Während sich in der Suchmaschinenoptimierung früher alles um Keywords drehte, geht man heute bei einem holistischen Content Marketing-Ansatz weiter weg von reinen „Keyword“-Optimierungen. Stattdessen setzt man auf authentische Stories, gut geplante Themencluster und hilfreiche Inhalte. Doch für Suchmaschinen wie Google sind Keywords nach wie vor ein Indikator für das Themenspektrum einer gesamten Website oder einer einzelnen Seite. Um eine ordentliche Keyword Recherche kommt man somit auch im Jahr 2018 nicht herum.

Das solltest du wissen

  • Keywords sind Wörter und Phrasen, die im Internet gesucht werden
  • Long Tail Keywords besitzen oftmals ein großes Potential
  • Eine Keyword Recherche sollte beim Nutzer starten
  • Mit Brainstorming kann eine erste Liste mit Keywords erstellt werden
  • Eine Konkurrenzanalyse hilft dir, deine Nutzer besser zu verstehen
  • Mithilfe einer Analyse kannst du die recherchierten Keywords priorisieren
  • Eine Keyword Recherche sollte in deinen Content Marketing-Prozess integriert sein

Was sind Keywords?

Keywords sind Wörter und Phrasen, nach denen Nutzer im Internet suchen. Sie beschreiben die Themen und Schlüsselpunkte deiner Inhalte. Bei einer Keyword Recherche versucht man diese Keywords ausfindig zu machen. Mit einer gut durchgeführten Keyword Recherche kannst du die Performance und den ROI deiner Content Erstellung von Beginn an verbessern.

In der Praxis unterscheidet man bei den Keywords zwischen Head, Body und Long Tail Keywords:

  • Head Keywords sind einzelne Suchbegriffe mit einem hohen Suchvolumen
  • Body Keywords sind Phrasen mit zwei bis drei Wörtern und einem guten Suchvolumen
  • Long Tail Keywords sind Phrasen mit vier oder mehr Wörtern mit einem geringen Suchvolumen

Das Suchvolumen steht dabei für die (geschätzten) Suchanfragen pro Monat. Ein höheres Suchvolumen ist in vielen Fällen besser, damit steigt jedoch auch die Konkurrenz. Auf den ersten Blick kann es also so wirken als wären Head Keywords erstrebenswert und Long Tail Keywords uninteressant. Jedoch ist in der Regel der Kampf um Head Keywords sehr hart, während man bei Body und Long Tail Keywords viel Potential nutzen kann. Je länger eine Phrase ist, desto spezifischer ist auch die Suchanfrage. Gute Rankings bei Long Tail Keywords können insgesamt auch eine Menge Traffic liefern. Und zudem sind die Nutzer, die über längerer Suchphrasen zu dir finden, auch relevanter.

Beispiele für die unterschiedlichen Typen von Keywords:

  • Head Keywords: Bitcoin
  • Body Keywords: Bitcoin handelnBitcoins kaufenBitcoins günstig tauschen
  • Long Tail Keywords: Bestes Bitcoin Wallet für Apple iPhones

Warum eine Keyword Recherche durchführen?

Die Keyword Recherche kommt ursprünglich aus dem SEO-Bereich und findet so ihren Weg ins Content Marketing. Sind die Keywords gut gewählt, so verstehen Suchmaschinen die Botschaft deiner Inhalte besser. Keyword Stuffing und Co. gehören der Vergangenheit an. Es gibt zwar gute Indizien und Kennzahlen für suchmaschinenoptimierte Texte (wie beispielse WDF*IDF), diesen wollen wir uns aber in diesem Beitrag nicht widmen. Wir setzen einen Punkt früher an. Eine gute Recherche kann dein Keyword Ranking verbessern und sorgt dafür dass deine Zielgruppen im Internet zu dir findet. Es hilft dir, Themen (und Themencluster) zu finden, die deine Content Marketing Strategie unterstützen.

So findest du die besten Keywords

Um das beste Keyword für dein Produkt, deine Organisation oder deinen Zweck zu finden gibt es unterschiedliche Wege. Zum einen solltest du basierend auf zuverlässige Daten Entscheidungen treffen und zum anderen auch auf deine persönliche Einschätzung vertrauen (vorausgesetzt du besitzt eine gewisse Zielgruppenaffinität). Deine Keyword Recherche sollte dabei ein guter Mix aus datengetriebenen Entscheidungen und Bauchgefühl sein.

Was sind die Bedürfnisse deiner Nutzer?

Wir gehen jetzt zunächst davon aus, dass du bereits deine Content Strategie und deinen Markt definiert hast. Bevor du damit beginnst, Inhalte für deine Nutzer (Kunden oder Leser) zu schreiben, solltest du deren Interessen in den Mittelpunkt stellen. Und dazu benötigst du eine möglichst genaue Zielgruppendefinition oder Personas.

Laut Wikipedia ist stellt eine Persona „einen Prototyp für eine Gruppe von Nutzern dar, mit konkret ausgeprägten Eigenschaften und einem konkreten Nutzungsverhalten“ dar. Bei der Erstellung deiner Personas solltest du je nach B2B- oder B2C-Fokus bestimmte Schwerpunkte setzen. Alle Details dazu findest du in unserem Artikel mit vielen praktischen Tipps zur Erstellung von Personas für dein Content Marketing. Deine Personas sind dann im daily Business jene Nutzer, die im besten Fall zu deinen langfristigen Kunden werden.

Aufbauend auf deinen Personas solltest du dir dann überlegen mit welchen Bedürfnissen oder Problemen deine Personas konfrontiert sind. Probiere, dich in die Personas hineinzuversetzen und ein paar Meter in ihren Schuhen zu gehen. Schreib dir dazu möglichst viele Themen, Probleme, Bedürfnisse, Suchphrasen und Challenges deiner Personas auf. Es kann auch hilfreich sein, dabei einen Blick auf die W-Fragen zu werfen. Die W-Fragen beantworten Fragen wie Was, Wie, Wann, Wo, Wer und Warum.

W-Fragen können helfen, die Bedürfnisse der Nutzer zu erkennen.

Interessiert sich deine Persona beispielsweise für das Thema „Bitcoins“ so könnte ein Problem dieser Persona Unsicherheit sein. Damit könnte wiederum fehlende Information über die Funktionsweise der Blockchain-Technologie verbunden sein.

Was möchtest du erzählen?

Hast du ein klares Bild von den Bedürfnissen deiner Zielgruppe, so kannst du einen Schritt weitergehen. Als Content Marketer musst du jetzt entscheiden, was du deinen Nutzern erzählen möchtest. Oft gibt es Vorgaben, die sich aus der Unternehmens- oder Marketingstrategie ableiten. Vielleicht kannst du aber auch frei wählen, welchen Pain Point deiner Nutzer du ansteuern möchtest. Auf jeden Fall macht es Sinn, dass du dich mit anderen Abteilungen in deinem Unternehmen austauschst, denn hier liegen oft wertvolle Informationen verborgen.

Hilfreiche Informationen können sein:

  • Feedback von bestehenden Kunden
  • Bewertungen von Dienstleistungen
  • Häufige Fragen an das Support-Team
  • Aktuelle PR-Arbeit & Werbekampagnen

Am besten ist zu Beginn ein Brainstorming-Workshop mit Kollegen aus anderen Abteilungen und potentiellen Nutzern, um neue Ideen zu generieren.

Wie finden bestehende Nutzer zu dir?

Nutze vorab gesammelte Daten, um dir ein besseres Bild über das Verhalten deiner Nutzer zu machen. Wirf einen scharfen Blick auf den Beginn der Customer Journey deiner Personas und mit welchen Keywords sie aktuell zu dir finden. Mit contentbird kannst du eine umfassende Analyse deines Traffics sowie deiner Sichtbarkeit und Reichweite ganz einfach durchführen. Alternativ kannst du die Google Search Console nutzen, um die aktuell verwendeten Suchbegriffe deiner Nutzer ausfindig zu machen. Dabei kannst du auch einen Blick auf Klickrate und Suchvolumen werfen, um ungenutzte Potentiale aufzudecken.

Wer ist deine Keyword Konkurrenz?

Wie bei einer klassischen Marktanalyse lohnt sich in den meisten Fällen auch bei der Keyword Analyse ein Blick auf die Konkurrenz. Vielleicht kennst du bereits die besten Ressourcen für deine Branche, eine kurze Google Suche kann aber nicht schaden. Ein Blick auf Social Media (vor allem Twitter, Facebook und LinkedIn) kann dir außerdem weiterhelfen, die Konkurrenz in Auge zu behalten. Wenn du dir bei der Keyword-Wahl noch sehr unsicher bist, kannst du auch einen Blick auf einschlägige Diskussionsforen, Quora oder Reddit werfen. Versuche aus den Fehlern deiner Konkurrenten zu lernen. Wirf dabei einen genauen Blick auf das, über was sie schreiben und welche Inhaltstypen sie verwenden.

Stell dir folgende Fragen:

  • Werden Grafiken, Videos oder Audio im Content Marketing-Mix verwendet?
  • Welche Inhalte ranken bei Suchmaschinen außerordentlich gut?
  • Wo wurden Backlinks gesetzt?
  • Werden Themencluster genutzt? Wie viele weiterführende Inhalte gibt es?

Hast du einen Blick auf die Konkurrenz geworfen, kannst du dein „Keyword Umfeld“ besser einschätzen. Es lohnt sich auch, regelmäßig die Konkurrenz hinsichtlich Keywords und Inhalte zu analysieren. So kannst du diese mit deinem Status quo vergleichen und Anpassungen an deiner Strategie vornehmen.

Wie hoch ist das Potential deiner Keywords?

Die vergangenen Schritte sollen dir helfen, die „Keyword Landschaft“ rundum dein Unternehmen und deine Personas besser zu verstehen. Du könntest dir jetzt natürlich ein Thema oder Keyword auswählen und einfach darauf los schreiben. Möchtest du deinen ROI im Auge behalten, so solltest du vorab potentielle Keywords auf ihr Potential prüfen und verwandte Keywords oder Keyword-Kombinationen (Longtail Keywords) aufspüren. Zum Glück gibt es einige Tools, die dir weiterhelfen können.

Zunächst nimmst du deine Liste an Keywords und überprüfst für jedes Keyword zumindest folgende Daten:

  • das monatliche Suchvolumen
  • CPC (entspricht den Kosten beim Schalten von Anzeigen mit Google AdWords)
  • Wettbewerb

Mit contentbird kannst du im Rahmen deines Content Marketing-Prozesses dabei nicht nur das Suchvolumen analysieren, sondern auch eine Potentialanalyse sowie einen ROI-Forecast erstellen.

Suchvolumen und Konkurrenz für das Keyword "Bitcoin"

Empfehlenswerte kostenlose Keyword Tools sind:

Wie geht es weiter?

Nachdem du deine Keyword Analyse abgeschlossen hast, kannst du mit der Content Erstellung fortfahren. Im Rahmen unserer contentbird Methode geht es nach der Erstellung an die Qualitätssicherung. Darauf aufbauend erfolgt die Steigerung der Reichweite und gegebenfalls Monetarisierung. Und schließlich solltest du auch die Performance analysieren. Dazu erhältst du von contentbird eine Kosten- und ROI-Analyse sowie Daten zu Traffic, Sichtbarkeit und Reichweite. Abschließend kannst du auch die Produktivität deines Content Marketing-Prozesses analysieren. Probier‘ es gerne in unserem Free Trial aus und lege den Grundstein für erfolgreiches Content Marketing.

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contentbird Recherche

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