E-Mail Marketing in Form eines Newsletters könnt ihr wunderbar unterstützend für eure Content Marketing Maßnahme einsetzen. Jeder interessierte Leser, der euren Newsletter abonniert vergrößert eure Reichweite. Leicht könnt ihr den Newsletter mit den Daten des jeweiligen Lesers personalisieren. Durch personalisierte Werbung wird ein engerer Kontakt zu euren Kunden aufgebaut. Ihr könnt verschiedene Verteiler für eure Zielgruppen anlegen und individuellen Inhalt bieten. Doch ein überfülltes Postfach nervt die meisten Nutzer. Damit diese vor Spam geschützt werden, birgt diese From des Marketings rechtliche Tücken.

Fakten, Fakten, Fakten

Folgende Punkte, müsst ihr bei der Verwendung eines Newsletters beachten:

  • holt eine Einwilligung jedes Abonnenten ein
  • eine Ausnahme besteht bei Bestandskunden
  • es besteht eine Newsletter Impressumspflicht
  • gebt mehrfache Verweise auf das Widerrufsrecht

Newsletter, Mailchimp und Datenschutz

Ein Newsletter kann schnell zu unerlaubtem Spam werden. Da der Empfang von solchen unverlangten Newslettern für den Empfänger störend sein kann, besteht die Möglichkeit einer Abmahnung. Mit einer solchen Abmahnung fordert der Empfänger den Versender zum Unterlassen der Werbemails auf und kann seine Anwaltskosten ersetzen lassen.

Eine Newsletter-Abmahnung könnt ihr leicht durch eine Einwilligung umgehen. Für die Einwilligung in E-Mail Newsletter gibt es rechtliche Vorgaben.
Die Einwilligung muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Der Kunde muss sie ausdrücklich abgeben. Das heißt, er muss aktiv auf eine Schaltfläche mit „Abonnieren“ o.ä. klicken
  • Der Empfänger muss sich über den Inhalt des Newsletters bewusst sein
  • Es muss jederzeit die Möglichkeit zur Kündigung des Newsletters bestehen
  • Die Einwilligung muss protokolliert werden, damit ihr nachweisen könnt, dass der Nutzer diese getätigt hat

Für die Protokollierung der Einwilligung zum Newsletter eignet sich nach dem BGH das Zustimmungsverfahren „Double-Opt-in“. Bei diesem Verfahren muss der Newsletterempfänger die Aufnahme in die Abonenntenliste und seine Einwilligung mit einer Bestätigungsmail versichern.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Eine Einwilligung braucht ihr bei einem Newsletter an Bestandskunden nicht. Für diese Ausnahme gibt es strenge Voraussetzungen, die alle vorliegen müssen:

  • Es muss sich um einen Bestandskunden handeln
  • Im Newsletter dürfen eure eigenen Produkte beworben werden, die den bereits Verkauften ähneln
  • Der Kunde muss bei Eingabe seiner Kontaktdaten und in jedem Newsletter darauf hingewiesen werden, dass er den Newsletter jederzeit abbestellen kann
  • Wenn der Kunde den Newsletter kündigt, müssen seine Kontaktdaten aus dem Verteiler gelöscht werden

Eine Besonderheit bieten Tools zur Generierung von Newsletterkampagnen. Der Marktführer ist das amerikanische Unternehmen MailChimp. Damit könnt ihr automatisch E-Mailwerbung an zahlreiche Kunden verschicken. Für US-amerikanische Anbieter gelten höhere Anforderungen an die Datenschutzbestimmungen. Statt einer Einwilligung sollen Datenschutzabkommen mit der EU, die Datenübermittlung regeln. Unternehmen müssen sich an europäische Standards halten. Der Dienstleister muss erklären, dass die Daten ausschließlich für vertraglich festgelegte Zwecke genutzt werden.
Die Zulässigkeit dieses Verfahrens ist umstritten und ihr solltet nicht bedingungslos darauf vertrauen. Holt euch sicherheitshalber bei Vertragsabschluss mit MailChimp zusätzlich eine Einwilligung der Nutzer ein.

Newsletter verfassen – so geht’s!

Wir haben für euch alle rechtlichen Vorgaben zusammengetragen, die ihr im Zusammenhang mit Newslettern beachten müsst.

Wie oben beschrieben, solltet ihr das „Opt-In“ Verfahren nutzen. Der Kunde sollte ein Häkchen oder eine Schaltfläche anklicken müssen, um den Newsletter zu bestellen. Um diese Einwilligung zu Protokollierung solltet ihr euch das „Douple-Opt-In“ Verfahren zu Nutze machen. Dabei wird weitere Bestätigung der Einwilligung per Mail eingeholt.

Als Muster für die Einwilligung, bietet sich folgender Text an:

„Ich möchte den kostenlosen Newsletter abonnieren und habe die Bedingungen [LINK] hierzu gelesen und akzeptiert.“

Und hier noch ein Muster für die Bedingungen eures Newsletters:

„Sie stimmen dem Erhalt des Newsletters der Xyz GmbH zu. Der Newsletter wird per E-Mail verschickt und enthält Informationen über neue Produkte und Angebote. Wir werden Ihre personenbezogenen Daten, die wir für den Versand des Newsletters verarbeiten, nicht Dritten zur Verfügung stellen. Sie können den Erhalt des Newsletters jederzeit mit Wirkung für die Zukunft abbestellen, per E-Mail […], telefonisch [Tel.: …] oder postalisch.“

Bitte beachten! – Pflichtangaben bei Newslettern

Eure Bestätigungsmails sollten frei von Werbung sein und wiederholt auf die Widerrufsmöglichkeit des Nutzers hinweisen. Als Teil der Widerrufsmöglichkeit muss jede Mail eures Newsletters einen Abmeldelink beinhalten, dessen Funktionsfähigkeit ihr regelmäßig testen solltet. Die Einwilligung zu protokollieren ist vorteilhaft für euch, damit könnt ihr die Bestätigung des Nutzers nachweisen und geht kein Risiko ein.

Als Pflichtfeld für die Anmeldung sollte ausschließlich die E-Mail-Adresse des Nutzers verlangt werden. Der Abonnenten soll frei über die Freigabe seiner persönlichen Daten entscheiden.

Eure Datenschutzerklärung muss bei der Nutzung eines Newsletters erweitert werden. Ihr müsst den Hinweis einbauen, dass Kundendaten innerhalb des geschlossenen Vertrages und zu Werbezwecken verwendet werden.

Rechtliche Vorgabe für die Anmeldung zu eurem Newsletter ist, dass diese getrennt von euren AGB geschehen muss. Der Verbraucher soll vor überraschenden Klauseln geschützt werden. Das dient dazu, dass Verbraucher einen Überblick über abgeschlossene Abonnements haben.

Eine weitere entscheidende rechtliche Vorgabe ist die Impressumspflicht für euren Newsletter. In diesem müsst ihr den Namen, die Anschrift und die E-Mailadresse eures Unternehmens angeben, damit der Kunde euch schnell erreichen kann. Um eine Content Marketing Kampagne aufzubauen, die ihr mit einem Newsletter unterstützen könnt, probiert unsere kostenlose Testversion aus.

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Fazit

Wie ihr seht, gibt es aus rechtlicher Perspektive viele Punkte bei der Verwendung von Newslettern für euer Content Marketing zu beachten. Wenn ihr die rechtlichen Vorgaben gewissenhaft beachtet, vermeidet ihr leicht eine Abmahnung. Ihr könnt gleich loslegen und für eure Kunden leicht personalisierte Newsletter erstellen und verschicken, ohne die Gefahr zu laufen sie zu nerven. Mit einem informativen Newsletter bleibt ihr bei euren Abonnenten garantiert langfristig in Erinnerung. Seid ihr überzeugt oder habt ihr noch Anmerkungen? Dann lasst uns gerne einen Kommentar da.

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