In der deutschen SEO-Szene ist Dominik Schwarz bereits seit 2003 eine Hausnummer. Aus seiner derzeit laufenden Studie zu den Gehältern von Inhouse SEO’s zitierte er bereits einige Insights auf der diesjährigen SEO Campixx. Eine Studie, die wir mit diesem Beitrag tatkräftig unterstützen wollen.

Damit ihr wisst, wessen Studie Ihr hier mit euer Teilnahme unterstützt, haben wir Dominik kurz interviewt.

„Es gibt nichts wichtigeres als Neugier.“ – Unsere Fragen an Dominik Schwarz

Reik: Hi Dominik, stell dich doch unseren Lesern kurz vor, bevor es an’s Eingemachte geht.

Dominik: Hallo Reik! Ich bin im Lauf meiner Karriere mit so ziemlich allen Kanälen im Digitalen Marketing in Berührung gekommen, habe mich aber schon früh auf SEO spezialisiert. Erst in Agenturen und als Berater, jetzt schon seit vielen Jahren Inhouse. Für KAYAK war ich als Director SEO Europa für den Launch der Non-US-Portale in Sachen SEO verantwortlich. Heute bin ich Chief Inbound Officer bei HomeToGo in Berlin.

Reik: Was ist das wichtigste Take-away deines beruflichen Werdeganges?

Dominik: Es gibt nichts wichtigeres als Neugier. Wer aufhört Fragen zu stellen, fällt zurück. Darüber hinaus ist es zu jedem Zeitpunkt angebracht, den eigenen Glauben zu hinterfragen. Es gibt wahnsinnig viele kluge Leute in der Branche, von denen man lernen kann. Mein Rat an SEO-Berufseinsteiger lautet daher: seid neugierig, versucht andere Webseiten zu verstehen und vernetzt euch!

Reik: Beschreibe doch kurz deine Expertise. Für welche Themen “brennst” du?

Dominik: Internationalisierung und Relaunch aus SEO-Sicht: Mit beiden Themen habe ich umfangreiche Erfahrungen gesammelt und es gibt kaum spannendere Projekte als den Launch oder Umzug großer Portale zu begleiten! Das macht mir richtig Spaß.

Reik: Was war bisher dein größter Fehler in der Online-Welt?

Ich musste mir im Laufe der Zeit erst angewöhnen, Aufgaben streng rational nach „Impact“ zu priorisieren. Wir haben alle nur 24 Stunden pro Tag und es werden immer mehr Aufgaben vorhanden sein, als wir Kapazität haben. Gezielt Dinge NICHT zu tun, obwohl es „schön“ wäre, musste ich regelrecht trainieren. Google arbeitet nicht ohne Grunde mit dem Mantra „Speed beats perfection“ – es stimmt.

Reik: „Die erste Gehaltsstudie für alle Jobs, die mit Inhouse-SEO zu tun haben.“ Was hast du dir dabei gedacht?

Dominik: Die ganze Branche professionalisiert sich, was super ist. Immer mehr Unternehmen haben Inhouse-SEO’s oder sogar ganze SEO-Abteilungen. Allerdings ist der Begriff „SEO“ mehr als schwammig – manche bezeichnen Ihre Texter als SEO-Abteilung, andere meinen mit „SEO“ die Front-End-Entwickler aus der Technikabteilung, Dritte wiederum sagen „SEO ist eine Mischung aus allen Disziplinen“. Es gibt also nicht den einen SEO-Job, die Brandbreite ist riesig. Und so ist es auch mit den Gehältern. In meiner Studie frage ich daher nicht nach Jobtitel sondern der tatsächlichen Tätigkeit. So finden wir nicht nur heraus, was marktgerechte Gehälter sind sondern auch, wie „typische“ Inhouse-SEO-Jobs aussehen. Gehaltsdaten sind aber nicht nur eine Orientierungshilfe für Angestellte. Auch Unternehmer/innen wollen Planungssicherheit und brauchen einen Benchmark, um einen SEO-Business-Case kalkulieren zu können.

Reik: Ist diese Studie ein Einzelfall oder Teil eines großen Ganzen?

Dominik: Du kannst es schon am Titel sehen: Momentan sammle ich Daten für 2019. Da sich die Branche schnell ändert und bewegt macht es total Sinn, die Studie regelmäßig durchzuführen. Gibt es hier eine klare Abgrenzung zu Inhouse-SEO und externen SEOs? Wenn ja, warum? Ja, die Studie richtet sich nur an angestellte Inhouse-SEOs. Die Aufgabengebiete und auch die Gehaltsstrukturen von Agentur-Angestellten oder Beratern/innen sind in der Regel ganz anders aufgebaut, die Gruppen miteinander zu mischen macht keinen Sinn. SEO ist ein sehr weitläufiges Thema.

Reik: Wie wird das Ganze denn überhaupt kategorisiert und, noch viel wichtiger, wer sollte teilnehmen?

Dominik: Alle, die in einem Unternehmen angestellt sind und den Großteil ihrer Arbeitszeit aktiv am SEO-Erfolg der eigenen Firma arbeiten, sind dazu aufgerufen teilzunehmen. Das können Techniker/innen sein oder Allrounder, Autorinnen und Autoren, Abteilungsleiter und Projektmanager.

Reik: Was soll am Ende dabei herauskommen? Was ist dein Wunsch-Resultat? Nur verlässsliche Zahlen?

Dominik: Die Studie wird keine repräsentativen Zahlen produzieren – das geht naturgemäß gar nicht, da wir nicht wissen, wieviele Inhouse-SEO’s es überhaupt gibt. Aber: Wir werden Anhaltspunkte und Einblicke in die Branche bekommen.  Es geht nicht darum, ein bestimmtes Resultat zu erreichen sondern darum, dass wir als Branche uns ein Stück weit besser beschreiben.

Reik: Worin siehst du die größte Herausforderung im Content Marketing?

Dominik: Die größte Herausforderung im Content Marketing ist es, der Beliebigkeit zu entkommen. Ich glaube stark daran, dass gutes Content Marketing ein riesiger Hebel sein kann – doch in der Realität sind viele Kampagnen austauschbar und auch gar nicht effektiv. Es ist auch schwierig, wirklich mitreißende Inhalte zu kreieren. Wer es hier schafft, einen skalierbaren Prozess zur Ideenfindung und Skalierung aufzubauen, kann sich von seinen Mitbewerbern deutlich absetzen.

Unterstütze Dominik mit deiner Teilnahme!

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