Der Durchschnittskonsument sieht sich etwa 10.000 Werbebotschaften ausgesetzt – und das täglich. Wie kannst du also mit deinem Unternehmen aus dieser Masse hervorstechen?

Eine noch recht neue Methode ist das Storyliving. Interaktion und das völlige Eintauchen in die Markenwelt lautet das Motto. Wie das funktioniert? Wir erklären es dir hier.

Fact Check – das musst du wissen

Was ist Storyliving und warum brauche ich es?

Beim Storyliving handelt es sich um einen Storytelling-Ansatz, der auf Interaktion ausgelegt ist. Konsumenten von heute wünschen sich immer mehr eine persönliche Note, wenn sie sich für ein Produkt oder eine Serviceleistung entscheiden.

Die meisten Menschen suchen Rat bei Freunden und Familie oder in Internetforen, anstatt empfänglich für die Werbebotschaften von Marken selber zu sein. Das Stichwort für ein gelungenes Marketing lautet also Emotionen. Denn Emotionen verleiten Kunden eher zum Kauf als die Wiedergabe reiner Fakten.

Um diese persönliche Note in das eigene Marketing zu bringen, ist Storytelling eine hervorragende Möglichkeit. Aber: Storytelling sollte eine wirkliche Botschaft enthalten und die Kernwerte eines Unternehmens widerspiegeln. Ist das Storytelling nicht authentisch genug, merken es die Konsumenten sofort und werden nicht zum Kauf animiert.

Und hier kommt das Storyliving ins Spiel, das die Authentizität einer Marke optimal hervorbringen kann.

Storyliving lässt sich in das Experimental Marketing (oder auch Engagement Marketing) einstufen, welches den Kunden erlaubt, sich voll und ganz einer lebensechten Marken-Erfahrung hinzugeben. Das Ziel: nachhaltige und wertige Erfahrungen beim Kunden zu schaffen.

Der Kunde soll also in Aktion treten statt einfach nur zuzuschauen. Denn Erfahrungen prägen sich stärker beim Kunden ein, wenn er sie selber mit gestalten kann. Deswegen werden Storys nicht einfach erzählt, sondern sollen für den Kunden erlebbar werden. Der Schwerpunkt in der Umsetzung liegt auf auf Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR).

Wie kann man Storyliving umsetzen?

Die Umsetzungsformen reichen von aufwendig produzierten 360-Grad-Videos bis hin zu multisensorischen Installationen. Hauptsache das Erleben steht im Vordergrund. Bevor du eine Storyliving-Kampagne starten willst, solltest du dich zunächst fragen:

  • Was interessiert Kunden an meiner Marke?
  • Welche Erlebnisse bleiben bei ihnen nachhaltig im Gedächtnis?
  • Würden die Kunden gerne bei mir hinter die Kulissen gucken? An welcher Stelle?

Zu den Virtual-Reality-Basics zählen einfache 360-Grad-Videos. Um diese Videos anzuschauen braucht es nicht zwangsläufig eine VR-Brille, denn 360-Grad-Videos werden schon von Facebook, YouTube und Vimeo unterstützt. Das „True VR“ setzt aber erst dann ein, wenn noch mehr technische Raffinessen umgesetzt werden, die ermöglichen, dass der Kunde in eine Interaktion treten kann: Real-Time Rendering, Kontrolle der Bewegung und Position sind einige Beispiele. Aber solche Produzierungen sind teuer und vielen Konsumenten fehlt die nötige Technik, um den Content überhaupt aufrufen zu können.

Der Nachteil: VR und AR sind häufig nicht günstig und aufwendig in der Produktion. Hinzu kommt, dass ein großer Teil der Kundschaft das nötige Equipment wie eine VR-Brille nicht zuhause haben (in Deutschland ist es allerdings schon jeder Zehnte).

Möchtest du dich also an Storyliving wagen, empfehlen wir dir die Umsetzung per 360-Grad-Video. Denn die sind ein guter und kostengünstiger erster Schritt in Richtung Storyliving und Virtual Reality.

Chancen für Content Marketing & Unternehmen

Storyliving fördert den Dialog zwischen Marke und Konsumenten. Denn Kunden erfahren ein ganz neues Markenerlebnis und somit verstärkt sich die Kundenbindung. Im Ergebnis verbessert sich auch das Peer-to-Peer-Marketing, denn solche Erlebnisse werden deutlich häufiger mit anderen geteilt als pure Werbebotschaften, mit denen die Konsumenten ohnehin bombardiert werden…

Immerhin 10.000 Marken-Botschaften sieht sich der Durchschnittskonsument pro Tag etwa ausgesetzt. Eine unglaubliche Flut, aus der es herauszustechen gilt. Die vornehmliche Zielgruppe für den Einsatz von Storyliving stellen die Millenials dar. Denn Millenials legt mehr Wert auf Erlebnisse als auf Materielles – ein Trend, der in der Generation Z noch stärker verankert ist.

Vorteile auf einen Blick

  • Du lässt Kunden dein Produkt / deine Dienstleistung live erleben
  • Du hast die volle Aufmerksamkeit deiner Kunden und intensivierst den emotionalen Eindruck
  • Komplexe Produkte oder Sachverhalte lassen sich einfach interaktiv erklären
  • Dein Unternehmen sticht aus der Masse an Werbebotschaften hervor

In der Folge bindest du die Kunden stärker an dein Unternehmen und unterstützt du die Kaufbereitschaft. Zudem lassen sich die Ergebnisse auch leichter tracken und du kannst viel über deine Kundschaft erfahren.

Wir helfen dir übrigens dabei, deine Kunden über relevante Inhalte zu begeistern – mit unserer Content Success Platform. Mit der contentbird Workflow Platform erzählst du Geschichten, die deine Zielgruppe begeistern. Und das sogar ohne VR-Brille und 360°-Videos. Und hier geht’s zur Free Trial Version!

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Für welche Unternehmen/Zielgruppen bietet sich Storyliving an?

Wie bereits erwähnt, werden 360-Grad-Videos von YouTube und Facebook unterstützt und werden hier am meisten ausgespielt. Du musst dich also fragen: Sind meine Kunden hier aktiv?

Für AR-Anwendungen braucht deine Zielgruppe ein Smartphone oder Tablet mit Kamera. Außerdem sollten sie bereit sein, deine AR-App herunterzuladen. Zielgruppen, die empfänglich für „True VR“ sind, sind in der Regel gebildet, jung, besserverdienend und online-affin.

Branchen und Beispiele für die sich Storyliving beisielsweise anbietet:

  • Exotische Umgebungen in der Tourismusbranche
  • Virtuelle Testfahrten beim Autohändler
  • Virtuelle Rundgänge in der Immobilienbranche

Beispiele für erfolgreiches Storyliving

360-Grad-Videos von Mercedes Benz

Mercedes Benz hat sich anlässlich der #MBPhotoPass-Kampagne unter anderem mit einem ganz besonderen Influencer zusammengetan: mit Loki dem Wolfshund. Loki und seine Besitzerin wurden mit 360-Grad-Kameras ausgestattet und machten einen Ausflug – natürlich in einem Mercedes.

Das Video zeigt die Vorzüge des Autos und beweist seine Geländegängigkeit quasi ganz nebenbei. Insgesamt erzielte die Kampagne eine Reichweite von 173 Millionen Impressionen und 2,3 Millionen Likes und Kommentare. Sehr gelungen.

Die IKEA Place App

IKEA macht sich Augmented Reality zunutze und brachte die App IKEA Place heraus. Mit ihr können User sich Möbelstücke virtuell in ihr Wohnzimmer stellen – zur Probe sozusagen.

Dreidimensional und mit einer Genauigkeit von 98 Prozent sollen Sessel, Sofas und andere Möbelstücke dann auf dem Smartphone-Display abgebildet werden. Das Bild kann abschließend gespeichert und so per Whatsapp oder Instagram geshared werden.

Die #LiveForNow Kampagne von Pepsi

Auch Pepsi bediente sich für seine #LiveForNow Kampagne der Augmented Reality und verwandelte eine Londoner Bushaltestelle in ein „Fenster“, hinter dem UFOs fliegen, Tiger durch London streifen oder riesige Roboter auftauchen…

Auf der anderen Seite der Haltestelle fanden die verdutzen Pendler dann ein Pepsi-Poster, das den Trick enthüllte. Die Menschen zückten ihre Smartphones und teilten die außergewöhnliche Kampagne in den sozialen Medien.

Fazit

Mit dem Einsatz von Storyliving bringst du deine Marke näher an den Kunden. Du machst deine Marke erlebbar und erhöhst die Kaufbereitschaft bei den Usern.

Die beste Umsetzung ist derzeit in Form von 360-Grad-Videos, da sie nicht allzu aufwendig in der Erstellung sind und von einer breiten Zielgruppe per Social Plattformen konsumiert werden können. Derzeit setzen noch nicht viele Unternehmen auf Storyliving, sodass du einfach aus der Masse an Werbebotschaften herausstechen kannst.

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