Im Journalismus spricht man von einer Mehrfachverwertung. Im Content Marketing ist es die multimediale Aufbereitung einer Thematik: Ein (Fach-)Beitrag oder ein Teil daraus wird zusätzlich als Audio oder Video veröffentlicht, damit dieser über weitere Kanäle publiziert werden kann.

Um das Content Marketing aus dem Unternehmensblog heraus breiter zu streuen, eignet sich die multimediale Aufbereitung von Themen.

Die aktuellen Trends im Ausbau der Kommunikation sind die Nutzung von Live-Streaming, der Aufbau eines Podcasts und das Pushen von News über eine eigene App. Diese stelle ich euch im Folgenden vor:

Für Veranstaltungen, Workshops und Panels sollte zusätzlich ein Livestreaming angeboten werden, um lokale Begrenzungen aufzuheben. Gut geeignet dafür ist das Tool Google Hangout von Google Plus.

Nicht jedes Unternehmen kann sich mit glamourösen eigenen Veranstaltungen wie Modenschauen schmücken, die sie als Livestream anbieten können. Aber jede Unternehmung hat Menschen mit spezifischen Knowhow im Hintergrund.

Nutzt das (Fach-) Wissen nicht nur für Blogbeiträge, sondern auch für die Erstellung von Webinaren mit Präsentations-Slides. Das Video zum Webinar kann anschließend auf Youtube hochgeladen werden, darüber die Reichweite erhöhen, und anschließend wieder in einem Blogbeitrag eingepflegt werden.

Auch über einen Podcast kann Fachwissen vermittelt werden. In Berlin bietet Brigitte Hagedorn Online-Seminare an, um professionell mit dem Podcasting zu starten: www.audiobeitraege.de. Euren eigenen Jingle könnt ihr ab 5 US-Dollar auf Fiverr in Auftrag geben.

Die fertigen Audiobeiträge lädt man am besten auf Soundcloud hoch. Das Portal liefert euch für die hochgeladene Audiodatei den RSS-Feed-Link, der notwendig ist, um euer Podcast im iTunes-Store einzureichen. Jeder neue Beitrag in eurem Soundcloud-Kanal wird anschließend immer automatisch auf iTunes veröffentlicht.

Beitrage aus Podcasts können verschriftlicht werden und als Transkript zu einem weiteren Beitrag im Unternehmensblog führen. Darüber werden erneut Keywords gepusht.

PR-Guide Berlin 2016
Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem E-Book PR-Guide Berlin 2016, das ab sofort auf Amazon erhältlich ist. Das E-Book mit umfangreicher Linksammlung aus der Reihe PR ON THE GO liefert PR-Tipps und -Links für kreative Gründer und Startups in Berlin.

Ein weiterer Kanal für das Streuen eurer Beiträge in einer Mobile-First-Lösung ist eine Blog-App. Diese webbasierten Apps kann man inzwischen günstig selbst erstellen. Beiträge aus dem Unternehmensblog werden darüber als App veröffentlicht. Über Push-Notifications kann man seine User auf neue Beiträge und Aktionen aufmerksam machen.

Blappsta

Hier gebe ich euch eine Übersicht über die besten Blog-App-Anbieter aus meinem Test:

Blappsta, www.blappsta.com, erstellt aus deinem WordPress-Blog in Lichtgeschwindigkeit eine kostenlose App für iOS und Android. Einfach das Blappsta WordPress-Plugin auf deiner Website installieren, Vorschau ansehen, und wenn’s gefällt, ab 9,90 Euro monatlicher Hosting-Gebühr veröffentlichen lassen.

Auf Goodbarber, www.goodbarber.com, kann man 30 Tage lang kostenlos Layouts und Funktionen testen und diese live über die Goodbarber-App abrufen, bevor man sich für eine Veröffentlichung entscheidet. Die Funktionen sind begrenzt, dafür gibt es keine Werbung und kein Branding durch Goodbarber. Die Inhalte werden von einem CMS abgerufen, das entweder auf Goodbarber direkt oder extern gehostet wird. Das Abo startet ab 16 Euro monatlich und benötigt einen Entwickler-Account mit einer Registrierung auf https://developer.apple.com (für iOS App) und auf http://developer.android.com (für Android App).

Auch beim Berliner Unternehmen AppYourself, http://appyourself.net/, kannst du deine App mit Bausteinen erstellen. Die URL zur Vorschau kannst du dir per Email auf das Smartphone senden. Die Web-App gibt es ab 9,90 Euro Hosting-Gebühren im Monat.

Die AppMachine unter www.appmachine.com wirbt auf ihrer Startseite mit den Möglichkeiten einer App: Eine App für das Networking-Event mit Agenda und Speaker-Bio, eine App für Non-Profit-Unternehmen mit Spendenfunktion, eine App für das eigene Restaurant mit Speisekarte und Updates zu Tagesgerichten, eine App für Musiker mit der Einbindung ihrer Musik aus Spotify, Soundcloud, Beatport, usw. Ebenso umfangreich ist der fast architektonisch anmutende Baukasten für die App. Wenn man damit gut zurechtkommt, kann man mit Hosting-Kosten ab 19 Euro im Monat starten.

Como, www.como.com, wirbt damit, kleine Unternehmen durch Kundenbindungs-Tools zu mehr Umsatz zu verhelfen. Die Werbetools von Coupons bis Treuebonus gibt es zur App ab 41 Dollar monatlich.

Ich freue mich, wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, eine Webinar- oder Podcast-Reihe zu starten oder demnächst eure neue App vorstellen könnt!

Content Repurposing

Kommentar (1)

Vielen Danke für die schöne Übersicht zu den unterschiedlichen Blog-Apps. Ich würde auch gerne anfangen mehr Multimedia für Veranstaltungen und Marketing nutzen. Besonders die Idee von den Webinaren und den Podcasts werde ich mal erkunden.

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