den Content inspiziert auf deiner Website verbringt. Es meint den langfristigen Effekt, der mit gut gemachtem Content erzielt werden kann. Genau wie bei normalem Content gilt hier nämlich: je informativer oder unterhaltsamer desto besser. Wenn ein Kunde ein von dir gestaltetes Quiz sieht, es löst und dabei etwas lernt/Spaß hat, wird er es dir danken und deine Website erneut besuchen. Vielleicht nur, um ein neues Rätsel zu lösen, vielleicht aber auch, um etwas zu kaufen.

Wenn du mehr zum Content Marketing an sich und dessen Perspektiven erfahren willst, kann ich dir mit gutem Gewissen das Content-Marketing-Whitepaper von contentbird ans Herz legen. Habe dabei so einiges gelernt.

Blog Post Templates

Use Case: Interaktiven Content selbst erstellen

Da ihr jetzt wisst, was interaktiver Content alles leisten kann, ist es an der Zeit, es selbst einmal auszuprobieren. In unserem Use Case möchten wir euch zeigen, wie ihr mithilfe des Cincopa-Tools ,Slideshows für PC, Tablet und Smartphone erstellen könnt. Eine der einfachsten Möglichkeiten, um direkt mit interaktivem Content loszulegen! Schaut euch mal Slide 3 an ﹘ der beste Beweis, dass Content interagiert! (-;


  • Slideshow erstellen via Cincopa – So einfach gehts!

    Gleich vorweg: Das Tool Cincopa kann einmalig kostenfrei genutzt werden. Möchtest du mehrere Slideshows erstellen, benötigst du ein Abo. Als Alternative kannst du Slideshows auch via HTML erstellen. Ausführliche Tipps dazu gibt es hier.

    Gehen wir davon aus, dass es sich bei deinem Projekt um ein Content-Marketing-Tool handelt. Um Informationen kompakt zu bündeln und zumindest ansatzweise zu verbildlichen, entscheidest du dich für eine Slideshow. Eine Slideshow, die deinen Lesern die 3 besten Seeding-Kanäle für interaktiven Content präsentiert!

    Schritt 1 → Logge dich bei Cincopa ein

    Der erste Schritt ist gleichzeitig der einfachste von allen: Den Login kannst du entweder mit deinem Google+ Profil, oder mit dem Erstellen eines neuen Profils vornehmen. Ein ewiges hin und her, bestehend aus Aktivierungslink usw., fällt hier weg. Einfach eintragen, drauf losgestalten und vor allem: kreativ sein. Anmeldung unter: https://www.cincopa.com/

    Schritt 2 → Wähle ein Template aus

    Bei der Auswahl eines Templates lohnt es sich, genau hinzuschauen. Demnach eignet sich der Cincopa-Video-Player primär für HTML5 und Responsive Designs (also für Smartphone und Tablet). Für horizontale Zwecke, etwa um eine Slideshow auf großen Rechnern zu präsentieren, bietet sich das Template Slideshow Showcase an. Da es sich auch auf mobilen Endgeräten einbinden lässt, wählen wir es für dieses Beispiel einmal aus.

    Beachten solltest du auch, dass jedes Template über eine eigene Beschreibung verfügt. Bedeutet: nicht jedes Template verfügt über die Option Texte anzuzeigen. Lese dir die Beschreibungen also immer ganz genau durch und vermeide eine vorschnelle Auswahl.

    Schritt 3 → Nehme detaillierte Einstellungen vor

    Cincopa hält für die interne Verwaltung deiner Slideshows Titel- und Beschreibungsfelder bereit. Des Weiteren kannst du alle weiteren Funktionen deiner Slideshow bis ins Detail festlegen. Inklusive Facebook-Modus, der deine Videos stumm abspielt, wenn ein User darüber scrollt. Wir wählen für unsere Slideshow den Facebook und Player-on-top-Modus aus. Scrollt der User nun weiter runter, kann er die Slideshow via Facebook im oberen Bildschirmrand weiterhin bestaunen.

    Schritt 4 → Lade deine Bilder hoch

    Unabhängig davon, ob du deine Bilder selber geschossen hast, oder sie auf einer Plattform runtergeladen hast: lade deine Bilder immer mit Bedacht hoch und achte dabei vor allem auf die Urheberrechte des jeweiligen Fotografen. Um etwas zu provozieren und dafür zu sorgen, dass deine Zielgruppe über deine Slideshow, dein Quiz usw. spricht, empfehlen sich Bilder/Inhalte die dieser Anforderung gerecht werden. In unserem Beispiel ist es Trump, den wir als Aushängeschild Twitters auserwählt haben.

    Schritt 5 → Bearbeite deine Bilder

    Mithilfe der Bearbeiten-Funktion kannst du jedes hochgeladene Bild bearbeiten. Wenn dir die Funktionen nicht zusagen, kannst du deine Bilder natürlich auch auf dem PC mit Texten und anderen Elementen versehen. Achte dabei jedoch immer auf die Schriftgröße! Kleine Schriften sind kaum zu erkennen. Bedenke das Bilder in den Sozialen Netzwerken wesentlich kleiner wirken als auf deinem im Vergleich überdimensionalen Desktop-PC.

    Einfache Texte, wie in unserer Beispiel-Slideshow, kannst du über Titel und Beschreibung hinterlegen. Wenn du das richtige Template ausgewählt hast, sollte der Text erscheinen. Falls nicht, kann das ausgewählte Template Text möglicherweise nicht darstellen.

    Schritt 6 → Veröffentliche deine Slideshow

    Unsere Beispiel-Slideshow zeigt dir drei Netzwerke an, die sich ideal für interaktiven Content eignen. Wenn du deine Slideshow dauerhaft in einen Blog integrieren willst, empfiehlt es sich, den WordPress-Code direkt zu kopieren. Die gleichen Optionen hast du außerdem bei Joomla- und Drupal-Seiten. Technikaffine Personen können den Code darüber hinaus auch als Standard-HTML-Code einfügen.

    Möchtest du deine Slideshow hingegen direkt mit deinen Kunden teilen, etwa über Facebook, Twitter oder Tumblr, kannst du dir auch hierfür einen Code kopieren. Sinnvoll ist dieses Vorgehen vor allem bei reinem Content, also bei Slideshows oder interaktiven Videos, die selbsterklärend sind.


var cpo = []; cpo[„_object“] =“cp_widget_7f9989a3-225c-4bd7-94c0-955fc5122fa3″; cpo[„_fid“] = „AUKAnD-t8TwO“;
var _cpmp = _cpmp || []; _cpmp.push(cpo);
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cp.async = true; cp.src = „//www.cincopa.com/media-platform/runtime/libasync.js“;
var c = document.getElementsByTagName(„script“)[0];
c.parentNode.insertBefore(cp, c); })(); Die 3 besten Seeding-Kanäle für interaktiven ContentFacebook – Spiele wie Quiz und Rätsel lassen sich ideal über Facebook verbreiten. Buzzfeed hat es in meinem Fall vorgemacht: erreicht dein Content erstmal die richtige Zielgruppe, ist das weiße F ein mächtiger Multiplikator.originaldate 1/1/0001 6:00:00 AMwidth 1264height 757Youtube – Die Anmerkung-Funktion von Youtube erlaubt es dir u.a., Links auf andere Videos zu setzen. So kannst du auch hier eine enorme Reichweite mit interaktiven Videos erzielen. Zum Beispiel indem du deinen Usern vorschlägst, weitere Videos von dir anzuklicken.originaldate 1/1/0001 6:00:00 AMwidth 1264height 757Twitter – Auch bei Twitter kann interaktiver Content deine Follower begeistern. Dabei empfiehlt es sich, den entsprechenden Content mehrfach zu verlinken. Der Grund: Twitter ist extrem schnelllebig. Wer nicht gerade Followerzahlen wie Trump hat, muss seinen Content mehrfach bewerben. originaldate 1/1/0001 6:00:00 AMwidth 864height 757

Fazit

Eine von Textbroker durchgeführte Umfrage ergab, dass 50 % aller befragten Teilnehmer keinerlei interaktiven Content nutzen. Lediglich 1/4 der User vertraut demnach auf interaktive Inhalte. Wiederum 24 % wissen hingegen nicht, ob interaktiver Content überhaupt zum Einsatz kommt. Was uns diese Statistik sagt? Das interaktiver Content noch immer unterschätzt wird. Und das, obwohl er verhältnismäßig leicht anzufertigen ist.

Häufig gestellte Fragen


  • Was bedeutet Content Generierung?

    Der Begriff Content Generierung kann synonym für Content Erstellung/ Content Produktion verwendet werden. Er beschreibt die zentrale Phase des Content-Marketing-Workflows, zu dem 1.) die Recherche, 2.) die Planung, 3.) die Content Generierung, 4.) die Content Distribution und 5.) die Analyse gehören. Wie du dein Content Marketing mit einem solchen Workflow verbessern kannst, erfährst du hier.


    • Wie kann ich eine interaktive Infografik erstellen?

      Die interaktive Infografik ist vor allem im Sektor Reisen sehr beliebt: hierfür werden in der Regel digitale Landkarten erstellt, die sich im Anschluss mit ausklappbaren, interaktiven Elementen füllen lassen. Um sie zu erstellen genügen in der Regel Gratis-Tools, die wir hier bereits thematisiert haben.


      • Wie kann ich eine interaktive Website erstellen?

        Eine interaktive Website, also eine Page bei der deine User u.a. die Möglichkeit haben sich anzumelden und bestimmte Handlungen zu vollziehen, lässt sich in der Regel mit jedem CMS (WordPress, Joomla usw.) erstellen. Für Communitys eignet sich besonders Drupal, da es Social-Anwendungen am besten unterstützt.


        • Was bedeutet Interaktives Storytelling?

          Beim interaktiven Storytelling erzählen interaktive Inhalte eine Geschichte. Die Seite Bizbrain setzt hierfür auf eine Onpage-Seite, bei der der User selbst bestimmen kann, wann er scrollt. In diesem Fall um alles über die Herkunft des Kaffees zu erfahren.


          • Wo lassen sich Lernspiele einordnen?

            Lernspiele, wie die von Spielzwerg, gelten ebenfalls als interaktiver Content. Sie werden häufig mit Grundschulbildung in Verbindung gebracht, können aber auch Erwachsene dazu anregen, ihr Wissen zu erweitern (z.B. in Form eines Quiz).
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