Content-Marketing ist für viele kleine und mittelständische Unternehmen ein Fremdwort. Dabei sollte es in keiner Mittelstand Marketing Strategie fehlen. In meinem Arbeitsalltag rufen mich immer wieder Kunden an, die „ein paar neue Texte für ihre Webseite“ haben wollen. Ich frage dann genauer nach und folgende zwei Dinge fallen mir auf:

  • Viele Verantwortliche verfolgen kein klares Ziel mit diesen Texten
  • Unternehmen nehmen Texte nicht als strategisches Werkzeug wahr

Häufig sind Mittelständler froh, wenn sie sich nicht mit ihrem Content beschäftigen müssen. Sie wollen ihre Webseite einfach mit Infos befüllen: Content zum Selbstzweck quasi.

Dass sie mit Texten kontinuierlich sichtbarer werden und ihren Umsatz steigern, ist ihnen dann gar nicht bewusst. Dabei bevorzugen 80% der Entscheider im B2B Informationen durch eine Artikel-Serie statt durch klassische Werbung.

Für höhere Umsätze brauchen Unternehmen jedoch eine solide Strategie.

Doch wie gehen Sie so ein Projekt am besten an?

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Das richtige Mindset ist entscheidend

Mit einer guten Content-Strategie lässt sich Geld verdienen. Damit das funktioniert, muss das Mindset stimmen. Verantwortliche sollten sich Folgendes bewusst machen:

Content-Marketing stellt nicht bei jeder Gelegenheit das Produkt in den Vordergrund. Es unterscheidet sich von klassischen Werbe-Methoden, die Konsumenten bei anderen Tätigkeiten unterbrechen.

Experten für Content-Marketing wissen das – für viele Mittelständler ist das erstmal neu. Sie orientieren sich häufig zu sehr an amerikanischer Radio-Werbung, bei der der Sprecher gefühlt 1.000 Mal die Telefonnummer wiederholt und wie ein Süchtiger nach den Anrufen seiner Zuhörer durstet.

Die Idee hinter einer Content-Strategie ist eine andere: Hier geht es wirklich um Vertrauen. Und Vertrauen aufzubauen, braucht Zeit.

Deshalb wirkt Content-Marketing langfristig. Zusammen mit anderen SEO-Maßnahmen sorgen starke Texte dafür, dass Webseiten besser ranken. Allerdings dauert das und ist keine Frage von ein paar Tagen. Content-Marketing ist kein Sprint – es ist ein Marathonlauf.

Die vielleicht wichtigste Sache beim Mindset ist Mut. Mittelständische Unternehmen sollten sich trauen, ihr Knowhow nach außen zu tragen. Leser profitieren dadurch von einem Mehrwert und vertrauen einem Unternehmen.

Kostenlose Informationen wie Anleitungen oder Problemlösungs-Vorschläge bedeuten nicht, dass ein Unternehmen nichts mehr verkauft – im Gegenteil!

Sobald Unternehmen diese Punkte verinnerlicht haben, kann es mit der eigentlichen Content-Strategie losgehen.

Diese Regeln gelten für jede Strategie

Auf eines ist eine gute Strategie immer ausgelegt: Ein konkretes Ziel! Content entfaltet dann seine Wirkung, wenn er einen Zweck verfolgt:

  • Wollen sich Unternehmen als vertrauenswürdiger Partner präsentieren, oder ein Produkt in den Vordergrund rücken?
  • Wollen sie mehr Besucher auf der Webseite, um sie in einen Funnel zu locken?
  • Oder wollen sie Lesern im Funnel etwas verkaufen?

Texte sind ein bisschen wie Bier-Pong. Sie können mit einem Ball auch nicht mehrere Becher gleichzeitig treffen.

Verfolgen Texte mehrere Ziele gleichzeitig, verfehlen sie die Tonalität und die Inhalte sind ebenfalls unkonkret.

Von den Zielen eines Textes hängt immer auch die Zielgruppe ab. Es bringt nichts, ein Software-Produkt für einen Informatiker verständlich darzustellen, wenn vor allem Betriebswirte Ihre Texte lesen. Das wäre, als ob ich eine chinesische Bedienungsanleitung lesen müsste. Ich wäre überfordert und würde sie weglegen. Auch Betriebswirte können mit technisch zu versiertem Content wenig anfangen.

Blöd nur, wenn nicht ein Informatiker, sondern ein Ökonom über den Geldtresor eines Unternehmens wacht. Er ist in einem solchen Fall vielleicht sogar der Entscheider und versteht von Ihrem Content nur Bahnhof.

Sobald Sie ein Ziel festgelegt und Ihre Zielgruppen analysiert haben, sollten Sie Ihren vorhandenen Content analysieren.

Das müssen Sie mit Ihrer Webseite tun

Unternehmen müssen ihren Content gut auf der Webseite platzieren. Deshalb ist es im Rahmen einer ganzheitlichen Content-Strategie sinnvoll, sich die Webseiten-Struktur anzuschauen. Ist sie zu komplex? Dann verlieren Besucher schnell den Überblick und werden vielleicht nicht sinnvoll durch die Beiträge geleitet.

Sie sollten auch die bereits vorhandenen Texte genau betrachten. Verwerfen Sie Texte, die augenscheinlich aus der Steinzeit stammen. Sie bringen Besuchern schlicht keinen Mehrwert und sind für sie deshalb eine Zeitverschwendung.

Wie Unternehmen Content planen

Sie haben eine Bestandsaufnahme Ihrer Contents gemacht? Sehr gut! Nun können Sie neuen Content anfertigen, der Ihrem Ziel und Ihrer Zielgruppe entspricht.

Schritt 1: Den Redaktionsplan anlegen

Hierzu sollten Sie zuerst einen Redaktionsplan ausarbeiten. Hier halten Sie neben den Themen das Veröffentlichungsdatum und die Zuständigkeiten fest. Sie müssen auch entscheiden, wo Sie den Content veröffentlichen wollen.

Insbesondere verschiedene Social-Media-Kanäle eignen sich zur Verbreitung von Inhalten. Wenn Sie sich schon die Mühe machen und einen Blog betreiben, können Sie die Beiträge auch gleich auf Facebook teilen. Zum Redaktionsplan gehören deshalb auch Social-Media-Posts.

Schritt 2: Richtlinien für Social-Media-Posts

Damit Sie auch hier verschiedene Zielgruppen ansprechen, ist es sinnvoll, Richtlinien zu den jeweiligen Plattformen zu entwerfen. Veröffentlichen Sie also nicht auf LinkedIn eins zu eins Ihren Facebook-Post: Auf diese Weise entfaltet Ihr Content noch mehr Wirkung und zieht mehr Leute auf Ihre Webseite. Machen Sie mit Social Media mehr, als einfach nur Ihre Beiträge zu posten!

Die Plattformen bieten Ihnen einen Mehrwert durch Interaktion mit den Lesern. Sie können aktiv mit Ihnen in Kontakt treten. Ignorieren Sie solche Versuche nicht! Reagieren Sie auf Kommentare! So schaffen Sie Vertrauen und mehr Reichweite.

In den Social-Media-Richtlinien halten Sie zum Beispiel fest, wie Sie Ihre jeweilige Zielgruppe ansprechen oder wie Sie in welchen Situationen antworten. Auch die Themen können sich auf verschiedenen Kanälen unterscheiden, weil Sie dort unterschiedliche Zielgruppen bedienen.

Schritt 3: Keywords festlegen

Ein weiterer Bestandteil Ihres Redaktionsplans sollten Keywords sein. Autoren sollten Ihre Texte immer nach verschiedenen Keywords ausrichten. Das bedeutet jedoch nicht, ein Wort ständig zu wiederholen, bis es den Lesern wie eine Karotte an den Ohren wieder herauswächst.

Wenn Sie einen 1.000-Wörter Text über einen Schwebetürenschrank schreiben, wird das Keyword „Schwebetürenschrank“ schon automatisch oft darin vorkommen. Bitte erwähnen Sie es also nicht noch 500 Mal. Das nervt! Stattdessen gilt es, auch die anderen Bestandteile eines Textes an das Keyword anzupassen. Hierunter fallen zum Beispiel Meta-Descriptions.

Mit Keywords sorgt Content dafür, dass KMU in Suchmaschinen-Rankings höher erscheinen. Nicht nur Keywords tragen dazu bei. Auch die Tatsache, dass regelmäßig neue Inhalte auf Ihrer Webseite erscheinen, sorgt für ein höheres Ranking.

Google bevorzugt Seiten, die regelmäßig neue Inhalte veröffentlichen. Content ist also elementarer Bestandteil einer jeden Online-Strategie.

Wie Content für eine höhere Sichtbarkeit sorgt

Content sorgt für mehr Reichweite. Unternehmen sollten ihn deshalb als Werkzeug für diesen Zweck betrachten und nicht etwa als hübsches Beiwerk ihrer Webseite.

Wie bei jeder anderen Marketing-Maßnahme, ist es bei Texten ebenfalls wichtig, sie strategisch zu platzieren. Damit Sie Ihre Ziele mit Texten erreichen, müssen Sie sich diese zunächst bewusst machen.

Dabei ist es wichtig, Ihre Zielgruppe zu definieren. Sobald Ihnen das gelungen ist, sollten Sie einen Redaktionsplan mit Themen, Veröffentlichungsterminen und Zuständigkeiten erarbeiten.

Um auch in Google sichtbarer zu werden, sollten Sie für die Texte ein Keyword festlegen. Schon allein durch die regelmäßige Aktualisierung mit relevanten Texten werden Sie im Ranking steigen. Wenn Sie diesen Content dann auch noch auf Ihren Social-Media-Kanälen positionieren, werden Sie Ihre Sichtbarkeit und Ihre Umsätze langfristig steigern.

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