Spätestens seit dem Google Panda Update ist eines ganz sicher: die Qualität des Contents muss sich auf vielen Websites qualitativ enorm verbessern. Reichte es früher noch aus, mit genügend externen Linkverweisen und den nötigsten, minimalen Textzeilen in den Suchergebnissen auf attraktive Positionen zu klettern, so würde einem Webmaster heute diese Taktik schnell zum Verhängnis werden.

Auch wenn sich viele noch immer sehr schwer mit dem Gedanken tun, aber Websites werden für Menschen gemacht und nicht für Crawler und Bots. Nur der echte User kann letztendlich entscheiden, ob der Inhalt einer Seite nun die benötigten Informationen für ihn gebracht hat oder ob er weitersuchen muss.

Aber wie soll man als Seitenbetreiber seine Zielgruppe richtig einschätzen? Für viele fühlt sich die Content-Erstellung immer ein bisschen wie das Fischen im trüben Wasser an: man erahnt, dass da irgendwas ist, aber so richtig viel rausholen tut man in der Regel nicht. Dabei kann man sich das Leben gerade hier wirklich einfach machen. Es gibt eine Menge guter Tools und Methoden, die Webmaster und Web-Autoren bei der Content-Produktion helfen.

Eine sehr gute Möglichkeit die potentielle Zielgruppe seiner Website besser einschätzen zu können, sind die sogenannten W-Fragen. Fundiert recherchiert und clever integriert werten sie Texte nicht nur strukturell auf, sondern helfen auch bei einer Relevanzsteigerung von Inhalten. Wie genau das funktioniert, will ich an einem kleinen Beispiel erklären.

Was sind W-Fragen überhaupt?

Und schon sind wir ungewollt mittendrin im Thema: während ich diese Zeilen schreibe, hilft mir eine W-Frage prompt, einen wichtigen Punkt für Leser dieses Artikels zu klären. Na klar, Journalisten und versierte Texter werden diesen Abschnitt sicherlich überspringen können, denn W-Fragen zählen zu einem ihrer wichtigsten Mittel, um eine Story in Gänze zu erfassen und wiederzugeben. Aber für viele Hobby-Texter und Webmaster sind „W-Fragen“ nicht per se ein Begriff.

Ganz einfach erklärt: wie, wo, was, wann, warum. Fragen, die mit diesen Worten (oder besser gesagt Buchstaben) beginnen sind die sogenannten W-Fragen. Aber warum sind diese Fragen wichtig für das Schreiben von Texten? (Gemerkt? Schon wieder fließt eine solche Frage in den Text ein.) Auch hier gibt es wieder eine einfache Erklärung. Wie bereits erwähnt, werden Webseiten und damit logischerweise auch ihre Inhalte für Menschen gemacht. Und gerade bei Texten mit einem fachlichen Background, gilt es die enthaltenen Informationen sinnvoll zu verpacken und zu strukturieren. Denn wer bei Google recherchiert, ist in der Regel auf der Suche nach Informationen. Bewusst oder unbewusst: die meisten haben dabei eine bestimmte Frage im Hinterkopf und wollen sie beantwortet wissen.

  • Warum braucht man dies und jenes?
  • Wann muss ich etwas Bestimmtes machen?
  • Wie kann ich etwas vermeiden/erreichen?
  • Wann sollte man tätig werden?
  • Wo finde ich, was ich suche?

Diese Liste an Fragen könnte man noch beliebig erweitern und verändern und wenn man an dieser Stelle einmal in sich geht, dann wird man sich dabei ertappen, wie man selbst oft mit einer dieser W-Fragen im Kopf die Suchmaschine öffnet und anfängt zu recherchieren.

W-Fragen und die Keyword-Recherche – ein Beispiel

Wem das bis jetzt noch immer zu theoretisch war, dem sei hier ein Beispiel gegeben, wie man W-Fragen einen Keyword-optimierten Text verfassen und dabei auch noch potentielle Fragen seiner Leserschaft im Vorfeld aufdecken kann.

Wir nehmen also einmal an, wir wollen einen Fachtext über das Thema „Jetski“ verfassen. Kurz zur Erklärung: das sind die kleinen Wasser-Bikes, die vornehmlich in Urlaubsgebieten in Küstennähe über das kühle Nass gejagt werden.

Das Keyword „Jetski“ hat ein monatliches Suchvolumen von circa 8000 und man bekommt bei Google über 10 Millionen Treffer in der Ergebnisliste angezeigt. Hier auf attraktive und klickstarke Plätze in den SERPs zu kommen, ist nicht einfach. Natürlich muss neben einem hochwertigen Content noch einiges mehr hinsichtlich SEO getan werden, um mit „Jetski“ bei Google zu ranken, aber der richtige Text ist schon einmal eine wichtige Grundlage für das Ranking.
w fragen keyword recherche jetski
Um nun ein passenden Rahmen für unseren Text zu kreieren und ein bisschen Brainstorming zu starten, sind W-Fragen die perfekte Basis. Ich nutze dafür das kostenlose W-Fragen-Tool und gebe dort unser Keyword „Jetski“ ein. Nach nur wenigen Sekunden werden mir die Ergebnisse angezeigt: die Fragen beziehen sich hierbei auf wer, wie, was und wo. Ein paar Beispiele:

  • Wer darf Jetski fahren?
  • Wie fährt man Jetski?
  • Was kostet Jetski fahren in der Türkei?
  • Wo kann man Jetski in Deutschland fahren?

w fragen beispiel jetski
Das Tool zeigt natürlich noch mehr Ergebnisse mit weiteren W-Fragen zum Thema an, aber allein diese vier Fragen bieten eine Menge Potential für einen tollen und umfangreichen Text. Was man nun also machen kann: man sucht sich die W-Fragen aus der Ergebnisliste heraus, die man für die wichtigsten hält und nutzt sie entweder direkt als Überschrift (wie ich das beim zweiten Abschnitt dieses Artikels gemacht habe) oder formuliert diese ein wenig um und schreibt zu jeder dieser Fragen eine passende Antwort. Das praktische an dem W-Fragen-Tool ist das kleine Lupen-Symbol neben der jeweiligen Frage. Mit einem Klick darauf öffnet sich prompt Google mit dem fertigen Suchergebnis. Ein kleines, aber nettes Feature, wenn man selbst erst ein bisschen lesen und recherchieren muss, um genügend Material für einen passenden Text zu sammeln.

Mit der passenden Antwort zu besseren Rankings

Wie bereits erwähnt werden Websites für Menschen gemacht. Aber auch der Googlebot darf dabei nicht vergessen werden, denn die besten Inhalte nützen nichts, wenn man sie nicht findet. Das Gute an einer W-Fragen-basierten Keyword-Recherche ist, dass man sowohl für den menschlichen als auch technischen Besucher (Crawler) der Seite seine Content-Hausaufgaben macht. Denn das Beantworten von Fragen ist schließlich die Grundlage für eine Google-Suche. Daher liebt die „bunte“ Suchmaschine Seiten, die mit passenden Informationen zu einem Thema aufwarten. Und der Faktor Mensch wird ebenfalls hinreichend bedient. Die meisten Menschen überfliegen die Texte nur grob, bevor sie sich damit tiefergehend beschäftigen. Formuliert man nun also seine Headline mit einer W-Frage und diese entspricht genau dem, was der Besucher gesucht hat, bzw. beantwortet haben will, steigt die Chance enorm, dass sich die Verweildauer auf der Website erhöht. Und genau das kann das Google-Ranking merkbar beflügeln.

Eigentlich auch ganz logisch: jemand hat eine Frage, sucht die Antwort bei Google, findet sie auf einer Website und verweilt dort überdurchschnittlich lange. Für Google heißt das: „Super, hier gibt es die besten Infos zum Thema also ranke ich diese Website besser.“

Daher meine Empfehlung: für die nächste Recherche einfach das W-Fragen-Tool nutzen und damit ein bisschen Brainstorming betreiben.

Und dann heißt es: Die Rankings überwachen!

Rankings überwachen - auch die der Konkurrenten!

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