Das Warten hat endlich ein Ende: Nachdem wir euch in Teil 1 unserer Micromarketing-Reihe einen ersten Einblick in die Welt des Microtargeting gegeben haben, verraten wir euch heute, was es mit dem Microtargeting im Marketing – sprich dem Micromarketing – auf sich hat. Wer sich also fragt, wieso das Microtargeting so ein erfolgreiches Marketing-Werkzeug ist, ob es sich als Werbestrategie durchsetzt und wie Microtargeting und Content Marketing zusammenhängen, der ist bei uns genau richtig!
Und bei allen, die diesen Beitrag vorzeitig – jedoch erfolglos – auf Facebook und Twitter angeklickt haben, entschuldigen wir uns für diesen Fauxpas! (Anm. d. Red.)

Microtargeting: Ultimatives Tool im Online Marketing

Der hohe Wirkungsgrad des Microtargeting lässt sich ganz einfach erklären: Die Werbestrategie wirkt auf einen Teil des Gehirns, der stets beeindruckt werden möchte. Wenn wir als Unternehmen also wissen, welche Produkte unseren Kunden mit hoher Wahrscheinlichkeit zusagen, so haben sie automatisch das Gefühl, wertgeschätzt zu werden. Und wenn ein Wähler von einer Partei auf genau die Sachen angesprochen wird, die ihm am meisten am Herzen liegen, wird auch er ein Gefühl der Bedeutsamkeit bekommen. Der Wähler wohnt in der Nähe eines Flughafens? Er erhält alle Informationen über das geplante Nachtflugverbot. Ein anderer Wähler ist arbeitslos? Er wird umfassend über die beabsichtigte Erhöhung des Arbeitslosengeldes informiert. Und da die Empfänger diese Informationen nicht einmal angefordert haben, entsteht sogleich der Eindruck, dass es der Partei damit besonders ernst ist. Schließlich stehen genau die von den Wählern für wichtig empfundenen Informationen augenscheinlich im Fokus der Kampagne.
Doch am Beispiel vieler anderer gehypter Werbestrategien konnten wir erkennen: Eine hohe Wirksamkeit ist nicht immer von Dauer und noch lange kein Garant für das Bestehen in der schnelllebigen Welt des Marketing.

Kurzlebiger Hype oder Dauerbrenner?

Bewegt man sich auf den einschlägigen Blogs, so wird klar: Microtargeting ist schon jetzt in aller Munde. Doch entgegen mancher Meinungen, die Microtargeting als flüchtigen Trend abtun, stellen wir euch jetzt drei Gründe vor, die zeigen, dass Microtargeting gekommen ist, um zu bleiben.

Entmystifizierung des Microtargeting

Vor nicht allzu langer Zeit bedurfte es noch etlicher Kundenumfragen und einer mühsamen manuellen Datenauswertung, um stark personalisierte Werbekampagnen auf die Beine zu stellen. Ohne spezielle Entwicklerfähigkeiten war die Arbeit mit den Daten kaum zu stemmen. Am Beispiel des Microtargeting sehen wir jedoch, dass heutzutage so gut wie jeder personalisierte Anzeigen erstellen kann – auch ohne tieferes technisches Know-how. Google und Facebook haben die Benutzerfreundlichkeit ihrer Funktionen so heruntergebrochen, dass die Anwendung schnell und intuitiv ist. Zukünftig wird dies nur noch einfacher werden.

Die Kundenbrille aufsetzen

Das Microtargeting ermöglicht es uns, in kürzester Zeit eine große Menge von Menschen in kleinste Segmente zu unterteilen und präzise anzusprechen. Auch ob unsere Werbebotschaft beim potenziellen Abnehmer ankommt oder nicht, können wir schneller denn je überprüfen. Damit verschiebt sich der Fokus: Der Markt wird nicht mehr durch die Unternehmensbrille, sondern verstärkt aus Sicht des Kunden betrachtet. Darüber hinaus bewegen wir uns laut Gerry McGovern im Rahmen des zeitgemäßen Marketing weg von Meinungen und Bauchgefühlen hin zu harten Fakten und Daten. Durch Mikrotargeting besitzen wir die Möglichkeit, entlang datenbasierter und zunehmend individueller Customer Journeys unsere Kunden zu jedem Zeitpunkt gezielt und personalisiert anzusprechen. Sowohl auf positive als auch auf negative Reaktionen der Konsumenten können wir umgehend reagieren und die Zielgruppe entsprechend anpassen.

Künstliche Intelligenz als Antrieb des Microtargeting

Eins steht fest: Microtargeting ist kein abgeschlossener Prozess, sondern entwickelt sich unentwegt weiter. Die ihm zugrundeliegenden Algorithmen werden immer weiter ausgearbeitet, sodass die Datenmengen, die die User hinterlassen, immer präziser ausgewertet werden können. Das sogenannte Programmatic Advertising wird unter anderem von Facebook und Google stetig weiterentwickelt: Bereits heute können wir vollautomatisierte Werbeflächen in Echtzeit kaufen. Wir zeigen unsere Rezepte-App-Ad also genau dem User, der sich für’s Kochen interessiert und genau in diesem Moment sein Facebook-Profil aufruft.
Eine weitere wichtige Rolle werden zudem Predictive Analytics einnehmen. Das heißt, dass mittels Datenauswertungen Prognosen zu verschiedenen Szenarien getroffen werden. Anhand von Algorithmen wird festgestellt, was für wen am besten funktioniert. Mit Hilfe von Wahrscheinlichkeitsrechnungen werden aus den Daten, die empirische Erfahrungswerte darstellen, konkrete Ergebnisse abgeleitet.

Microtargeting im Content Marketing

Der ein oder andere mag jetzt denken: „Online-Anzeigen sind ja schön und gut, aber erzählt ihr uns nicht ständig, dass Content der wahre King ist?“. Für diejenigen haben wir gute Nachrichten: Die Technik des Microtargeting lässt sich über Facebook- und Google-Ads hinaus auch einwandfrei für Content Marketing-Zwecke nutzen. Denn wie wir mittlerweile wissen, geht es im Microtargeting darum, die Masse potenzieller Kunden in möglichst kleine Untergruppen einzuteilen, um diese so präzise wie möglich anzusprechen. Und genau das sollte auch der Anspruch an jegliche Content Marketing-Maßnahmen sein. Denn je besser ihr euer Zielpublikum kennt, desto genauer könnt ihr eure Inhalte auf dessen Interessen und Bedürfnisse abstimmen. Hier lautet das Stichwort Micro Segmentation: Marketing mit Hilfe von Micro Segmentation ist besonders für Unternehmen von Vorteil, die sich von der Menge ihrer Konkurrenten abheben möchten. Es ermöglicht euch eine extrem spezifische Zielgruppen-Ansprache. So könnt ihr als Unternehmen auch in gesättigten Märkten herausstechen und echte Beziehungen zu euren Nutzern aufbauen.

Ein gutes Beispiel für effizientes Micromarketing sind sogenannte Micro-Influencer. Als Micro Influencer werden Influencer bezeichnet, die sich auf ein ganz bestimmtes Nischenthema spezialisiert haben. Damit haben sie zwar folglich eine vergleichsweise geringe Follower-Anzahl, dafür aber ein überproportional hohes Engagement. Kein Wunder also, dass Unternehmen immer häufiger die Zusammenarbeit mit eher kleineren Meinungsgebern der Kollaboration mit Celebrities o.Ä. vorziehen. Denn obwohl ihr mithilfe von Power Influencern zweifelsohne eine extrem breite Zielgruppe erreicht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Großteil sich nicht für eure Produkte interessiert relativ hoch. Im Gegensatz dazu verfügen Micro Influencer in der Regel über eine sehr treue, themenaffine Followerschaft, die sich intensiver mit den geposteten Inhalten auseinandersetzt.
Neben der Zusammenarbeit mit den Meinungsführern habt ihr als Unternehmen die Möglichkeit, euch selbst als Micro Influencer zu positionieren, um so eure Zielgruppe zu erreichen.

Gute Aussichten für’s Micromarketing

Obwohl Donald Trump den Wahlkampf wahrscheinlich nicht ausschließlich aufgrund von Big Data und Microtargeting gewonnen hat, halten wir fest: Die innovative Kommunikationsstrategie birgt nicht nur für Politiker, sondern vor allem für Marketingverantwortliche ein Riesen-Potenzial. „Raus aus der Einheitskommunikation, hin zur personalisierten Kundenansprache“, haben sich fortschrittliche Unternehmen auf die Fahne geschrieben und investieren dementsprechend immer mehr in die Datensammlung, -verarbeitung und -nutzung. Denn nur so könnt ihr alle potenziellen Zielgruppen präzise analysieren und euer Produkt – sei es eine Software, ein Restaurant oder ein automatischer Schnürsenkelbinder – mit denjenigen Eigenschaften bewerben, die bei der jeweils angesprochenen Gruppe am besten ankommen. Grundlage dafür ist die Auseinandersetzung mit eurer Zielgruppe und die anschließende Entwicklung von Personas, die wir euch hier bei contentbird ja schon von Beginn an predigen. Am Beispiel des Micromarketing seht ihr, wie wichtig diese Schritte für ein erfolgreiches Content Marketing sind. Daher sollten die Segmentierung eurer Kundengruppen und die Erstellung individualisierter und personalisierter Inhalte feste Bestandteile eurer Content Marketing-Strategie sein. Mit Hilfe des contentbird Tools könnt ihr Letztere als auch alle weiteren Content Marketing-Maßnahmen ganz einfach planen und umsetzen. Probiert es direkt aus: Hier geht’s zu unserem Free Trial!

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Für die Zukunft lässt sich sagen, dass sich die Möglichkeiten und der Einflussbereich des Micromarketing im Zuge der Weiterentwicklung unterstützender Technologien wie Big Data noch vergrößern werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich ein solch vielseitiges und effektives Tool wie das Microtargeting über die Grenzen der Politik und des Marketing hinaus auch auf andere Disziplinen und Industriezweige erstrecken wird.

 

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