Social Media Marketing kann sehr erfolgreich sein, wenngleich Du mit E-Mail-Marketing eine deutlich bessere Conversion Rate erzielen wirst. Im Grunde wird Dir das jeder Marketing-Experte bestätigen.

Versteh mich bitte nicht falsch. Social Media kann, richtig eingesetzt, nicht nur Traffic erzielen. Du sprichst dort Deine Zielgruppe punktuell an. Doch letztlich brauchst Du einen Kanal, über den Du die Zielgruppe langfristig an Dich bindest.

Genau hierfür eignet sich E-Mail Marketing. Denn E-Mail’s konvertieren auch heute noch besser als es jeder Social Media Post tun könnte. Und darum soll es sich in diesem Gastbeitrag drehen.

Mit Social Media viele Menschen erreichen

Wie ich eingangs erläutert habe ist das Social Media Marketing eine hervorragende Möglichkeit Menschen auf ein Produkt oder Vergleichbares aufmerksam zu machen. Insbesondere weil kaum eine andere Webseite so viele aktive Menschen verbindet.

Allein Facebook hat monatlich 1,82 Milliarden aktive Nutzer. (Quelle: Statistia 2020) Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht zwingend, dass Du auf Teufel komm raus auf allen Netzwerken aktiv sein musst. Im Gegenteil weniger ist im Social Media Marketing manchmal mehr.

Allerdings solltest Du in den Netzwerken auf denen Du Social Media Posts veröffentlichen willst, hohe Qualität liefern, die den Leser begeistert. Wer unter so vielen Posts wahrgenommen werden will, muss herausstechen.

Das bedeutet nicht nur einen großartigen Content zu erstellen. Du musst einen Text schreiben, der zum Lesen und Klicken einlädt. Das Beitragsbild sollte ansprechend sein und eine bestimmte Größe haben. Genauso wie Du die Uhrzeit und die Zielgruppe nicht außen vor lassen solltest.

Schau Dir einfach die nachfolgende Grafik von Blog2Social an. Diese liefert Dir 7 Tipps für bessere Social Media Posts, die Aufmerksamkeit erzielen. So erreichst Du eine hohe Conversion Rate.

Quelle: https://www.blog2social.com/de/blog/erfolgreiche-social-media-beitraege/

Quelle: Blog2Social

Besonders solltest Du auf die Qualität Deiner Postings, die richtigen Bildformate, die Zeiten und Emojis achten. Denn Studien zu Folge ist Content auch in den sozialen Medien König. Unterstützt durch eindrucksvolle Grafiken und Emojis, mit denen Du authentischer / menschlicher wirkst, erzeugst Du höhere Aufmerksamkeit.

Wenn Du dann noch zu den Zeiten veröffentlichst, an denen Deine Zielgruppe aktiv ist, erreichst Du die größtmögliche Menschenmenge. Übrigens solltest Du die perfekte Zeit testen. Zwar gibt es genügend Analysen zu diesem Thema, die jedoch nicht auf jede Webseite übertragen werden können.

Deine Aufgabe ist es herauszufinden, ob Deine Zielgruppe eventuell andere Zeiten besser annimmt. Zum Beispiel Fussballfans sind häufig im Gegensatz zu einer anderen Zielgruppe am Samstag zwischen 13 und 18 Uhr aktiv. Weil zu diesen Zeiten die meisten Spiele in den Deutschen Bundesligen stattfinden. Businesskontakte hingegen haben Samstag frei.

Warum im Content Marketing auf die Conversion Rate schauen?

Content Marketing bzw. Marketing allgemein zielt meistens darauf ab, die Umsätze zu steigern. Egal ob auf dem privaten Blog, der mit WordPress erstellt wurde, oder auf einer Firmenwebseite.

Die meisten existierenden Webseiten wollen im Internet Geld verdienen. Wer es also schafft mit möglichst wenigen Aufrufen, möglichst viel Einnahmen zu erzielen, macht schon mal grundsätzlich viel richtig!

Was ist Conversion?

In diesem Prozess spielt die sogenannte Conversion Rate eine extrem wichtige Rolle. Denn je höher sie ist, desto wahrscheinlicher werden Menschen zu potenziellen Kunden. Was wiederum zu mehr Umsatz führen kann (nicht muss). So ähnlich beschreibt auch Wikipedia den Begriff Konversion.

Konversion, von englisch Conversion, bezeichnet im Marketing, insbesondere im Online-Marketing die Umwandlung des Status einer Zielperson in einen neuen Status, z. B. die Umwandlung eines Interessenten in einen Kunden.

Quelle: Wikipedia

Wie hoch sind gängige Conversion Raten?

Um zu sagen wie durchschnittliche Conversion Raten aussehen, sollten wir zunächst aufzeigen, wie die Rate überhaupt berechnet wird. Das kannst Du ganz bequem mit einer Formel ausrechnen. Multipliziere dazu die “Erfolge” (z. B. Käufe) mit 100 und dividiere den Wert danach durch die Besucher.

Warum nicht einfach die Erfolge durch die Besucher teilen? Weil Du Bots etc. berücksichtigen musst. In der Regel sind Besucherzahlen ziemlich ungenau. Im Online Marketing hat sich daher diese Formel etabliert.

Ein kurzes Beispiel. Auf einer Landingpage verkaufst Du ein e-Book. Dieses ist 30 Mal im Monat gekauft worden. Insgesamt hast Du für 10.000 Besucher gesorgt. Dann würde Deine Conversion Rate bei, 30 x 100 / 10.000 =, 0,3 % liegen.

In diesem Beispiel solltest Du, wie Du wahrscheinlich schon selbst erkennen kannst, dringend Optimierungen vornehmen. Schau Dir die anliegenden Grafiken genauer an. Dort erkennst Du die gängigen Click und Conversion Raten in den verschiedenen Branchen für Facebook Werbung.

Quelle: https://www.wordstream.com/blog/ws/2017/02/28/facebook-advertising-benchmarksQuelle: https://www.wordstream.com/blog/ws/2017/02/28/facebook-advertising-benchmarks

Quelle: WordStream

Während die Click Through Rate zwischen 0,47 und 1,61 Prozent variieren, sind Conversion Raten von 2,31 bis 14,29 Prozent normal. Der Durchschnitt liegt bei 9,21 Prozent für die Conversions und 0,90 Prozent für die Click Through Rate.

Was sagt Dir das nun? Gehen wir erneut von den oben genannten 10.000 Besuchern im Monat aus. Mit den durchschnittlichen Werten von 0,90 / 9,21 würdest Du 90 Klicks erzielen und 8 „Erfolge“ (Käufe / Anmeldungen etc.). Somit kaufen 0,08% der Menschen ein Produkt auf Deiner Webseite.

Du solltest versuchen mindestens 5% als Conversion Rate zu erzielen. Mehr ist natürlich immer besser. Weniger ist gleichbedeutend mit zu hohen Kosten für den erzielten Nutzen. Daneben brauchst Du möglichst hohe Klickraten. Nur so lässt sich langfristig ein Gewinn erzielen, der den Kosten gegenüber akzeptabel wäre.

So viel besser eignet sich E-Mail-Marketing

Laut HubSpot ist E-Mail-Marketing 2019 das zweiteffektivste Instrument für den Ausbau einer Markenbekanntheit. Außerdem erzielt es den höchsten ROI (“Return of Invest”) bei kleinen Unternehmen. Das Geld, welches für Werbung investiert wurde, wird also für Umsatz genutzt.

Laut Social Media Examiner wurden im Jahr 2018 immerhin mit Social Media 64% mehr Leads erzeugt. Aber 73% der Verbraucher bevorzugt E-Mail-Kontakte mit Unternehmen. Bei Berufstätigen sind es sogar 84%.

Besonders durch die Digitalisierung kommen wir Menschen heute kaum noch um ein E-Mail Konto herum. Selbst die ältere Generation nicht. Darum ist das E-Mail Marketing eine tolle Möglichkeit, potenzielle Kunden anzusprechen.

Im Vergleich zur klassischen Werbung sind die Klickraten in E-Mail’s wesentlich höher. Nicht nur aufgrund von Bannerblindness auf Webseiten und AdBlockern. Sondern auch weil Jemand, der einen Newsletter bestellt, Vertrauen zum Autor hat. Vertrauen ist, ähnlich wie im Affilate Marketing, einer der wichtigsten Faktoren beim Verkaufen von Produkten.

E-Mail’s konvertieren gut, machen jedoch viel Mühe

Der kleine Nachteil am E-Mail Marketing ist jedoch die harte Arbeit dahinter. Du musst nämlich einen Verteiler aufbauen. Dieser muss beworben werden, über Deine Webseite, sozialen Medien oder Werbung.

Hinzu kommt noch der Aufwand in regelmäßigen Abständen an die Leser heranzutreten. Die Inhalte brauchen Qualität und müssen eine Beziehung zum Leser aufbauen. Dennoch muss der Leser zum Klicken animiert werden, um einen Nutzen aus ihm zu ziehen. Gleichzeitig darfst Du nicht zu nervend wirken. Sonst meldet sich der Leser wieder ab.

Zumal Du auch noch viele rechtliche Bedingungen erfüllen musst. Zum Versenden von E-Mail’s muss der Besucher seine Einwilligung geben. Das besagt die neue Datenschutzgrundverordnung. Für Werbung brauchst Du eine separate Einwilligung. Wer sich nicht an diese Regeln hält, macht sich rechtlich angreifbar. Das kann schnell sehr teuer werden.

Auf der anderen Seite kommt kaum ein anderes Werbemittel an solch hohe Werte heran. Laut Mailchimp liegt die Öffnungsrate durchschnittlich bei 20%, die Klickrate bei 2%. Mit personalisierten E-Mail’s steigerst Du diese jedoch auf 10%, wie auch die Conversion Rate.

So verbesserst Du Deine E-Mail Conversion enorm

Analysiere die Performance

Egal was Du mit einer Webseite erzielen willst. In der Regel ist es wichtig die eigene Performance zu messen, um entsprechend darauf zu reagieren. Das gilt für das Marketing, die Suchmaschinenoptimierung und natürlich auch im E-Mail-Marketing.

Daher ist es empfehlenswert den Newsletter entsprechend zu durchleuchten. Nur so siehst Du wie häufig Deine E-Mail’s geöffnet bzw. Links angeklickt werden. Die Conversion Rate spielt ebenfalls eine große Rolle. Die meisten Anwendungen in diesem Bereich bieten ohnehin Statistiken zum Versand an.

In meinen Augen sollte das mit gezielten Landingpages unterstützt werden, die dann ebenfalls analysiert werden können.

Personalisierte E-Mail’s konvertieren besser

Kurz zuvor hatte ich Dir einige Statistiken für E-Mail-Marketing präsentiert. Dort waren personalisierte E-Mail’s mit wesentlich höheren Conversion Raten versehen. Mittlerweile hast Du mit Newslettern viele Optionen die Nachrichten für die Masse anzupassen.

Ich nutze dafür ein umfangreiches WordPress Plugin. Dort gibt es die Möglichkeit Vornamen und Namen der Empfänger abzufragen. Diese können dann in der Anrede und im Betreff verwendet werden. Davon mache ich sehr ausgiebig Gebrauch und komme in der Regel auf wesentlich höhere Öffnungs- und Klickraten. Meine Öffnungsrate liegt im Schnitt bei 35% und die Klickrate über 10%.

Klarer Call-to-Action

Dazu muss der “Call-to-Action” jedoch klar sein. Die Platzierung sollte ebenfalls gut durchdacht sein. Viele Experten raten dazu, diesen auch in E-Mail’s „above the Fold“ zu platzieren, also im sichtbaren Bereich des Lesers.

Eine Platzierung above-the-fold hat die positive Auswirkung, dass der Leser den Call-to-Action direkt beim Offnen der E-Mail sieht. Die Wahrscheinlichkeit eines Klicks steigt dadurch enorm an. Außerdem sollte er einen Mehrwert bieten.

Teste die Versandzeiten

Wie auch beim Social Media Marketing sind im E-Mail Marketing die Versandzeiten sehr wichtig. Das hängt damit zusammen dass der potenzielle Kunde nicht zu jeder Tageszeit aktiv ist. Aber genau in Aktivitätszeiten solltest Du diesen ansprechen. Damit kannst Du die Öffnungsraten erhöhen.

Mit den optimalen Versandzeiten hat sich Mailjet zum Beispiel beschäftigt. Demnach sind folgende Zeiten sehr gut. Mailjet hat zwischen B2B (Business to Business) und B2C (Business to Consumer) unterschieden.

Wochentag B2B Marketing B2C Marketing
Montag 14 – 17 Uhr 7 – 9 Uhr
17 – 22 Uhr
Dienstag 10 – 12 Uhr
14 – 17 Uhr
7 – 9 Uhr
17 – 22 Uhr
Mittwoch 10 – 12 Uhr
14 – 17 Uhr
7 – 9 Uhr
17 – 22 Uhr
Donnerstag 10 – 12 Uhr
14 – 17 Uhr
7 – 9 Uhr
17 – 22 Uhr
Freitag 10 – 12 Uhr 7 – 9 Uhr
17 – 20 Uhr
Samstag Wird nicht empfohlen 13 – 20 Uhr
Sonntag Wird nicht empfohlen 13 – 20 Uhr

Fazit

Viele Webseitenbetreiber wollen Geld verdienen. Häufig geschieht das über Produkte / Dienstleistungen oder deren Vermittlung. Hierfür brauchst Du in der Regel viel Traffic, wozu sich die sozielen Medien gut eignen. Allerdings ist es mit viel Arbeit verbunden dort genügend Menschen anzusprechen. Wenngleich Social Media die meisten aktiven Nutzer hat und eine gute Basis schafft.

Im E-Commerce hat sich dennoch das E-Mail-Marketing als viel bessere Option etabliert. E-Mail’s genießen viel mehr Vertrauen und es ist besser geeignet eine Bindung zum potenziellen Kunden aufzubauen.

Weniger Arbeit als Social Media ist es nicht. Der Prozess zur Conversion muss dort genauso aufgebaut und optimiert werden. Den Besucher zur Anmeldung zu bewegen ist zudem nicht ganz leicht. Teilweise sind viele Optimierungen der Webseite notwendig.

Im Endeffekt wirst Du allerdings durch deutlich höhere Conversion Raten belohnt. Mit oben genannten Tipps kannst Du diese weiter steigern. Dazu eignen sich Personalisierung, klare Call-to-Actions im sichtbaren Bereich, sowie exakt abgestimmte Versandzeiten. Letztlich kannst Du damit nicht nur Deine Öffnungs- und Klickraten optimieren, sondern auch den Umsatz steigern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.