Was ist ein Unternehmensblog?

Als Unternehmensblog (Corporate Blog) bezeichnet man eine Plattform auf der alle aktuellen Inhalte in Form von Blogposts der unternehmerischen Webkommunikation zusammenlaufen. Der Unternehmensblog zählt zu den wichtigsten Elementen von Content Marketing. Ein Unternehmensblog als Owned-Media Chanel bietet den Vorteil der vollen Kontrolle über die externe Kommunikation. Im Unterschied zur klassischen Werbung wird auf dem Unternehmensblog Content bereitgestellt, der nutzerzentrierte Inhalte in den Fokus stellt und Problemlösungen bietet. Die Kommunikation des Unternehmensblog ist von einem Perspektivwechsel von Push zu Pull geprägt.

Infografik Tipps für einen erfolgreichen Unternehmensblog

Brauche ich einen Unternehmensblog?

Vielen Unternehmen stellt sich zunächst einmal die Frage, ob sie überhaupt einen Unternehmensblog brauchen. Dabei sollte man sich die Auswirkungen anschauen, die man damit erreichen kann. Die Havas-Studie belegt, dass man mit einem Corporate Blog das erfüllt, was rund 84% der Konsumenten an eine Marke stellen. Verbraucher schätzen informierende Artikel von Unternehmen nicht mehr nur, sondern verlangen sie geradezu.

Ziele eines Unternehmensblogs

Die Ziele, die mit einem Unternehmensblog erreicht werden können, sind vielzählig. Dabei sollte man immer abwägen, welche Maßnahmen für die eigene Marke sinnvoll sind. Die genaue Definition eines strategischen Ziels ist die halbe Miete, um erfolgreich zu Bloggen. Blankes Chaos und Inhalte, von denen niemand weiß, was man damit anfangen soll, sind der erste Schritt in die falsche Richtung. Selbstverständlich kann die Themenwahl vielfältig sein. Trotzdem sollte man den eigentlichen Fokus der Website nicht aus den Augen verlieren.

Deshalb gilt: Bevor du einen Unternehmensblog startest, sei dir bewusst, über welche Themen und mit welchem Ziel du berichten möchtest.

Warum sich ein Corporate Blog lohnt

Modernes Marketing hat die Aufgabe über Tipps und Trends zu berichten und den Kunden auf der gesamten Customer Journey zu begleiten. Bloggen und Storytelling sind im Content Marketing zum neuen Verkaufsschlager geworden.

  1. Steigerung der Reichweite und des Bekanntheitsgrades

    Wenn ein Unternehmensblog eins ganz sicher garantieren kann, dann ist es organischen Traffic. Durch Keyword-optimierte Artikel werden nicht nur Leser, sondern auch Google-Crawler angelockt, die für ein besseres Ranking in den Suchergebnissen sorgen.

  2. Imagepflege

    Die Kommunikation auf dem Unternehmensblog sollte eine klare Linie verfolgen, die die Werte und das Auftreten der Marke stützen. Somit schafft man die Grundlage für eine Brand-Positionierung im Markt, die positiv von potenziellen Kunden wahrgenommen wird.

  3. Kundenbindung

    Kommentarfunktionen und konkrete Aufforderungen lösen beim Leser des Blogs ein Wir-Gefühl aus. Bindet die Interessen und Wünsche aus den Kommentaren euer Leser in eure Content-Produktion mit ein, um eine enge Bindung zum Kunden aufzubauen.

  4. Neukundengewinnung

    Gerade bei Neukunden ist noch Überzeugungsarbeit gefragt. Ein Unternehmensblog ist da die perfekte Möglichkeit, eure Produkte vorzustellen und erstmalig in Kontakt zu treten, ohne zu aufdringlich zu wirken. Dem Kunden wird die Angst vor Betrug oder einer schlechten Service-Erfahrung genommen und ihr gewinnt das Vertrauen eines weiteren Besuchers.

  5. Auslösen von Kaufimpulsen

    Nirgends kann man besser über neue Produkte oder Trends berichten als auf dem eigenen Unternehmensblog. Durch das Vorstellen macht ihr nicht nur das Produkt unter eurer Leserschaft bekannt, sondern löst eventuell ganz neue Kaufimpulse beim Kunden aus.

Wie sollte ein Unternehmensblog aussehen?

Das Design des eigenen Blogs sollte selbstverständlich dem Styleguide eurer Company entsprechen. Dabei gibt es keine goldene Regel. Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Dennoch gibt es hinsichtlich der Usability einiges zu beachten. Damit euer Blog erfolgreich ist, sollte sich der Leser am besten möglichst lang darauf aufhalten. Wie du das schaffst? Ein strukturierter Kategoriebaum sorgt dafür, dass der Leser weiß, welche Rubriken er auf dem Blog findet. Slider, Kacheln oder Post-Carousels auf der Startseite wirken ansprechender als eine lange Liste von Blogbeiträgen. Außerdem bieten sich Post-Carousels an, um Evergreen Content oder Trends auf der Startseite zu platzieren, denn nicht jeder Blogbeitrag ist an seinen Zeitstempel gebunden.

Wenn ihr mit Bildern, Infografiken oder Ähnlichem arbeitet (wovon ich hoffentlich ausgehe) können diese mit Share-Buttons versehen werden. Selbstverständlich sollte auch der Beitrag selbst die Möglichkeit bieten, geteilt zu werden. So erhöht sich die Engagement-Rate eures Contents und vergrößert eure Community.

  1. Qualitätstandard definieren

    Um mit dem Corporate Blog hervorzustechen, sollten im Vorfeld Qualitätsstandards definiert werden. Gerade bei der Zusammenarbeit mit Gastautoren muss ein eindeutiges Briefing zum Corporate Design stehen. Auch Tonalität und Schreibstil unterscheidet sich im idealen Fall nicht zu drastisch von Artikel zu Artikel.

    Durch die Integration von wiederkehrenden grafischen Elementen, selbst-geshooteten Bildern oder bestimmten Content Pattern verleiht ihr eurem Blog einen Wiedererkennungswert. Legt am besten einen Styleguide oder Briefing an, das genau definiert, wie ein Beitrag auf eurem Blog auszusehen hat. Das erleichtert nicht nur die Schreibarbeit, sondern sorgt auch für einen einheitlichen Look.

  2. Mehrwert bieten

    Im besten Fall kommt der Leser auf euren Blog und erhält im Beitrag so viele thematische Weiterleitungen wie möglich. Durch die Integration von Call-to-Action sowie internen und externen Quellen erhält der Leser Zusatz-Informationen, die ihn in seiner Problemlösung helfen können. Wie in einem Magazin sollte ein Blog dazu einladen, „herumzublättern“ und sich durch verschiedene Inhalte zu klicken. Das bietet zum einen den Vorteil, dass sich der Besucher länger auf eurem Blog aufhält. Auf der anderen Seite löst die lange Verweildauer beim Kunden ein positives Verhältnis zu eurer Marke und eurem Blog aus. Außerdem ist die Verweildauer auf einer Webseite ein positives Rankingsignal für Google.

    Indem ihr jeden Blogbeitrag mit Mehrwerten für den Besucher füllt, begleitet ihr die Customer Journey optimal.

  3. Distributionspotenzial ausschöpfen

    Die Präsenz von Facebook, Instagram und Co. ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dies hat für viele Marketing-Abteilungen zu einer Verlagerung ihrer Werbemaßnahmen auf die Social Plattformen geführt. Ungeachtet der jeweiligen User werden Kampagnen für Facebook, Instagram und Twitter ins Leben gerufen. Dabei bietet ein Unternehmensblog doch den idealen Ausgangspunkt für das Upcycling bereits bestehenden Contents. Die Multiplikation des Unternehmensblog ist nicht nur effizienter, sondern sorgt auch für ein Content-Recycling, das Ressourcen eindämpft und die einheitliche Webpräsenz zusammenzieht.

  4. Suchmaschinenoptimierung nutzen

    Neben nutzerzentrierten Inhalten muss ein Unternehmensblog auch Google-relevanten Content bieten, um in den vorderen Rankings der Suchergebnisse zu erscheinen. Keyword-basierte Beiträge sind das Schlagwort, um das Potenzial von organischem Traffic voll auszuschöpfen. In unserem Beitrag „Die SEO-Checkliste: 8 Maßnahmen, die dein Ranking verbessern werden“ erfahrt ihr, wie ihr euren Unternehmensblog Seo-optimiert.

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