Bedeutsame Ereignisse und einflussreiche Personen wurden schon immer auf Bildern festgehalten. Wir alle erinnern uns an Albert Einstein mit herausgestreckter Zunge, den „Man on the moon“ oder das auf gefühlt jedem dritten T-Shirt prangende Gesicht von Che Guevara.

An den vor Glück strotzenden Matrosen, der das Kriegsende feiert, indem er wahllos eine Krankenschwester küsst. Oder an Hans Conrad Schumann, wie er im August 1961 über den zwischen Ost- und West-Berlin verlegten Stacheldraht springt. Bilder sind immer Momentaufnahmen und schreiben regelmäßig Geschichte.

Emotionen vs. Fakten – Instagram, Pinterest und YouTube

Mit dieser etwas pathetischen Einleitung und den dazu passenden Schnappschüssen heißen wir euch im visuellen Universum willkommen. Anders als unsere einleitend genannten Bilder vielleicht vermuten lassen, möchten wir heute jedoch keinen Geschichtsunterricht halten. Vielmehr wollen wir euch praktische Tipps für den Umgang mit verbildlichtem Content geben.

Um falschen Erwartungen vorzubeugen, möchte ich gleich am Anfang darauf hinweisen, dass dieser Beitrag nicht auf Infografiken und deren Erstellung eingeht. Wenn du hierzu mehr erfahren willst, kann ich dir aber diesen Beitrag empfehlen.

Mach ich Foto, tu ich Insta – 3 Tipps für mehr Reichweite auf Instagram

Ein Netzwerk von Narzissten? Wer das erste Mal mit Instagram in Kontakt kommt, könnte das tatsächlich vermuten. Reiht sich hier doch ein stylisches Selfie an das nächste. Wer Instagram aktiv für sein Content Marketing einspannen will, sollte daher folgende Tipps unbedingt berücksichtigen.

Tipp Nr. 1: Nutze Hashtags richtig!

Überprüfe immer, ob deine Hashtags folgende Anforderungen erfüllen:

  1. Dein ausgewähltes Hashtag passt zum Beitrag/zum Thema/zur Branche.
  2. Du verwendest maximal zwei Hashtags pro Bild.
  3. Du verwendest sowohl beliebte als auch Nischen-Hashtags.

Tipp Nr. 2: Analysiere deine Bilder!

Es mag auf den ersten Blick wie eine ausgelutschte Binsenweisheit klingen, doch gerade Bild-Content muss regelmäßig analysiert werden. Vergleiche die Likes und Kommentare deiner Bilder und dokumentiere, welche davon am erfolgreichsten waren. Darauf basierend kannst du dann weitere Maßnahmen koordinieren und z.B. neue Bilder vom Firmenmaskottchen oder der neuen Mitarbeiter-Lounge posten.

Tipp Nr. 3: Starte deinen eigenen Wettbewerb!

Instagram eignet sich wie kein anderes Netzwerk dazu Foto-Wettbewerbe auszutragen. Definiere hierfür einfach ein einprägsames Hashtag und fordere deine Follower heraus. Damit der Wettbewerb jedoch nicht an einem zufälligen Punkt startet und ergebnislos im Sande verläuft, solltest du vor allem kreativ sein und klare Regeln (Wer darf mitmachen? Was gibt es zu gewinnen?) festlegen.

Doch keine Angst: auch auf den ersten Blick kaum innovativ wirkende Themen können deine User aktiv werden lassen. Wie wäre es z.B. mit einem Wettbewerb zum Thema „Fenster“? Das Team von dreamings.competitions hat es vorgemacht. Deren Wettbewerbe und weitere Anregungen findet ihr unter folgendem Link.

A network of interest – 3 Tipps für mehr Reichweite auf Pinterest

Sehr häufig begehen Content-Marketer den Fehler, Pinterest mit Instagram gleichzusetzen. Natürlich gibt es Gemeinsamkeiten, jedoch betont die Führungsetage Pinterests immer wieder, dass es sich bei ihrem Projekt um eine Art Bildersuchmaschine handelt. Das zeigt sich u.a. in den verhältnismäßig langen Zeiträumen, die ein Pin hier überdauert. Aber auch in der Art der Inhalte (Instagram: sehr persönliche Bilder; Pinterest: zusammengetragene Bilder zu bestimmten Themen).

Tipp Nr. 1: Nutze (auch hier) Hashtags richtig!

Boards, Links und Pins – sie alle kommen heute nicht ohne Keywords/Hashtags aus. Um die Reichweite deiner Bilder nachhaltig zu steigern, solltest du im Vorfeld also vielversprechende Keywords/Hashtags notieren und besonders darauf achten, wie spezifisch du werden kannst: möglicherweise wurde bereits ein passenderes Keyword verwendet als das, welches du vorgesehen hattest. Je mehr Nischen du mit deinen Bildern bedienen kannst, desto besser!

Tipp Nr. 2: Veröffentliche den richtigen Content!

Infografiken, wie die von marketingzen.com, sind u.a. deswegen beliebt, weil sie Informationen vereinfacht abbilden und dem Leser somit Zeit sparen. Verbildlicht lassen sich Informationen in Sekundenschnelle verarbeiten. Ein angenehmer Kontrast zur Informationssuche via klobigem Text. Verbunden mit Pinterests Eigenschaft Bilder über einen langen Zeitraum hinweg publik halten zu können, lassen sich Infografiken hier als Evergreen-Content veröffentlichen.

Tipp Nr. 3: Sei einzigartig!

Auch wenn viele angehende Content-Marketer es nicht mehr hören können: einzigartiger Content, sei es in Text-, Video- oder Bildform, wird dir einen enormen Schub geben und garantiert zu mehr Followern führen. Für Pinterest gilt das genauso: schaffe Mehrwerte in Bildform und man wird dich klicken! Wie wäre es z.B. mit visuellen Infos aus deinem neusten Whitepaper?

Blog Post Templates

Damit User zukünftig in deine Röhre schauen – 3 Tipps für mehr Reichweite auf YouTube

Als YouTube 2005 laufen lernte, dachte wohl noch niemand an Klick-Rekorde und potenzielle neue Werbeflächen. „Me at the zoo“, das erste Youtube-Video, ist daher auch lediglich 18 Sekunden lang und zeigt Mitbegründer Jawed Karim vor einem Elefantengehege. Keywords oder aufwendig gestaltete Kanalbilder sucht man vergeblich.

12 Jahre nach dem ersten Clip auf YouTube hat sich vieles verändert: beinah jedes Unternehmen unterhält mittlerweile eine Internetpräsenz und ebenso viele verfolgen Content-Marketing-Strategien. Ein Video wie das von Karim würde in Zeiten HD-tauglicher Aufnahme- und Endgeräte wohl für Verwirrung und Kopfschütteln sorgen.

Content Marketing auf YouTube – Braucht es immer ganz großes Kino?

Wenn Unternehmen Content auf YouTube produzieren, kann dieser schnell als klassische Werbung abgetan werden. Jedoch zeigen diverse Beispiele, wie sich Unternehmen in der Vergangenheit erfolgreich in Szene setzten. Entweder auf dem eigenen Kanal oder durch Kooperationen mit bekannten YouTuber. Was uns zu Tipp 1 führt:

Tipp Nr. 1: Wähle den richtigen Ansatz für dein Unternehmen!

  1. Geschenkidee.de
    Mit der Werbekampagne „Niemand mag Socken zu Weihnachten“ brachte das Portal Geschenkideen.de viele potenzielle Kunden zum Lachen. Aktuell macht das Unternehmen seinem Namen alle Ehre und fokussiert sich in kurzen Clips auf Geschenkideen zu sämtlichen Anlässen. Interessant ist hierbei die Entwicklung: Wurde um Weihnachten 2015 noch mit einer sprechenden Socke geworben, überzeugt das Unternehmen jetzt mit hilfreichen und informativen Video-Formaten.
  2. Dude Perfect
    Die Jungs von Dude Perfect dürften bei über 22 Millionen Abonnenten fast jedem ein Begriff sein. Von Texas aus überschwemmen sie den Markt regelmäßig mit neuen Trick-Shots. Besonders beliebt: das im April diesen Jahres veröffentlichte „Ping Pong Trick Shots 3“. Kekshersteller Oreo wird mittels unterhaltsamen Product Placements reichweitenstark in Szene gesetzt: Bisher wurde das Video über 74 Millionen Mal angeklickt.

Beide Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Content auf YouTube gestaltet werden kann, um damit die eigene Markenbekanntheit und Reichweite zu steigern. Thematisch solltest du jetzt also wissen, welche Möglichkeiten sich dir und deinem Unternehmen bieten.

Tipp Nr. 2: Nutze spezielle Tools für die Suche nach Keywords!

Bei YouTube ist alles anders? Nicht ganz: wie bei Instagram, Pinterest und allen anderen Netzwerken benötigst du auch bei Youtube häufig geklickte Keywords und damit eine Keyword-Strategie. Für YouTube hat sich laut übereinstimmenden Expertenmeinungen das keywordtool.io bewährt. Gibst du hier ein Keyword wie Content Marketing ein, erhälst du direkt nutzbare Longtails wie Content Marketing deutsch oder Content Marketing Strategie.

Tipp Nr. 3: Setze Keywords gemäßigt ein!

Folgende Aspekte musst du bei der Gestaltung von Videobeschreibung und Titel unbedingt beachten:

  1. Keyword + Aufhänger + Inhalt = Titel
    Keywords gehören in jeden guten Video-Titel. Jedoch muss die Überschrift gleichzeitig das Interesse des Users wecken und exakt das ankündigen, was im Video wirklich enthalten ist. Eine schmale Gratwanderung, die es in der Planung zu meistern gilt.
  2. Hauptsache Keywords? Auf gar keinen Fall!
    Bis vor einigen Jahren kursierte bei YouTube eine gängige Praxis, um seine Videos nach vorne zu bringen. Hierfür fügte man einfach vielgesuchte Keywords in die Videobeschreibung ein und erhöhte dadurch seine Reichweite. Da der massive Einsatz von Keywords auf potenzielle Kunden wohl eher abschreckend wirkt, sei davon dringend abgeraten.
  3. Daumen hoch für gute Videobeschreibungen
    In Videobeschreibungen solltest du dich in einer einheitlichen Ansprache, die im Vorfeld der Strategie definiert werden sollte, besonders kurz halten. Zwei Sätze sind vollkommen ausreichend und sagen, gespickt mit Links zu anderen passenden Videos und einzelnen Keywords, mehr aus als endlos lange Keywordlisten oder abgehackte Sätze ohne Ansprache.

Fazit

Nicht jeder ist der geborene Foto- oder Videoproduzent, weshalb die Erstellung von visuellem Content, je nach Ziel, von Profis übernommen werden sollte. Mit Ziel ist hierbei u.a. die Art der Fotos/Videos gemeint: Sollen die Bilder Kunden eher seriös ansprechen (z.B. Infografiken)? Oder dienen sie vorrangig der Unterhaltung? Nur wenn im Vorfeld der Strategie eine klare Zielstellung formuliert wurde, lassen sich Bilder und Videos zielgerichtet erstellen, verbreiten und analysieren. Wenn du genaueres zu diesem Kreislauf erfahren möchtest, findest du hier alle Infos zum Content-Marketing-Workflow, den du auf jede Content-Kampagne anwenden kannst.

Qualität hat ihren Preis? Wer plant, Content Marketing mithilfe von Bildern und Videos zu gestalten, sollte das Wort Qualität durch Kreativität ersetzen. Historische Bilder entstanden häufig aus purem Zufall. Sie auf Knopfdruck zu erstellen ist möglich und unmöglich zugleich. Mit den richtigen Keywords und Hashtags kannst du jedoch Content produzieren, der aktuell oder auch über einen längeren Zeitraum hinweg gefragt ist. Nutze die gängigen Keyword-Tools daher sorgfältig und verliere trotzdem niemals dein eigentliches Ziel aus den Augen: Letztlich willst du deinen Usern immer einen Mehrwert bieten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.