Im heutigen digitalen Zeitalter kommt keiner mehr um Social Media herum. Das haben die großen Firmen erkannt und sind auf Kanälen wie Instagram, Twitter und Facebook vertreten.

Dein Unternehmen kann von der Reichweite und dem Einfluss auf Social Media profitieren…

Wenn du das ganze Thema strategisch und Schritt für Schritt angehst.

Schritt 1: Setze dir Ziele und entwickle eine Strategie

Bevor du dich überhaupt auf einen oder mehrere Social-Media-Kanäle festlegst, musst du deine Ziele definieren. Diese können breit gefächert sein und z.B. die Steigerung der Marken-Bekanntheit, das Steigern des Kundenvertrauens oder die Vermarktung eines neuen Produkts umfassen.

Damit deine Ziele strategisch verfolgt werden können, solltest du die SMART-Methode anwenden: Ziele müssen…

  • spezifisch,
  • messbar,
  • ansprechend,
  • realistisch,
  • terminiert sein.

Aus dem vage formulierten Wunsch nach mehr Markenbekanntheit wird dann z.B. folgendes SMART-Ziel:

Die Steigerung des Traffics auf der Webseite um 10% innerhalb von 6 Monaten.

Alle 5 Kriterien der SMART-Methode sind damit abgedeckt.

Nachdem du ein Ziel definiert hast, musst du noch deine Zielgruppe definieren. Wenn dein Unternehmen Zielgruppen definiert hat, kannst du damit arbeiten – ansonsten musst du bei Null starten. Je besser du deine Zielgruppe kennst, umso erfolgreicher wird deine Social Media Strategie.

Ich empfehle dir die Entwicklung richtiger Personas, Steckbriefe von fiktiven Personen, die du mit deinen Inhalten ansprechen willst. Relevant sind z.B. Informationen wie Alter, Beruf und Hobbies. Diese und weitere Informationen sind wichtig, weil du deinen Content für deine Zielgruppe und nicht für dich entwickeln solltest.

In Anlehnung an das M aus dem SMART-Modell musst du noch KPI’s, Kennzahlen, für dich und dein Unternehmen festlegen. Diese werden dann gemessen. Likes, Shares und Follower sehen gut aus, haben erwiesenermaßen aber wenig unternehmerische Relevanz. Stattdessen konzentrierst du dich lieber auf andere Werte wie Traffic, Leads und Conversions.

Zum Schluss kannst du entscheiden, welche Social-Media-Kanäle im Rahmen deiner Social-Media-Content-Strategie am sinnvollsten sind:

  • Wo hält sich deine Zielgruppe auf?
  • Wie kannst du sie erreichen?
  • Worin besteht das meiste Potenzial, um dein SMART-Ziel zu erreichen?

Statistik zur Nutzerverteilung in den sozialen Medien von HubSpot

Du kannst mehrere oder alle Kanäle mit Inhalten bespielen. Vergiss nur nicht, dass jede Plattform andere Spielregeln und Formate hat.

Schritt 2: Recherchiere möglichen Content

Falls du denkst, dass du das posten kannst, was dir gerade in den Sinn kommt, irrst du dich gewaltig. Ein riesiger Fehler im Social Media Marketing besteht darin, einfach irgendwas zu posten. Heute deinen Arbeitsplatz, morgen ein Video deiner Katze, nächste Woche ein hochmotivierendes Zitat. Wenn das alles Teil deiner Strategie ist, kann das super klappen, ansonsten eher nicht.

Instagram Post von Heike (@workreation) zu saisonalen Themen           Instagram Post von Heike (@wortkreation) Social Media Kalender März            Instagram Post von Heike (@workreation) Do's & Dont's Social Media Kalender

Schau dich bei Mitbewerbern um: Was funktioniert bei denen gut und was eher nicht? Du sollst deren Ideen nicht 1:1 umsetzen, aber eine allgemeine Mitbewerber-Recherche kann Gold wert sein. Wenn ihr dieselbe Zielgruppe habt, kannst du dir in den Kommentaren von Posts anschauen, wie die Reaktionen waren.

Thematisch kannst du dich erstmal bei dem umschauen, was ihr an Content habt. Gibt es einen Unternehmensblog? Super! Aus bestehenden Artikeln kannst du Häppchen machen, um sie auf Social Media zu streuen. Aus einem einzigen Blogartikel können schnell 5-10 Posts entstehen.

Du bist kein Social Media Guru? Dann solltest du übrigens recherchieren, wofür die von dir gewählten Kanäle überhaupt geeignet sind. Twitter funktioniert grundlegend anders als Instagram und das noch neue TikTok ist nochmal ein Medium für sich. Für einige Kanäle benötigst du kurze, prägnante Aussagen à la Micro-Blogging, für andere qualitativ hochwertige Fotos und für wieder andere ganze Videos.

Schritt 3: Plane deinen Content

Aus der Sammlung an Ideen, die du durch deine Recherche gewonnen hast, machst du im nächsten Schritt einen Plan. Das ist dann dein Redaktionsplan für Social Media. Wenn dein Unternehmen einen Redaktionsplan für anderen Content hat und sich die Ziele und Zielgruppen überschneiden, solltest du beide Pläne aneinander anlehnen.

Ansonsten planst du am besten eine Story oder Customer Journey, an der du deinen Content entlang teilst. Längerfristig aufeinander aufbauende Inhalte können interessant sein und deine Follower längerfristig binden. Bedenke aber die Schnelllebigkeit von Social Media. Wenn sich das Format in die Länge zieht, kann die Geduld deiner Follower auf der Strecke bleiben.

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Dein Redaktionsplan sollte aber nicht nur grob inhaltlich ausgerichtet sein, sondern spezifisch: Welcher Inhalt wird an welchem Tag um welche Uhrzeit auf welchem Kanal veröffentlicht? Annähernd jedes soziale Medium belohnt regelmäßiges Posten mit einer höheren Ausspielung deines Contents. Außerdem bleibst du bei deiner Zielgruppe präsent.

Handelt es sich bei deinem Content um aufwendige Formate, darf deine Planung gerne noch genauer sein. Drehst du z.B. ein Video für YouTube, kannst du notieren, wo das aufgenommen werden soll und welche Requisiten benötigt werden. Je besser du planst, desto leichter wird die Erstellung deines Contents!

Schritt 4: Erstelle deinen Social Media Content

Gleich vorweg: Erstelle deine Inhalte nicht erst am Tag der Veröffentlichung. Kurzfristig kann zu viel schief gehen oder vergessen werden und der Zeitmangel macht sich in der Qualität deiner Inhalte bemerkbar. Bis auf wenige Kleinigkeiten sollte dein Content im Voraus fertig sein, um an Tag X nur noch veröffentlicht zu werden.

Inhalte für Twitter dürften die am wenigsten vorbereitungsintensiven sein: Du schreibst einen Text in der vorgegebenen Länge und fügst Verlinkungen oder Hashtags hinzu. Reicht die Länge eines Tweets nicht, startest du einen Thread. Wenn du einen Link oder ein Foto einfügen willst, darfst du das nicht vergessen.

Bei Instagram wird es komplexer. Userinnen und User erwarten qualitativ hochwertige Fotos. Die kannst du nicht mit einem alten Smartphone schießen. Eine gute Kamera, vernünftige Ausleuchtung, ansprechende Bildkomposition und eine einheitliche Bildsprache sind gefordert. Wenn du Filter benutzt, dann jedes Mal dieselben.

Aber auch Video Content will aufwendig produziert werden: Je nach Social-Media-Kanal wird ein anderes Format benötigt. Videos für die Instagram Story sollten in Snippets von 15 Sekunden geplant werden, für Facebook gibt es wenig Einschränkungen. Soll das Video auf YouTube veröffentlicht werden, brauchst du ein Intro und ein Thumbnail.

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Kleiner Tipp: Verwende die Batching-Methode. Das heißt, dass du jeweils eine Aufgabe geballt ausführst. Anstatt jeden zweiten Tag ein Foto zu schießen und zu bearbeiten, veranstaltest du in regelmäßigen Abständen ein Shooting. Bei dem entstehen dann direkt viele Fotos. An einem anderen Tag bearbeitest du alle Fotos. Oder du nimmst an einem Tag gleich 3 Videos auf und erledigst das Schneiden an einem anderen. Das spart Zeit, weil du nicht ständig zwischen den Aufgaben springen musst.

Schritt 5: Teile deinen Content auf Social Media

Dein Content ist vorproduziert, im Redaktionsplan steht, was heute wo veröffentlicht werden soll. Jetzt musst du nur noch den letzten Schritt machen. Wenn du Planungs-Apps wie Planoly nutzt, erfolgt die Distribution automatisch oder auf Knopfdruck. Damit ist alles erledigt – oder? Jein.

Ansicht einer kalendarischen Planung von Instagram Posts in Planoly

Du kannst deinen Content einfach veröffentlichen und dann ignorieren, aber das ist nur bedingt sinnvoll. Social Media heißt Social Media, weil es eine soziale Komponente hat. Du musst mit deiner Community interagieren. Kommentare beantworten, Retweets liken, aktiv sein. Instagram sieht es nicht gerne, wenn du nur postest, aber nicht interagierst.

Schritt 6: Analysiere deinen Content

Nach einer Weile wirst du merken, dass manche Inhalte besser funktionieren als andere. Anstatt Vermutungen anzustellen und dich zu fragen, woran das liegen mag, solltest du eine Analyse durchführen. Orientiere dich sowohl an den Insights aus deinen Social-Media-Kanälen als auch an den KPIs aus deinem SMART-Ziel.

Wenn dein Content nicht das von dir anvisierte Ziel erreicht hat, muss das nicht daran liegen, dass er schlecht ist. Es kann eine Banalität sein. Der Umstand, dass deine Zielgruppe zu einer anderen Uhrzeit online ist als die, zu der deine Beiträge veröffentlicht werden. Bedienst du die falschen Hashtags?

Sieh dir deine Inhalte an und überprüfe Sie: Stimmt die Qualität? Hast du den richtigen Social-Media-Kanal gewählt? Sprichst du deine Zielgruppe richtig an? Sind deine Inhalte ansprechend? Hol dir am besten Feedback ein – von Kollegen, aber  auch von deinen Followern. Eine gute Community wird dir mitteilen, was sie gerne sehen möchte.

Instagram Beitrag von Kathy (@instafootprintdesign) mit einem Cheat Sheet zu den Instagram Insights

Schritt 7: Der Kreislauf startet von vorne

Jetzt, wo du dank deiner Analyse weißt, was funktioniert und was nicht, musst du deine Social Media Content Strategie anpassen. Verwirf Formate, die nicht gut ankommen, poste mehr von dem, was auf dein SMART-Ziel einzahlt und erhöhe die Qualität deines Contents.

Du kannst auch gerne experimentierfreudig werden. Teste, ob es Sinn ergibt, an einem anderen Tag oder zu einer anderen Uhrzeit zu posten. Probiere andere Hashtags aus. Spiel mit den Features, die jedes Medium anbietet. Verändere den Aufbau deiner Texte oder überarbeite deine Grafiken. Was funktioniert, kann bleiben. Alles andere wird angepasst oder verworfen.

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