Die andauernde Corona-Pandemie wirkt sich auf alle Aspekte unseres Lebens aus. Private und berufliche. Auch verändert sie unsere Arbeitswelt, das Marketing und den Vertrieb nachhaltig. Dies haben wir zum Anlass genommen, um eine groß angelegte Umfrage unter Marketern aus verschiedensten Bereichen durchzuführen.

Infos zu den befragten Gruppen

Teilgenommen haben mehr als 240 Marketingverantwortliche aus Inhouse-Marketingteams, freiberuflich arbeitende Marketer und Marketing-Agenturmitarbeiter.

Größere Teams von bis zu 10 Mitarbeitenden machten 18% unserer Befragten aus. Mehr als die Hälfte aller Teilnehmenden sind, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, im Marketing-Management tätig. Zu jeweils ca. 14% handelt es sich um Marketer in leitender Funktion und Selbstständige.

Eine überwiegende Mehrheit (40%) arbeitet dabei in kleinen Teams mit maximal 3 Kolleg*innen zusammen. Fast gleich viele (ca. 20%) sind entweder alleine für das Marketing verantwortlich oder arbeiten mit bis zu fünf Mitarbeitern zusammen.

Die Jahrhundert-Herausforderung – Wie wirkt sich Covid-19 auf das Content Marketing aus?

Sie alle haben wir u.a. gefragt, welchen Einfluss Covid-19 auf ihre Arbeit im digitalen Marketing hatte.

Während ca. 64% aller Befragten angab, es gäbe durch Corona einen erhöhten oder gar stark erhöhten Bedarf an digitalen Content Marketing-Maßnahmen, hat sich dieser bei nur 4,5% verringert. 

Auch im direkten Vergleich mit anderen, internen Marketingmaßnahmen, stufte eine überwiegende Mehrheit (fast 83%) ihre Content-Marketing-Aktivitäten als mindestens gleich wichtig (42,9%), wenn nicht gar wichtiger (25,6%) oder deutlich wichtiger (14,3%) ein.

Inspiration holen sich die Teilnehmer vor allem bei den ganz Großen: im Zusammenhang mit gelungenem Content Marketing wurden auffallend häufig Brands wie Red Bull, Coca Cola und Hubspot genannt.

State of Content Marketing Studie 2021 – In die Erstellung von Content fließt die meiste Zeit und das meiste Budget

Ziele und Herausforderungen beim Content Marketing

Während sich durch Corona bei fast zwei Dritteln der Marketingverantwortlichen ein Mehrbedarf an digitalen Maßnahmen feststellen lässt, variieren die Ziele und Herausforderungen deutlicher.

Mehr Leads, Umsätze und Traffic? – Herausforderungen im Detail

Etwas mehr als ein Drittel der Befragten (35,3%) gab an, Content Marketing mit dem Ziel der Leadgenerierung und Umsatzverbesserung zu betreiben.

Rund ein Viertel (25,3%) möchte vor allem die Trafficrate erhöhen und 21,2% gaben an, mit digitalem Marketing ihr Standing bei der Zielgruppe verbessern zu wollen.

Nun sollte man meinen, dass sich diese Ziele mit monatlichen Budgets von zwischen 1.000 und 25.000 Euro bei über 50 Prozent der Befragten doch realisieren ließen.

Aber Corona stellt die Marketingabteilungen der DACH-Region nicht nur in finanzieller Hinsicht vor Herausforderungen.

So gaben Teilnehmende in unserer Befragung etwa an, die momentane, sich ständig ändernde Situation erschwert die Erstellung von Prognosen. Andere sehen sich mit der Schwierigkeit konfrontiert, Abwechslung in die Corona-lastige Kommunikation zu bringen.

„Wir haben praktisch die gleichen Probleme wie vor der Pandemie“

In einer Vielzahl von Marketingabteilungen scheinen sich vor allem grundlegende Probleme noch verstärkt zu haben. Ein großer Teil der Antworten vermittelt den Eindruck, dass es durch und während Corona noch schwerer geworden zu sein scheint, Sinn und Ziel von Content Marketing zu vermitteln, festgefahrene Unternehmensstrukturen aufzubrechen und die Chefs und Auftraggeber zu mehr Mut und Kreativität im digitalen Marketing zu ermuntern.

Entsprechend fallen auch die Antworten aus, als wir nach möglichen Lösungswegen fragten, mit deren Hilfe sich diese Herausforderungen bewältigen ließen.

Beinahe einhellig war man der Meinung, dass abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, Kommunikation und Transparenz einer der Schlüssel zum Erfolg wäre.

Ebenfalls hoch rangierte der Wunsch nach mehr Budget-orientierten Lösungen, wie die Vergrößerung des Teams oder mehr Mitteln und Ressourcen, um Softwares zur Prozessoptimierung und -automatisierung einsetzen zu können.

Dass dies nicht möglich ist, liegt, laut Angaben von über 50% der Befragten, daran, dass zu wenige Ressourcen für Content Produktion bereitgestellt werden oder vorhanden sind. Denn in die Erstellung von Content fließen laut fast 50% der Marketer die meiste Zeit und das Gros des Budgets.

Fast 29% fehlt es hingegen an Möglichkeiten, mehr als 25% fällt es mit am schwersten, den ROI nachzuweisen. Dies schlägt sich auch in der Zufriedenheit mit dem bisher generierten ROI nieder: Nur 56% beantworteten die Frage danach überhaupt und waren auch nur zu 23,5% wirklich zufrieden mit den erzielten Werten.

Weitere Herausforderungen, mit denen sich die Marketer aus unserer Studie konfrontiert sehen, sind der Reichweitenaufbau (20,6%) und die Regelmäßigkeit (18,5%).

Für 35,7% liegt das größte Problem beim Content Marketing noch in den Phasen vor der Erstellung. Etwa bei der Ideenfindung, der redaktionellen Planung und Prozess-, sowie Content-Optimierung.

Die komplette Studie, inklusive Infografik und ausgewählten Antworten der Teilnehmer, erhalten Sie hier.

Planung und Zukunft von digitalem Marketing

Immerhin: 40% unserer Befragten fühlen sich den Herausforderungen des Content Marketings sehr gut gewachsen und planen bereits ihre nächsten Schritte. Für 64,4% der Marketer bestehen diese hauptsächlich darin, verbesserte Prozesse aufzusetzen. Ein Drittel (33,9%) wird sich künftig vor allem dem eigenen Know-how widmen, um Content Marketing besser zu verstehen. Lediglich 1,7% gaben an, ihr Content Marketing auszulagern. Und das, obwohl mit 46% fast die Hälfte aller Befragten angaben, es sei schwierig bis sehr schwierig, qualifizierte neue Mitarbeiter im Bereich Content Marketing zu finden.

Zu den priorisierten Formaten, denen sich die Befragten künftig verstärkt widmen möchten, zählen vor allen Dingen Videoinhalte. 56,2% gaben an, dieses Content Format 2021 besonders pushen zu wollen. Ein Viertel der Befragten will indes die Text-Contents auf- und ausbauen und lediglich für 3,4% werden Audioinhalte im Zentrum ihrer Maßnahmen stehen.

Status Quo der Content Marketing Maßnahmen

60,1% aller Teilnehmer sagen, sie legen sehr viel Wert auf Suchmaschinenoptimierung. Vor dem Hintergrund, dass für fast 67% die Website bzw. der eigene Blog (57,1%) zu den Hauptdistributionskanälen für ihren Content zählt, ist diese Gewichtung von SEO nur folgerichtig.

Eine Software für die Content Operations setzen nur knapp 38% unserer Befragten ein. Am wichtigsten war ihnen dabei, dass die Software alle Phasen des Marketingprozesses abbildet und möglichst intuitiv, einfach und übersichtlich gestaltet ist. Dabei rangierten SEMrush und Hubspot unter den meist genannten Tools.

State of Content Marketing 2021 – Die komplette Studie hier herunterladen

Die komplette Studie, inklusive Infografik und ausgewählten Antworten der Teilnehmer, erhalten Sie hier.

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