Ein Begriff, der jedem Content Manager einen Schauer über den Rücken jagt: Duplicate Content. Viele Website-Betreiber fürchten sich davor, ihn unwissend von externen Dienstleistern einzukaufen oder gar selbst zu verbreiten. Rechtliche Schritte, Abmahnung und schlechtes Rankingergebnis können die Folge sein. Gut, wenn Du Dich mit dem Thema ausführlich auseinandersetzt und genau weißt, was im Content Marketing geht und was Du lieber lassen solltest. Wie entsteht Duplicate Content und was kannst Du dagegen tun? In meinem neusten Blogpost, der natürlich für Dich weder geklaut noch abgeschrieben ist, findest Du zu diesem allgegenwärtigen SEO-Problem die passenden Antworten. Ganz nach dem contentbird Motto: Schnell weg mit den Duplikaten –  Bahn frei für einzigartigen Qualitätscontent, der Deine Leser begeistert!

# Definition: Was gilt als Duplicate Content?

Duplicate Content ist „heiße Ware“, um es kurz zu machen. Viele kleine und große Unternehmen spielen bei der Content-Erstellung Russisches Roulette, mal mehr mal weniger bewusst. Dabei ist es ganz einfach ein paar Regeln einzuhalten, um das Duplizieren von Inhalten zu verhindern. Aber widmen wir uns zunächst der Frage: Was verstehen wir unter Duplicate Content überhaupt?

Suchmaschinen wie Google lieben Unique Content, der Inhalte und Themen in hochwertiger Qualität ausführlich behandelt. Jeden Tag überprüft der Googlebot Millionen von Website, um für die jeweilige Suchanfrage das relevanteste Ergebnis zu erhalten. „Doppelter Inhalt“ oder „Duplizierter Content“ auf mehreren URLs stößt ihm dabei sauer auf, was Auswirkungen auf das Ranking hat. Gerade bei Online-Shops mit vielen tausenden Artikeln und die mit nahezu identischen Hersteller-Produktbeschreibungen arbeiten, sollten das Problem kennen. Ähnliche Texte zu Schuhen, Kleidern oder Kinderregalen, die sich nur in einzelnen Details unterscheiden. SEO-Experten schlagen dann gerne die Hände über den Kopf, aber wer hat schon Kapazitäten jede einzelne Produktbeschreibung neu schreiben zu lassen? Du sicher nicht, oder?

Diese 3 Arten von Duplicate Content solltest Du kennen:

Interner Duplicate Content

  • ist Content mit sehr ähnlichen Textpassagen innerhalb einer Domain
  • entsteht, je nachdem wie Dein Content-Management-System Inhalte strukturiert und auf URLs verteilt (betrifft eher Shop- und Redaktions-Systeme)
  • findest Du häufig in Form von doppelten Kategorie-Seiten, gleichen Beitrags- oder Produktseiten, insbesondere bei internen Such- und Filteranfragen im Shop

Externer Duplicate Content

  • ist für Goolge deutlich gewichtiger als interner Duplicate Content
  • entsteht bei der Übernahme kompletter Hersteller-Produkttexte, dem Content-Klau von anderen URLs oder bei der Aussendung von Pressemitteilungen im Rahmen der Online-PR, beim Ablegen ins News-Archiv, sowie bei der Zusammenarbeit mit Affiliate-Partnern
  • verursacht durch Content-Scraping externer Dienstleister: dazu werden Inhalte von anderen URLs kopiert und mit entsprechenden Keywords angereichert, eine gute Lesbarkeit und der Kundennutzen werden bei dieser Art SEO-Texte meisten außen vor gelassen

Um Near Duplicate Content handelt es sich, wenn

  • sich der größte Teil der Web-Texte auf anderen URLs wiederholt (Wort für Wort)
  • Index- oder Suchergebnisseiten ähnliche Ergebnisse aufweisen (z.B. Tagcloud-Seiten oder Listenseiten von ähnlichen Produktkategorien)
  • Du Namens- oder Produkdatenbanken verwendest,  um möglichst viele Online-Shops und Seiten automatisch zu füttern und sich dabei jeweils nur der Produktname ändert (die Produktbeschreibungen identisch sind)

# Duplicate Content in Blogs und Social Media

Es lässt sich meistens gar nicht vermeiden, dass identische Textauszüge auf mehreren URLs auftauchen. Gerade bei Blogs passiert es leicht, denn Beiträge werden häufig auf der Startseite komplett dargestellt. Durch das „Tagen“ mit Schlagworten kommen weitere Unterseiten hinzu, die sich ebenfalls mit dem gleichen Thema beschäftigen. Kann Google diesen Unterschied erkennen oder droht Deiner Domain dafür ein schlechtes Ranking? Bleib entspannt. Die Suchmaschine wird in der Regel die Seite auswählen, welche für die Suchanfrage am relevantesten ist und erkennt den Blogauszug, Teaser etc. als Kopie des Original-Post. Je umfangreicher Dein Content Team die verschiedenen Facetten eines Themas behandelt, umso größer ist der Mehrwert für den Nutzer. Das schätzt auch Google und wird Deine Blog- oder Online-Shop-Seiten entsprechend indexieren.

Aber was ist mit Zitaten in Social Media? Auch hier sieht Google keine Probleme. Das Internet wurde dafür geschaffen Inhalte zu teilen. Daher können Überschriften und satzweise auch Textstellen von anderen Websites ruhig 1:1 übernommen werden. Du solltest das Zitat auf jeden Fall im Quelltext entsprechend auszeichnen, es aber generell mit zitierten Texten besser nicht übertreiben.

Und wie sieht es mit Inhalten aus, die in verschiedenen Sprachversionen vorliegen? Auch dann brauchst Du Dir nicht den Kopf zerbrechen, denn Google bewertet die übersetzten Texte Deiner Seiten in diesem Fall nicht als Duplikate.

# Google liebt einzigartige Inhalte!

Und dann ist es doch passiert? Ob unwissentlich oder aus großer Not an Zeit und Manpower: Auf Deinen Webseiten steht Duplicate Content. Sicher hast Du in diesem Zusammenhang schon mal was von dem Begriff Penalty gehört, die englische Übersetzung für Abstrafung. Eine Maßnahme seitens Google, wenn Deine Inhalte gegen die Richtlinien für Webmaster der Suchmaschine verstoßen. Darin heißt es unter anderem, dass Inhalte für Nutzer geschrieben werden sollen und nicht für Suchmaschinen, sowie eine Täuschung der Nutzer seitens Google nachverfolgt wird.

Was kann dann für Dich die Folge sein?

  • Google kann den Duplicate Content nicht einer bestimmten URL zuordnen, es existieren mehrere identische Seiten für eine Suchanfrage (Ziel-URLs wechseln)
  • Es kommt zu deutlichen Schwankungen im Ranking und Indexierungsproblemen für Deine Websites (Abstrafung)

# Was kannst Du tun, um Duplicate Content zu vermeiden?

Als Content Manager hältst Du die Zügel in der Hand, um zu verhindern, dass doppelte Inhalte auf Deiner Webseite veröffentlicht werden. Das Problem: Zeitdruck und die Masse an Content Marketing Projekten. Gerade für Shops mit tausenden Produkten ist es da schwierig den Überblick zu behalten. Welche Möglichkeiten hast Du?

  • Auf jeder Zielseite oder Landingpage sollten einzigartige und abwechslungsreich geschriebene Texte stehen, welche die Suchintention der Nutzer nach einem Keyword befriedigen (Das Umstellen von Sätzen oder Wörtern reicht dafür nicht aus!)
  • Automatisch generierte Inhalte meiden (kopierte, leserunfreundliche Texte mit Keywords)
  • Immer nur eine URL pro Inhalt verwenden
  • Informationen, News und Pressemitteilungen solltest Du zuerst auf der eigenen Website veröffentlichen
  • Möchtest Du als Webmaster News aus fremden Pressemitteilungen übernehmen, sollte der Text komplett neu geschrieben werden
  • Gegen Contentklau kannst Du vorgehen und die Entfernung von urheberrechtlich geschützten Inhalten bei Google beantragen
  • Achte darauf, dass sich Textbausteine auf den Seiten nicht zu oft wiederholen, häufig passiert das gerne im Footer von Kategorietexten mit dem Hinweis auf Versand, Kundenservice oder Kontaktdaten, gefällt Google nicht!
  • Erstelle zum Beispiel für Deinen Blog thematisch einzelne Seiten, die für sich alleine stehen können
  • Kontrolliere Texte immer vor Abnahme und Veröffentlichung auf ihre Einzigartigkeit mit Tools wie Copyscape oder dem contentbird duplicate content check

Und bei Online-Shops mit vielen ähnlichen Produktbeschreibungen?

Es ist kein Drama, wenn Textschnipsel sich auf mehreren Domains wiederholen. Identische oder sich stark ähnelnde Produktbeschreibungen haben auf Deinen Seiten nichts zu suchen. Viele Webshops übernehmen diese einfach 1:1 von den Herstellerseiten. Schnell gemacht, aber keine gute Idee! Da kommen dann schnell pro Artikel mehrere hundert Webseiten Duplicate Content zusammen. Warum soll sich der Kunde dann ausgerechnet für Dein Angebot entscheiden?

Lege das Konzept der Texte auf den Nutzer und seine individuellen Bedürfnisse aus. Wozu sucht er Informationen und wie detailliert müssen diese in einem Kategorie- oder Produkttext sein? Kontrolle, Analyse und Tests schaffen Klarheit. Schau Dir genau an, über welche Seiten der Kunde bei Dir einsteigt und wie lange er sich dort aufhält? Springt er gleich wieder ab oder klickt er sich zur nächsten Kategorie- oder Produktseite? Anhand dieser Infos kannst Du Deine Web-Texte weiter optimieren und die Chancen stehen gut, dass Du zu bestimmten Artikeln zukünftig deutlich besser rankst. Shops mit einer eigenen Unternehmenssprache und abwechslungsreichen Inhalten schaffen es zudem leichter ins Relevant Set des Käufers.

So kannst Du Duplicate Content problemlos aufdecken

Wie findest Du raus, ob es sich bei den letzten 100 gelieferten T-Shirt Produktbeschreibungen um Unique Content handelt? Eigenständiges nachrecherchieren im Netz ist ziemlich lästig und ein großer Zeitfresser. Der integrierte Duplicate Content Check im Contentbird Tool macht Dir das Auffinden von Plagiaten mehr als leicht. Auf Knopfdruck kannst Du jegliche Texte und Beiträge auf Ihre Einzigartigkeit überprüfen und mieses Textmaterial direkt entlarven. Richtig nice, oder?

# Mein Fazit:

Abschreiben, das war schon in der Schule kein feiner Zug! Fremde Inhalte zu kopieren ist alles andere als fair. Überrasche Deine Kunden mit Qualitätscontent, der ihn für deine Marke begeistert. Du wirst sehen: Der Aufwand für die Erstellung relevanter Inhalte lohnt sich nachhaltig. Mit contentbird, dass du hier testen kannst, kannst Du Dir die Content Produktion und Verwaltung deutlich erleichtern. Wenn noch nicht längst erledigt, ist die Zeit gekommen Duplicate Content für immer von Deinen Websites zu verbannen!

 

contentbird Planung Erstellung

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