“Hmm.. keine Ahnung. Googel das doch mal!” Eine Aussage, die mittlerweile jeder entweder schon einmal gehört oder sogar selbst geäußert hat. Und seit das Verb “googeln” 2004, also nur 6 Jahre nach der Erfindung von Google, in den Duden aufgenommen wurde, ist sie grammatikalisch auch noch vollkommen korrekt! Der IT-Gigant aus dem Silicon Valley hat sich also seit seiner Gründung nicht nur in Windeseile zum Weltmarktführer für Suchmaschinen, sondern mittlerweile auch zur intuitiv ersten Anlaufstelle für Informationsbeschaffung entwickelt. Was früher noch mühselig in Archiven und Bibliotheken recherchiert werden musste (Behauptung eines älteren Product Managers, der namentlich nicht genannt werden möchte!), wird heute einfach in eine kurze Suchanfrage gepackt.

Auf unserem Blog betrachten wir Google oft aus der SEO-Sicht, und beleuchten, wie ihr Content optimal auf Suchmaschinen zuschneidet und wie ihr herausfindet, was eure Leserschaft tatsächlich interessiert. Dabei geht oft unter, wie wir Autoren und Blogger Google für unsere tägliche Arbeit nutzen und welche Tricks wir anwenden, um unsere Recherche für neue Blogbeiträge effizienter zu gestalten. Da wir natürlich alle Google für private und gewerbliche Zwecke nutzen, verfügt jeder über ein gewisses Grund-Repertoire an Fertigkeiten, gespickt mit dem ein oder anderen Insidertipp aber kaum einer kennt sich voll und ganz mit allen Erweiterungen und zusätzlichen Seiten von Google aus. Die Wenigsten unter uns erhalten jemals die Chance, beigebracht zu bekommen, wie man online richtig googeln sollte. Dieser Beitrag wird also nicht nur Autoren, Bloggern und Redakteuren garantiert weiterhelfen, sondern auch allen News- und Infocracks!

Richtig googeln: Die wichtigsten Suchoperatoren!

Fangen wir an mit der Google Suche. Das mag zunächst trivial klingen, da wir sie ja alle täglich benutzen. Aber gerade in ihr verstecken sich kleine Anwendungen, von denen kaum einer etwas gehört hat. Wusstet ihr beispielsweise, dass ihr für die Suche richtige Operatoren verwenden könnt? So lässt sich beispielsweise allein nach PDF Dateien suchen, was unheimlich praktisch ist, wenn ihr gerade ausschließlich auf der Suche nach wissenschaftlichen Quellen seid. Oft werden euch unter den Suchergebnissen verwandte Begriffe zu eurer Suchanfrage angezeigt. Auch diese könnt ihr mit einem Suchoperator ausschließen und lediglich nach dem explizit von euch eingegebenen Suchbegriff suchen lassen. Hier einige wichtige Operatoren in der Übersicht:

Operator Funktion Beispiel
“Suchbegriff” Sucht ausschließlich nach den Begriffen in Anführungszeichen „Erfolgsmessung Content Marketing“ sucht ausschließlich nach Erfolgsmessung für diese Marketingdisziplin
Schließt einen Begriff aus Jaguar -Auto grenzt die Suche auf das Tier ein
+ Stellt sicher, dass ein weiterer Begriff in den Treffern auftaucht Content Marketing KPI +ROI sucht nach Seiten, die beide Begriffe enthalten
Site: Suche wird auf eine vorgeschriebene Website eingeschränkt Site:https://de.contentbird.io/blog/ Redaktionsplan sucht ausschließlich auf linkbird nach Informationen zu Redaktionsplänen
Filetype: Schränkt die Suche auf ein ausgewähltes Dateiformat ein Whitepaper filetype:pdf zeigt ausschließlich Ergebnisse im PDF Format an
Source: Google sucht ausschließlich innerhalb einer vorgegebenen Quelle nach dem Schlagwort Nicolai Kuban source:https://de.contentbird.io/blog/ zeigt ausschließlich Ergebnisse an, dessen Quelle allein contentbird ist

 

Auf der Seite Netzwerk Media Trainer findest du weitere Suchoperatoren, sowie Übungsmaterial zur Google Suche.

Customize it: Mach Google so individuell wie deine Suchanfrage!

Weiter geht’s mit der erweiterten Suche von Google. Diese steht euch sowohl für Websites als auch für Bilder zur Verfügung. Falls ihr euch die oben angegebenen Suchoperatoren nicht merken wollt oder mehrere Einschränkungen für ein und dieselbe Suchanfrage benötigt, ist diese Option der perfekte kleine Helfer. Bei der erweiterten Suche für Websites habt ihr zum einen die Möglichkeit, Google nur auf bestimmten Seiten suchen zu lassen. Damit sind weniger explizite Websites gemeint, sondern Seiten, die beispielsweise bestimmte Wörter, Wortgruppen oder Zahlen enthalten. Des Weiteren könnt ihr modifizieren, welche Seiten euch Google bei eurer Suche ausspuckt. Hier könnt ihr dann explizite Seiten angeben, Sprachen eingrenzen oder auch wieder Dateiformate vorgeben. Gerade für News-Autoren ist es super, dass hier auch nach der letzten Aktualisierung des Suchergebnisses gefiltert werden kann. So werden euch beispielsweise nur Ergebnisse angezeigt, die in den letzten 24 Stunden veröffentlicht bzw aktualisiert wurden.

Die erweiterte Suche für Bilder ist ganz ähnlich aufgebaut, denn auch hier könnt ihr Wörter ein- oder ausschließen. Das Suchergebnis jedoch lässt sich praktischerweise beschränken auf bestimmte Formate, Größen oder Farbspektren. Besonders hilfreich für Blogger, die keine Unmengen an Geld in Stockphotos stecken möchten: Hier lässt sich auch nach frei nutzbaren Bildern googeln! Diese könnt ihr dann nach Belieben herunterladen, verändern und auf eurem Blog verwenden.

Solltet ihr oft ein spezifisches Thema recherchieren und euch dabei nur auf ausgewählten Seiten bewegen, wird euch die benutzerdefinierte Suche einen ganzen Haufen Arbeit sparen. Im obigen Bild habe ich einmal eine beispielhafte Suchmaschine für das Thema Content Marketingerstellt. In das Textfeld unter “Zu suchenden Websites” lassen sich so viele Websites hinterlegen wie man möchte. Ist die Suchmaschine erst einmal erstellt, könnt ihr sie mit unzähligen Erweiterungen weiter modifizieren und verfeinern. So könnt ihr beispielsweise die Sprache ändern, ein anderes Design wählen, oder sogar Keywords hinterlegen. Natürlich könnt ihr auch noch im nachhinein weitere Websites hinzufügen, solltet ihr immer wieder neue interessante Seiten zu eurem Thema entdecken. Das Tolle ist, dass die von euch erstellte Suchmaschine eine öffentliche URL generiert. Erstellt ihr also eine benutzerdefinierte Suche, die vielleicht sogar für eure gesamte Redaktion interessant ist, dann könnt ihr den Link einfach teilen und die Suchmaschine gemeinsam nutzen und erweitern.

Das ultimative Upgrade für deine online Recherche


Seit mittlerweile 2012 zeigt Google Trends in Echtzeit an, wie hoch die Eingabe aller möglichen Suchbegriffe auf der ganzen Welt ist. Das Ergebnis besteht aus rohen Daten, die aus der weltweiten Google Suche anonymisiert, kategorisiert und kumuliert dargestellt werden. Damit könnt ihr genau unter die Lupe nehmen, welche Themen die Menschen zu jedem beliebigen Zeitpunkt an jedem beliebigen Ort interessieren oder ihre Neugierde weckt. Vergleichen könnt ihr dabei beliebig viele Begriffe, jedoch solltet ihr nicht versuchen, Daten aus Google Trends mit anderen Daten, wie beispielsweise aus AdWords zu vergleichen. In Trends werden grobe und kategorisierte Daten herangezogen, während AdWords sich auf sehr explizite Suchanfragen bezieht. Habt ihr Begriffe gefunden, die ihr vergleichen möchtet, könnt ihr die Ergebnisse noch auf bestimmte Länder und Regionen einschränken, oder eine von euch definierte Zeitspanne wählen.

Für die Grafik, die ihr hier seht, habe ich JuxtaposeSE verwendet. Ihr kennt sicherlich die schönen vorher nachher Vergleiche, die insbesondere die Sueddeutsche immer wieder verwendet – mit diesem Tool bekommt ihr denselben Effekt! Den hellgrau hinterlegten Balken in der Mitte des Bildes könnt ihr mit eurer Maus hin und her schieben und somit das erste oder zweite Bild offenlegen. JuxtaposeSE ist ziemlich simpel aufgebaut, daher könnt ihr eine solche Grafik in 2 Minuten erstellen – und das völlig kostenlos!

Good 2 Know

Hier noch ein paar Links zu Seiten, die eure online Recherche in Google noch weiter erleichtern könnte.

Website Erklärung
Google News Lab Google bietet immer wieder kostenlose Workshops an zu Themen wie SEO, Datenjournalismus oder Storytelling.
Archiv Archiv.org ist eine gemeinnützige Bibliothek aus kostenlosen Büchern, Filmen, Musik und vielem mehr.
Historische Zeitungs-Suche Ein Archiv aus alten digitalisierten Zeitungsausgaben aus der ganzen Welt.
Jeffrey’s Image Metadata Viewer Hier lassen sich die originalen Meta Descriptions eines Bildes sehen. Perfekt um schnell Bilder zu verifizieren!
Gif Data Maker Google hat einen eigenen Gif Maker, in den ihr Daten visuell in Szene setzen könnt. Immer schön, wenn ein bisschen mehr Farbe und Leben in euren Beitrag soll.

 

Damit kann doch kaum noch etwas schief gehen oder? Falls ihr jetzt noch ein wenig Inspiration für einen Beitrag benötigt, bei dem ihr diese Recherchehacks gleich anwenden könnt, empfehle ich euch unsere Blog Post Types PDF. Darin findet ihr viele hilfreiche Anstöße und Ideen für euren nächsten grandiosen Blogartikel!

Blog Post Templates

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