In meinem letzten Beitrag ging es um Online Redakteure und deren Unterscheidung zu Content Managern. Wie bereits festgestellt, haben beide Berufe ein unheimlich breites Aufgabengebiet, das viel Wissen und technische Fähigkeiten fordert. Doch nicht allein das stellt Online Redakteure immer wieder vor eine Herausforderung. Viele Vorgesetzte sehen eine Schwierigkeit darin, ihre Content Manager & Co. sinnvoll zu inzentiveren, da die Relevanz ihrer Arbeit noch nicht auf die nötige Anerkennung stößt. Laut hubspot wissen 55% der B2B Marketeers nicht, wie sie Ihre Effizienz und Erfolg messen können. Wenn Erfolg des Online Redakteurs oder Content Managers empirisch nicht zu belegen ist, auf welcher Basis soll dann inzentiviert werden? Doch der Reihe nach:

Inzenti-WAS?

Unter Inzentivierung versteht man einen Anreiz zur Motivation eines Mitarbeiters oder Kunden, sich im Interesse des Inzentive-Gebers zu verhalten. Daher steht ein Inzentive in direktem Zusammenhang zu einem persönlichen Erfolg. Verkäufer erhalten also beispielsweise ein Inzentive für eine bestimmte Anzahl an verkauften Produkten oder Dienstleistungen, Mitarbeiter in der Produktion einen Anreiz, für die Fertigstellung von Gütern. Vorteile der Implementierung eines solchen Systems finden sich viele: Es stärkt den Teamgeist, fördert die Markenbindung und verringert Personalkosten. Das übergeordnete Ziel von Inzentives ist letztendlich natürlich die Gewinnsteigerung.

Doch wie lässt sich dieses Modell auf Online Redakteure im Glossar von linkbird übertragen? Glücklicherweise sitzt nur einen Schreibtisch von mir entfernt Reik Wetzig. Er ist Content Manager bei contentbird und ein echter Experte auf seinem Gebiet.

Wir sind ja quasi Tischnachbarn, daher hab ich fast täglich ein schlechtes Gewissen, weil du im GReik ganz schickgensatz zu mir permanent fokussiert in deinen Laptop hämmerst. Mit was beschäftigst du dich hauptsächlich?

Für euch Autoren frische Ideen für geeigneten Content zu entwickeln, ist tatsächlich nur ein Teil, wenn auch ein sehr großer meiner Arbeit. Die meisten Redaktionen sind ganz klar output-orientiert und bei uns ist das kaum anders. Natürlich spielt dabei die Qualität unserer Texte eine signifikante Rolle, daher ist Redigieren ebenso ein großes Thema. Die Texte sollen nicht nur fehlerfrei und Inhaltlich hochwertig, sondern auch SEO technisch relevant sein. Da das immer eine Gratwanderung ist, braucht es viel Erfahrung und Fachkenntnisse.

Solche Texte zu erstellen fällt mir auch ich nicht gerade leicht. Siehst du darin deine größte Herausforderung?

Nein, dafür entwickeln Online Journalisten mit der Zeit einfach ein Gefühl. Mein persönlicher Inzentive ist gleichzeitig unser redaktionelles Ziel. Wir haben uns eine Anzahl an Content Pieces vorgenommen, die wir im Monat bringen wollen. Dieses Ziel mit hochwertigen, relevanten Texten zu erreichen, ist meine größte Herausforderung und gleichzeitig mein absoluter Ansporn.

Des Weiteren ist es mein Anspruch, mich ständig weiterzubilden und auf den neuesten stand zu halten. Interesse an technischen Abläufen zu haben ist ein ganz klarer ein Vorteil, denn gerade hier gibt es ständig etwas Neues zu lernen.

Wie lassen sich denn deine Erfolge messen?

Das ist mit unserer Software zum Glück sehr leicht – wir als Content Marketing Team sind natürlich contentbird’s bester Kunde. Wir haben die Möglichkeit, schnell optimale Texte zu produzieren und direkt im Tool messbare Erfolge auf jeglichen Ebenen zu sehen. Das können neue Follower oder Shares auf Social Media Kanälen sein, aber auch Besuche auf unserem Blog. Das so klar zu sehen und direkt auf bestimmten Content zurückführen zu können, ist nicht nur unheimlich zufriedenstellend, sondern macht auch einfach Spaß. Gleichzeitig sind wir natürlich in der angenehmen Position, ständig unsere Wünsche an die Developer weitergeben zu können. So haben wir nicht nur ein Tool, das absolut effizient ist, sondern auch direkten Anteil am Entwicklungsprozess.

Welche Inzentives würden dich denn motivieren?

Wie gesagt: Das von uns festgelegte Ziel an Content Pieces ist zwar meine größte Herausforderung aber auch mein größter Motivator! Gleichermaßen ist aber auch ein unterstützendes Ecosystem motivierend. Nichts spornt mehr an, als das Gefühl ernst genommen zu werden. Gerade Online Marketing ist wahnsinnig schnelllebig. Wenn hier also ein Anliegen lange in der Warteschleife hängt, kann das entscheidend für den Erfolg einer Kampagne sein. Zum Glück wissen das die Verantwortlichen bei contentbird, da das ja auch tatsächlich unser Geschäft ist. Doch viele Content Manager in vergleichbaren Unternehmen, treffen da oft auf weniger Unterstützung.

Dann ist es gar nicht so sehr der finanzielle Aspekt, der dich antreibt? Was verdient ein Online Redakteur bzw. Content Manager?

Klar spielt auch der finanzielle Anreiz eine Rolle in der Motivation. Der Beruf eines Online Redakteurs trifft in der Arbeitswelt noch immer nicht so recht auf Anerkennung. Das spiegelt sich gerade anfangs oft in einem Redakteur-Gehalt von 1.900 Euro wieder. Ein klassischer Journalist muss studieren oder eine richtige Ausbildung absolvieren, um im Beruf anzukommen. Das legitimiert sie auf dem Papier natürlich eher als einen Content Manager. Diese müssen aber tatsächlich dasselbe, wenn nicht noch weitaus mehr leisten – quasi ein Journalist++. Ich habe aber das Gefühl, dass dieses Wissen nach und nach in den Branchen ankommt und Content Marketing mehr verstanden wird. Schließlich ist die Zukunft online und wer da mithalten möchte, sollte seine Kunden dort abholen, wo sie sich auch tatsächlich befinden.

Na dann ran an den Speck!

Natürlich ist nicht jeder so ideell veranlagt wie Reik und lässt sich allein durch ein Ziel ausreichend motivieren. Immerhin kann der Weg dorthin durchaus mühsam und langwierig sein. Zunächst geht es darum, eure Content Strategie so genau wie möglich zu definieren. Wenn ihr erst einmal wisst wo ihr hin möchtet, könnt ihr euch ganz leicht Zwischenziele setzten. Angenommen, eure Absicht ist es, den Output auf konstante 30 Content Pieces im Monat zu bringen, während ihr aktuell bei 2 seid. Auch wenn es lächerlich erscheinen mag, setzt Inzentives schon bei beispielsweise 5 regelmäßig veröffentlichten Texten an. Die ersten Ziele müssen auch nicht gleich mit einem  5.000 Euro Bonus belohnt werden.

Der Marketing Manager muss jedoch den Mehrwert hinter eurem Content erkennen können. Dafür eignen sich Kennzahlen wie der Content CPC, an dem ihr nicht nur den Wert eines einzelnen Textes ablesen könnt, sondern womit ihr auch die Performance eures gesamten Contents im Auge behaltet. Bei Wertsteigerung könnte also ein gewisser Prozentsatz davon, an das gesamte Team abgeführt werden. Auch auf Provisionsbasis zu arbeiten ist hier absolut realistisch. Das Wichtigste ist nur, das alles vorab mit dem Marketing Manager abzusprechen und klar festzulegen, welche Ziele genau inzentiviert werden sollen.

Insbesondere Content Manager arbeiten in der Regel nicht allein, sondern betreuen Teams aus Autoren. Daher eignen sich Teambuilding-Maßnahmen wunderbar als Inzentives! Sie stärken das Miteinander und fördern im besten Fall noch gleich die Kreativität jedes einzelnen. Das wiederum wirkt sich unheimlich auf die Qualität eueres Contents aus. By the way: Kreative Arbeit besteht zu einem großen Teil auch aus angeregten Diskussionen und Löcher in die Luft starren. Ein Umgang, der diese Arbeitsweise nicht nur akzeptiert, sondern auch fördert, ist die Art Motivation, die keiner festen Ziele bedarf.

Um euch noch mehr handfeste Fakten an die Hand zu geben, stellen wir euch hier ein kostenloses Whitepaper zur Verfügung. Es vermittelt Marketing Verantwortlichen Hintergrundwissen und praktische Strategien, um ihre Online-Sichtbarkeit sinnvoll und dauerhaft zu verbessern. Damit liefert es euch die ultimative Vorlage im nun unvermeidlichen Gespräch mit eurem Vorgesetzten, in welchen ihr ihm die besten Inzentives für euch unterbreitet!

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