Eine Online Redaktion will interessanten und relevanten Content produzieren. Dazu wird häufig auf Freelancer zurückgegriffen, denn es besteht ein flexibler Bedarf an Texten oder es sind nicht ausreichend Ressourcen vorhanden, um den Bedarf zu decken.

Eine freiberufliche Tätigkeit bietet für externe Mitarbeiter viele Vorteile. Zum Beispiel flexible Arbeitszeiten, eine gleichzeitige Tätigkeit bei verschiedenen Arbeitgebern und Weisungsunabhängigkeit. Was du über deine Rechte als Freiberufler wissen solltest, kannst du in diesem Artikel erfahren.

1. Fact-Check: Deine Rechte als freier Redakteur

Wirklich wichtig, um bei eurer Arbeit als freier Redakteur auf der sicheren Seite zu sein, ist:

  • Ihr müsst im Vertrag als freier Mitarbeiter erkennbar sein,
  • Bei Leistung, die nicht den Vorstellungen des Auftraggebers entsprechen, müsst ihr nicht leer ausgehen,
  • Honorarverträge sind eine gute Grundlage für eure Tätigkeit,
  • Ihr könnt euch mit einer Media-Haftpflichtversucherung absichern

2. Vor- und Nachteile der Freelancer Tätigkeit

Ein großer Pluspunkt freiberuflicher Tätigkeit ist die Unabhängigkeit. Ihr arbeitet selbstbestimmt und seid euer eigener Chef. Ihr könnt eure Arbeitszeiten frei gestalten und festlegen. Durch diese Freiheit, wird eure Leistungsfähigkeit effizient gesteigert. Wenn eure Auftragslage gut ist, könnt ihr entscheiden welche Aufträge ihr ablehnt und welche ihr annehmt. Auch örtliche Unabhängigkeit macht die Arbeit als Freelancer attraktiv. Ob von zu Hause, in einer Bibliothek, in Berlin oder am Strand. Beachten müsst ihr die Bedürfnisse des Auftraggebers. Wenn dieser Wert auf persönliche Meetings legt, müsst ihr euch diesem Umstand anpassen. Laufen die Aufträge gut, besteht die Möglichkeit ein höheres Einkommen zu erzielen als ein normaler Angestellter.

Als freiberuflicher Mitarbeiter steht ihr auch Herausforderungen gegenüber. Als Freelancer solltet ihr über fachliche Kenntnisse verfügen, wissen wie man Kunden gewinnt, Netzwerke aufbaut und ein gewisses Verhandlungsgeschick mitbringen. Eure Freizeit kann sich spürbar verringern, wenn ihr in hektischen Zeiten viele Projekte finalisieren müsst. Während Festangestellte geregelte Arbeitszeiten haben, müsst ihr ein Projekt zu Ende bringen – unabhängig davon, wie spät es ist.

Eine besondere Herausforderung ist das unternehmerische Risiko. Ihr seid darauf angewiesen, genügend Aufträge an Land zu ziehen. Ihr habt keinen Kündigungsschutz und tragt ein finanzielles Risiko.

Besonders riskant ist die Unsicherheit, ob dem Kunden der Text gefällt. Die Anpassungsbereitschaft durch wechselnde Kundenvorstellungen kann gefährlich werden. Es kann passieren, dass ihr auf euren vergeblichen Aufwendungen sitzen bleibt. Jedoch ist freie Mitarbeit kein rechtsfreier Raum. Ihr habt als freiberuflicher Mitarbeiter Rechte und könnt euch gegen gewisse Risiken absichern.

3. Welche Rechte habe ich als Freelancer?

Als freier Redakteur könnt ihr euer Haupt- oder Nebeneinkommen mit dem Erstellen von schriftlichen Werken erzielen. Diese Tätigkeit als Freiberufler ist vielfältig. Ihr könnt in der Recherche und Berichterstattung für Print- und Onlinemedien arbeiten oder in der PR-Arbeit für Unternehmen tätig sein. Mit Erstellung eines Textes entsteht euer Urheberrecht an eurem Text. Für die Verwendung eures Textes, tretet ihr Nutzungsrechte an eurem Text an den Auftraggeber ab und bekommt ein angemessenes Honorar.

Was passiert, wenn der Auftraggeber nicht zufrieden ist? Eine längerfristige Zusammenarbeit kommt zustande, wenn eure Texte auch überzeugen. Muss der Auftraggeber euch bezahlen, wenn ihm euer Text nicht gefällt? Bleibt ihr dann auf euren Kosten sitzen oder könnt ihr euch dagegen absichern?

Grundlegend für eure Tätigkeit als Freiberufler ist ein Werkvertrag. Als Arbeitsvertrag für selbständige Mitarbeiter bedeutet ein Werkvertrag, dass er zeitlich begrenzt ist. In ihm ist eine bestimmte Aufgabe vom Auftraggeber beschrieben, die in dieser Zeit zu erbringen ist. Der Vertrag endet mit der Abnahme eurer Leistung automatisch. Über die Haftung freier Mitarbeiter solltet ihr wissen, dass ihr durch diesen Vertrag einen fehlerfreien Text schuldet. Das bedeutet, dass er keine groben Recherchefehler beinhalten darf. Bei inhaltlichen Fehlern, wie zum Beispiel missverständliche Fakten oder falsche Informationen, hat der Auftraggeber ein Recht darauf, dass diese Fehler korrigiert werden. Falls der Artikel schon veröffentlicht wurde, bietet es sich an, unter dem Text die Änderung kenntlich zu machen, um schon entstandene Missverständnisse aus der Welt zu schaffen. Bei schlechter oder verspäteter Leistung seid ihr verpflichtet, nachzubessern. Falls eine solche Nachbesserung nicht geschieht, steht dem Auftraggeber ein Rücktrittsrecht zur Verfügung.

Das bedeutet für euch, dass der Auftraggeber vollständig vom Vertrag zurücktreten kann, ohne den Text abzunehmen und euch zu bezahlen.

4. Wie sichere ich mich am besten ab?

Es bietet sich an, einen „Freier Mitarbeiter Vertrag“ abzuschließen. Vorteilhaft ist ein Honorarvertrag. Das Besondere an einem solchen ist, dass ihr nicht als Angestellter eingegliedert werdet, aber verbindlich Aufträge ausführt und nicht weisungsgebunden seid. Ihr erhaltet lediglich das im Vertrag festgelegt Gehalt, welches ihr frei aushandeln könnt. Ihr müsst darauf achten, dass ihr nicht für einen Auftraggeber arbeitet oder zu stark von diesem abhängig seid. Sonst könntet ihr schnell als Angestellter gewertet werden. Aus dem Vertrag muss sich klar ergeben, dass es ein Vertrag über freie Mitarbeit ist. Das festgelegte Entgelt sollte für beide Parteien angemessen sein. Ihr solltet darauf achten, eure Forderungen nicht zu hoch anzusetzen, aber immer noch in einem Rahmen zu bleiben, der sich für euch lohnt.

Mit einer Versicherung besteht die Möglichkeit, dass ihr vergebliche Aufwendungen erstattet bekommt, falls euer Auftraggeber abspringen sollte. Vergebliche Aufwendungen sind freiwillige Vermögensopfer, die ihr aufbringt um eure Leistung zu erbringen. Darunter fallen Personalkosten und Sachkosten. Auch euer eigenes Honorar und Recherchematerial können über eine Versicherung ersetzt werden.

Durch einen Beitrag können Rechte Dritter verletzt werden. Wenn ihr beispielsweise falsch zitiert und euer Auftraggeber eine Schadensersatzklage erhält, würdet ihr dafür verantwortlich gemacht werden. Für solche Fälle existiert eine sogenannte Media-Haftpflicht. Dies ist eine, speziell auf die Medienbranche zugeschnittene Berufs- und Betriebshaftpflicht. Ihr könnt diese Versicherung individuell auf eure Bedürfnisse anpassen. Häufige Schäden entstehen, wenn:

  • Marken- oder Urheberrechte verletzt werden,
  • eine Programmierung Fehler aufweist oder Schadsoftware vertrieben wird,
  • Deadlines nicht eingehalten werden können,
  • gegen Datenschutzvorschriften verstoßen wird,
  • Daten verloren gehen oder ganze Webseiten ausfallen.

Was die Kosten angeht, ist das Prinzip simpel: Je höher das Risiko für einen großen Schaden, umso höher sind die Beiträge für eine Versicherung.

Auch hier gilt: Lest euch den Versicherungsvertrag gut durch! Achtet darauf, ob Schadensarten generell beschrieben oder im Einzelnen benannt sind, welche Schäden ausgeschlossen sind und ob eigene Schäden mitversichert sind.

Am sichersten seid ihr mit einer Versicherung, die transparent die abgedeckten Rechtsverletzungen auflistet. Auch sollte sie auf eine verbindliche rechtliche Prüfung vor der Veröffentlichung eurer Texte verzichten.

Fazit

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Um euer Risiko zu minimieren, setzt einen ordentlichen Vertrag auf und informiert euch vorher ausreichend. Während der Arbeit besteht das Recht auf Nachbesserung – ihr habt also immer eine Second Chance. Und sollte mal alles schiefgehen, bietet eine Versicherung Schutz. Und was die Optimierung eures Workflows als freier Redakteur anbelangt, so bietet contentbird eine Lösung aus einem Guss: Recherche, Planung und Erstellung von Content wird in einem Tool abgewickelt. Am besten gleich 14 Tage kostenlos und unverbindlich testen.

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