Kaum jemand möchte heutzutage noch von lästigen Spam-Mails, nervigen Newslettern und penetranten Flyern in seinem Briefkasten belagert werden. Dass das in den letzten Jahren zu einer niedrigen Öffnungsrate von Werbemails und Co. führte, ist die logische Konsequenz. Doch die Marketing Strategen 2018 schlafen nie und wissen: Messenger Marketing ist das neue Direktmarketing. Wie Du Deine Zielgruppe noch personalisierter ansprichst und was Messenger Marketing überhaupt ist, zeigt Dir der heutige Beitrag.

Darum gehts heute: Messenger Marketing & Zielgruppen personalisiert ansprechen

Zielgruppen zunehmend feiner und differenzierter zu betrachten, ist das A&O im Marketing. Diese Differenzierung führt zu weniger Streuverlusten, zufriedeneren Kunden und einer verbesserten Kundenbindung. Das liegt daran, dass der Kunde sich persönlich angesprochen fühlt und nicht wie einer von vielen. Messenger Marketing ist in diesem Zusammenhang der Clou, um zielgruppenorientiert und personalisiert für seine Marke zu werben. Deshalb erwartet Dich heute Folgendes:

  • Was genau verbirgt sich hinter Messenger Marketing?
  • Diese Kanäle bieten sich zum Messenger Marketing an
  • Der Frisörbesuch – einfaches Messenger Marketing am Beispiel erklärt
  • Marketing Automation vom Feinsten
  • Häufige Fragen

Was genau verbirgt sich hinter Messenger Marketing?

Die in Deutschland noch eher spärlich verbreitete neue Art des Online Marketings, nämlich Messenger Marketing, findet zunehmend Anklang. Deshalb ist es an der Zeit zu zeigen, welche Vorteile diese Art von Direktmarketing bietet und was man alles mit ihr erreichen kann. Vereinfacht gesagt beschreibt Messenger Marketing die abgewandelte, neue Art des E-Mail Marketings. Grundlegende Unterschiede dieser beiden Disziplinen sind jedoch der Zeitaspekt, die persönliche Note und ihre Beliebtheit bei den Kunden.

Während nur etwa 20 % aller Werbemails geöffnet werden, liegt die Öffnungsrate bei Nachrichten, die per Messenger empfangen werden, sogar bei über 80 % laut dem Marketing Genie Neil Patel. Eine beeindruckend hohe Zahl, wenn man bedenkt, dass die meisten E-Mails sowieso früher oder später im Junkordner landen oder von vorn herein ignoriert werden. Es ist schließlich kein Aufwand, die ohnehin oft frequentierte App auf dem Smartphone zu öffnen und sich neben den Chats mit Freunden und Bekannten noch schnell die neuesten Angebote der Lieblingsmarke anzuschauen.

Diese Kanäle bieten sich zum Messenger Marketing an

Dass Messenger Marketing auf dem Weg zum Vorreiter für direktes Marketing ist, ist jetzt klar. Wie sieht es jedoch in der Bevölkerung aus? Werden Messenger überhaupt genutzt und wenn ja, welche genau? Laut Statista nutzen insgesamt 69 % der Deutschen einen oder mehr Messengerdienste auf ihren Smartphones oder anderen mobilen Endgeräten. Der Großteil der Bevölkerung also und demnach mit Sicherheit auch ein Großteil Deiner Zielgruppe.

Infografik: Diese Messenger nutzen die Deutschen | Statista

Bildquelle: Statista – Diese Messenger nutzen die Deutschen

Der wohl beliebteste Messenger ist – wer hätte es gedacht: WhatsApp. Um auf WhatsApp Messenger Marketing zu betreiben, braucht man nur die Hürde überwinden, dass der Kunde die Telefonnummer in seinen Kontakten speichert. Andernfalls erhält er keine Broadcast-Nachrichten und somit keine Neuigkeiten über den Messenger. Doch auch andere Messenger, wie beispielsweise der Facebook Messenger, WeChat und Telegram eignen sich hervorragend zum Messenger Marketing. Falls Du von WeChat und Telegram noch nichts gehört hast – kein Problem. Hier ein kurzes Heads-Up:

WeChat ist ein ursprünglich chinesischer Messenger, der mittlerweile jedoch über 100 Millionen tägliche Anwender außerhalb Chinas findet. Sogar einen eigenen Bezahlprozess leistet die 2011 erschienene App. Gerade für Marken, die chinesische User ansprechen möchten, ist WeChat unabdingbar.

Unter den alternativen Messengern ist Telegram definitiv der beliebteste. Der Messenger Dienst bietet unter Anderem Kanäle, Broadcasts und die Möglichkeit zum Einsatz von Bots an. Zu diesen technischen Features jedoch später mehr!

Infografik: Telegram ist populärster alternativer Messenger | Statista

Bildquelle: Statista – Telegram ist populärster alternativer Messenger

Wie du siehst, gibt es eine ganze Bandbreite an Messengern, die sich für Messenger Marketing eignen. Probiere am besten selbst aus, wo sich Deine Kunden tummeln und welchen Service sie am ehesten nutzen. Dies kann mithilfe von Umfragen, einem Call-to-Action per Social Media oder direkter Anfrage per E-Mail geschehen.

Der Frisörbesuch – einfaches Messenger Marketing am Beispiel erklärt

Wie kann man sich diese Art von Marketing nun im echten Leben vorstellen? Wo könnte es Anwendung finden? Gehen wir einmal von einem ganz normalen Besuch beim Frisör aus. Viele Frisöre bieten heutzutage die Terminvergabe online über die Webseite an. Dadurch bekommt der Salon bereits wichtige Daten wie Name, E-Mail Adresse und Telefonnummer. Hat er dann einmal um Erlaubnis gefragt, Dich per Handynummer kontaktieren zu dürfen, könnte sich also folgendes Szenario abspielen:

Nach Deinem Frisörbesuch verlässt Du den Salon. Kurz darauf erhältst Du eine Nachricht im Messenger, ob Du zufrieden mit Deinem Besuch warst. Lediglich mit einem einfachen „Ja“ oder „Nein“ beantwortet, leitet der Chatbot die weitere Unterhaltung in die Wege. Falls alles in Ordnung war, bedankt er sich und hofft, Dich demnächst wieder begrüßen zu dürfen. Falls nicht, könnte er Dich zu einem Rabatt beim nächsten Besuch oder einer Online-Umfrage weiterleiten. Win-Win Situation, oder? Schnell, einfach und persönlich. Der Frisör profitiert von Deinem Feedback und Du von personalisiertem Kundendienst. Sind weitere Daten bekannt, wie das Geburtsdatum, könnte der Chatbot Dir auch jährlich einen Gutschein oder Rabattcode zukommen lassen. Ganz schön praktisch!

Marketing Automation vom Feinsten

Wie bereits erwähnt, war eben von einem sogenannten Chatbot die Rede. Kaum jemand kann sich heutzutage leisten, einen 24/7 besetzten Kundenservice mit einem Mitarbeiter pro Messengeranfrage zu beschäftigen. Deshalb kommen zunehmend Bots zum Einsatz.

Sie können auf zuvor programmierte Nachrichten und Fragen automatisiert antworten, sodass der Kunde erst dann zu einem Mitarbeiter weitergeleitet wird, wenn der Bot sich nicht mehr zu helfen weiß. Die fleißigen technischen Helferlein können jedoch nicht nur erst auf Kundenanfrage aktiv werden. Sondern auch regelmäßig von sich aus mit Call-to-Actions, newsletterähnlichen Nachrichten und Neugikeiten an den Kunden herantreten. Das vereinfacht das mühselige Erstellen von Newslettern erheblich. Nebenbei erhöht diese Art des Marketings auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde die Nachricht nicht nur überfliegt, sondern gar interessiert durchliest und vielleicht auch antwortet.

How-to Messenger Marketing mit Telegram erklärt

Der Vorteil von Kanälen ist, dass lediglich die Anzahl an Teilnehmern sichtbar ist, nicht jedoch ihre Handynummer oder Namen. Auch die Teilnehmeranzahl ist unbegrenzt und jeder kann einfach sowie schnell über einen Link beitreten. Broadcasts funktionieren nach dem Newsletterprinzip: Eine Nachricht, unendlich viele Empfänger, die im privaten Chat die News und Angebote erhalten. Das Nonplusultra dieses Messengers ist jedoch, dass er eine API bietet, dank der man selbst „gebaute“ Bots einsetzen kann. Diese antworten dann smart auf Nachrichten und Anfragen des Users. Darüber hinaus schalten sie erst dann den Kundendienst ein, wenn sie mit ihrem Latein am Ende sind.

Du hast bereits einen Telegram Channel und möchtest nun aber weitere potenzielle Kunden ansprechen? Dann bist du auf der Suche nach Channeln, die deiner Thematik ähneln. Auch sind ebenjene Personen für dich wichtig, die ähnlich wie deine Kunden ticken. Generell, um eine thematische Übersicht zu bekommen, kann ich dir die Webseite https://tlgrm.eu/channelsempfehlen. Natürlich muss man bei jedem einzelnen Channel noch einmal prüfen, ob diese nicht von zwielichtigen Themen wie Pornografie o.Ä. dominiert werden. Doch diese Vorsicht kennen wir bereits aus dem World Wide Web. Es sollte also klar sein, diese Vorsicht an dieser Stelle nicht zu verlieren. Das praktische an dem von Telegram angebotenen Service: Du musst dich nicht an die vorgegebenen Themen halten, sondern kannst auch über Hashtags und Keywörtern nach für dich passenden Channels suchen. Also, hau in die Tasten und los geht’s!

Häufige Fragen

Ich hoffe, dass dir die Kunst des Messenger Marketings nun klar geworden ist. Sollten dennoch Fragen offen geblieben sein, findest du sie vermutlich hier:

Fazit

Nachdem du nun weißt, worauf es beim Messenger Marketing wirklich ankommt und das die Zeichen der Zeit für eine erste „Whatsapp-Offensive“ noch nie besser standen, solltest du dich alsbald mit Messenger-gerechtem Content beschäftigen. In unser brandneuen contentbird Content Marketing Academy lernst du, welche Arten von Content es gibt und wie du diese strategisch in dein Messenger Marketing einbinden kannst. Neugierig geworden? Dann klick hier.

War der Artikel hilfreich? Habt ihr Fragen? Über Kommentare freuen wir uns natürlich.

 

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