Wissenschaftliches Schreiben unterscheidet sich deutlich vom Schreiben auf anderen Gebieten. Im Journalismus trifft man wenig bis keine wissenschaftlichen Texte an. Dabei bietet diese Textform viele Vorteile. Für gutes Content Marketing ist es wichtig, ansprechende Inhalte zu erstellen, die neue Zielgruppen erreichen. Mit wissenschaftlichen Texten könnt ihr eure gewonnen Erkenntnisse offen legen und reflektieren. Das wichtigste an solchen Texten ist ein starker Inhalt, der anspruchsvollere Zielgruppen anspricht.

In diesem Beitrag haben wir euch die wichtigsten Fakten zu Bildrechten präsentiert, damit ihr bei der Verwendung von Beitragsbildern auf der sicheren Seite seid. Wir denken einen Schritt weiter und zeigen euch, was ihr bei der Übernahme fremder Inhalte beachten müsst.

Das Zitatrecht im Überblick

Zum Zitieren von fremden Inhalten gibt es ein paar einfache Regeln, die ihr beachten müsst:

  • Das Zitat muss in eurem Text einen bestimmten Zweck verfolgen
  • Der übernommene Inhalt darf kein Schwerpunkt eures Textes sein
  • Fremde Inhalte in eigenen Worten wiederzugeben ist erlaubt
  • Wissenschaftliches Schreiben bietet eurer Zielgruppe einen großen Mehrwert

Fremde Inhalte – einfach übernehmen oder kenntlich machen?

Was versteht man unter einem Zitat? Zitiert wird, wenn ein fremder Inhalt wiedergegeben wird, um eigene Gedanken zu untermauern. Zwischen dem zitierten Inhalt und euren eigenen Gedanken muss ein Zusammenhang bestehen. Ein Zitat soll eure eigenen Gedanken belegen und unterstützen. Ihr dürft Inhalte in eigenen Worten wiedergeben. Urheberrechtlich geschützt ist der sprachlich individuelle Stil eines Textes.

In Deutschland gibt es eine sogenannte Zitierfreiheit. Das bedeutet, dass ihr in manchen Fällen ohne Zustimmung des Urhebers zitieren dürft. Das ist der Fall, wenn das Zitat in einem selbständigen, wissenschaftlichen Werk zur Verdeutlichung des Inhalts aufgenommen wird. Ihr müsst darauf achten, dass der fremde Inhalt nicht den Großteil eures eigenen Textes ausmacht. Er wird unterstützend für eure Gedanken genutzt.

Die Zitierfreiheit hat ihre Grenzen. Das Gesetz stellt strenge Anforderungen an die Verwendung von Inhalten ohne Zustimmung des Urhebers. Wenn ihr diese Voraussetzungen nicht erfüllt, kann euch eine Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung drohen.

Alles was nicht urheberrechtlich geschützt ist, dürft ihr komplett frei verwenden. Das Urheberrecht an einem Text läuft 70 Jahre nach dem Tod des Schöpfers aus. Amtliche Werke, wie Gesetze, Urteile oder Verordnungen und wissenschaftliche oder Daten Fakten und Erkenntnisse könnt ihr problemlos einbinden.

Ihr müsst unterscheiden zwischen Großzitaten und Kleinzitaten. Großzitate erlauben ganze Werke in ein neues wissenschaftliches Werk aufzunehmen. Das Zitat muss den neuen Inhalt erläutern. Solche Großzitate dürfen nicht in alltäglichen Informationen, Reportagen und Zeitungsartikeln verwendet werden. Mit Großzitaten solltet ihr vorsichtig umgehen. Der Urheber des zitierten Werkes muss das Werk der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt haben. Das Werk muss von Verlagen angeboten werden oder ist im Großhandel erhältlich. Es handelt sich beispielsweise um ein Großzitat, wenn ihr im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit ein komplettes Gedicht übernehmt. Voraussetzung für diese Übernahme wäre dann, dass ihr das zitierte Gedicht erörtert oder interpretiert.

Bei Kleinzitaten bezieht sich die erlaubte Nutzung auf einzelne Stellen. Das heißt, ihr dürft einen kleinen Auszug aus dem fremden Werken verwenden. Entscheidend ist die Länge des Zitates im Verhältnis zur Länge des zitierten Werkes.

Zitieren – aber richtig!

Jetzt stellt ihr euch die große Frage: wie zitiere ich richtig? Mit ein paar einfachen Tipps, könnt ihr nicht mehr viel falsch machen.

Ihr müsst darauf achten, dass das Zitat kein Selbstzweck ist. Es muss eine Bedeutung für euren eigenen Text haben. Das Zitat muss eure eigene Aussage unterstützen. Ihr müsst eure eigene Auseinandersetzung mit dem Thema klarmachen und eure eigenen Gedanken untermauern.

Ihr müsst auf das Veränderungsverbot achten. Fremde Inhalte, die ihr übernehmt dürfen nicht verändert werden. Weder geringe sprachliche Veränderungen, noch Auslassungen sind erlaubt.
Wichtig ist, dass ihr bei Zitaten die Quelle angebt. So kann das Zitat überprüft werden. Diese Quellenangabe sollte den Namen des Autors und Werkes bzw. Beitrages enthalten. Wenn ihr aus einem Online-Beitrag zitiert, solltet ihr in die Quellenangabe noch einen Direktlink einfügen. Dann kann die Quelle vom Leser direkt abgerufen werden.

Diese Voraussetzungen müssen vorliegen, um eine Abmahnung zu vermeiden. Abmahnungen wegen unerlaubter Zitate können teuer werden. Übernehmt einen Spruch nicht einfach, weil er euch gefällt! Achtet darauf, dass ihr mit dem Zitat einen Zweck verfolgt und eure eigenen Inhalte unterstützt. Um euch weiterführend über die verschiedenen Zitierweisen zu informieren, empfehle ich euch diesen Beitrag. In diesem findet ihr mehr Informationen zur deutschen und amerikanischen Zitierweise. Damit wisst ihr, welche ihr in eurem Kontext anwenden solltet.

Gute Gründe, um wissenschaftliches Schreiben zu lernen

Wissenschaftliche Texte zu schreiben ist mit Aufwand verbunden. Es erfordert eine kritische Haltung zum Thema und eine Auseinandersetzung mit den Gedanken anderer Menschen.

Ihr könnt euch wichtige Kompetenzen durch die Erstellung wissenschaftlicher Texte aneignen. Wissenschaftliches Arbeiten erfordert viel Disziplin. Ihr müsst euch mit den Inhalten, die ihr zitieren wollt auseinandersetzen. Das kann euch persönlich einen enormen Zuwachs an Wissen bringen. Ihr müsst euch selbständig in neue Themengebiete einarbeiten und Zusammenhänge erfassen. Wenn ihr diese Themen verstanden habt, könnt ihr sie am besten eurer Zielgruppe vermitteln und qualitativen Content produzieren.

Wissenschaftliches Schreiben verbessert euren Schreibstil und eure Ausdrucksweise, sodass euer Content ein neues Level erreichen kann. Ihr lernt, Informationen eine Struktur zu geben und euren Blick für das Wesentliche zu schulen. Ihr könnt Konzepte und Themen strukturiert weiterentwickeln und eurer Zielgruppe einen enormen Mehrwert bieten. Die Fähigkeit, Themen aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und diese nachvollziehbar darzustellen, verbessert die Qualität eurer Beiträge. Ihr könnt komplizierte Themen vereinfacht darstellen und sie einem breiteren Publikum zugänglich machen. Macht wissenschaftliches Schreiben für euch als neue Content Marketing Strategie nutzbar.

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Zurück zum Thema. Mit regelmäßigen wissenschaftlichen Texten könnt ihr neue Leser erreichen und diese für euch gewinnen. Eure Leser werden es euch danken, wenn ihr ihnen mit euren Texten relevante Fragen beantwortet. Mit neuen Ideen und Konzepten, macht ihr eure Beiträge interessanter. Das garantiert euch eine größere Reichweite und eine schnellere Verbreitung eurer Inhalte.

Fazit

Wie ihr seht, steckt im wissenschaftlichen Schreiben enormes Potential für euch und eure Zielgruppe. Ihr könnt es für eure persönliche Entwicklung nutzen und qualitativ hochwertigen Content produzieren. Euer Content kann stilistisch auf ein neues Level gehoben werden, um eure Reichweite auszubauen.

Gerade bei der Fülle an momentan existierendem Content hebt ihr euch mit meinen Tipps von der Masse ab und seid auch rechtlich auf der sicheren Seite.

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