Sinkende Einnahmen im Offline-Sektor verunsichern Händler und Dienstleister gleichermaßen, weshalb diese den digitalen Markt nach und nach für sich entdecken. Mit der Erstellung einer eigenen Webseite ist es jedoch noch lange nicht getan. Eine unbequeme Wahrheit, die sich Internet-Neulinge meist erst dann eingestehen, wenn der so wichtige Website-Traffic ausbleibt.

Um diesen zu steigern, müssen branchenübergreifend zwei Schritte gegangen werden. Zum einen bedarf es einer intelligenten Online-Marketing-Strategie, die bevorzugt auf SEO und Content Marketing aufbaut, zum anderen sollte eine Analyse der bisher ermittelten Besucherzahlen und weiterer KPIs erfolgen. Erstere zu erstellen war mit contentbird schon immer möglich, zweitere durchzuführen ab sofort auch.

Ein Tool für alles: Daten mit contentbird richtig auswerten

Denn pünktlich zur Weihnachtszeit schenkt euch unsere Technik-Abteilung ein neues Feature, oder besser gesagt: eine neue Rechenoperation. Mit der contentbird Traffic Value Formel berechnest du spielend leicht, wie viel Geld dir Content Marketing im Vergleich zu Pay-per-Click-Diensten wie AdWords einspart. Das mit Abstand beste Argument für Streitgespräche mit deinem Chef. Und so sieht das Ganze für einzelne Inhalte oder zusammengefasst aus:


contentbird Content ROI und Traffic Value als Übersicht

Kompakt erklärt in drei Schritten:

Schritt 1: Berechnung des AdWords CPC

Beim AdWords CPC handelt es sich um einen Durchschnittswert. Er gibt an, wie viel Geld Du im Durchschnitt in eine AdWords-Kampagne mit den gleichen Keywords gesteckt hättest. Berechnen lässt er sich mit folgender Formel:

Suchvolumen Keyword 1 * Kosten pro Klick Keyword 1 + Suchvolumen Keyword 2 * Kosten pro Klick Keyword 2 + … : Suchvolumen aller Keywords

Beispiel: Dein Content enthält die Keywords Schifffahrt Berlin (Suchvolumen: 5400, Kosten pro Klick: 0,42 €) und Schifffahrt Spree (S.: 210, KpK: 0,36 €).

5.400 * 0,42 = 2.268 + 210 * 0,36 = 75,6

2.268 + 75,6 = 2.343,6

2.343,6 : 5.610 =

0,41 € im Schnitt würde dich eine AdWords-Kampagne für diese Keywords kosten.

Schritt 2: Erfassen der genauen Website Besucherzahlen

Für die exakte Berechnung des contentbird Traffic Value benötigst Du neben dem AdWords CPC eine leicht zu beschaffende Kennzahl: die der Besucher. Wie viele User haben den Content organisch geklickt und wurden zu Besuchern deiner Website? contentbird liefert diese Daten für jeden veröffentlichten Beitrag zuverlässig. Wenn Du noch kein contentbird-Kunde bist, kannst du die Daten selbstverständlich auch mit vergleichbaren Tools prüfen.

Beispiel: Du hast einen Artikel zum Thema „Die schönsten Schifffahrtsrouten in Berlin“ geschrieben und konntest ermitteln, dass dir der Beitrag bis zum Tag der Berechnung

30 Besucher

beschert hat.

Schritt 3: Berechnung des contentbird Traffic Value

Im letzten Schritt kommen wir zur endgültigen Berechnung des contentbird Traffic Value, der sich aus den Zahlen aus Schritt 1 und 2 zusammensetzt. Dabei wird die Besucheranzahl mit dem AdWords CPC multipliziert. Wenn wir die Zahlen aus unserem Beispiel heranziehen, ergibt sich ein Traffic Value von:

30 Besucher * 0,41 AdWords CPC = 12,30 €

Bedeutet: Unser Beispieltext zum Thema „Die schönsten Schifffahrtsrouten in Berlin“ ist aktuell 12,30 € wert. Mit steigender Besucheranzahl erhöht sich der Wert des Contents jedoch, bis er die Kosten für die Erstellung wieder einspielt und ca. ein Jahr später übertrifft. Bei manchen Inhalten geht das auch schneller. Ob sich dein Content bereits refinanziert hat, lässt sich mithilfe des Content ROI feststellen, den du ebenfalls mit ein paar schnellen Berechnungen ermitteln, ODER ihn dir einfach in contentbird anzeigen lassen kannst. Näheres zur Berechnung des Content Marketing ROI erfährst du übrigens in unserem ausführlichen Glossar-Beitrag

Fazit

Der contentbird Traffic Value ist die mit Abstand wichtigste Kennzahl für Content Marketer und die, die es werden wollen. Mit ihr beeindruckst Du nicht nur deine Kollegen, sondern auch deinen Chef und deine Kunden und das völlig zurecht: Konntest du bisher lediglich mit Besucherzahlen argumentieren, kannst du fortan einen Wert in Euro/Dollar präsentieren und somit problemlos mit der SEA-Fraktion in deinem Unternehmen konkurrieren. 

Du bist noch kein contentbird-Kunde? Kein Problem, unter diesem Link kannst du contentbird 14 Tage kostenlos testen und auf sämtliche Zahlen und Funktionen zugreifen.

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Kommentare (6)

Sie schreiben unter Schritt 2, dass Sie für die Bewertung, die Anzahl der Nutzer, die über Google auf den Artikel kommen, verwenden. Warum nicht alle Nutzer, die den Artikel gelesen haben, gerade wenn Sie dann in der ROI-Bewertung diesen Wert als Traffic Value verwenden.

Also nicht nur die Nutzer, mit Quelle Google x CPC, sondern Nutzer gesamt (bezogen auf den Content) x CPC.
Was eine großen Unterschied macht, aber ohne den Content an sich, gäbe es werde das eine noch das andere,

Wenn ich also eine Seite habe, auf der sich 1 Mio. Nutzer tummeln und der Artikel (Content) steht auf der Startseite (60% Trafficvolumen über die Startseite), dann kann der Atikel trotzdem super performen auch wenn dieser nur gering über Google gefunden wird!

Nach Ihrer Traffic Value Berechnung wäre solch ein Artikel allerdings weit unter 100% ROI, auch wenn er auf der Seite viele Leser hätte!

Ich greife Ihr Beispiel auf:
30 Besucher (über Google) * 0,41 AdWords CPC = 12,30 €
100 Besucher (Artikel, davon 30 Google, 70 sonstiges, Klick auf Artikel Webseite, Social Media Link…) * 0,41 AdWords CPC = 41.- €

nehmen wir mal an der Artikel hätte 60.- € gekostet, dann hieße das für den ROI nach Ihrer Methode:
(12,30 € / 60.- €)*100 = 20,5

oder bei allen Nutzern des Arikels
(41.- € / 60.- €)*100 = 68,33

Ich kann mir kaum vorstellen, dass der komplette Traffic über google kommt, sondern das dies nur eine Quelle von vielen ist. Was passiert also mit den restlichen Nutzern, werden die nicht gewertet?

Hallo Wolfram,

ich bedanke mich für dein Feedback und bin wirklich froh darüber, dass du mich auf diesen Punkt hingewiesen hast. Aber um eins gleich zu Beginn klarzustellen:

Nein, unser Tool bezieht seine Daten nicht nur von Google, sondern berücksichtigt vielmehr alle organischen Besucher! Und selbstverständlich werden diese auch gewertet.

Für meine missverständliche Ausdrucksweise möchte ich mich an dieser Stelle entschuldigen. Ich habe den Beitrag bereits korrigiert und hoffe, dass du etwas für deine eigenen Content-Kampagnen mitnehmen konntest. Arbeitest du denn zurzeit an etwas Konkretem? 🙂

LG
Philipp

Hmm, dann bin ich mal gespannt. Mir ist übrigens noch ein Problem aufgefallen.
Eure Formel funktioniert bei PR-Content, also Inhalten, die dem Format von Advertorials nahe sind, recht gut. Wendet man diese allerdings auf redaktionellen Content an, wird`s schweirig. Ich habe das bei mehreren unserer Artikel getestet, das Ergebnis war, für die meisten redaktionellen Inhalte einer Tageszeitung gibt es z.B. keine Keywords, die man via CPC o.ä. abgleichen kann.
Wie löst Ihr das?

Und ja, ich bin an etwas dran, ich bin der Onliner eines lokalen Zeitungsverlages und interessiere mich daher extrem für die Bewertung von Content. xD

LG
Wolle

Der linkbird Traffic Value und die dazugehörigen Kennzahlen sollen vorrangig veranschaulichen, inwiefern sich Content im Kontrast zu Adwords-Kampagnen rechnet. Dafür sind Keywords leider eine wichtige Währung, da Google diese ja mit eindeutigen Zahlen belegt, die für die Berechnung extrem wichtig sind.

Deinen Schilderungen entnehme ich, dass du daran interessiert bist, bereits existierenden Content (aus einem Print-Medium) zu digitalisieren und ihn über eure Website zu veröffentlichen (korrigier mich, wenn ich falsch liege).

In diesem Fall hättest du zum einen die Möglichkeit besagten Content nachzuoptimieren (WDF*IDF- und Keywordcheck). Zum anderen könntest du deine Distributionsstrategie verbessern, also gezielt nach hochwertigen Kanälen zur Verbreitung deiner Inhalte suchen. Bei beidem kann dich übrigens linkbird super unterstützen. 😉

Um den konkreten Wert von redaktionellem Content zu erfassen, empfehle ich deiner Zeitung auf Native Advertising zu setzen, um eure Inhalte auch im Netz zu kommerzialisieren. Will hier jetzt aber keinen Roman darüber schreiben, ohne deine genaue Situation zu kennen.

LG
Philipp

Hi,
nein, ich bin nicht daran interessiert, bestehende Print-Artikel online zu verlängern, das machen wir bereits, allerdings, leider 1 zu 1. Heißt der Content der Print-Redaktion wird ohne Optimierung online gestellt. Was sehr „unbefriedigend“ ist.
Heißt, ich habe niemanden, der diese Inhalte nach SEO Aspekten optimiert.

Advertorials… machen wir bereits seit 2015, allerdings greifen wir hierfür auf nationale Dienstleister zurück. Das ist nicht das Thema.

Mein Problem ist die Verargumentierung von SEO-Pros zur Optimierung des redaktionellen Contents. Im Prinziep muss ich nachweisen, das die SEO was bringt und das im Idealfall via harte €, damit die GFs sowas auch begreifen können.
Versuch mal einem Print-Verleger den Sichtbarkeitsindex von Sistrix zu erklären! lol.

Also ein Abgleich in Status Quo zum optimiertem Content und zwar nicht nur über eine Steigerung der Sichtbarkeit bei Google, Reichweite… sondern via Content Bewertung in harten Euros. Daher bin ich auf Euer Modell aufmerksam geworden xD.

Ich glaube ich meld mich einfach mal demnächt bei Dir.

Hi Wolfram,

das ist in der Tat eine Herausforderung. Ich mache mir mal ein paar Gedanken dazu und freue mich auf deine Nachricht. Am besten an folgende E-Mailadresse: schuette@linkbird.com.

LG
Philipp

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